“Denn neun sind nicht genug …”
Angeblich habe man – so Verfassungsschutz und Sicherheitsbehörden – nichts von einem rechtsradikalen Hintergrund der Mordserie an türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer wissen, ja noch nicht mal ahnen können. Merkwürdig nur: Die Nazi-Kultband “Gigi und die braunen Stadtmusikanten” veröffentlichte bereits letztes Jahr ein Lied, in dem die brutale Mordserie auf widerwärtige Art und Weise begeistert gefeiert wird. Das Machwerk wurde sogar von den Behörden indiziert. Auf den Gedanken, dass die Nazis die Morde nicht grundlos abfeierten, kam offenbar trotzdem niemand. Nicht das einzige Indiz, dass die Ermittler trotz ihrer V-Leute entweder übersahen oder ignorierten.
Von Patrick Gensing, in ähnlicher Form zuerst bei tagesschau.de
“Neun mal hat er es jetzt schon getan. Die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm. Die Ermittler stehen unter Strom. Eine blutige Spur und keiner stoppt das Phantom. Sie drehen durch, weil man ihn nicht findet. Er kommt, er tötet und er verschwindet. Spannender als jeder Thriller, sie jagen den Döner-Killer. [...]
Am Dönerstand herrschen Angst und Schrecken. Kommt er vorbei, müssen sie verrecken. Kein Fingerabdruck, keine DNA. Er kommt aus dem Nichts – doch plötzlich ist er da.[...]
Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken. Der Döner bleibt im Halse stecken, denn er kommt gerne spontan zu Besuch, am Dönerstand, denn neun sind nicht genug.”
(Gigi und die braunen Stadtmusikanten: “Dönerkiller”, 2010)
Mit diesen Zeilen huldigte eine Neonazi-Kultband dem “Döner-Killer”. Das Lied wurde 2010 auf der CD “Adolf Hitler lebt” veröffentlicht – und bald darauf indiziert. Offenbar machte es aber niemanden stutzig, dass die rechtsextreme Szene die Mordserie der Zwickauer Zelle feiert, dabei werden in dem Lied sogar weitere Anschläge angedroht: “… denn neun sind nicht genug.“
Der Kopf der Band, Daniel “Gigi” Giese, ist auch in anderen Rechtsrock-Gruppen wie “Stahlgewitter” aktiv. Eine dieser Bands soll auch bei Neonazi-Konzerten in Thüringen aufgetreten sein, unter anderem im Umfeld der Jenaer Szene, aus der die Rechtsterroristen stammen. Gigi sollte 2006 beim “Fest der Völker”, organisiert von führenden Neonazis aus dem Bundesland auftreten. Die Veranstaltung wurde untersagt, wegen polizeilichen Notstands während der WM 2006.
Und noch eine Band sang über die abgetauchten Neonazis: Die Band “Eichenlaub” widmete ihnen das Lied “5. Februar”, in Anlehnung an das Datum ihres Verschwindens. Die Band aus dem direkten Umfeld des “Thüringer Heimatschutzes” sang an ihre Kameraden gerichtet: “Ihr hattet wohl keine andere Wahl. [....] Zurück könnt Ihr jetzt wohl nicht mehr. [...] Die Kameradschaft bleibt bestehen [...] Der Kampf geht weiter, für unser deutsches Vaterland!“
“Die rechtsextreme Terrorgruppe sei bereits seit längerem in der Szene gefeiert worden”, betonte Grünen-Geschäftsführer Volker Beck gegenüber tagesschau.de. Und die Ermittlungsbehörden hätten davon Kenntnis gehabt, so Beck. “Sie ermittelten aber nicht gegen Rechts.” Er forderte die Bundesanwaltschaft auf, auch wegen des Verdachtes der Strafvereitelung im Amt zu ermitteln.
Reichlich Geld für die Szene
Thüringen spielt für die rechtsextreme Bewegung in vielfacher Hinsicht eine entscheidende Rolle: Über Rechtsrock-Konzerte, teilweise mit mehreren Tausend Besuchern, fließt Geld in die Kassen. Viele der Konzerte finden unter dem Dach und Schutz der NPD statt. In dem Land sind wichtige Musiklabels und Versandhändler der Szene zu Hause. Ein Aufmarsch von 2000 Neonazis in Rudolstadt im Jahr 1992 gilt als “Erweckungserlebnis” für den organisierten Rechtsextremismus in Deutschland. Außerdem steht den Neonazis in Thüringen eine Reihe von Veranstaltungszentren zur Verfügung, die für bundesweite Treffen genutzt werden.
