Pastörs-Rede: “Das System angreifen – im Parlament und auf der Straße”
Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken hat gegen den NPD-Funktionär Udo Pastörs Anklage erhoben – wegen Volksverhetzung. Pastörs hatte sich auf einer Veranstaltung der NPD am Aschermittwoch im Jahr 2009 abfällig und diffamierend unter anderem über Juden geäußert, wie unter anderem Filmaufnahmen des NDR belegen.
Zur Dokumentation hier Ausschnitte aus der Rede.
Zu der Strategie der NPD und der rechtsextremen Bewegung sagte Pastörs unter anderem:
“Wenn wir einen Schulterschluss haben, dann sind wir auch wieder in der Lage, anzugreifen dieses System! Auf der Straße – und in den Parlamenten! [...] Wir müssen Licht anmachen, damit man uns sehen kann. Aber: Es ist oft ratsam, dass man bevor man den Lichtschalter umlegt, sehr gut überlegt, ob die Zeit denn schon reif ist, um das Licht anzuschalten Und ich habe den Eindruck, dass wir doch hier und da, das ein oder andere Mal den Lichtschalter zu früh betätigt haben und ein anderes Mal zu spät. [...] Auch wer zu früh kommt, den bestraft das Leben. Und daher braucht eine so kleine Kampftruppe, so wie wir es sind, Punktlandungen! Und dafür müssen wir arbeiten, kämpfen und notfalls auch bluten. Angriff heißt die Parole! Nicht blind agieren.”
Zu der Nachwuchsarbeit der NPD meinte der Fraktionschef in Mecklenburg-Vorpommern:
“Modernisierung der Partei, ja, dafür stehe ich nicht alleine. Und diese Forderung, die kommt nicht nur von Udo Pastörs. Diese Forderung kommt auch in erster Linie von Euch, von der Zukunft der Partei. Und die Zukunft der Partei ist nur dann möglich, wenn sie biologisch unterfüttert ist. Das heißt, wenn genügend junge Nationalistinnen und Nationalisten in unseren Reihen kämpfen. Und dazu muss man die Rahmenbedingungen schaffen. Und das ist die Aufgabe des Apparates. Die NPD hat nichts anderes als Auftrag, Werkzeug zu sein. Politisches Werkzeug, um einen maximal Schaden, keinen Kolateralschaden, damit sind wir nicht zufrieden, wir wollen den Maximalschaden, dieses Parteienstaates, der nichts anderes ist als der verlängerte Arm USraels ist. Europa, Jugend, Revolution, das ist nicht nur ein schöner Liedtext, das ist auch Programmatik für uns Nationalisten in Europa. [...] Wir brauchen dringend eine Modernisierung der JN als Kaderschmiede für die Funktionsträger für morgen. Da habe ich in den letzten zwei drei Jahren nicht viel gesehen. Doch seit wir eine neue Bundesführung haben, habe ich große Hoffnung. Doch die Bundespartei muss dieser Jugend auch die materiellen Dinge zur Verfügung stellen.”
Zu seinen Zielen als Parteichef:
“Wenn ich Parteivorsitzender werden sollte, dann werde ich selbstverständlich die Richtlinien in der Partei maßgeblich mitgestalten. Ich sage mitgestalten. Denn wer könnte so vermessen sein, und von sich sagen, er hätte die Weisheit mit Schaumlöffeln gefressen. [...] Deswegen ein neuer Führungsstil und ganz klare Definition, was wir wollen. Und ganz klare Definition von dem was wir können, und erst dann, wenn wir das definiert haben, schlagen wir politisch eiskalt los. Und dann haben wir auch die Selbstsicherheit dass unser Schlag die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu Boden ringt.”
Zu der Zusammenarbeit mit den Freien Kärften, also Neonazibanden:
“Die Freien Kräfte, die gibt es so nicht. Die Freien Kräfte das ist ein großes politisches Labor, ein sozialpolitisches nationales Biotop, in denen Finten ausprobieren. Und das ist sehr sehr wertvoll, da kommt sehr viel Kreatives. Wir haben eben nicht diese pyramedial aufgebaute Struktur, wie das eine Partei haben muss, sondern wir sind relativ flexibel. Das ist ein Vorteil – auf der einen Seite. Das kann auf der anderen Seite ein Nachteil sein. Weil sie mit so unterschiedlichen Stimmen zu uns sprechen. Ich sage, es wird bei der NPD in der Zukunft, wenn ihr mich wollte, keine Abgrenzungsbeschlüsse zu Freien Kameradschaften geben. Mich interessiert, was der Kamerad bereit ist, für die Bewegung zu tun und was er in der Rübe hat. Und nicht was er auf der Rübe hat. Das ist das Entscheidende. Und es ist auch nicht entscheidend, dass jeder Professor sein muss. Davon haben wir wahrlich in den Universitäten eine Menge intellektuellen Pöbels angesammelt, der unter unserer Herrschaft genauso heraus…(unverständlich) werden, wie die kriminellen Ausländer aus Deutschland herausgeschafft gehören.”
Seinem Antisemitismus ließ Pastörs freien Lauf:
“Weil das gesamte Finanzgebäude dieser Juden-Republik in den nächsten zwei Jahren zusammenbrechen wird. [...] Sagt Ihnen der Name Allan Grünspan etwas? Der eine hat vor nicht allzu langen Zeit noch große Sprüche geklopft, dass es durchaus seriös sei, auf das Eigenkapital von Banken 20 und 25 Prozent Rendite zu erwirtschaften. Und Ackermann und Konsorten-Gaunertum haben ihm das nicht nur nachgemacht, sondern die sind dieser Krummnase kräftig auf den Leim gegangen.”
