11 Kommentare

  1. “Fakt ist: Die fremdenfeindliche Partei Pro NRW hat die Islamisten nicht damit provoziert, dass sie wie andere Landtagsparteien einer repressiven Ausländerpolitik anhängt, sondern einzig und allein durch die islamkritischen Karikaturen des Kurt Westergaard. Der salafitische Mob hätte genauso zugeschlagen, wenn die Karikaturen von Linken gezeigt worden wären, welche aber zur Islamkritik unfähig sind und trotzdem – wie am 1. Mai in Solingen – von Salafiten mit Holzlatten krankenhausreif geprügelt werden.”

    http://gruppegeorgelser.wordpress.com/2012/05/06/beim-barte-des-propheten/

  2. MaterialismusAlter

    Ein gewaltätiger Mob von religiösen Fanatikern geht mit brachialer Gewalt auf Unbewaffnete los, weil diese Karikaturen hochhalten.
    Zum Glück sind die “Provokateure” Rechtsradikale Pappnasen, dann ist das ja nicht so schlimm…

    Ich will bitte von niemandem Beschwerden hören, wenn die katholische Kirche ein Verbot von Marilyn Manson CDs durchsetzt. Das wäre dann nämlich Heuchelei.

    *Ironie ein* Grundsätzlich sollte die Meinungsfreiheit da aufhören, wo sich irgendwelche Spinner mit übersinnlichem Weltbild auf den Schlips getreten fühlen, vor allem wenn sie Gewalt anwenden, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. *Ironie aus*

    Das wirklich traurige finde ich, dass es solche widerwärtigen Gruppen wie ProNRW zu brauchen scheint, um eindrucksvoll zu demonstrieren, dass Islamisten tatsächlich keinerlei Interesse an der Erhaltung zivilisatorischer Mindeststandards haben.

  3. [...] Die antimuslimisch-rassistische Kleinstpartei Pro NRW und die gewaltbereiten Gruppen innerhalb des radikalislamistischen Salafismus kommen nur mit Negativschlagzeilen aus ihrer jeweiligen Bedeutungslosigkeit heraus. Dies führte am Samstag zu schweren Ausschreitungen in Bonn, bei denen zwei Polizisten schwer und 27 weitere leicht verletzt wurden. Eine Aktuelle Stunde im WDR titelte: „Straßenkampf in Bonn“. Von unserem Gastautor Roland Sieber/Publikative [...]

  4. Roland Sieber

    @Gruppe Georg Elser (Bonn): Ja, die rassistische Partei Pro NRW hat die „Islamisten“ nicht damit provoziert, dass sie wie andere Landtagsparteien einer repressiven Ausländerpolitik anhängt. Soweit bekannt haben sich nicht die „Islamisten“, sondern nur Gruppen innerhalb des Salafismus von dem gezielt provokanten zeigen ausgewählter Karikaturen von Kurt Westergaard während einer sehr aggressiven antimuslimischen Schmähungskampagne vor einer Moschee provozieren lassen, die von Verfassungsschutz als gewaltbereite Islamisten eingestuft werden.

    Es bleibt festzuhalten, dass die Karikaturen nicht während einer Kunst- oder Karikaturenausstellung gezeigt oder aus gegeben Anlass in Medien veröffentlicht wurden. Auch wurde nicht eine einzige der zahlreichen Mohammed-Karikaturen gezeigt, die sehr unspektakulär z.B. in türkischen Zeitungen abgedruckt werden. Pro NRW hat ihre „Veranstaltung“ auch nicht zielgruppenorientiert vor einer islamkritischen Veranstaltung oder auf einem belebten Marktplatz abgehalten. Der einzige Grund stark polarisierenden Karikaturen gegen den Willen des Zeichners während beleidigenden und aggressive Reden öffentlichkeitswirksam angekündigt im Wahlkampf vor Moscheen zu zeigen, ist dadurch Gewalttätigkeiten zu provozieren um diese innerhalb des antimuslimisch-rassistischen Spektrums für den eigenen Wahlkampf ausschlachten zu können. Warum sollten dies „Linke“ tun?

    Auch wenn es innerhalb der politischen Linken sehr wenige spezifische „Islamkritik“ gibt, so gehört doch die Kritik an sexistischen und patriarchalistischen Gruppen und ausführliche Religionskritik doch häufig zu den Betätigungsfeldern. Über den Vorfall in Solingen wird öffentlich auf den radikal-linken OpenPosting-Plattformen diskutiert. Euer Beitrag „Beim Barte des Propheten“ wurde übrigens von dem Islamhassblog „Quotenqueen“ kopiert und dort auch kommentiert.

    @MaterialismusAlter: Warum braucht es solche Gruppen wie ProNRW, um dies zu zeigen? Über Islamismus wird regelmäßig in den Massenmedien berichtet und auch staatliche Stellen wie die Landeszentralen für politische Bildung, Polizeibehörden und der Verfassungsschutz bieten hierzu zahlreiche Publikationen an. Das PI-Spektrum samt Pro NRW stören und verhindern eher sachliche Diskussionen zum Thema.

    Das traurige an der Geschichte ist: Pro NRW und die Salafisten bestätigen sich gegenseitig Meine logische Schlussfolgerund daraus ist beide menschenverachtende Ideologien gleichermaßen zu kritisieren, dabei aber auch zu differenzieren und keine Stereotypen zu reproduziert. Nicht jeder Muslim ist ein Islamist und nicht jeder Islamist ist ein Salafist und innerhalb des Salafismus gibt es nochmals drei bzw. vier Strömungen, denen wiederum unterschiedlichste Gruppen angehören. Auch kommt Pro NRW aus dem alt- und neonazistischen Spektrum, während „Die Freiheit“ aus Pax Europa hervorging aber alle durch PI hoch geputscht wurden, wobei es aber auch in dieser Szene starke Verwerfungen gibt und die Leitmedium von Pro eher die Blogs blu-news und Quotenqueen sind.

  5. Harald

    Leider ist der Artikel sehr einseitig. Man mag zu Pro NRW stehen, wie man will, aber Fakt ist, dass es sich hier um eine angemeldete Demonstration handelte und dass keiner der Pro NRW- Teilnehmer Gewalt ausgeübt hatte. Gewalt ging ausschließlich von den Salafistenmob aus. Deshalb trägt dieser die alleinige Schuld an dem schlimmen Gewaltexzess, der uns allen die enorme Gefahr gezeigt hat, die von diesem Mob ausgeht.
    Die Versuche des Innenministers von NRW , das Zeigen der Karikaturen zu verbieten, widersprechen unserem Grundgesetz, das Meinungsfreiheit garantiert. Ein Innenminister, der das GG nicht einhält, sollte in einem freiheitlichen Rechtsstaat zurücktreten. Also, Herr Jäger, bitte treten sie zurück!

  6. “Euer Beitrag „Beim Barte des Propheten“ wurde übrigens von dem Islamhassblog „Quotenqueen“ kopiert und dort auch kommentiert.”

    Lieber Roland Sieber, wofür ist das jetzt ein Argument?

  7. Roland Sieber

    @Gruppe Georg Elser (Bonn): Dies war von mir als Hinweis und nicht als Argument gedacht. Ihr habt einen vielbeachteten Beitrag geleistet, der sowohl innerhalb der politischen Linken als auch der politisch Rechten diskutiert wird. Dies ist wohl Lob und Kritik zugleich.

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