13 Kommentare

  1. Pawel

    Es gibt keinen Grund für Frau Steinbach und für das Schlesische Volk allgemein, sich den Polen anbiedern zu müssen. Die deutschsprachige Schlesiche Bevölkerung trägt keine Mitschuld an den Verbrechen des dritten Reichs – das ist alleine ein Problem der Deutschen, der Russen und der Polen. Nur diese drei Mächte haben die Juden verfolgt.

    Natürlich ist es immer von Vorteil, als Schlesier mit an die dunklen Kapitel die mit der Deutschen Geschichte zu tun haben zu gedenken, auch weil die Hitler-Verbrechen erst die grausamen Verbrechen sowjetischer und polnischer Faschisten nach dem Krieg möglich gemacht haben.

    Wenn jemand aber mit dieser dunklen Zeit ein für allemal abschließen möchte, muss man das auch akzeptieren.

  2. Betrachter

    Inwieweit unterscheidet sich die deutschsprachige Bevölkerung Schlesiens denn von “den Deutschen”?

  3. neuer Leser

    @ “Pawel” (nicht gerade ein origineller Name und recht durchsichtig)

    Wieviel zahlt dir der BdV für solche Spam-Meinungen???

  4. Pawel

    [quote]inwieweit unterscheidet sich die deutschsprachige Bevölkerung Schlesiens denn von “den Deutschen”?[/quote]

    Im früheren Grand Duche Schlesien / Slaskie bis zum Wiener Vertrag von 1830 wurden vom Schlesichen Volk neben dem schlesischem Deutsch (z. B. Kretscham, Gosch) auch Polnisch, Tschechisch und Oberschlesisch gesprochen.

    Wenn man der Logik von “Betrachter” konsquent nachgeht, müssten auch alle Österreicher und Schweizer “Deutsche” sein, und die Wallonen in Belgien wären Franzosen und Ostbelgien Teil von NRW. Aber vielleicht sind auch die Holländer mit Geerd Wilders noch Deutsche zzgl. der Flamen und Dänen???

  5. Betrachter

    @Pawel:

    Schöne Tirade, geht aber voll an meiner Frage vorbei. Wäre mir z.B. neu dass Schweizer, Dänen und Holländer, einen Anschluss an die deutsche Heimat bejubelt hätten, wie es die Schlesier seinerzeit taten.
    Ist dir eigentlich klar dass die Schlesier in überwältigender Mehrheit für den Anschluss waren? Spricht irgendwie ein bisschen dagegen dass sie keine Deutschen sein sollen.

  6. Eik-O-Mat

    “Es gibt keinen Grund für Frau Steinbach und für das Schlesische Volk allgemein, sich den Polen anbiedern zu müssen. Die deutschsprachige Schlesiche Bevölkerung trägt keine Mitschuld an den Verbrechen des dritten Reichs”

    Hm, dann lassen Sie uns doch mal einen Blick auf das damalige Wahlverhalten des stolzen Schlesischen Volkes werfen:

    Preußische Landtagswahlen / Wahlkreis Breslau
    – 24.04.32 NSDAP 41,2%
    – 05.03.33 NSDAP 49,7%

    Die Schlesier haben sich ihr späteres Schicksal vor 1945 hart erarbeitet, DAS gilt es für den BdV zu akzeptieren.

  7. E.S.

    Vielleicht sollte man einfach einmal wieder die Dinge vom Kopf auf die Füße stellen:

    Erika Steinbach hat an der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen, wenn auch nicht komplett. Ich kenne niemanden, der wegen anderer dringender terminlicher Verpflichtungen nicht schon einmal eine Veranstaltung früher verlassen mußte. Daß hier zumindest impliziert wird, daß dies deswegen erfolgte, um sich nicht die Rede des polnischen Historikers anzuhören, ist schlichtweg albern und unbegründet.

    Hätte Tych zuerst gesprochen und Shimon Peres anschließend, so hätte man den gleichen Sturm im Wasserglas entfacht. Dann wäre es die Rede von Peres gewesen, die Steinbach angeblich nicht anhören wollte. Wie es den Kritikern halt einfach so paßt …

    Anscheinend hat Herr Salzborn noch nie etwas davon gehört, daß u.a. der sudetendeutsche Sozialdemokrat Wenzel Jaksch, der nach dem Anschluß des Sudetenlandes nach Großbritannien ins Exil fliehen mußte, Vorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft war. Ein klarer NS-Gegner, der bis in die dreißiger Jahre mit den tschechischen Parteien und Politikern zusammenarbeitete und nach Lösungen suchte, die Demokratie zu retten. Und es gibt noch weit mehr Beispiele, die gerade ein Wissenschaftler, der auf diesem Gebiet forscht, kennen sollte. Ansonsten wäre es ein Armutszeugnis.

