Burschenschaft lädt rechtsextremen Referenten Marinovic ein

Nachdem im April 2010 der NPD-Referent Richard Melisch in den Räumen der “Burschenschaft Germania Königsberg” referieren durfte, kommt nun am 10. Mai der österreichische Neonazi Walter Marinovic in das Haus der schlagenden Verbindung. Er soll nach Angaben des Hamburger Bündnisses gegen Rechts dort für den “Norddeutschen Kulturkreis” (NK), einer neofaschistische Kulturorganisation zum Thema “Überfremdung und Islamisierung Europas”, referieren. Marinovic gehört nach Auskunft der Leiterin des ›Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands‹, Brigitte Bailer, zum “rechten Rand des Rechtsextremismus”.

Der NK sei die älteste neofaschistische Vereinigung in der Hansestadt und stand dem verstorbenem Landesvorsitzenden der NPD, Jürgen Rieger, nahe, berichtet das HBgR weiter. Seit Jahren veranstalte der NK monatlich Vorträge mit rechten Referenten in dem Burschenhaus in der Heimhuderstraße. Während die reaktionäre Piusbruderschaft Deutschland im vergangenen Monat den Vortrag von Marinovic wieder abgesagt hatte, ist er den Angaben zufolge bei der der Germania Königsberg nun schon zum zweiten Mal als Referent eingeladen. Marinovic war hier zuletzt im Oktober 2009 mit dem Thema “Kampf des Befreiers Germaniens Arminius/Hermann” zu Gast, nachdem er Tage zuvor zu diesem Thema bei der NPD referiert hatte.

Erneut zeige sich, dass Burschenschaften auch in Hamburg keine Berührungsängste bezüglich Neonazis hätten, schreibt das Bündnis gegen Rechts.

Ausführliche Informationen zu dem Referenten Walter Marinovic bei den Grünen in Österreich.

Siehe auch: NPD-Referent bei Burschenschaft, Piusbruderschaft lädt rechtsextremen Referenten ein

4 Kommentare

  1. Axel Mylius

    Der Mann (Marinovic) im O-Ton … bezeichnend für sich und sein Klientel:

    http://www.gruene.at/uploads/media/Marinovic.pdf

    Die Königsberger Studenten-Klopse lassen aber – siehe einer an – “Kritik” zu, siehe:

    http://www.germania-koenigsberg.de/page3/

    “(…)

    Kritik [Bearbeiten]

    Von Seiten linker Gruppierungen wird der Germania Königsberg überwiegend im Rahmen sogenannter Burschi-Reader eine fehlende Abgrenzung zu rechtsextremen Tendenzen verdächtigter Studentenverbindungen vorgeworfen: „Die Germania Königsberg hat offensichtlich gute Kontakte zur [Hamburger Burschenschaft] Germania. Zumindest fechtet [sic!] man gerne gemeinsam (z.B. im Juni 2002).“ [1]

    Darüber hinaus lässt allein der Name einige Kritiker auf Revisionismus schließen: „Ansonsten ist bei der Germania Königsberg schon allein der Name problematisch, weil Königsberg zwar tatsächlich einst zu Preußen gehörte (und somit “germanisch” war), seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aber Teil Russlands ist und inzwischen den Namen Kaliningrad trägt. Die Bezeichnung “Germania Königsberg” lässt vermuten, dass sich die Mitglieder dieser Burschenschaft nicht mit dem Anschluss von Königsberg an Russland abgefunden haben oder sogar eine Wiedereingliederung an Deutschland fordern.“ [1] (…)”, Auszug Ende.

    … Immer diese “linken Gruppen” und die “vorgebliche” Nähe der Burschis zu Nazis! – Wie kann man bei Referenten wie Marinovic nur darauf schließen, dass die Burschis eine “Affinität” zum NS-Mob hätten? *lol* ;)

    http://www.gruene.at/uploads/media/Marinovic.pdf – Der ganze europäische NS-, und Holocaustleugner-Mob auf einem einzigen großen braunen Haufen Sch….

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