Die Union rückt nach rechts

CDU und CSU haben offenbar ernsthaft Bedenken, rechts von ihnen könnte sich eine neue Partei etablieren. Und so wird die “Integrationsdebatte” – welche treffenderweise eher aus Ausgrenzungsdebatte bezeichnet werden sollte, weitergetrieben. Jüngstes Thema: Deutschenfeindlichkeit. Mit dieser war die heutige Ministerin bereits hausieren gegangen, als sie noch einfach Abgeordnete war – und noch Köhler hieß. Panorama hatte diese Äußerungen knallhart aufgeklärt:

Siehe auch: Integrationsdebatte: Wann habt Ihr fertig?

11 Kommentare

  1. Hallo, ich lese ja Ihren Blog sehr gerne, aber …
    1. Ole Schröder hat Seehofer massiv widersprochen!
    2. Bitte reiten Sie noch Jahre darauf herum, dass der Iran nicht zur arabischen Welt gehört….

    Aber Kampf gegen Rassismus muss bedeuten, gegen jeden Rassismus!
    Ich bin Lehrer und habe alltäglich mit vielen Schülern aus vielen Welten zu tun. Nur aus der letzten Woche:
    A weigert sich neben schwarzafrikanischem Schüler zu sitzen
    B freut sich über Holocaust “alle Juden müssen sterben”
    C Özil ist Vaterlandsverräter
    D ZITAT Deutsche Kartoffel ist nur Opfer (schon wieder Handy weg) und wehrt sich nicht, weil sie Angst hat, “Nazi” zu sein.

    A-D alle mit türkischem Migrationshintergrund
    Über Kurdenhass reden wir das nächste Mal

  2. Super-Ingo

    Hallo Frank,

    deine Einwände haben leider den faden Beigeschmack der pblichen “Wortergreifungsstrategie” von ganz rechts.

    Deine Ausführungen zielen dabei auch völlig am Thema vorbei, denn hier geht es in erster Linie um Rechtsextremismus. Es ist legitim, einem Blog eine gewisse Überschrift und eine inhaltliche Richtung vorzugeben. Das ist die persönliche Freiheit des Blogschreibers. Daher sind eben die üblichen Themen, die Rechtsextremisten gerne als “Nebelkerze” zur Verschleierung nutzen, hier eher fehl am Platze. Sie können gerne auf solchen Webseiten schreiben, die ihre Themen behandeln. Sie als Lehrer würden ja auch einem Schüler, der das Thema vollends verfehlt, eine eher schlechte Note geben.

    Das ist das eine.

    Das andere ist ein wenig komplizierter und ich hoffe doch, dass ich sie bei meinen Ausführungen nicht verliere. Zum einen verstehe ich die Argumentation nicht, dass wenn irgendwelche Verfehlungen beschrieben werden, sofort andere auf der Bildfläche erscheinen, um sofort anderes Unrecht zu schildern. Wird das zuerst genannte Unrecht dadurch besser oder gar legitimiert? Darf ich jemanden verprügeln, weil es andere auch machen?
    Dann gibt es noch eine völlig falsche Einschätzung dessen, was Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen von Gewalt anderer Art halten. Ich sehe mich als politisch aufgeklärten und antifaschistisch eingestellten Menschen, der die Gewaltfreiheit als oberstes Gebot sieht. Ich verschließe wie so viele Mitstreiter von mir nicht die Augen vor den Problemen, die Menschen mit nicht deutscher Herkunft haben. Das ist ja eines der Hauptkritikpunkte, welches immer wieder mantrahaft in Kombination mit dem “man darf es doch mal sagen dürfen und wir dürfen unsere Augen davor nicht verschließen” vorgetragen wird. Das Problem ist da, die Frage ist nur, wie man damit umgeht! Man kann das Problem sehr differenziert betrachten, alle Seiten beleuchten und kommt zu dem Schluss, dass es nicht an der “Genetik”, an den Ausländern an sich oder irgendwetwas anderes ist, was erst mal die Schuld von sich lädt.