Die Neonazis bauten ihre Strukturen auch mit Geld des Verfassungsschutzes auf; so will der ehemalige Anführer des “Thüringer Heimatschutzes” und Ex-NPD-Funktionär Tino Brandt laut “taz” in den 1990er-Jahren rund 200.000 D-Mark kassiert haben. Und der verurteilte Neonazi Thomas Dienel soll 25.000 D-Mark bekommen haben. Nachdem seine Zusammenarbeit mit dem Nachrichtendienst bekannt geworden war, sagte Dienel, er habe die Zahlungen als “Spende” für die Bewegung gesehen.
Neonazis kassierten in dem Bundesland sogar staatliche Förderung. 1998 erhielt Dienel Beihilfe für ein Medienprojekt aus Mitteln des Freistaats Thüringen zur Existenzgründung. Erst vor einem Jahr wurde bekannt, dass ein bekannter NPD-Kader für seine Agentur, die unter anderem für den Landesverband der rechtsextremen Partei tätig war, mehrere Tausend Euro aus dem Europäischen Sozialfonds erhielt – vom Thüringer Wirtschaftsministerium bewilligt. Die Neonazis mussten das Geld zurückzahlen, aber erst, nachdem die Förderung öffentlich gemacht worden war.

"Rasenstolz" berichtet nach einer SJ-Ostfahrt über den Besuch in Auschwitz und die Verbrennung der "Zionsfahne".
Eine wichtige Rolle spielt auch die “Schlesische Jugend” (SJ), die in Thüringen maßgeblich von Rechtsextremen beeinflusst wird, wie tagesschau.de im April aufdeckte. Der Geheimdienst hatte allerdings seit Jahren Hinweise auf die Unterwanderung. Ein ehemaliger Informant des Verfassungsschutzes Thüringen sagte gegenüber tagesschau.de, er habe bereits 2007 eine interne Email, die eine Kooperation zwischen Vertriebenenfunktionären und Neonazis nahelegt, an den Verfassungsschutz weitergeleitet. 2008 habe der Informant weitere ausführliche Informationen über ein Netzwerk aus NPDlern, Freien Kameradschaften und Vertriebenenfunktionären in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen an den Verfassungsschutz geliefert. Dennoch beobachtete der Geheimdienst nach offiziellen Angaben die SJ erst ab Mai 2010.
Die Achse Jena-Zwickau
Trotz der starken Neonazi-Strukturen leistete sich Thüringen bis 2010 als einziges ostdeutsches Bundesland kein Programm gegen Rechtsextremismus. Dabei hatten bereits in den 1990er-Jahren Neonazis Kameradschaften aufgebaut, die Schlüsselfiguren tummelten sich im “Thüringer Heimatschutz”, in dem auch die Rechtsterroristen aktiv waren. Die Zusammenschlüsse traten unter diversen Namen auf, wie beispielsweise “Nationale Sozialisten Ostthüringen/Westsachsen”. Hier wird bereits deutlich, wie eng der Kontakt zwischen Jena, dem Altenburger Land und der Region Zwickau seit Jahren ist.
Die Kameradschaften verfügen über ein beträchtliches Mobilisierungspotenzial, der harte Kern der Szene ist hingegen überschaubar. Als Strippenzieher gelten seit vielen Jahren Neonazis aus Jena und Altenburg, die mit V-Mann Brandt eng kooperierten. Der “Thüringer Heimatschutz” ging später im “Freien Netz” auf. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von führenden Neonazis aus Südthüringen und Westsachsen, das Netzwerk reicht aber auch bis nach Bayern, wo die ersten Morde verübt wurden. Inwieweit die Rechtsterroristen in den Großstädten Unterstützer bei ihren Taten hatten, ist bislang unklar.
In Zwickau pflegt der Ex-NPD-Landtagsabgeordnete Peter Klose enge Kontakte zur militanten Szene. Neonazis aus der Stadt stehen in engem Kontakt zu ihren Kameraden in Thüringen, über das “Freie Netz”, aber auch über persönliche Bekanntschaften. Klose selbst nannte sich auf seinem Facebook-Profil übrigens seit einigen Wochen plötzlich Paul Panther, was eigentlich keine Erwähnung wert ist, wäre da nicht das Bekennervideo der Rechtsterroristen aus Zwickau, in dem die Comic-Figur die Hauptrolle spielt. Nach Informationen von tagesschau.de prüft das LKA Sachsen einen möglichen Zusammenhang. Mittlerweile hat Klose wieder seinen Klarnamen angenommen.
