20 Kommentare

  1. Quarktasche

    Puh, auch ganz schön viel von der bekannten “Wenn – Dann”-Rhetorik.(“Wer nicht anerkennt das … ist ein Idiot”)

    Konzeptalben wie die von The Who und Beatles als “Zwangsbundling von Liedern” zu bezeichnen.

    Arbeite das später durch…

  2. Nessi

    Sorry, aber totaler Unsinn dieser Artikel und die Kritik von Regener nicht wirklich verstanden. FAIL!

  3. Malte

    Danke! Ich wollte gestern schon einen laengeren Kommentar schreiben, aber der Text hier fasst das alles so gut zusammen, da wuesste ich gar nicht was ich noch hinzufuegen sollte.

  4. Meistens Zustimmung … und eine Anmerkung:

    “Aber er muss damit leben, dass User dort andere Bands entdecken, die sie vielleicht sogar ein bisschen noch geiler finden als Element of Crime.” …

    … und ich glaube das ist ein Punkt, den viele missverstehen. Auf Youtube funktioniert der Markt der Talente imho NUR, weil die Nutzer wegen der etablierten Künstler kommen. Und das ist die eigentliche Konfliktlinie.

    Youtube wird von der Plattform zum Label (in anderen Zusammenhängen zum Sender) oder mindestens ähnlich und pullt sich und seine Talente mithilfe auch der Sven Regeners. Diese indirekten Umsätze will Sven und die GEMA berücksichtigt wissen, wenn ich das richtig verstehe – und würde mich freuen, wenn das auch in die Diskussion inkludiert würde …

    Dazke ;)

  5. ferdinand

    war es nicht schon immer so, dass einige Wenige von ihrer Musik leben können und andere die auch gute Musik machen müssen eben viel touren, merchen und noch nebenbei arbeiten um gut zu leben…

  6. Das heißt auch und erst Recht nicht, dass jeder alles kopieren können darf.

    Richtig.

    Gestern war allerdings bei Rivva ein Artikel verlinkt (Kommentarfunktion war überlastet), der etwa so argumentierte: Wenn bei Youtube Musik online ist, und die wegen des Urheberrechts gelöscht wird, wird meine Freiheit beschnitten.

    Das ist ein seltsames Verständnis von Freiheit, auf das man bei diesem Thema öfter trifft: Freiheit ist, wenn ich bekomme was ich will, oder mein Komfort gewahrt wird. Internet als Hotel Mama?

    (Regeners Kritik an Google und Youtube fand ich nicht peinlich.)

  7. Harry Krishna

    Regener hat vollkommen Recht und Sie liegen vollkommen falsch. So einfach ist das manchmal.

  8. deja vu

    Hallo, ich habe das mit Interesse gelesen, auch wenn ich Sven Regener nach wie vor 100% zustimme. Sie schreiben gegenüber den vielen platten “Hat keine Ahnung, lebt hinterm Mond”-Wutausbrüchen zumindest differenziert und geben sich Mühe. Danke dafür. Allerdings:

    “Das heißt nicht, dass wir gar kein Urheberrecht brauchen. Das heißt auch und erst Recht nicht, dass jeder alles kopieren können darf.”

    Tja, wie gewohnt tauchen kurz solche Formulierungen auf, die bleiben aber IMMER, IMMER komplett unkonkret… das finde ich seltsam. Nach dem Motto: Ja klar, Kunst ist was gutes und muss *irgendwie* geschützt werden, ABER… und dann das Übliche… bla bla bla, Internet, Entwicklung verschlafen, Ewiggestrig, böse Musikindustrie etc.

    Das zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche “Statements” der sogenannten Fortschrittlichen, am besten Mal drauf achten.

    Was ist schwer daran zu verstehen, dass jemand, der unter Energie-/Geld-/Zeitaufwand ein musikalisches Produkt geschaffen hat, keine Lust darauf hat, dass ihm die Entscheidung, zu welchem Preis er sein Werk anbietet, vom Kunden/Nutzer in Höhe Null diktiert wird?

