Vernichtung als politisches Programm
Angesichts der geballten Verwunderung, mit der behördlich und medial auf die Nazi-Mörder aus Thüringen reagiert wird, muss man die Frage stellen, was genau daran eigentlich verwunderlich sein soll? Wenn man den Nazis eines nämlich beim besten Willen nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie einen Hehl daraus machen würden, ihre politischen Ziele mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Ganz im Gegenteil.
Von Andrej Reisin
Der “Postillon“ brachte es kürzlich auf den Punkt: „Mordserie schürt Zweifel an sonst eigentlich sympathischen Nazis“ titelte das Satiremagazin und brachte damit etwas zum Ausdruck, dass tatsächlich weite Teile des aktuellen Diskurses über die Nazi-Terrorzelle kennzeichnet: nämlich die allgemeine Verwunderung, dass Nazis zu solchen Taten fähig sein sollen. Als politisch werden die Morde daher auch nur bedingt wahrgenommen: So sinniert der große alte Mann des investigativen Journalismus, Hans Leyendecker, stellvertretend für viele andere seiner Kollegen in der „Süddeutschen Zeitung“ über „Reliquien des Irrsinns“.
Er wiederholt damit den Fehler, der bereits angesichts eines Anders Behring Breivik gemacht worden ist: Die Täter und ihre mörderischen Taten schlichtweg zu Wahnsinn zu deklarieren. Eine Erklärung, die den Nazis lieber sein dürfte als Leyendecker lieb sein kann – und die unter anderem deswegen ins Reich der Legenden verwiesen werden muss.
Leyendecker meint, weil die Täter „in ihrer Wohnung die Handschellen der ermordeten Polizistin“ und andere erbeutete Gegenstände ihrer Opfer aufbewahrten, sei dies ein Sammeln von „Reliquien des Irrsinns“ gewesen. Außerdem sei die „Bekenner-DVD bei genauerem Hinsehen nicht nur ein Dokument des infantilen Irrsinns, sondern auch eine Trophäensammlung mit den Bildern der Opfer.“ Und weiter heißt es:
„Ein politisches Vermächtnis gilt bei Terroristen viel, also warum schrieben sie nicht irgendetwas auf, um ihre Killertour durch Deutschland irgendwie zu begründen? Vielleicht waren sie politische Analphabeten, vielleicht waren sie schreibfaul; vermutlich war das Substantiv “Reflexion”, das in Traktaten von Terroristen aller Länder häufig auftaucht, für sie ein Fremdwort. Vermutlich hätten sie das Wort auch so geschrieben: “Reflektion”.“
Selten dürfte sich so viel unbewusste und unbeabsichtigte Entpolitisierung der Ideologie der Täter auf so wenigen Zeilen befunden haben – außer im Fall Breivik. Der Berliner Politologe Hans-Gerd Jaschke ist in seiner Bewertung im Deutschlandradio zwar vorsichtiger und differenzierter, aber auch er meint, die Täter seien keine Terroristen, jedenfalls nicht nach den gängigen Definitionen:
„Die gesamte Fachliteratur zum Terrorismus hebt hervor, dass Öffentlichkeitsarbeit und die Etikettierung einer Tat als politisch das wesentliche Merkmal von Terrorismus sind“, so Jaschke, „das heißt, die Absichten der Täter, die politischen Absichten, die mit der Tat verbunden sind, müssen bekannt werden. Und insofern ist dieser Zusammenhang der Öffentlichkeitsarbeit ein sehr entscheidender, und ich sehe ihn bei dieser Gruppe nicht.“
Wirklich nicht? Ist die DVD, die Leyendecker für infantil hält und die auch in anderen Medien als wirr bezeichnet wurde, nicht genau das? Die ironische Distanz zum Geschehen, die die „Paulchen Panther“-Filme bereits im Original auszeichnet, passt bei entsprechender Bearbeitung tatsächlich sehr gut zu jenem zynischen Verhältnis zur eigenen Gewalt und ihrer Opfer, in der geradezu das Wesen des Nationalsozialismus zum Vorschein kommt: nämlich die Vernichtung des Gegners – die konkrete Vernichtung des abstrakten Anderen – als politisches Programm.
