“Stolzer Deutscher” hackt 26 NPD-Seiten

NPD-Netzwerk gehackt
NPD-Netzwerk gehackt

Die NPD spricht von einem amateurhaften Hack-Versuch eines “Linksfaschisten” – doch möglicherweise reichen schon Amateurkenntnisse, das Netzwerk der Neonazi-Partei zu knacken? Auch die Annahme von Medien, es handele sich bei den Angreifern erneut um die “Daten-Antifa”, ist offensichtlich falsch. “Ich bin ein stolzer Deutscher, ich liebe Deutschland über alles und ich tue alles in meiner Macht stehende um das Bild Deutschlands zu verbessern” –  so erklärt die No-Name-Crew den Hack von 26 NPD-Seiten. Mittlerweile stellte der Hacker die SQL-Datenbank der NPD zum Download bereit, zudem veröffentlichte er die Namen von angeblichen Spendern der NPD.

Für die NPD bedeutet dies erneut einen herben Rückschlag. Zwar versuchen sich die betroffenen Funktionäre in den bisher veröffentlichen Stellungnahmen überbetont lässig zu geben, doch die Veröffentlichung von Spendernamen trifft die klamme Partei. Denn wenn Geldgeber Sorge haben müssen, dass ihr Engagement für eine Neonazi-Partei bekannt wird, dürften einige auf solche Zuwendungen künftig verzichten. Von wann die Spenden sein sollen und wie hoch diese waren, wird auf der Seite allerdings nicht verraten.

“Die NPD soll machen was sie will, das ist mir im Grunde genommen egal”, erklärt die No-Name-Crew, “aber wenn mir eines nicht egal ist, dann sind es unsere Kinder und unsere Jugend. Ich werde es nicht zulassen, dass die NPD mehr Einfluss gewinnt, und auf Schulhöfen ihr propagandistisches Material verteilt. Die NPD versucht unseren wertvollsten Schatz zu beeinflussen.”

In den vergangenen Jahren war die NPD mehrmals Ziel von Hackerangriffen gewesen, zudem wurden durch Leaks Zugänge zu internen Foren sowie Zehntausende interne Emails bekannt. Ob der aktuelle Hack wichtige neue Informationen aufzeigen wird, muss allerdings bezweifelt werden, da die NPD nach den zahlreichen vorherigen Angriffen vorsichtiger mit der Speicherung von internen Daten geworden sein drüfte.

Siehe auch: NPD-Netzwerk gehackt, Datenbank ab Dienstag verfügbar

Alle Meldungen aus der Rubrik “NaziLeaks”

 

15 Kommentare

  1. Einer von vielen

    Ich bin unglaublich stolz auf mein Land wenn ich lese das es noch Menschen mit Zivilcourage gibt. Top! Weiter so Jungs!

  2. Hinweisgeber

    “…Neonazi-Partei zu kacken?”

    Auch wenn man bei dem Thema daran denken könnte. Ich glaube es muss hier “knacken” heissen :)

  3. Viktor

    “doch möglicherweise reichen schon Amateurkenntnisse, das Netzwerk der Neonazi-Partei zu kacken?”

    kacken = knacken.

    Kann man aber auch so lassen.

  4. Also da war das was beim “NPD-Leaks” herauskam wirklich besser. Klingt sehr Dubios das Ganz finde ich. Vielleicht auch ein enttäuschter ehemaliger Anhänger der NPD, wer weiß. Die Aussagen er sei ein “stolzer Deutscher” könnten jedenfalls darauf hindeuten das hier Jemand Aktiv geworden ist der Früher vielleicht ein Mal diese Partei unterstützt hat. Wer weiß! Ein weiterer, herber Rückschlag nach den fulminanten Wahlschlappen ist es jedenfalls. Und das ist das Positive daran finde ich.

  5. EgonK

    Ich bin begeistert!
    Diese Jungs sind Spitze! Hut ab für diese Kenntnisse.
    Die NPD kann doch gar nicht beurteilen,
    was diese nonamecrew noch so kann.

