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Budapest: Wieder NPD-Funktionäre bei SS-Gedenken dabei

11. Februar 2008 02:21 215 mal gelesen 2 Kommentare

In Ungarn findet alljährlich im Februar die Gedenkveranstaltung zum „Tag der Ehre“ statt, welcher von ungarischen Neonazis aus dem B&H-Umfeld organisiert wird. In diesem Jahr waren laut einem Bericht der “Wiener Zeitung” bis zu 2000 meist schwarz gekleidete Neonazis in der ungarischen Hauptstadt dabei. Und hier sei die Leugnung des Holocaust straffrei. So bezeichnete Neonazi-Führer Janos Endre Domokos die Ermordung von 600.000 ungarischen Juden als ”Ausschreitungen durch Straßenpassanten, die irgendwo einen Juden gesehen und diesen angegriffen haben”. Die letztjährige Nazi-Veranstaltung fand mit insgesamt ca. 800 Teilnehmern am 10. Februar 2007 statt, an der die deutschen Rechtsextremisten Eckart Bräuninger, Matthias Fischer sowie erstmalig der Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt, teilnahmen. Sie richteten Grußworte an die versammelten Teilnehmer.

Auch in diesem Jahr waren laut Wiener Zeitung Fischer wieder mit von der Partie, genau wie Robin Liebers. Beide NPDler seien als Redner aufgetreten und hätten über die “großen Heldentaten der Waffen-SS- und der ungarischen Pfeilkreuzler-Einheiten” gesprochen. Am Ende der Kundgebung erklang das Lied “Deutschland, Deutschland über alles”, hieß es. Nach Angaben der Nazi-Seite zu dem Aufmarsch sollte auch Eckard Bräuniger, NPD-Chef in Berlin und Ex-Söldner, sprechen. Als Bands sollten auch zwei deutsche Vertreter dabei sein: “White Rebel Boys” aus Bayern und “Painful Awakening”.

Holocaust-Überlebende beten für ihre Enkel

“Vor allem wir ältere Juden, die den Holocaust überlebt haben, fürchten uns. Immer frecher und immer offener treten die ungarischen Neo-Nazi-Gruppen auf und machen uns erneut für alle Schwierigkeiten Ungarns verantwortlich”, sagte Alfred Kohn laut Wiener Zeitung. Trotz seiner 89 Jahre besuche er jeden Samstag die große “Dohany-Synagoge”, die zu den größten in Europa gehört. Dort bete er nicht nur für die vielen ermordeten Familiemitglieder, sondern auch für die unsichere Zukunft seiner vier Enkelkinder.

Der 13. Februar ist für alle Ungarn ein äußerst symbolträchtiges Datum. An diesem Tag des Jahres 1945 befreite die Rote Armee in schweren Kämpfen Budapest von der Nazi-Herrschaft.

Dokumentation über Rechtsextremismus in Osteuropa.

2 Kommentare »

  • Budapest: Wieder NPD-Funktionäre bei SS-Gedenken dabei | Keine Nazis: Blog said:

    [...] In Ungarn findet alljährlich im Februar die Gedenkveranstaltung zum „Tag der Ehre“ statt, welcher von ungarischen Neonazis aus dem B&H-Umfeld organisiert wird. In diesem Jahr waren laut einem Bericht der “Wiener Zeitung” bis zu 2000 meist schwarz gekleidete Neonazis in der ungarischen Hauptstadt dabei. Und hier sei die Leugnung des Holocaust straffrei. So bezeichnete Neonazi-Führer Janos Endre Domokos die Ermordung von 600.000 ungarischen Juden als ”Ausschreitungen durch Straßenpassanten, die irgendwo einen Juden gesehen und diesen angegriffen haben”. Die letztjährige Nazi-Veranstaltung fand mit insgesamt ca. 800 Teilnehmern am 10. Februar 2007 statt, an der die deutschen Rechtsextremisten Eckart Bräuninger, Matthias Fischer sowie erstmalig der Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt, teilnahmen. Sie richteten Grußworte an die versammelten Teilnehmer. (Quelle: NPD-Blog) [...]

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