So einfach wie Leyendecker und Jaschke, die hier stellvertretend stehen, kann man es sich daher bei allem Respekt und beim besten Willen nicht machen: Wer mehr als zehn Jahre lang im Untergrund lebt, sich klandestin organisiert und ein Kapitalverbrechen nach dem anderen verübt, der ist weder einfach „irsinnig“ noch „faul“ oder gar irsinnig, faul und verblödet, wie Leyendecker suggeriert.
Gemeinschaft und Gewaltverherrlichung
In welcher Welt die Täter lebten – und mit ihnen weite Teile der militanten Nazi-Szene – lässt sich anhand zahlloser Beispiele weiter illustrieren. Die wegen des Songs „Dönerkiller“ – der die Mordserie feiert – bereits erwähnte Nazi-Kultband „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ bietet dafür ein besonders gutes Beispiel. Dem „Dönerkiller“ folgt auf der CD „Adolf Hitler lebt“ der Song „Bis nach Istanbul“: Zur Melodie eines beliebten Karnevalsschlagers von „Big Brother“-Berühmtheit Jürgen Milski verbreitet der selbst ernannte „Abschiebemann“ Daniel „Gigi“ Giese seine Vorstellung von „Humor“:
„[…]Der Abschiebemann macht Kontrollen. Auch die gute alte Reichsbahn soll mit Volldampf rollen. Heute fährt die Reichsbahn bis nach Istanbul. Ab Köln und Düsseldorf, vorbei am Kaiserstuhl. Heute geht’s zurück nach Istanbul. […]Viele haben’s noch nicht begriffen, viele sind entsetzt. Doch das ist das neue Rückführungsgesetz. […] Heute fährt die Reichsbahn bis nach Ankara. Wir bringen euch direkt zum türkischen Basar. Heute geht’s zurück nach Ankara. […] Heute fährt die Reichsbahn bis zum Bosporus. Der Abschiebemann gibt euch jetzt den Beschluss. Heute geht’s zurück zum Bosporus.“
(Gigi und die braunen Stadtmusikanten: „Bis nach Istanbul“)
Wie man sich diese „Abschiebungen“ per „Rückführungsgesetz“ so vorzustellen hat, darauf gibt die die Reichsbahn-Metapher mit einem „lustigen“ Nazi-Augenzwinkern einen kleinen und völlig legalen Hinweis. Man spricht nicht aus, was man aufgrund der bundesdeutschen Gesetze tatsächlich nicht aussprechen kann – verstehen tut es trotzdem jeder. Die ganze CD beginnt bereits zum “Auftakt”, wie der erste Titel heißt, mit einer solchen historischen Anspielung, und zwar einer besonders eindeutigen: Zu hören ist der Schauspieler Willi Schaeffers, ein glühender NSDAP-Anhänger, mit einem Text, den er 1936 mit Hakenkreuz am Revers vortrug:
„Ich freue mich, daß heute alles so wunderbar im Takt geht, auch wenn es hier und da noch so etliche Querpfeifer gibt. Da machen wir wenig Federlesens. Die kommen für ihre weitere Ausbildung in ein Konzertlager, wo man ihnen so lange die Flötentöne beibringt, bis sie sich an eine taktvolle Mitarbeit gewöhnt haben.“
Welche Lager mit den “Konzertlagern” gemeint waren und sind, konnte und kann sich damals wie heute jeder denken. “Humor so spaßig wie die Schaftstiefel der SS”, bemerkte der SPIEGEL dazu 1999. Es ist exakt dieselbe Art von Gewaltphantasie-„Humor“ wie im „Paulchen Panther“-Video der Zwickauer Mörder, nur dass diese eben auch Ernst machten – genau wie ihre historischen Vorbilder. Und auch bei „Gigi“ ist der Weg von der ethnischen Säuberung per „Rückführung“ zum Mord per Songtext nicht weit: „Alle anne Wand und Feuer“ heißt zum Beispiel ein Song über Sexualstraftäter. Dies alles spricht nicht unbedingt für eine direkten Kontakt zwischen Band und Tätern, aber es spricht für eine nicht zu übersehene ideologische Verbindung, für eine gemeinsame Geisteshaltung und Erlebniswelt. Auch die NPD setzt auf solche Chiffren, wenn Udo Voigt seine Wahlplakate in Berlin mit der Parole “GAS GEBEN!” betitelt.
