12 Kommentare

  1. Catennacio

    Eigentor: “Breslau” heißt übrigens seit 66 Jahren Wroclaw, außer in den einschlägig bekannten Kreisen….

  2. Vadim

    Einige Punkte dieses Artikels entsprechen den Tatsachen: Ausländerfeindlichkeit in osteuropäischen Staaten, gewaltbereite Hooligans, die Auffassung das Wort “Jude” sei ein Simpfwort. Ich möchte nicht auf alles eingehen, da es sinnlos wäre. Aber es wird kaum auf die gründe eingegangen, bzw. es wird auf die “judenfeindliche Geschichte” verwiesen, welche alles erklären soll.
    Und das ist ganz einfach Schwachsinn. Juden wurden und werden bis heute in vielen Teilen der Erde verurteilt und gehasst, ohne das es eine bessere Begründung gibt wie der Autor es nennt. “Es war ja früher schon so.”
    Ich als gebürtiger Ukrainer weiß, warum afrikanische Spieler als Affen beschimpft werden, und wieso der normale Bürger in der Ukraine keine Ausländer zu besuch haben will. Es liegt ganz einfach an der Armut, dem Neid gegenüber Wohlhabenden Europäern und Amerikanern und Afrikanern( weil die sich ja etwas leisten können, in diesem Fall Urlaub…)
    Bei 150€ Durchschnittsgehalt in der Ukraine, aber die Tickets zur EM kosten im billigsten fall 30 €, was unbezahlbar ist. Für den Durchschnittsbürger ist die EM eine Belastung, da das Land “Aufräumen” muss, es kommen ja westliche Gäste.

    Ich habe nach dem 2 Durchlesen des Artikels habe ich das Gefühl, der Auto war weder zu Besuch in der Ukraine, noch in Polen, und Deutschland ebenso nicht.
    In Berlin ist das Schimpfwort “Jude” seit langem sehr beliebt.
    Die Politiklandschaft in Deutschland gibt es die NPD. In sachen Judenhass und Ausländerfeindlichkeit haben wir auch unsere Vertreter, und Progrome gab es hier auch vor laaanger Zeit.
    Hooligans gibts auch in Europa, Großbrittanien und Holland sind da die “Besten”. Und vielleicht erinnert sich noch jemand an die Wm 1998 in Frankreich, wo ein Polizist von deutschen Hooligans in den Rollstull geprügelt wurde. 8 Jahre später wurde die WM in Deutschland ausgeragen…. Sowas hat wohl nix miteinander zu tun…
    Natürlich gibt es in Polen und der Ukraine Hooligans, obdachlose, Diebe, schmierige Politiker und Rassisten. Die gibt es überall.

    Aber wegen solcher Einzelpersonen Länder, Gesellschaften und Volksgruppen abzuwerten, ist meiner meinung nach Unterste Schublade.

  3. bEn

    kleiner Fehler: Immerhin waren damals rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung polnischen Glaubens.

  4. Philipp S.

    Ich finde den Artikel sehr gut geschrieben.
    Die einzige Anmerkung die ich habe ist der letzt Link des Fernsehsenders “Russia Today” (RT).
    Dies ist ein russischer Propaganda-Sender der meiner Meinung nach diesen Beitrag nur bringt, da er die Ukraine kritisiert. Der Sender mag mit seiner Kritik richtig liegen, jedoch halte ich es für sehr unwahrscheinlich dass er einen ähnlichen Beitrag über Russische Neonazis bringen würde.
    Der Frontal 21 Beitrag erklärt schon alles. RT ist überflüssig.

  5. Chewie

    Hirnrissig. In einem bzw. gleich mehreren Artikeln auf dieser Seite wird sich endlos und ausschweifend über magnelnde Differenzierung bei der Berichterstattung über gewisse Vorfälle um ein popeliges Fussballspiel beklagt, und jetzt wird hier gleich ein ganzes Land bzw. werden gleich ZWEI Länder mit ein paar entgleisten Nazi-Hools in einen Topf geschmissen und sofort der Boykott ausgerufen.
    Wer hier welchen Motivationen anhängt, will ich echt nicht wissen, und zwei Autoren mögen ja verschiedene Meinungen vertreten dürfen. Aber wenn diese in solchem Maße auseinanderdriften, sollte man sich überlegen, ob es Sinn macht, auf ein und demselben Portal zu schreiben.

