Seit Wochen warnt Innenminister Friedrich vor “Armutsflüchtlingen” aus Bulgarien und Rumänien. Die NPD ist nun auf diesen Zug aufgesprungen und hetzt gegen “kriminelle Zigeuner”.
Am 18. Mai 2009 starb der Psychoanalytiker Paul Parin. Wir dokumentieren eine Rede Parins vom 16. November 1994 beim 5. Symposion der Internationalen Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache in Wien zum Thema »Wieviel Heimat braucht der Mensch und wieviel Fremde verträgt er«…
Am 18. Mai 2009 starb der weltbekannte Schweizer Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin. Anlässlich seines Todestages erinnern wir mit einem Nachruf an das Leben und das Werk eines kritischen Weltbürgers.
Der Aufwand, den die Polizei betreibt, um Fußballfans zu überwachen, nimmt mittlerweile Ausmaße wie in einem Überwachungsstaat an. Zu jedem Spiel der 1., 2. und 3. Liga werden die Anfahrtswege der Auswärtsfans ausgeforscht und diese Daten gesammelt. Zehntausende Fans der Kategorie A stehen somit jede Woche im Fokus, wie ein internes Dokument belegt.
Im Akademischen Karussell werden fortlaufend akademische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse einer kritischen Prüfung unterzogen. Manchmal wird die Auseinandersetzung Spaß machen, manchmal wird sie – wie eine Fahrt im Karussell – das Gegenteil bewirken. Heute geht es um die medialen Strategien im NSU-Prozess.
In Hamburg hat am 1. Mai unmittelbar vor einem Brand neben radioaktiven Material in der HafenCity der Eröffnungsgottesdienst des Evangelischen Kirchentags mit rund 35.000 Teilnehmern stattgefunden. Kurz danach brach auf einem Frachter das Feuer aus. Eine Anfrage der Grünen deckt jetzt auf: An Bord waren neben Munition auch mehr als 20 Tonnen Atomfracht.
Journalisten sind für Neonazis nicht nur ein erklärtes Feindbild. Gerade in der letzten Zeit geben sich Rechtsextremisten immer öfter als Journalisten aus, um einerseits Fotos für „Anti-Antifa-Karteien“ anfertigen zu können und anderseits Journalisten einschüchtern und an ihrer Arbeit hindern zu können. Der DJV zeigt sich alarmiert.
Der weltberühmte Physiker Stephen Hawking wollte im Juni an einer wichtigen Konferenz in Israel teilnehmen. Nun sagte er ab. Ein Sprecher der Uni Cambridge erklärte zunächst, die Absage erfolge aus Protest gegen die israelische Besatzung der Palästinensergebiete, später gab man gesundheitliche Gründe an. Dem britischen “Guardian” liegt allerdings Hawkings Absage vor, aus der deutlich wird, dass es sich um eine politische Entscheidung handelt. Carlo Strenger, israelischer Philosoph und eine wichtige linksliberale Stimme, bezeichnet den Boykott als “schwerwiegende Heuchelei”.
Angezettelt von Studenten deutscher Universitäten brannten vor 80 Jahren überall in Deutschland Bücher. Die „Aktion wider den undeutschen Geist“ war eine durchorganisierte Propagandaveranstaltung unter Federführung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Jedoch war die Verbrennung nicht nur eine symbolische Machtdemonstration, sondern auch eine konkrete Drohung.
Am 8. Mai sind rund 250 Neonazis durch Demmin gezogen, um die Kapitulation Deutschlands vor 68 Jahren zu betrauern. Mit dabei waren führende NPD-Funktionäre aus Mecklenburg-Vorpommern. Einige Neonazis verkleideten sich als verletzte Veteranen, andere demonstrierten unter den Augen der Polizei ihre Verbundenheit mit der Waffen SS.
Wann immer es um den riesigen Erfolg der US-Serie „Homeland“ geht, wird darauf verwiesen, dass die Produktion um einen nach langer Gefangenschaft zurückgekehrten US-Soldaten, der in den Jahren der Haft umgedreht und zum Schläfer gemacht wurde, auf einem israelischen Original beruht. Davon kann man sich ganz einfach selbst überzeugen: „Hatufim“, Kriegsgefangene, wird nämlich ab heute Abend (21.00 Uhr) auf „arte“ ausgestrahlt.
An einem Sonntag gegen vier Uhr morgens rüttelte mich jemand aus dem Schlaf. Ich war seit anderthalb Wochen zurück im Internat in Aschaffenburg, die ersten Schultage lagen hinter mir, den Kopf hatte ich noch voller Erinnerungen an die Ferien mit meiner Familie. Es war der 10. September des Jahres 2000. Das Datum hat sich mir eingebrannt. Ich war vierzehn Jahre alt.
Am 30. Mai steht Lothar Scholz vor dem Potsdamer Amtsgericht. Scholz, ehemaliger HJ-Führer, Stalinopfer und “verdienstvoller Zeitzeuge”, soll die Leiterin einer Ausstellung in Potsdam angegriffen haben. Hintergrund des Konflikts: Angeblich verharmlose die Ausstellung die sowjetische Repressionspolitik in der SBZ und der DDR. Das Gerichtsverfahren wegen der Attacke bringt Scholz, der lange Jahre Vorstandsmitglied der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) war, offenbar mit der Justiz unter Stalin in Verbindung.
Anfang dieses Jahres präsentierte die Titelseite der “ZEIT” ein riesiges Richard Wagner-Bild, verbunden mit der Schlagzeile “Die Droge Wagner. Wer sich auf Richard Wagners Musik einlässt, verfällt ihr. Warum?” Matthias Küntzel hat sich seither mit dem Antisemitismus Wagners und der Ausrichtung des Richard Wagner Jahres 2013 in Deutschland näher befasst.