Der Terror ist Faschismus
Die Zwickauer Zelle folgte daher einem Leitmotiv („Taten statt Worte“ denkt der Rosarote Panther in einem der Bilder des Nazi-Films), das so alt ist, wie der Faschismus selbst:
„Der Faustschlag ist die Synthese der Theorie. […] Der gut gesetzte Faustschlag setzt jeder sinnlosen Polemik ein Ende, zum vollen Vorteil der Kürze und der Kraftersparnis. Es gibt nichts Präziseres. Nichts ist eine stärkere Zusammenfassung als ein Pistolenschuss. Er erreicht das Ziel noch mit der Anfangsgeschwindigkeit von 300 Metern pro Sekunde. Und schließt seine Arbeit sofort ab, ernsthaft. […] Höchst effizient, weil er die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung der Diskussion für immer ausschließt.”
(Luigi Freddi, einer der Vordenker des italienischen Faschismus, in“Il fascio” 1920 – Dank an Kai Tippmann)
Auf die Idee, dass die offenbar bereits 2007 produzierte DVD daher nie für Wissenschaftler, Publizisten, Polizisten oder Politiker (also für die „Systembüttel“ im Nazi-Jargon) bestimmt gewesen sein könnte, kommen die meisten Experten und Journalisten in einer bemerkenswerten Selbstgefälligkeit nicht. Als einer der ganz wenigen spricht Prof. Dr. Hajo Funke vom Berliner Otto-Suhr-Institut die immerhin durchaus denkbare Variante einer Propaganda nach innen an, und zwar kurz und präzise bei BILD.de:
„Das (Video) muss kein Zeichen für die Öffentlichkeit sein: In der Nazi-Szene gibt es auch eine innere Propaganda. […] Ganz offensichtlich nahmen sich die Täter den Werdegang des Nationalsozialismus als Vorbild. Auch die SS mordete zunächst im Geheimen. […] Sie sahen die Mordtaten selbst als Propaganda. Sie töteten für ihr 4. Reich“.
Klingt simpel, aber so einfach ist es: Man sollte sich – nach Breivik, nach dem NSU – nun endlich mit der Tatsache anfreunden, dass es sich bei diesen Mördern um ideologisch gefestigte Überzeugungstäter handelt, die sich ihrer Meinung nach in einem rassisch determinierten Endkampf befinden. Kaum etwas propagieren Nazis in den letzten Jahren so gerne wie den nahenden „Volkstod“ durch „Vermischung mit artfremden Rassen“. Ganze Internet-Seiten und Portale zum Thema gibt es, T-Shirts, Musik, Aufkleber und Plakate – auch von der NPD. Die Täter müssen weder dumm noch im klinischen Sinne wahnsinnig sein – sondern lediglich überzeugt von ihren Ideen und bereit für eine größere Sache zu töten und zu sterben – um unsterblich zu werden, wie es die Neonazis propagieren. Dafür werden einige im Zweifelsfall töten und sterben – wenn nötig beides. Nichts davon ist neu, es ist der Kern des Faschismus und des Nationalsozialismus – so wie im weiteren Sinne jeder Erlösungsideologie. Die dazugehörige zynisch-menschenverachtende Rhetorik beherrschten auch schon die historischen Nazis perfekt:
“Die Juden haben eins auch in Deutschland über meine Prophezeiungen gelacht. Ich weiß nicht, ob sie auch heute noch lachen, oder ob ihnen das Lachen bereits vergangen ist. Ich kann aber auch jetzt nur versichern: Es wird ihnen das Lachen überall vergehen! Und ich werde auch mit diesen Prophezeiungen recht behalten.”