    Schlesien gehörte über Jahrhunderte zu Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, zunächst unter habsburgischer Oberherrschaft, dann unter brandenburgisch-preußischer. Bestandteil des Deutschen Bundes und Teil des Deutschen Kaiserreiches seit 1871. Bis auf Oberschlesien auch Teil der Weimarer Republik.

  8. neuer Leser

    “Pawel” gehört zu der Sorte Berufsvertriebender – nee, dafür muss man nicht “vertrieben” worden sein, aber das weißt du sicherlich, “Pawel” -, die der ahistorischen Anderswelt den Vorzug vor der bitteren historischen Realität geben. Anders kann man sich das infantile und weltfremde Geschreibsel nicht erklären.

    Leider prallen an solchen Leuten jegliche Argumente ab!

  9. JP

    @”Pawel”: Was zahlt Ihnen die Tochter eines Besatzungsoffiziers der Hitler-Wehrmacht für derart dreiste Lügen und Geschichtsfälschungen?

  10. Betrachter

    “Erika Steinbach hat an der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen, wenn auch nicht komplett. Ich kenne niemanden, der wegen anderer dringender terminlicher Verpflichtungen nicht schon einmal eine Veranstaltung früher verlassen mußte. Daß hier zumindest impliziert wird, daß dies deswegen erfolgte, um sich nicht die Rede des polnischen Historikers anzuhören, ist schlichtweg albern und unbegründet.”

    Jaja, schon klar. Als ob wenn Polit- und Lobby-Größen, die täglich von zig PR-Fachleuten beraten werden, sich nicht der Außenwirkung einer jeder ihrer Handlungen bewusst wären. Als ob wenn Steinbach nicht schon unzählige Male ähnliche Signale in Richtung Polen ausgesandt hätte.

    “Schlesien gehörte über Jahrhunderte zu Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, zunächst unter habsburgischer Oberherrschaft, dann unter brandenburgisch-preußischer. Bestandteil des Deutschen Bundes und Teil des Deutschen Kaiserreiches seit 1871. Bis auf Oberschlesien auch Teil der Weimarer Republik.”

    Wer hat das bestritten?

  11. Pawel

    “Ist dir eigentlich klar dass die Schlesier in überwältigender Mehrheit für den Anschluss waren? Spricht irgendwie ein bisschen dagegen dass sie keine Deutschen sein sollen.”

    Wenn Du mit diesem diletantischen Argument – was typisch ist für nen Deutschen wie Dich – kommst, wirst Du auch von Österreichern keine bessere Antwort auf die Frage bekommen, warum die Österreicher “ins Reich” wollten. Ich kann Dir die Antwort sagen: weil Kleinnationen wie Schlesien, Österreich und Ostbelgien an der Front zu den Großmächetn zuerst mal vertsändlicherweise an die Unversehrtheit ihrer eigenen Familien gedacht haben und sich bei dem vermeintlich stärkeren der auch noch die gleiche Sprache spricht auf der sicheren Seite gefühlt haben, bevor man sich überlegt für welche Konsequenzen man mit einem Anschluss an das dritte Reich zu rechnen hat.

    Im übrigen haben die Oberschlesier in Oppelen und Lodz nach 1921 Polen das Vertrauen ausgesprochen als sie zwischen den Fronten waren. Bei einer amtlichen Befragung des polnischen Statisktikamtes im Jahr 2002 gaben mehr als 200.000 Schlesier zwischen Zgorzelec und Katowice offiziell im Face-toFace-Interview an, sich reell von der Nationalität als Schlesier anstatt D oder PL zu fühlen.

    Und Ostbelgien mit Stolz auf die Deutsche Sprache genießt heute einmalige Minderheitenrechte in Europa, da denkt partout niemand an den Anschluss an die BRD oder welchen Rechtsnachfolger Deutschlands auch immer, und das ist gut so.

    Vielleicht verlange ich von einem Deutschen zu viel, eine Unterscheidung zwischen Deutsch und Deutschsprachig zu machen, aber Frau Steinbach wurde von der C*U mit Sicherheit nicht aus Nächstenliebe sondern zum Rattenfang bei den Ostflüchtlingen angestellt.

  12. Betrachter

    “was typisch ist für nen Deutschen wie Dich”

    Ich merk schon, da hat einer den gannz großen Durckblick. Nerv jemand anderen.

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