Nach Wahlpleite: Heyder nicht mal mehr im Landesvorstand

Aufräumen, wo gar nichts los ist: Wahlplakat der NPD in Sachsen-Anhalt.

Aufräumen, wo gar nichts los ist: Wahlplakat der NPD in Sachsen-Anhalt.

Die rechtsextreme NPD in Sachsen-Anhalt hat bei einem Landesparteitag in Halberstadt mit Peter Walde einen neuen Parteivorsitzenden gewählt. Das berichtet die Magdeburger Volksstimme. Zu dem Parteitag am Sonntag war die Presse nicht eingeladen worden. Zudem habe die Neonazi-Partei fast ihre komplette Führungsspitze ausgetauscht. Der bisherige Parteichef Matthias Heyder, sein Stellvertreter Matthias Gärtner – der Student ist Bundesschulungsleiter der NPD-Jugendorganisation – und Organisationsleiter Philipp Valenta (auch er ist Student) seien nicht mehr im Landesvorstand.

Dies dürfte die Quittung für das Scheitern bei der Landtagswahl im März sein. Intern war Heyder nach Enthüllungen von tagesschau.de über “Junker Jörg” zudem massiv in die Kritik geraten. So sei bei einer Bundesvorstandssitzung das herausragende Versagen des Spitzenkandidaten Heyder (alias Junker Jörg) bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt thematisiert” worden, berichtete der NPD-Funktionär Thomas “Steiner” Wulff. Dabei seien die Anwesenden “zu der nicht überraschenden Erkenntnis [gekommen], daß die Unehrlichkeit sowie die fraglos geistig-moralische Armseeligkeit eines Mathias Heyder zu einem guten Teil für diese herbe Niederlage verantwortlich ist”.

Siehe auch: NPD scheitert bei “Schicksalswahl”, “Junker Jörg”, die NPD und das Prinzip Guttenberg, Junker Jörg: Falsches Spiel mit NPD-Fraktionschef Apfel?

9 Comments

  1. Dennis K.

    Hehe, immer wieder Witzig, wie die “Kameraden” wie die Geier übereinander herfallen, wenn’s mal nicht läuft. Naja, und selbst wenn’s eines Nachts mal wieder laufen sollte sind die “langen Messer” bestimmt schon gewetzt ;-)

    Rückenstechereien scheinen halt Tradition zu haben…

  2. Heyder war schon seit er auftauchte ein Wichtigtuer, Großkotz und Verbalradikaler! Das er nun nach seinem fulminant vergeigten Wahlkampf quasi Fluchtartig das Land verlässt zeugt wessen Geistes Kind dieser braune Krawallbruder tatsächlich ist. Ein Egomane der sich hier ne politische Spielwiese ausgesucht hat u. nun die einstigen “Kameraden” blitzartig im Stich lässt. So ist das bei den Braunen nun Mal, außer stramme Sprüche kloppen und viel heiße Luft absondern ist da halt nich drin! Gut, ab und an einen vereinzelten, wehrlosen Ausländer verkloppen wenn man grad seine vier Promille im arischen Schädel hat, joah, dass geht eventuell auch noch. Die NPS Sachsen-Anhalt dürfte mittelfristig erledigt sein.

  3. WW

    Splitterpartei-Führer Voigt übte sich in einer lokal altbekannter Rhetorik:

    “… die Rede des NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt, der die einzelnen Kreisverbände und ihre Protagonisten aufrief, grade jetzt fest zusammen zu stehen und das Wahlergebnis als Basis für einen weiteren Aufbau und Ausbau der Partei im Land zwischen Arendsee und Zeitz zu nutzen.”

    Man ersetze “der Partei” durch “des Sozialismus” et voila :-)

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