(Adolf Hitler 30. September 1942)
Siehe auch: “Denn neun sind nicht genug …”, Rechter Terror: Das Gegenteil von wahllos, Dokumentation: Das Bekenner-Video des NSU, Und hier terrorisiert der “Nationale Widerstand”, Bologna, München, Utöya: Die blutige Spur des rechten Terrors, Exekutionen als Heimatschutz, Deutscher Herbst: Hauptsache Hooligans und RAF!




Im Falle des Liedes “Anne Wand” muss man aber sagen, dass hier ein neuer Text um einen alten Refrain herumgebaut werden. Dieser neue Text ist natürlich typischer Ausdruck von Naziideologie, aber das ganze Lied basiert auf Cock Sparrers “Take em All” welches die Lokalmatadore mit “Anne Wand” ins Deutsch übersetzt haben. Gigi covert dann die Lokalmatadore noch mal mit einem eigenen Text. Links spar ich mir mal, dass kann man alles bei Youtube nachhören und an Veröffentlichungsterminen nachgooglen.
@d_l:
Aus meiner Sicht ändert das auch nix groß. Schon Gigis Kumpel Lunikoff coverte “Take ‘em all” mit Landser mehr oder weniger (“Schlagt sie [die Kommunisten] tot”). Meiner Meinung nach ist schon Cock Sparrers Original alles andere als unproblematisch – und leider auch ein blinder Fleck in der gesamten Oi-Punk-Skin-Szene. Auch wenn man sich ideologisch konträr zu den Nazis positioniert, bietet man ihnen an der Stelle eine Art Anschlussstelle an, wenn man Gewalt um ihrer selbst Willen verherrlicht oder von der physischen Vernichtung des Gegners träumt. Ohne jetzt hier eine neue Extremismustheorie aufmachen zu wollen oder das Thema erschöpfend in Kommentarspalten behandeln zu können (mir sind die entsprechenden Endlosdiskussionen durchaus vertraut), liegt hier meiner Meinung nach ein elementares Problem im Hinblick auf emanzipatorische, fortschrittliche Politik: Diese kann nicht “alle an die Wand” stellen wollen, auch nicht alle Nazis. Von daher lehne ich entsprechende Versatzstücke auch bei “linken” oder “unpolitischen” Bands ab.
Ja, stimmt. Cock Sparrer’s Orginal ist tatsächlich schon nicht ganz unproblematisch. Allerdings erstens in keiner Weise im rassistischen Sinne und zweitens in noch keinster Weise problematischer als die hier auf dieser Seite aufgestellten Positionen zum Verhalten einer Subkultur, die eben genau so etwas nicht etwa nur singt, sondern jedes Wochenende in den Stadien und Umgebung hirnlos praktiziert.
Wenn also Cock Sparrer’s Song hier (völlig zurecht) als problemtisch empfunden wird, warum dann nicht auch vielleicht das idiotische Verhalten gewisser Ulra-Subkulturen, die sich nicht aufs musizieren beschränken?
[...] auf Menschenjagd gegangen sind; oder ob verbalradikale Einpeitscher wie Axel Möller … Gewalt ist Dreh- und Angelpunkt ihres Handelns. Die jetzt aufgetauchten „Terroristen“ waren keine auffällig radikalen Irren oder [...]
@Blue: Aber selbstverständlich ist das Verhalten gewisser Ultra-Gruppen problematisch. Wie komnmen Sie darauf, hier sei etwas anderes behauptet worden? Mein größter Widerspruch zu Ihrem Einwand bestünde darin, dass ich beim besten Willen nicht erkennen kann, dass ein signifikant großer Teil (oder gar die Mehrheit) der deutschen Ultras “jedes Wochenende in den Stadien und Umgebung hirnlos” “alle an die Wand stellt”. Sondern das halte ich genau für eine medial geschürte Dramtisierung der Lage, die wirklich völlig unnütz und im wahrsten Sinne des Wortes heillos übertrieben ist, weil sie jedweden Dialog und jedwede Lösung eher torpediert und blockiert als alles andere.