    Urheber sind übrigens nicht zwangsläufig Interpreten, das wird oft durcheinander gebracht. Ein Komponist komponiert in erster Linie, das bedeutet noch lange nicht, dass er die Stücke auch aufführt und Gagen einnehmen kann.

    ciao

  9. Ich denke, dass die “Kritik” am Frust vom Regener ganz irdische und durchaus menschliche Gründe bzw. Züge hat: JEDER der sich aufregt weiß`, dass die Zeiten eines, wie auch immer gearteten, unbezahlten Download oder kopieren (welcher urheberrechtlich geschützten Trägermedien auch immer) dem Ende entgegen gehen und sich u.a. Musiker und Management (wie auch Filmindustrie) wehren.

    Das wohlfeile Monologisieren im Artikel über Google, Youtube, Coca-Cola, “George Bush-Style”, über Geschäftspraktiken usw. kann doch nicht darüber hinweg` täuschen, dass ein elementares Problem von einem Musiker angesprochen wurde (den ich übrigens gar nicht kenne), das jedem halbwegs gebildeten und “zivilisierten” Menschen aufstoßen müsste: Da gibt es Menschen, die mit ihrem Handwerk ihren Lebensunterhalt verdienen – egal, wie beschissen oder genial (also geschmacksabhängig) der einzelne Kunde diese Ware empfindet -, und dass diese Menschen Angst um ihren Verdienst und den Absatz ihrer Ware haben … Und mehr ist es doch letztendlich auch nicht: Ware.

    Wenn der Autor ellenlang aufführt, wie eben Musiker im digitalen Zeitalter und via neuen Vertriebswegen (u.a. über Werbung und Einbindung in die neuen Medien) zu ihrem Geld kommen können, dann frage ich mich, wofür er dann überhaupt noch die Frage nach neuen Wegen stellt, wobei dann immer noch der Fakt bestehen bleibt, dass ja alle Involvierten und sich gegenseitig Bedienenden für ihre Arbeit bezahlt werden müssen: vom Studiomusiker, Tontechniker, Kameramann, über das Management hin zum jeweiligen Künstler usw. – Und diese Kohle kann eben gerade durch DAS fliessen, was offenbar ständig seitens des Autors kritisiert wird. Und wenn schon einführend der Autor glaubt`, dass ein Hinweis im Vorspann der DVD dümmlich sei und jeder Käufer quasi zum latenten Autodieb stigmatisiert würde, dann sollte er an das jeweilge Management schreiben und auch versichern, dass er nicht zu Denen gehört, die EIN ORIGINAL kaufen und dann als “Kopie” -zig tausend mal in Umlauf bringen. Allein durch diesen bornierten Pseudo-Sarkasmus hinsichtlich der “Hinweise” des Autoren auf die Hinweise auf den DVD`s (früher auch auf VHS, BETA usw.), glaube ich, dass der Autor von “Tuten und Blasen” keine Ahnung hat bzw. diese nicht haben will, und dass er vom eigentlich Problem ablenken möchte, das durch ihn aber durchaus erkannt und noch einmal, stellvertretend für Regener, benannt und auch ganz doll abgelehnt wurde. – Letztendlich weiß ich nicht, WAS der Autor mit seiner Kritik überhaupt bezwecken will`.

  10. Was mir heute wichtig erscheint #307…

    Fundiert: “Sarrazin hat an den programmatischen Grundlagen der Partei mitgearbeitet” Solidarisch: “Die Erpressung Griechenlands zeigt uns, dass die Regierungen in der EU unter dem Druck der Finanzmärkte und unter Anleitung Deutschlands ein neue…

  11. Quarktasche

    Sehr viel recht wütend klingende Argumentation, dafür das Regener´s Form kritisiert wird. Auch sehr viel bekannte Argumentation, z.B. für Musiker müsse das gleiche gelten wie für Programmierer: Programmierer verdienen sehr viel mehr Geld als Musiker. ich denke allein deshalb lässt sich das nicht vergleichen und die Argumentation diese würden viel Energie in Open-Sorce-Projekte stecken hinkt.

    Wenn Leute die wenig bis gar nichts mit der Materie zu tun haben, die Zukunft der Musik bestimmen wollen oder schon direkt vor sich sehen, naja…

    Wenn ein Unternehmensberater für digitale Fragen argumentiert die Musikproduktion bestehe nur in der Übertragung, und das erledigen jetzt die Netzbetreiber, dann ist das seine Perspektive. Sachlich richtig ist es nicht.

