CDU-Kandidat auf Rügen war früher bei der DVU
Thomas Gens, Bürgermeister von Hiddensee und der neue CDU-Direktkandidat im Wahlkreis 33 auf Rügen, war bis vor zehn Jahren angeblich Mitglied der rechtsextremen DVU. Das geht aus Recherchen von NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin hervor. Vergangene Woche rückte Gens für den verstorbenen CDU-Kandidaten Udo Timm nach.
Gens war laut NDR zwischen 1998 und 2002 Mitglied der DVU. Er soll in diesen Jahren, zumindest zeitweise, auch Vorsitzender des DVU-Kreisverbandes Nordvorpommern gewesen sein. Im Gespräch mit dem NDR Nordmagazin bezeichnete der 41-Jährige die Kontakte inzwischen als Fehler. Er habe sich damals in der DVU eine politische Meinung bilden wollen. Später wollte er “mit den Rattenfängern von der DVU nichts mehr zu tun haben.” In die CDU trat er nach eigenen Angaben 2004 ein. Seine jetzigen Parteifreunde habe er über seine DVU-Mitgliedschaft nicht informiert, so Gens weiter.
Seit einem Jahr ist er laut NDR ehrenamtlicher Bürgermeister von Hiddensee. Aus seiner nun bekannt gewordenen Vergangenheit wolle er keine Konsequenzen ziehen und bei der Nachwahl am 18. September antreten. CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier wollte sich auf Anfrage des NDR Nordmagazins nicht zu Gens’ Vergangenheit äußern.
Die Ostseezeitung berichtete, Gens sei angeblich nicht wissentlich Mitglied der DVU gewesen. Er erklärte gegenüber dem Blatt, dass er sich zwar konservativen Werten sehr verpflichtet fühle, aber nicht rechtsextrem sei. Mitglied der DVU sei er wissentlich nie gewesen. Er habe sich 2001 „lediglich Informationsmaterial zuschicken lassen“. Ob er mit der Unterschrift zur Bestellung der Broschüren automatisch Mitglied geworden sei, wisse er aus heutiger Sicht nicht mehr.
Der CDU-Landesverband zeigte sich laut OZ irritiert. Generalsekretär Vincent Kokert erklärte demnach, sollten sich die Vorwürfe erhärten, habe Gens eindeutig gegen Parteistatuten verstoßen. Bei seinem Eintritt in die CDU habe Gens 2004 angegeben, zuvor in keiner anderen Partei aktiv oder Mitglied gewesen zu sein. Betroffen reagierte am Freitag auch die CDU auf Rügen. Kreischef Burkhard Lenz: „Thomas Gens hat mir hoch und heilig versichert, dass es keine rechtsextreme Vergangenheit gibt.“ Lenz hatte seinen Parteifreund erst kürzlich danach gefragt, weil in den vergangenen Tagen mehrfach Gerüchte aufgekommen waren, Gens sei Kreischef der DVU in Nordvorpommern gewesen.
Pikant: Rügen gehört zum Wahlkreis von Angela Merkel (CDU). Die Bundeskanzlerin hatte Gens’ politische Arbeit laut Ostseezeitung zuletzt wohlwollend begleitet, ihn mit einem Besuch auf Hiddensee im Wahlkampf vor der Bürgermeisterwahl im Oktober 2010 unterstützt.
JU-Mitglieder bei NPD-Demo, Konsens gegen NPD aufgekündigt
Die Junge Union in Mecklenburg-Vorpommern hatte 2007 für Aufsehen gesorgt, da mehrere Mitglieder bei einer NPD-Demonstration mitmaschiert sollen sein. In Rostock kündigte die CDU im Juni 2011 überraschend den Konsens auf, alle Anträge der NPD in der Bürgerschaft gemeinsam abzulehnen. “Mit dem Verhalten unterlief die CDU den Konsens, mit allen anderen Parteien geschlossen gegen die NPD zu stimmen”, sagte Steffen Bockhahn, Bürgerschaftsabgeordneter von der Linkspartei, gegenüber der taz.
Siehe auch: Die NPD und die Wahl: Volle Kraft voraus – aber wohin?



[...] statt. Diese war nötig geworden, weil der dortige CDU-Kandidat verstorben war, sein Nachfolger geriet in die Schlagzeilen, da er früher bei der DVU war. Pastörs bei seiner Hetzrede in Saarbrücken im Jahr 2009 (Screenshot [...]
[...] NPD erneut im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Die NPD und der “Happy Holocaust” von Jamel, CDU-Kandidat auf Rügen war früher bei der DVU, Die NPD und die Wahl: Volle Kraft voraus – aber wohin?, Pastörs wirbt vor Schülern mit [...]
[...] NPD erneut im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Die NPD und der “Happy Holocaust” von Jamel, CDU-Kandidat auf Rügen war früher bei der DVU, Die NPD und die Wahl: Volle Kraft voraus – aber wohin?, Pastörs wirbt vor Schülern mit [...]
[...] Die Geschichte der Nachwahl auf Rügen ist bizarr. Die CDU blamierte sich ausgerechnet hier, wo Bundeskanzlerin Merkel ihren Heimatwahlkreis hat, bis auf die Knochen. Denn ihr nachnominierter Kandidat, Thomas Gens, war früher bei der DVU aktiv – was kurz vor der Landtagswahl publik wurde. [...]
[...] Die Nachwahl auf Rügen war nötig, da der dortige CDU-Kandidat kurz vor der Wahl gestorben war. Die CDU blamierte sich danach ausgerechnet hier, wo Bundeskanzlerin Merkel ihren Heimatwahlkreis hat, bis auf die Knochen. Denn ihr nachnominierter Kandidat, Thomas Gens, war früher bei der DVU aktiv – was kurz vor der Landtagswahl publik wurde. [...]
Literatur
Auszeichnungen
Lesetipp
Facebook
Twitter
Jüngste Artikel
RSS-Feed
Kategorien
Publikative.org
Newsletter
Switch to our mobile site
TechHelp by Italien Blog | Entries (RSS) | Google+ | Arthemia theme by M. Hutagalung | Impressum