    Daher möchte ich sie fragen:
    Was für einen Mehrwert bringt ihr Einwand für diesen Blog und das hier angesprochene Thema?

    das Problem der Diskriminierung ist kein rassenspezifisches Problem, darüber müssen wir nicht diskutieren. Ihre Wortwahl lässt jedoch den Schluss zu, dass sie selbst nicht ganz vorurteilsfrei sind.

    Wieso schreiben sie ihren Beitrag nicht so:

    Rassismus gibt es überall! Überall dort, wo Menschen in einer Minderheit einer nicht aufgeklärten Mehrheit gegenüber stehen, kann es zu rassistisch motivierten Taten und Äußerungen kommen! Dem müssen wir entgegen treten!

    Und schon haben sie keinen eigenen rassistischen Unterton in ihrem Beitrag.

    Mal ganz davon abgesehen sollten ihnen als aufgeklärter Lehrer klar sein, dass ihr Problem in der Schule eines der Zugehörigkeiten zu gewisseen sozialen Schichten ist und keines der “Rassen”.

  3. HamburgerX

    Ich finde das unglaublich. Dieses Blog soll über “NPD und menschenfeindliche Einstellungen” berichten und was passiert beim Thema Deutschfeindlichkeit (das inzwischen sogar wissenschaftlich von Prof. Pfeiffer in diesem Jahr belegt wurde)?

    Ein nichtssagender Text und simpler Link auf ein wahlkämpfendes Video.

    Was ist denn nun menschenfeindlich?

    Kritische Stimmen, die auch Rassismus und Feindlichkeit gegen Deutsche anmahnen?
    Politiker, die Feindlichkeit gegen Ausländer stets hysterisch begleiten, Feindlichkeit gegen Deutsche aber totschweigen?
    Menschen, die Deutsche, weil sie Deutsche sind, beleidigen oder verprügeln?
    Oder demokratische Parteien wie die CDU, die sich viel zu spät, aber immerhin solcher Themen annehmen?

    Will sich der Autor überhaupt ernsthaft mit dem Problem von Menschenfeindlichkeit beschäftigen? Ich habe große Zweifel bekommen. Entweder an der aufklärerischen Gesinnung oder an der Fähigkeit, eingefahrene Reflexe und Denkstrukturen zu überprüfen.

  4. dot tilde dot

    @2 (frank):

    zu ihrer (vermutlich sehr anstrengenden) arbeit ein paar fragen:

    welche lösungsvorschläge werden im kollegium diskutiert? wie reagieren die schüler auf ihre moderation des klassengesprächs bei solchen ausfällen? was meinen die anderen schülergruppen zu solchen ereignissen?

    .~.

  5. Frederik

    “Wieso schreiben sie ihren Beitrag nicht so:

    Rassismus gibt es überall! Überall dort, wo Menschen in einer Minderheit einer nicht aufgeklärten Mehrheit gegenüber stehen, kann es zu rassistisch motivierten Taten und Äußerungen kommen! Dem müssen wir entgegen treten!”

    Evtl. weil Frank anscheinend nicht debil ist? Oder gar Optimist?

    Rassismus ist ein fest verwurzelter Teil des Menschen, hat nichts mit Umgebung/Politik/Weltanschauung, etc. zu tun. Hier ein interessanter Artikel aus “The Lay Scientist”:

    The “Racism” Game: Our Natural Tendency to Discriminate
    http://layscience.net/node/152

  6. Hinsichtlich “Panorama” und den “netten” älteren Herrschaften mit Herrenmenschen-Attitüde:

    Also auch wenn ich “der Gnade” einer deutschen Abkunft seit Geburt anheimfalle, sehe ich ne` Menge Leute, die scheiß` Deutsche sind. – Darf ich denn wenigstens, quasi als “Reichsdeutscher”, andere Deutsche als Scheisse empfinden..? – Und was zeichnet uns Deutsche eigentlich aus, dass wir uns nicht gegenseitig als Scheisse empfinden dürfen? ( …hoffentlich keine Frage des Blutes und der Hautfarbe *grübel*)