Anschlagsplan auf Linken-Politikerin
Überfälle auf alternative Jugendliche, Sprengstofffunde und auch Anschlagspläne sind in der Region auch nicht neu. Erst im Sommer 2010 sollen Neonazis einen Brandanschlag auf die Linkspartei-Abgeordnete Katharina König geplant haben. Die drei Verdächtigen wurden nach Angaben der Polizei vorübergehend festgenommen, die Beamten hatten bei ihnen Brandbeschleuniger und Sturmhauben gefunden. Die Neonazis wurden später in Jena erneut festgenommen, nachdem sie von einem Kameradschaftsabend in Westsachsen zurückkamen. Der Anschlagsplan auf König soll nun neu aufgerollt werden.
Auf dem Kameradschaftsabend in Westsachsen soll der ehemalige Chef der “Wehrsportgruppe Hoffmann” aufgetreten sein. Ein Ex-Mitglied der WSG gilt als Täter des Bombenanschlags auf das Oktoberfest im Jahr 1980, bei dem der Neonazi sowie zwölf weitere Menschen getötet wurden. Der Rechtsterrorismus in Deutschland ist kein neues Phänomen, die Öffentlichkeit hatte ihn nur verdrängt.
Siehe auch: Dokumentation: Das Bekenner-Video des NSU, Rechter Terror: Das Gegenteil von wahllos, Alles Döner oder was?, Der Paul Panther von Zwickau, V-Männer in der NPD: Die unverbietbare Partei, Und hier terrorisiert der “Nationale Widerstand”, Bologna, München, Utöya: Die blutige Spur des rechten Terrors, Exekutionen als Heimatschutz
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[...] sogar Lieder. Von Patrick Gensing, tagesschau.de "Am Dönerstand …“Denn neun sind nicht genug …”Publikative.org (Blog)Alle 3 [...]
“auf widerwärtige Art und Wiese [sic]” – Freud am Werk?
[...] via publikative: “Denn neun sind nicht genug …” [...]
Ganz so überrascht über Mordmotive kann man bei der Polizei eigentlich nicht sein, will man dem von der TAZ interviewten Ex-Kommisar glauben. Der sagt: “Erst nach ein paar Jahren, nachdem man keine Anhaltspunkte gefunden hatte, gab es ein Gutachten der Münchner Profiler. Die kamen zu dem Ergebnis, dass ein fremdenfeindlicher Hintergrund wahrscheinlich ist.” http://taz.de/!81977/
Sorry, aber das ist ein Fehlschluss. Es ist zwar sicher was dran, dass der Verfassungsschutz, sowie fast alle “Sicherheitsbehörden”, auf dem rechten Auge blind sind, aber die Tatsache das ein Nazi sich freut wenn “Ausländern” (die meisten Opfer waren ja Deutsche, die halt nur irgendwann aus der Türkei kamen AFAIK) etwas schlimmes passiert, heißt nicht automatisch das sie dahinter steckten. Die gleichen Rechtsextremen, von denen wir hier reden, würden sich ja gewiss auch freuen wenn es einen schlimmen Autounfall gab, in dem nur Ausländer verletzt wurden – d.h. aber nicht das sie deswegen diesen verursacht haben.
So abstoßend und verachtenswert es auch ist, wenn jemand sich über Verbrechen und das Leid anderer freut, so sinnlos wäre es (oft) auch, nur deshalb sofort gegen diese Seite zu ermitteln. So sinnvoll das in diesem Fall klingen mag, so falsch wäre es in vielen anderen.
@Surfer:
Naaa jaaaa, aber in diesem Song wird doch schon ziemlich konkret auf eine sehr konkrete Mordserie eingegangen. Das legt doch nun zumindest nahe, dass diese Morde in der rechten Szene zumindest potentiell den eigenen Leuten zugerechnet wurden. Das muss ja nicht heißen, dass diese Band davon tatsächlich wusste, aber es heißt zumindest, dass es ein Geraune gab. Und die zweite Band bezieht sich ja auf ganz konkret auf die untergetauchten Täter. Zusätzlich gab es in München Profiler, die einen rassistischen Hintergrund für wahrscheinlich hielten. Bei allem Respekt: Aber wenn man selbst dann noch nicht mal damit anfängt, sich zu fragen, ob der “Missing LinK” dieser Mordserie nicht evtl. Nazis sein könnten … wann dann?