  6. Eine Ergänzung möchte ich anbringen:

    http://www.11freunde.de/international/139927?page=2

    Dieses Beispiel zeigt, dass der auf denen polnischen Tribünen verbreitete Alltagsrassissmus und Antisemitismus bei den meisten Fans nicht aus tiefster Überzeugung, sondern als eine Art mit dem Strom schwimmen handelt.

    Es gibt wenige überzeugte Faschisten, die versuchen die Tribünen für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Die aktuellen Maßnahmen der Regierung Tusk bieten dem einen leichten Nährboden.

    Dagegen hilft nur Aufklärungsarbeit wie z.B. von Never Again und anderen engagierten und mutigen Fußballfans.

    Überzogene Forderungen und Meinungsmache sind gut gemeint aber dennoch kontraproduktiv.

    “Noch ist Polen nicht verloren” ist ja der Text der Hymne und dies gilt auch für die Mehrzahl der Fußballfans dort.

  7. Pupsik

    Ich verstehe nicht, was dieser pseudo-schlaue Artikel bewirken will.
    Der Autor versucht mit aller Macht den geringen Prozentsatz “Ausländerfeindlicher” hochzupushen und mutmaßt ohne Ende.
    Natürlich gibt es Ausländerhass. Solange es nicht die Mehrheit der Bevölkerung ist, wie damals in Hitler-Deutschland, ist es dich nicht erwähnenswerter als in jedem anderen Land. In welchem Land gbit es bitte keine Ausländerfeindlichkeit. Schaut euch Italien an. Der Hass vieler Italiener gegenüber Rumänen ist alltäglich. Aber ich sage nocheinmal : WO GIBTS DAS NICHT??? Antipathie und aktive gewalttätige Handlungen sollte man auch unterscheiden. Da Deutschland ja immer so auf Demokratie pocht, sollten sie sich nicht wundern wenn auch Nazis diese Meinungsfreiheit nutzen.
    Das einzige Land, welches sich jemals gewagt hat die kranken Antipathien zu verwirklichen und ganze Völker begann auszulöschen ist Deutschland gewesen.
    Desweiteren finde ich es sehr eigenartig, dass Antisemitismus immer eine Sonderstellung genießt. Alsob Hass gegen Russen, Deutsche, Spanier.. etc. weniger schlimm wäre, als Hass gegen Juden.
    Ich persönlich verabscheue jede Art von Völkerhass oder Hass gegenüber bestimmten Gruppen. Gegenüber Nazis jedoch kriege auch ich Hass!!
    Was ich sagen möchte ist, dass keiner mit dem Finger auf den anderen Zeigen brauch- das wird nämlich vom Westen am liebsten gegenüber Osteuropa getan.

  8. @pupsik
    Deine Relativierung der Verhältnisse in Polen und der Ukraine basiert anscheinend auf Unkenntnis.Ich würde mal empfehlen diesen Bericht zu lesen
    http://www.farenet.org/resources/Hateful_monitoring_report.pdf
    Von einem geringen Prozentsatz zu sprechen ist nicht nachvollziehbar.
    Wenn du schon mit Italien vergleichen willst dann bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir sprechen hier von rassistischen, homophoben und antisemitischen Vorkommen in Stadien.
    Das gibt es leider in Italien, Deutschland und vielen Ländern. Aber im Vergleich zu den Zuschauerzahlen ist die Anzahl der Faschisten in Polen und der Ukraine alarmierend hoch.
    Außerdem finde ich es sehr gefährlich von dir die deutsche Geschichte als Basis zu verwenden um die aktuellen Verhältnisse in Polen zu relativieren.

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