    Aber es stimmt, daß wenige Musiker von ihrer Musik leben können. Das ergibt sich, wenn man Studien, statistische Erhebungen und Umfragen vergleicht, ist auf diesem Weg nachweisbar.

    Auch das Beispiel des Rappers, der 30 000 Downloads und 4 Milionen Aufführungen auf Youtube hatte:

    30 000 Downloads würden bei 12 Songs pro Platte 2500 verkauften Platten entsprechen. Das ist nicht viel! Im Major Bereich spricht man von 5000 verkauften Alben erst von einem erfolgreichen Album im Gewinnbereich.

    4 Milionen Abspielungen bei Youtube entsprechen 4 Milionen Radiohörern, die den Song einmal gehört haben, könnte man sagen. Auch das ist nicht so viel das ein Künstler davon leben kann. Eine erfolgreiche Single macht noch keinen erfolgreichen Künstler aus.

  12. @axel/@dejavu/: zugegeben, dass man das journalistisch besser und schlauer machen kann – aber der artikel soll sagen: wer piraterie oder umsonst-mentalität für das zentrale problem hält, und den eindruck habe ich bei regener, liegt mE falsch. sie ist eines der probleme, aber das zentrale thema ist, dass trotz mehr musikkonsum weniger geld im markt ist – und das wäre auch ohne piraterie so. ich selbst etwa klaue eben keine musik, würde aber, wenn ich heutzutage ungefähr so viel geld für musik ausgäbe, wie ich es 1995 ausgab, ein vielfaches – nicht 2 oder 3fach, sondern eher 20-30fach – der musik dafür erhalten. die kann ich aber gar nicht gebrauchen: ich kaufe also weiterhin 3-6 stunden neuer musik im monat, zahle dafür aber nur noch einen bruchteil, und so schrumpft das volumen des marktes insgesamt. dahin hat uns nicht piraterie gebracht, sondern die digitalisierung (ähnliches wird übrigens mit der presse (print) passieren). ich kritisiere nicht, dass [urheber] geld für seine leistung will. ich kritisiere die meinung, dass das geldvolumen im markt wegen illegaler kopien zusammenschrumpfen würde – das ist maximal ein beschleuniger. das monetäre potenzial schrumpft, weil die herstellungs- und vertriebskosten im vergleich zu physischen tonträgern nichtig geworden sind und es sich aufgrund anderer modelle (werbeeinnahmen, 50 konzerte im jahr, werbe- oder gebührenfinanzierte radioshows usw.) für einige marktteilnehmer lohnt, musik umsonst wegzugeben. deshalb verfällt zwar nicht der wert, aber der monetäre preis von musik. man (regener) macht es sich daher mE zu einfach, für diese entwicklung nur umsonstmentalität und raubkopierer oder youtube und google verantwortlich zu machen.

  13. Thomas mit H

    Die Person auf dem im Artikel veröffentlicten Bild ist übrigends nicht Sven Regener, sondern David Young (Bassist bei Element of Crime).^^
    Ich glaube die Tatsache spricht auch für den ganzen Artikel.

    Danke für den Hinweis, korrigiert.

  14. Roger

    mit aller Toleranz und Respekt habe ich diesen Blogbeitrag gelesen, und ich muss leider feststellen dass er ideologisch auch falsch gefärbt ist.

    Regner hat aller Recht sich aufzuregen, denn es ist seine Arbeit. Er beschwert sich nicht über deine oder “andere” Arbeiten, sonder über die Verteilung seiner Eingenen. Der Rest und die Vergleiche die er macht sind nur Schmuck – es ist ein gesprochenes Wort (am Telefon), und daher ist es erlaubt. Wenn Du aus dem Kopf sprichst, sagst Du (imporvisiertes Wortmaterial) viel mehr als wenn Du viel Zeit hast und es auf dem Papier zusammenstellen kannst (oder in diesem Blog). Daher nehme ich den Rest nicht allzu ernst.

    Es ist Schade dass keiner drauf eingeht was er über die Apps von PiratenPartei sagt :) da schweigen alle…

  15. Quarktasche

    @Roger Wieso!? Ich hatte doch was zu Programmierern gesagt! ;) Ich wollte nur nicht schon wieder deutlich werden. Denn es stimmt ja: Lieber Strukturen kritisieren als Personen… Lösungsansätze statt Feindbildpflege. u.s.w…

    Aber ich finde auch: Man sollte nicht nur gucken was argumentiert wird, sondern auch wer und aus welcher Perspektive heraus argumentiert. Das kann bei dieser Thematik, die unter “ein weites Feld” zählt hilfreich sein…

  16. o.b.

