7 Kommentare

  1. Andreas Lichte

    Gianluca Casseri war Mitglied des Kulturvereins “La Runa”. Dort habe ich mir ein Literaturverzeichnis angeschaut:

    http://www.centrostudilaruna.it/sezioni/temi/teiwaz/

    Es findet sich dort auch Massimo Scaligero, Faschist, Antisemit und Anthroposoph. Ich habe vor längerer Zeit im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit der Anthroposophie 2 Zitate von Massimo Scaligero ins Deutsche übersetzt (die zugrundeliegenden Texte habe ich bei “La Runa” – bisher – nicht gefunden). Ich poste die Übersetzungen hier, weil sie deutlich machen, wie extrem die Position ist:

    Massimo Scaligero, „Coscienza del sangue“ in „La Difesa della Razza“, August 20, 1942, 4:

    „Se esiste una finalità essenziale della dottrina razzista, questa necessariamente consiste in una prassi etico-scientifica che rettifichi i valori della razza, secondo un modello che non occorre inventare ma che già esiste. Ciò può essere realizzato non soltanto attraverso una serie di norme eugeniche e sanitarie, ma anche destando una sensibilità e una coscienza razzista, così che il popolo non accolga passivamente i risultati di un’azione razzista, ma divenga esso stesso consapevole cooperatore di tale azione.“

    Massimo Scaligero, „Bewusstsein des Blutes“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. August 1942, S. 4:

    „Wenn eine essentielle Zielsetzung der rassistischen Doktrin existiert, dann besteht diese notwendigerweise in einer ethisch-wissenschaftlichen Praxis, die die Werte der Rasse richtigstellt, gemäss eines Modells, das nicht erfunden werden muss, sondern das bereits existiert. Dies kann nicht nur durch eine Reihe von Normen der Eugenik und der Gesundheit erreicht werden, sondern auch indem eine rassistische Sensibilität und ein rassistisches Bewusstsein [i.e.: ein Rasse-Bewusstsein] erweckt wird, so dass das Volk nicht passiv die Resultate einer rassistischen Aktion aufnimmt, sondern selbst bewusster Mitwirkender dieser Aktion wird.“

    Massimo Scaligero, „Fronte unico ario“ in „La Difesa della Razza“, February 20, 1941, 22:

    „Il movimento anti-ebraico giustamente oggi deve acquisire un’ampiezza supernazionalistica sino a divenire un’intesa di tutti i paesi. Proprio perchè si è mossi da un ideale di universalità che non abolisce ma mantiene e armonizza la differenziazione gerarchica, non si può ammettere l’azione di un gruppo etnico culturale a carattere internazionalistico, quale quello ebraico; tale inamissibilità per i popoli acquista vivente significato sopratutto allorchè alla concezione di una nuova universalità ariana corrisponde il risveglio di quell’elemento etnico-spirituale che inizialmente dette impulso a questo ideale di umanità. Ora, un fronte unico si rende necessario per dare all’universalità dell’ideale ariano uno strumento positivo sul piano dell’azione, in quanto non si tratta di combattere contro una nazione, ma contro una ‘internazionalità’ che è nazione nelle nazioni e si presenta non soltanto sotto l’aspetto di razza, ma sotto quello di religione, di cultura, di modo di pensare, di conoscere, di agire.“

    Massimo Scaligero, „Arische Einheitsfront“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. Februar 1941, S. 22:

    „Die anti-jüdische Bewegung muss heute richtigerweise eine übernationale Größe erlangen, bis sie zu einem Übereinkommen aller Länder wird. Gerade weil man von einem Ideal der Universalität bewegt [i.e.: angetrieben] ist, das die hierarchischen Differenzierungen nicht abschafft, sondern beibehält und harmonisiert, kann man die Aktion einer ethnisch-kulturellen Gruppe mit internationalistischem Charakter, wie die der jüdischen, nicht zulassen; diese Unzulässigkeit für die Völker erlangt lebende [auch: lebendige] Bedeutung vor allem sobald mit der Konzeption einer neuen arischen Universalität das Erwachen [auch: Wiederaufleben] jenes ethnisch-spirituellen Elementes übereinstimmt, das ursprünglich diesem Ideal der Humanität den Impuls gab. Jetzt ist eine Einheitsfront unentbehrlich, um der Universalität des arischen Ideals ein positives Instrument auf der Ebene des Handelns zu geben, insofern es nicht darum geht, gegen eine Nation zu kämpfen, sondern gegen eine ‘Internationalität’, die Nation in den Nationen ist, und sich nicht nur unter dem Aspekt der Rasse präsentiert, sondern auch unter dem Aspekt der Religion, Kultur, der Denkweise, des Erkennens, des Handelns.“

  2. Wer sind die Nazis

    Wie man sieht, gibts reichlich gewalttätige italienische Nazis. Und in der BRD vermutlich auch mehr als genug davon, dass die eigenen Nazis im Land schnell Minderwertigkeitskomplexe bekommen.

    Wer hätte das gedacht…

  3. Seltsamerweise hatten die Leute, auf die sich moderne Nazis beziehen, die keltischen und germanischen Völker, absolut keine Scheu vor fröhlicher ethnischer und kultureller Mischung. Hätten sie die gehabt, gäbe es keine deutsche Schriftkultur.

  4. Anonymous

    @ Wer sind die Nazis:

    Willst du mit diesem wirren Gedankenknäuel zum Ausdruck bringen, dass die armen deutschen Nazis sich ja schliesslich nur gegen all die bösen ausländischen “Nazis” in Deutschland zur Wehr setzen? Dass vielleicht auch noch jeder Nichtdeutschstämmige ein italienischer Faschist ist oder sonst einem gerade passenden Äquivalent entspricht? Willst du DAS sagen?
    Mannmannmanndoooo. In den heutigen Zeiten des Massenpublizismus scheint wirklich auch der allerletzte Gehirntumor zu glauben, seine Weltdeutung verbreiten zu müssen.

Kommentarfunktion geschlossen.