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Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren

22. Oktober 2008 11:41 62 mal gelesen 16 Kommentare

Im Vorfeld des 70. Jahrestages der Pogromnacht im Jahr 1938 wollen Neonazis in Aachen provokativ gegen die “einseitige Vergangenheitsbewältigung” aufmarschieren. Aktuell mobilisiert Axel Reitz aus Köln für den Aufmarsch, berichtet der blick nach rechts. Reitz war demnach erst im April 2008 nach Verbüßung einer Haftstrafe – unter anderem wegen Volksverhetzung – aus dem Gefängnis entlassen worden.

Die Demonstration solle am 08. November 2008 vor den Aachener Hauptbahnhof beginnen. Zynisches Motto in Bezug zu den bundesweiten Gedenkveranstaltungen rund um den 9. November: “Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer!” Als Veranstalter benennt Reitz, ehemaliger Aktivist des “Kampfbundes deutscher Sozialisten” (KDS) und Mitbegründer der nach einem SA-Mann benannten “Kameradschaft Walter Spangenberg”, die “Freien Kräfte” – also Neonazis aus den militanten “Kameradschafts”- und “Autonomen Nationalisten”-Kreisen. Die Polizei prüfe derzeit die Anmeldung.

Siehe auch: Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen, 69 Jahre nach der Reichspogromnacht: Erneut jüdischer Friedhof geschändet

16 Kommentare »

  • Birgit said:

    Welche deutschen Opfer??? Das schlägt dem Fass den Boden aus! Ich fasse es nicht…

  • der typ in der dritten Reihe said:

    Interessant nach dem Ende des KdS wieder etwas von diesen Spinnern zu hören.
    Mit der Ideologie des KdS, die aus Querfront und Korea-Begeisterung besteht, hat der Haufen afaik unter Nazis jedes Ansehen verloren.
    Eventuell fällt ihnen das bei der Mobilisierung für diese abartige Demo auf die Füße.

  • Zu den Waffen! Der Pöbel kommt! | Ennos Testwelt said:

    [...] Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren [...]

  • Kai said:

    Ich halte zwar nichts von diesen Leuten! Allerdings wurden tatsächlich nach dem 8. Mai 1945 rund 16 Millionen Deutsche Ermordet. Alleine 2 Millionen bei der Vertreibung aus Ostdeutschland! Dem zu Gedenken ist für mich ok, hat aber nichts mit dem HC und Co zu tun. Seit der Erfindung der Ausschwitz und Holocaust Keule ist es aber sehr schwer darüber in der Öffentlichkeit zu Reden und tatsächlich, es gibt eine sehr einseitige Geschichtsschreibung, welche auch noch staatlich geschütz wird. Warum wohl?

  • P.G. said:

    Hallo Kai,
    dass Sie nix vom KDS halten, glaube ich Ihnen sofort.

    Sie werfen hier eine Zahl von 16 Mio. in den Raum, wissen Sie: Vergessen Sie es einfach wieder. Sogar Ihr Gesinnungskamerad Gerd Honsik kommt “nur” auf 13,2.

    Aber ich sage es Ihnen gleich: Hier werden jetzt keine Rechnungen aufgemacht.

    Und was Ihre Begrifflichkeiten “Auschwitz- und Holocaust-Keule” angeht: Diesen Begriff strapazieren Sie und Ihresgleichen, um sich wieder als Opfer darzustellen. Opferopferopfer, alle sind gegen uns – sagen Sie mal: Nervt das nicht ein bisschen?

    Und noch was: Wo darf man denn der deutschen Opfer nicht gedenken? Haben Sie mal in den vergangenen Jahren Fernsehen geschaut (Dresden), Zeitung gelesen, was von Vertriebenenzentern gehört?

    Ich bin immer wieder höchst erstaunt, dass Menschen, die offenbar durchaus intelligent sind, so einen Schwachsinn äußern.

    Bitte sparen Sie sich künftig Ihre Anmerkungen hier und sondern diese bei Altermedia ab, ich hab hier keinen Bock auf Revisionisten.

  • O.B. said:

    Oh je, alles natürlich eine “einseitige Geschichtsschreibung”…Ja nee, iss klar.