Solche kranken Texte in der “Musik” kommt nicht von ungefähr.
Dort werden diese Schand-Taten des Trios gehuldigt und die drei Killer zu Märtyrern stilisiert.
Dieser völig kranke Scheiß die dort von “Gigi und die braunen Stadtmusikanten” dort “singen” grölen ist gutes Insiderwissen.
@ Surfer:
Schwache Anhaltspunkte sind immer noch besser als gar keine Anhaltspunkte. Und wenn man schon jahrelang ermittelt, könnte man sich diese ja zumindest einmal näher anschauen, wenn man sonst gar nichts in der Hand hat.
P.S.: Wie und was ermittelt man überhaupt jahrelang, so ganz ohne Anhaltspunkte?
[...] »Die Nazi-Kultband ›Gigi und die braunen Stadtmusikanten‹ veröffentlichte bereits letzte…«. Aber warum denn auch? Das sind doch nur harmlose Grüppchen von Menschen, die andere Menschen wegen ihrer Herkunft hassen und die voll mit V-Leuten der BRD-Inlandsgeheimdienste sind. [...]
[...] konnten; wo diese Taten innerhalb der „Szene“ dermaßen bekannt waren, dass sie sogar in eigens dafür geschriebener Musik verherrlicht wurden, während ein Verfassungsschützer, der bei einigen dieser Morde unmittelbar zugegen war, so braun [...]
[...] weiter illustrieren. Die wegen des Songs „Dönerkiller“ – der die Mordserie feiert – bereits erwähnte Nazi-Kultband „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ bietet dafür ein besonders gutes Beispiel. Dem „Dönerkiller“ folgt auf der CD „Adolf Hitler [...]
@Surfer
Gewiss Sie haben zum Teil recht, aber der Umstand, dass die Reimfiguren zudem auch den von Paulchen Panter verwendeten ähneln, lässt einen doch mehr erahnen und es erscheint auch dahingehend zwingend nötig, wenigstens zu ermitteln.
Neonazis -”unter sich”- brüsten sich gern mit ihren angsteinflößenden Taten, da geht ihnen offenbar “Einer ab” und gilt in der Szene wohl als “Ritterschlag”. Auch wenn es dem mit Steuergeldern finanzierten “parlamentarischen Arm” hin und wieder -in der Außendarstellung- nicht gefällt. Manchmal beschleicht einen das Gefühl, dass, wenn die Opfer alles “kleine Leute” waren/sind, die Aufklärungsarbeit im Zusammenhang mit Rechtsextremisten zu wünschen übrig lässt. Man denke an die straffe staatliche Organisiertheit, wie gegen den RAF-Terrorismus zuweilen agiert wurde.
Die Achse Jena-Zwickau etc. lässt sich ua auch gut nachvollziehen auf den Seiten von “Gamma”: http://gamma.noblogs.org/fn-leaks
Übrigens, wie sind die Aufklärungsarbeiten mit dem Bombenanschlag in Wurzen vorangekommen? Gibt es da einen möglichen Zusammenhang? Da gibt es noch so viele Fragen…Und ist nicht vergessen!
http://www.ndk-wurzen.de/Aktuelles/Pressespiegel/Bombenanschlag-in-Wurzen-eroeffnet-neue-Dimension/448d224s290/
salut.
[...] Siehe auch: Der Verantwortung nicht gewachsen, “Denn neun sind nicht genug …” [...]
Also für mich legt das jetzt erst mal nur nahe, dass auch Nazis Zeitungen lesen.