Zudem rief Pastörs indirekt zu Gewalt auf:
“Wer Selbstrespekt hat und Stolz entwickelt hat auf das, was er ist – und in seiner Ahnenkette geworden ist, der wird sich wehrhaft dieser muselmanischen Bedrohung entgegenstellen. Mit Herz, mit Verstand und wenn nötig auch mit Hand, meine Damen und Herren!”
Und zu den USA hieß es:
“Wir erleben eine Segregation – überall, selbst in Amerika, flüchten die Weißen nach Norden, in den letzten 25 Jahren, weil es im Norden kälter ist. Und sie hoffen, dass die Obamas ihnen nicht folgen.”
Quellen: Filmaufnahmen des NDR, Neonazi-Seite aus Mecklenburg-Vorpommern.
Siehe auch: Von Versagern, Eierköpfen und Intriganten: Kandidatencheck mit Ex-NPD-Chef Deckert, TV-Tipp: Panorama über die Hetzrede von Udo Pastörs

[...] weiterlesen auf NPD-BLOG.INFO [...]
[...] weiterlesen auf NPD-BLOG.INFO [...]
eine kranke Person
Wie kommt er darauf, dass in den USA die Weißen nach Norden flüchten? Das sind mal wieder bemerkenswert krude Fantasien, die dort zum Ausdruck kommen.
[...] der Rede in Textform gibt es auch auf dem NPD-BLOG.INFO [...]
Ich finde an diesen Aussagen des Pastörs
keinen Punkt, der ein Eingreifen der Staatsanwaltschaft notwendig macht.
Wenn diese doch tätig werden, zeigt es mir, dass es mit der sogenannten Meinungsfreiheit, in diesem sogenannten Rechtstaat sehr schlecht bestellt ist.
Für mich ist Deutschland schon lange kein Rechtstaat mehr. Und mit Parteienrepublik hat der Pastör auch nicht ganz unrecht.
Ich persönlich bin vor einiger Zeit als Polakenschwein betitelt worden, der dorthin verschwinden solle wo er herkam.
Meine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde mangels öffentlichen Interesse eingestellt. Ratschlag dieser Staatsanwaltschaft:
Ich könne ja privat klagen, aber vorher hätte ich einen Sühneangebot machensollen, an den der mich derart beleidigt hatte.
Ja auch das ist Deutschland, ja das ist der Rechtstaat.
Und bei Pastör will man hart vorgehen nur weil er eine Meinung vertritt die der Obrigkeit nicht passt.
Armes Deutschland!!!
[...] Am 06. Mai 2010 steht Udo Pastörs in Saarbrücken vor Gericht, er wurde wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung angeklagt. Pastörs hatte in einer Rede von Krummnasen und Samenkanonen gesprichen, hier Auszüge aus seiner Hetztirade. [...]
Pastörs ist dumm, und gefährlich. Das, was er von sich gibt, ist eigentlich zum Schreien komisch, nur meint dieser xxx-Kommer das so, wie er es sagt. Außerdem ist sein Dütsch grottenschlecht!
Da dieser Möchtegern-Teutone ein unbelehrbarer Nationalsozialist ist und er mit seinen Aussagen bewusst zum Hass und zur Gewalt gegen Menschen und diesen Staat aufrufen wollte und will, wäre eine Verurteilung mit anschließender Freiheitsstrafe sehr wünschenswert – seine Immunität ist ja längst aufgehoben. In seiner Zelle wird er dann genügend Zeit haben, den Lichtschalter nach Belieben umzulegen und so Licht in seine hohle xxx zu bringen.
@ “Felix Bachanek”:
Dein Versuch, hier Partei für diesen Nazi zu ergreifen, ist wirklich lächerlich!
Beleidigungen gelöscht.
@Felix Bachanek
“Ich finde an diesen Aussagen des Pastörs
keinen Punkt, der ein Eingreifen der Staatsanwaltschaft notwendig macht.”
Ach sie sind also Richter? Oder haben wenigstens Jura studiert? Wohl nicht, sonst wüßten Sie um die Unerheblichkeitsschwelle des Volksverhetzungsparagraphen!
Außerdem werden Verfahren nicht aus Mangel an öffentlichem Interesse eingestellt, ohne Täter-Opferausgleich oder ähnlichem (§153a StPO). Das ist natürlich auch bei Beleidigungsdelikten so.
Es gibt einen schönen Spruch, den Sie sich unbedingt für die Zukunft zu Herzen nehmen sollten: “Wenn man keine Ahnung hat, Fresse halten”
P.S.: Es heißt Rechtsstaat. Nur so nebenbei, damit Sie sich nächstesmal nicht ganz so derbe blamieren
für mich kommt es so rüber als ob felix selbst ein getarnter brauner ist, der unter dem vorwand “polakenschwein” hier partei für den schwachkopf und den nazis ergreift. man sollte wirklich die “fresse”.halten, wenn man juristischer laie ist.
[...] Dokumentation der Pastörs-Rede: “Das System angreifen – im Parlament und auf der Straße” [...]
[...] Siehe auch: Schon wieder Ärger für NPD-Landtagsabgeordneten Gansel, Verdacht auf Volksverhetzung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen NPD-Funktionär Pastörs, Ermittlungen gegen NPD-Fraktionschef Pastörs: Landtag hat keine Einwände, Dokumentation von Pastörs-Rede: “Wir wollen den Maximalschaden des Parteienstaats”, [...]
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