Leverkusen: KAW erstattet Strafanzeige gegen Neonazis
Der Trägerverein des Kulturausbesserungswerks (KAW) in Leverkusen hat Strafanzeige gegen die Neonazis gestellt, die in der Nacht zum Donnerstag das selbstverwaltete Kulturzentrum angegriffen hatten. Mehrere Mitglieder der Neonazi-Szene hatten dabei Fensterscheiben zerstört, Metall-Kunstwerke umgeworfen und das Kulturzentrum mit Aufklebern in Hakenkreuzform beklebt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.
Die Aktivistinnen und Aktivisten im KAW lassen sich nach Aussage der KAW-Pressegruppe nicht von den Übergriffen einschüchtern und werden ihr Engagement gegen neonazistische und rassistische Umtriebe fortsetzen. „Uns wundert, dass trotz der zahlreichen neonazistischen Übergriffe in den letzten Monaten, die Politikerinnen und Politiker in Leverkusen, nicht klar Stellung beziehen“, so die Pressegruppe des autonomen Kulturzentrums. „Leverkusen hat ein Neonaziproblem“, erklärte das KAW. Neben der Verbreitung rechtsextremer Propaganda kam es in den letzten Monaten zu vermehrten Angriffen von Neonazis auf Personen, die nicht in das extrem rechte Weltbild passen.
Das KAW sieht jetzt die Politik gefordert: „Wir erwarten, dass sich die Stadt Leverkusen ganz klar abgrenzt von Rassismus und Neonazis sowie kurzfristig einen Aktionsplan gegen Rechts ausarbeitet. Andere Städte haben schon lange Informations- und Beratungsstellen gegen extrem rechte Gewalt eingerichtet. Es ist höchste Zeit, dass eine solche Anlaufstelle auch in Leverkusen geschaffen wird.“









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