    Ich glaube das war nicht der erste Angriff :)

  6. augenauf

    Hallo, hat jemand eine Ahnung was für ein Programm man benötigt um die Datenbank öffnen zu können??

  7. Jener unbekannte “besorgte Deutsche” macht sich erst dann glaubwürdig, wenn er die Spenderdaten öffentlich macht; ansonsten bliebe zu mutmaßen, dass ein Neonazi dem anderen für dessen Blödheit lediglich ein bißchen an`s Bein pinkeln und einen Schuss vor den Bug setzen will, damit der Betroffene (also die NPD) sich künftig … ähm … “kameradschaftlicher” verhält und darüber hinaus seine Daten besser schützt (bzw. schützen soll). Sofern also jener Unbekannte die Inhalte (die ihn ja offenbar beunruhigen) nicht öffentlich macht, will` er sie wohl vernichten oder in Sicherheit bringen. Jedenfalls alles – speziell im Vorfeld einer zu mutmaßenden NPD-Verbotsdebatte – sehr ominös. Es würde mich nicht wundern, wenn sich im Nachhinein wieder einmal “herausstellt”, dass der Unbekannte irgendwie quasi ein wenig mit dem BfV zu tun hat … und alle wieder entsetzt sind und sich bzgl. eines Verbotes “untröstlich” zeigen. *lol*

    p.s. Das Wort “kacken” ist im Kontext zur NPD IMMER korrekt, auch wenn sie eine volksverhetzende BfV-“Partei” seien sollte..! ;)

  8. Internetmenshc

    Schonmal was von Autonem Nationalisten gehört ;) Die Seiten aufmachung und die Aussprache würden schonaml passen.

  9. mar52

    Na, wir werden hier doch nicht anfangen, das moeglichst effektive Begehn von Straftaten zu diskutieren…

    Letztendlich ist das Hacken an sich natuerlich illegal.
    Aber irgendwie moralisch richtig ;)

  10. Da muß ich doch gleich wieder pesten und pätzen… ;)

    Der Hacker hat sich keine Freunde in den (mutmaßlich!) eigenen Reihen gemacht. Das LKA und das BKA lassen auch diesbezüglich weiter aufhetzen:

    DAS REICH // Jun 1, 2011 at 16:57 http://de.metapedia.org/wiki/Das_Reich_(Deutsche_Wochenzeitung)

    “Wenn die Politik oder das Gesetz diese Aktion, meinerseits, strafrechtlich verfolgt, schmerzt mein Herz.”

    Vielleicht verfolgt dieses Regime Sie nicht. Aber sie können sicher sein, daß Sie auf einer Liste stehen werden wenn dieses Regime stürzt und dann sollten Sie sich ein Plätzchen im Ausland suchen. Vielleicht müssen Sie nicht mal solange warten denn vielleicht gibt es den einen oder anderen Kameraden, der nicht solange warten möchte bis der Gerechtigkeit genüge getan wird und Sie persönlich zur Rechenschaft zieht. (…), siehe http://de.altermedia.info/general/darfs-furn-pfund-gehacktes-mehr-sein-der-finstere-hammer-und-die-spendenliste-der-npd-01-06-11_66054.html#comments

    …Und selbstverständlich gibt es vom „Stürmer“ aus Stralsund auch wieder passende Musikuntermalung vor der Staatsanwaltschaft Gnaden:

    http://www.bruderband.com/

    Das BKA in Wiesbaden (bzw. die zuständige Fachabteilung) soll` sich seine Schreiben – bzgl. einer vorgeblichen Nichtzuständigkeit angesichts seiner strafvereitelnden Kollegen vom LKA MV. – in DEN ARSCH schieben..! – So oft und wie nach Belieben…

  11. sabine

    Die NPD wurde geknackt.
    Die NPD hats verkackt.
    Diese Witzfiguren lassen sich von Hobby-Bastlern das Fell über die Ohren ziehen einfach nur lächerlich die braune Gully-Flut NPD.

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