    Wahrscheinlich bevorzugen jene die das predigen eine Art von Geschichtsschreibung, welche so eine Art von Heldenmasturbation über die achso brave und glorreiche Wehrmacht und SS anstimmt? Alles was dem nicht entspricht wäre dann wohl einseitig und zutiefst “systemisch”. Wie bäh aber auch…

    Was mich immer wieder erstaunt ist die Tatsache, dass Rechtsradikale stets behaupten, sie haben mit der Nazidiktatur nichts zu tun und man werde immer wieder drauf reduziert usw. man wäre doch total unschuldig und total lieb, echt wirklich friedlich und so total kuschelig…
    Was machen die aber? Immer wieder reduzieren sie sich selbst darauf entlarvender Weise. Mehr noch: Sie verteidigen die Nazi-Diktatur und fühlen sich angpisst, wenn man Hitler und Co. als Verbrecher entlarvt.
    Und warum haben die etwas dagegen, dass man z.B. den Opfern der Novemberprogrome gedenkt? Stört ihnen etwa, dass ihre ideologischen Vorbilder ihre persönlichen Defizite und (teilweise arg degenerierten) Minderwertigkeitskomplexe an – Rechtsradikale hören es sicherlich nicht gerne – Deutsche (später an Europäern) ausgelassen haben? Tja, war halt so und ja, das war nicht deutsch sondern scheisse. Der Hinweis auf andere Verbrechen macht die Sache wahrlich nicht besser, er lenkt nur ab.

    Zum Thema “deutsche Opfer” mal angemerkt: Da läuft jetzt gerade ein Film im Kino an, der da ein Themengebiet inne hat, welches bei Rechtsradikalen äußerst beliebt ist.
    Soviel zum Thema “einseitige Geschichtsschreibung”…
    Wobei ich mich auch frage, ob “deutsche Opfer” jemals freiwillig von solchen Braunlingen geehrt werden wollen. Ich wage es zu bezweifeln…

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  • Birgit said:

    Hallo Kai,
    waren dir die sinnentleerten Kommentare beim NGN nicht bereits genug??
    So langsam müsste doch auch euch bewusst werden, was ihr da eigentlich für einen Scheiß von euch gebt. So blöde kann man doch gar nicht sein!!

  • P.G. said:

    Hallo Birgit,
    das habe ich nun davon, dass die Kommentare hier nun auch so schön auf der Startseite zu sehen sind. Jetzt kommen die Patienten wieder, die ich beim NGN und Störungsmelder doch so gut aufgehoben wusste…
    Grüße
    Patrick Gensing

  • Bogo said:

    Ohje, die Cyber SA hat wieder Langeweile, wenn ich gewusst hätte, dass sie sich hier verstecken, lieber Kai wäre ich ihnen auf dem Fuße gefolgt!
    Ich dachte sie seien der Patient und wollten sich therapieren lassen!?

  • chris-b said:

    In Fulda haben die Faschos für den 8. auch eine Demo angemeldet.
    Es hat sich gestern ein Jugendbündnis gegründet, welches am Freitag einen Aufruf zu Gegenaktivitäten veröffentlichen möchte.
    Wenn ich näheres weiß, werde ich es bloggen.

    LG Chris

  • Hu-Hu-Hubschraubereinsatz: Bochum ist abgeriegelt | Ennos Testwelt said:

    [...] Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren [...]

  • Meineid said:

    Wer ein paar mehr Infos und Anekdoten und leider auch was über den Kleinkrieg einiger Ruhrgebiets-Antifagruppen lesen will dem sei der Indymedia-Artikel empfohlen:
    http://de.indymedia.org/2008/10/230477.shtml

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » NPD-Fraktion boykottiert erneut Gedenken an Opfer des Holocaust said:

    [...] der Kinder, Pogrom vom 9. November 1938: Weißwäscher am Werk, Hessen: Neonazi-Aufmarsch verboten, Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren, Historiker: SS-Führer Himmler war verklemmter Einzelgänger, Sobibor 1943: Aufstand in der [...]

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Pogrom vom 9. November 1938: Weißwäscher am Werk said:

    [...] auch: Hessen: Neonazi-Aufmarsch verboten, Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren, Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen, 69 Jahre nach der Reichspogromnacht: Erneut jüdischer [...]

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Die NPD und der Holocaust: Relativieren statt leugnen said:

    [...] der Kinder, Pogrom vom 9. November 1938: Weißwäscher am Werk, Hessen: Neonazi-Aufmarsch verboten, Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren, Historiker: SS-Führer Himmler war verklemmter Einzelgänger, Sobibor 1943: Aufstand in der Hölle [...]