    Ach` ich weiß` nicht: vielleicht sollte man einfach alle Deutschen mit Immigrationshintergrund ausweisen, in`s “Arbeitslager” stecken und raus!, die das verknöcherte, rechte, sabbernde, ewig weisshaarige, sterile Kukident-Klientel der CDU als “gute Deutsche” – und vor allem als gute Christenmenschen – bezeichnen *lol* ;)

    Die “nationale Selbstfindung” der CDU seit Sarrazin (SPD) – und dies nachweislich auf dem Buckel der … öhm … “Auslandsdeutschen” – ist einfach nur … Scheisse.

    @HamburgerX

    “Ich bewerte es als Mißbrauch unserer Thesen, unserer wissenschaftlichen Befunde; hier wird etwas einseitig interpretiert … zu politischen Zwecken, und dagegen möchten wir uns dann doch verwahren. – Es gibt keine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung die belegen würde, dass die Deutschfeindlichkeit zu nimmt`.” (Pfeiffer)

    … Und auch wenn es nicht “gentlemanlike” ist, jemanden überhaupt als Arschloch zu “bedenken”, so wirst du wohl keinen Fall finden, wo “der Deutsche” explizit wegen seiner Hautfarbe oder “Rasse” als “Arschloch” beschimpft wurde … was sich aber bei der heutigen “Neu-Genetik” a`la Sarrazin in den kommenden Jahren durchaus ändern könnte: da könnte dann eine ganze, über einen Kamm geschärte, Generation von deutschen Staatsbürgern “nicht-weisser Abkunft” sich auf die Suche nach einem Gen machen, das es vielleicht rechtfertigen würde, “die Deutschen” als Arschlöcher zu bezeichnen. ;)

    p.s.: na ja … vielleicht nur die aus dem “Panorama”-Bericht.

  7. @Frederik

    Ehe du mit “The Lay Scientist” kommst, wäre es vielleicht schön, wenn du etwas über die “Creationisten” erzählst … ;)

  8. hase

    Das hatten wir doch zuletzt nach der “Wende”. Der Golfkrieg lieferte den Stoff um Muslimenhetze publik und salonfähig zu machen während der beginnende Jugoslawienkrieg das Böse mitten in Europa wieder banal werden ließ. “Das Boot ist voll” war damals das Motto der CDU-Strategen und “Asylant” wurde zum Schimpfwort. Das Motto der Straße war “ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber [...]” und allen voran war die BILD, die titelte was ein Jeder zunächst unverdaut ausspie. Nach kurzer Zeit schien es als sei die ganze BRD dabei, zu einem wiederwärtigem braunen Sumpf zu verkommen.

  9. Jürgen Weber

    Ich finde npd-blog.info hat sich mit diesem Blogeintrag bis auf die Knochen blamiert und ein bisschen auch entlarvt.

    Hier wird tatsächlich wieder der Eindruck bestätigt:
    Rassist kann nur ein Deutscher sein, alles andere kann im linken Weltbild nicht sein, wird deshalb geleugnet oder ausgeblendet.

    @Super-Ingo @dot tilde dot

    Ihre Kommentare machen mich immer besonders fassungslos, Sie sind anscheinend Leute die vollkommen ernsthaft und überzeugt dem folgenden zustimmen würden:

    “Wenn ein deutscher Vater seiner Tochter Umgang mit arabischen Mädchen verbietet ist das RASSISMUS.
    Wenn ein arabischer Vater seiner Tochter Umgang mit deutschen Mädchen verbietet ist das KULTUR”

    Sie können ja jetzt gerne widersprechen und sich distanzieren. Sorry, ansonsten reihen Sie sich mit einer solchen Einnstellung in die Reihe der Linkspopulisten ein.
    Und diese Linkspopulisten schaden unserer Gesellschaft kaum weniger als die Rechstpopulisten der NPD

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