    Ich denke mal, bei dem Thema Illigale Downloads-Youtube-Urheberrecht (Was eigentlich mehrere Themen sind) spielt einiges an Dingen ein. Ich kann eigentlich beide Seiten verstehen oder nachvollziehen. Die einen die sagen, umsonst ist scheisse und die anderen, die meinen, ist halt da, wird genutzt.
    Und hier beginnt es doch schon. Die meisten, die kostenlos sich mit Musik eindecken, machen es nur, weil es geht. Es ist vorhanden. Sei es Tauschbörse, sei es Sharingplattformen, sei es Youtube u.a.. Im Endeffekt sehen die meisten Musik nicht mehr als wertvolle Kunstform an, sondern eher als ledigliches Konsumprodukt. Ich konsumiere also bin ich. Musik wird doch überall als austauschbare Untermalungslala benutzt, egal ob Pop, Indie oder Klassik, Hiphop, Gothik, Metal, Punk usw.. In der Werbung, im Film, im TV, in den Medien, in Berichten, in Kaufhäusern, im Telefon, als Klingelton…Musik wird dadurch schon mal als beliebig degradiert. Da sind auch Plattenfirmen teilweise selber dran schuld, wenn sie ihre Musik allen preisgeben, die da anklopfen. Insofern ändert sich das Nutzerverhalten der Leute. Fern ab der Debatte ob es legal ist oder nicht kann man das einfach mal nüchtern feststellen. Ich meine, die meisten laden sich die Sachen so in großen Maße runter, dass sie die Trilliarden Songs auf ihrer Platte wahrscheinlich in ihrem Leben eh nie hören werden, geschweige denn bewusst konsumieren werden können oder dazu in der Lage sind. Die Frage wäre da auch, ob den Plattenfirmen überhaupt ein wirklicher Verlust entstanden ist, weil die Frage im Raum steht, ob die Leute die Sachen überhaupt wirklich gekauft hätten. Vorallem, wenn CD’s um die 20 Euro kosten. Wahnsinnspreise, die teilweise komplett absurd sind. Es gibt Software, die lädt alles nach Schlagwörtern runter, was in diversen Webradios in diverser Qualität gerade läuft. Die Leute werden das nie alles hören in ihrem Leben aber es ist einfach möglich, sowas zu machen. Und es wird auch immer möglich sein, dessen muss man sich bewusst sein. Man kann es nicht verhindern.

    Die Frage ist, wie man damit umgeht? Sich darüber aufregen? Oder versuchen einen Weg zu finden, damit zu spielen und es für sich zu nutzen. Als Band kann man Youtube als Werbeplattform nutzen. Konzertmitschnitte usw.. Das kann man gesteuert da reinstellen als Werbung für sich als Beispiel für Eigenwerbung. Die Vermarktung der eigenen Produkte (Mp3, Wav oder CD, Coverartwork, Texte etc.) erfolgt über die eigene Seite mittels Webshop. Entsprechende AGB’s entworfen und den Vertrieb selbst in die Hand genommen. Einfach den Handel übergehen und Direktvertrieb machen. Ergibt andere Preise. Der Handel nimmt doch die meisten Prozente vom Verkaufspreis oder? Das kann man doch umgehen, indem man das selber macht. Via Netzwerken (Facebook und co.) bekommt man sicherlich die Leute am Start, die das aufsetzen und/oder verwalten können inklusive Gestaltung. Damit hilft man sich dann noch gegenseitig. Und preislich gesehen kann der Handel da nicht mithalten. Irgendwie so mal spontan nachgedacht. Sicherlich nicht perfekt aber man muss sich da ein Kopp machen. Hinstellen und meckern ist zwar nachvollziebar, bringt aber nachhaltig nichts. Das Internet macht es doch möglich, dass der Künstler direkt sein Produkt zum Fan bringen kann. Da sollte es doch auch möglich sein, einen Weg zu finden, der alle zufriedenstellen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

Kommentarfunktion geschlossen.