Aber wenn Sie sich die Artikel ernsthaft durchlesen, die wir hier zum Thema publiziert haben, dann werden Sie feststellen, dass niemals geleugnet wurde, dass sich hinter den Bürgerkriegsszenarien auch ein reales Problem verbirgt. Und natürlich sind lokalpatriotisches Revierverhalten, das Rauben von Fanschals und anderen Insignien des “Gegners”, sowie das Suchen gewalttätiger Auseinandersetzungen problematisch, sogar hoch problematisch. Das rechtfertigt aber eben keinen medialen Overkill, der das Gegenteil davon erreicht, was er vorgeblich bewirken soll. Ich finde die Ergebnisse des Runden Tischs in dieser Hinsicht eigentlich ganz vernünftig, gerade weil man eben nicht auf stärkere Repression und neue Verbotsspiralen setzt.
Aber sowohl problematische Songtexte von Punk oder Oi-Bands als auch Fußballgewalt sind hier eigentlich off Topic. ;-)
Neonazi gesteht Mord an Obdachlosem
17.11.2011, 13:39 Uhr | dapd
http://nachrichten.t-online.de/neonazi-gesteht-mord-an-obdachlosem/id_51543454/index?news
[...] via publikative: Vernichtung als politisches Programm [...]
@ Andrej:
Ich sage ja nicht, dass etwas anderes behauptet wurde, sondern nur, dass diesbezüglich leider gar nichts geschrieben wurde. Die Stellungnahmen in den betr. Artikeln lassen eine kritische Distanz zu den Ultra-Strukturen und deren Verhalten bzw. Einstellungen missen und vermitteln an einigen Stellen so den Eindruck einer merkwürdigen Solidarisierung mit diesen durchaus fragwürdigen Gruppierungen.
Aber stimmt schon: in diesem Artikel ist das wohl Off-Topic.
@00011010: Sie töteten ihn aber nicht aus politischen Motiven heraus, sondern einfach nur ais Raubmotivation… Zumindest wirds wohl darauf hinaus laufen.
Wenn ich dann im Videotext des WDR lese, das der jüngere “…mit Hakenkreuzen tätowiert…” ist und “….möglicherweise Kontakte in die neonaziszene hat….”
Ja was denn sonst? Wie blöd ist das denn??
Wie oft wurden rechtsextreme Mörder nicht als rechtsextreme Mörder bestraft? Wie oft kam es vor, das Opfer von Nazigewalt zu ganz normalen Opfern von Schlägereien wurden? Oder das der Suff in den Vordergrund gestellt wurde?
Ich habe es am eigenen Leibe erlebt. Der Täter wurde milder bestraft, weil ich – als offen lebender Schwuler – ihn angeblich angebaggert hätte… Obwohl dem Gericht doch klar war, das der Täter ein Nazi ist.
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[...] Siehe auch: “Denn neun sind nicht genug …”, Vernichtung als politisches Programm [...]
[...] Siehe auch: “Denn neun sind nicht genug …”, Vernichtung als politisches Programm [...]
[...] Dabei gerät sie, so viel sei gesagt, leider auf einen gefährlichen Pfad, der den Tätern etwas viel Empathie entgegen bringt und diese vor allem in ein schwer erträgliches „wir“ kleidet, dass die Opfer der Nazi-Mörder leider posthum noch einmal aus dem Kollektiv löscht, denn in Wirklichkeit sind vor allem sie es, die „uns“ verloren gegangen sind – weil sie schlichtweg in der Art und Weise abgeknallt wurden wie Nazis ihre Opfer nun einmal einfach abzuknallen pflegen – Vernichtung als Programm. [...]
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