Ich teile das Unverständnis darüber, wieso nicht schon viel früher und mehr in der rechten Szene diesbezüglich ermittelt wurde (es muss ja nur irgendwo ein Auto brennen, damit sofort gegen Linke ermittelt wird, auch wenn es ansonsten nicht den geringsten Anlass dazu gibt), aber die Tatsache das irgendeine rechtsradikale Band das gleiche Wissen haben konnte, wie alle anderen Zeitungsleser auch, ist für mich einfach keine Smoking Gun. Oder enthielten diese Texte tatsächlich etwas, das nicht bereits viele Male in diversen Zeitungen stand? Falls nicht, kann wohl kaum von Insiderwissen die Rede sein…
@Surfer: Hat doch auch niemand behauptet, oder? Ich verstehe wirklich nicht genau, worauf Sie hinauswollen? Ich weiß nicht, ob “Gigi” mehr wusste(n) oder einfach nur einen ihrer genreüblich menschenverachtenden Songs aufgenommen haben. Ein wenig stutzig macht mich nur der Zeitpunkt, 4-5 Jahre nach dem letzten Mord. War das vor einem Jahr wirklich in aller Munde? Ich halte mich ja für einen gewöhnlich recht gut informierten Menschen, aber ich hätte das so nicht auf dem Schirm gehabt. Die “Leistung” der Band besteht im Nachhinein darin, eine bestimmte Mordserie vollkommen korrekt für ein bestimmtes Milieu vereinnahmt zu haben, in einer Lesart, die vorher (von den Münchner Profilern vielleicht einmal abgesehen) niemand so formuliert hatte. Ob das Zufall ist oder man vor so viel “Einfühlungsvermögen” in die Geisteswelt der Täter den Hut ziehen muss oder ob da mehr dahintersteckt, sei dahingestellt. Wenn ich Ermittler ohne Anhaltspunkt wäre, hätte ich die Herrn jedenfalls vorgeladen und danach gefragt, ob sie sehr viel Zeitung lesen oder doch Gerüchte gehört haben.
Aber wie gesagt: Darum ging es im Prinzip nicht, sondern darum, dass man als Ermittler, als Verfassungsschützer, als indizierende Behörde für jugendgefährdende Schriften ja zumindest mal auf die Idee hätte kommen können “mensch, die rechte Szene feiert das ab. Ist das Zufall oder ist das eine Spur, der wir mehr nachgehen müssen …?” Oder so ähnlich, zumal wenn alle Zeitungsleser so gut informiert waren, wie Sie meinen. Das hätte doch auf der Hand liegen müssen, oder? Stattdessen wurde steif und fest und verstockt daran festgehalten, dass die “kriminellen Ausländer” wohl selbst mit drinhängen müssen – obwohl nahezu alle Opfer heute angeben, der Polizei gesagt zu haben, dass sie rechtsradikale Täter vermuten.
Man muss sich nur mal vorstellen, eine Reihe deutscher Kleinunternehmer würde erschossen. Und dann macht eine arabische Hip-Hop-Crew einen Song darüber und verherrlicht diese Mordserie im Namen Allahs. Ja meinen sie ernsthaft, das wäre derart unbeachtet geblieben?
[...] auch: “Denn neun sind nicht genug …”, Vernichtung als politisches [...]
[...] Siehe auch: Wenn ein Ex-Generalbundesanwalt die Kontrolle in der DDR lobt, Der Verantwortung nicht gewachsen, “Denn neun sind nicht genug …” [...]
[...] Stadtmusikanten” hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem tagesschau.de und Publikative.org über das Lied “Döner-Killer” berichtet hatten. Die Neonazi-Band feierte die [...]
[...] Siehe auch: “Denn neun sind nicht genug …” [...]
[...] auch: “Denn neun sind nicht genug …”, Vernichtung als politisches [...]
[...] Hintergrund der Taten deuteten. Die Nazi-Band “Gigi und die braunen Stadtmusikanten” z.B. veröffentlichte schon letztes Jahr ein Lied mit den Morden als Inhalt. Eigentlich begann die Geschichte der „NSU“ aber schon in den 90ern in Jena mit einem [...]
[...] Publikative.org wurde das Lied von den Behoerden damals indiziert. Dass der Verfassungsschutz und die Kriminologen [...]
[...] Publikative.org wurde die CD von den Behoerden damals indiziert. Ist denn niemand auf die Idee gekommen, mal [...]
Giese ist nicht nur Rechtsrocker, sondern seit 1999 auch Mitglied der NPD und ist/war sogar im Vorstand der NPD Emsland/Grafschaft Bentheim aktiv. Das weiß zumindest die Antifaschistische Aktion Nordhorn zu berichten: http://aan.blogsport.de/2011/11/29/der-rechte-terror-und-die-npd/
[...] der zuletzt wegen seines Songs „Döner-Killer“ in die Schlagzeilen geratene Gigi singt in „Über Gräber vorwärts“: “Von den blauen Bergen der Vogesen schallt ein Ruf, [...]
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