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Hurra, wir leben noch!

16. Mai 2012 00:10 130.936 mal abgerufen 149 Kommentare

Deutschland im Mai 2012 am Abgrund: Der Fußball steht an einer “Schnittstelle”, Eltern bringen ihre Kinder leichtfertig in Lebensgefahr, Reporter müssen sich von dem Erlebten, von dem Schock erst einmal erholen. Die Apokalypse-Visionen der 1980er verblassen angesichts der aktuellen Bedrohungen. Hurra, wir leben noch. Ach ja, Fortuna Düsseldorf ist in die Bundesliga aufgestiegen.

Von Redaktion Publikative.org


Hätte man das Bild bei der Übertragung des Bundesliga-Relegationsspiels abgestellt und nur dem Ton gelauscht, man hätte denken können, beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin (2:2) habe es zehn Tote gegeben. Es war aber weniger dramatisch, zumindest graduell. Hunderte begeisterte Fans stürmten den Platz, eine Minute bevor die Nachspielzeit beendet war. Das war ziemlich ungeschickt, man könnte es auch dumm nennen.

Allerdings handelte es sich mitnichten um einen Lynchmob, der Spieler und deren Kinder mit Hilfe von Pyrotechnik verbrennen, sondern um Fans, die den Aufstieg ihres Teams feiern wollten – und offenkundig dachten, das Spiel sei bereits vorbei. Dieser Irrtum hat übrigens nichts mit vorhandener oder fehlender Schwarmintelligenz zu tun, wie es die “11 Freunde” nun ihren Lesern in bemerkenswert kulturpessismistischem Duktus weiß machen wollen, sondern viel mehr mit Massenpsychologie, Altbier und Fußball.

Kein einmaliger Vorfall, dieser vorzeitige Platzsturm: Im Jahr 1995 liefen Hunderte Fans des FC St. Pauli am letzten Spieltag auf den Rasen, und zwar bereits in der 87. und nicht 97. Minute, da sie einen Elfmeterpfiff und eine Geste von Schiedsrichter  Brandt-Chollé in Richtung Spielerausgang als Schlusspfiff und damit Auftakt zur braun-weißen Aufstiegsfeier interpretierten. Nach einigen Minuten der Verwirrung erklärte der Schiri damals, klar sei das der Schlusspfiff gewesen – eine souveräne Leistung, angesichts des Spielstands von 5:0 für St. Pauli eine leichtere Entscheidung. Auch 1991 in Köln und Duisburg gab es Platzstürme vor dem Abpfiff, ohne dass Weltuntergangsszenarien entworfen wurden, die gelassenen Reaktionen von Kommentatoren und Spielern klingen wie aus einer anderen Welt:

Platzsturm ab 4:45.

Ab Minute 1:33 hat Reinhold “so etwas habe ich noch nier erlebt” Beckmann übrigens einen recht entspannten Gastauftritt in Form eines Spielerinterviews, bereits deutlich erkennbar umrahmt von Fans, die nur darauf warten, den Rasen zu betreten. Tja, so kann es einem mit der eigenen Erinnerung ergehen. Beziehungsweise, so biegt man sich die Realität zurecht (für die Feinsinnigeren: “konstruiert” diese), in der Fußball immer schon der Sport der Ober- und Mittelschicht gewesen sei, in der derlei unerzogenes Rowdytum nie einen Platz gehabt habe.

In den 1990er Jahren war nach den Platzstürmen in den Medien übrigens nicht von schockierenden Szenen die Rede, die Meldungen dürften es auch nicht zu Aufmachern gebracht haben; die Frage ist also, wo eigentlich die “neue Qualität” zu suchen ist?

Der deutsche Fußball an der “Schnittstelle”

Einen Unterschied gibt es allerdings: Das Spiel in Düsseldorf war noch nicht entschieden, da Hertha nur ein Tor fehlte, um doch noch in der Liga zu verbleiben. Der Fast-Abbruch des Spiels war dann aber der Startschuss für deutsche Sportjournalisten, das ganz große Fass aufzumachen. Jetzt müsse vielleicht noch einmal grundsätzlich nachgedacht werden über die Sicherheit in den Stadien, möglicherweise sei man an einer “Schnittstelle” (gemeint war wohl so etwas wie Zäsur), gab Reinhold Beckmann die Richtung vor.

Deutschland an der Schnittstelle: Realität und mediale Hysterie treffen sich im TV

Deutschland an der Schnittstelle: Realität und mediale Hysterie treffen sich im TV

 

Deutlich wurde jedoch schnell, dass sich Beckmann und Experte Mehment Scholl in größtmöglicher Entfernung zu einer realistischen Sicht auf das Thema Fans und Sicherheit befinden. Scholl war etwas aufgefallen, nämlich dass die bengalischen Feuern in den beiden Kurven fast gleichzeitig gezündet worden seien – spekulieren wollte er nicht, aber ob es da vielleicht Absprachen der “Hooligans” untereinander gegeben haben könnte? Soziale Netzwerke, assistierte Beckmann (sogenannte oder selbsternannte Fans in “diesem Internet”, quasi eine verdoppelte Gefahr …), da wäre vieles möglich. Auf die Idee, dass die Pyroaktionen der Herthaner und Düsseldorfer Fans auch mit dem Spielverlauf, sprich mit den Toren zu tun haben könnten, auf diese Idee kam keiner. “Hooligans”, die sich über Twitter zu einer Verschwörung zusammenfinden, klingen schließlich auch gleich viel dramatischer. Das war nur ein kleiner Wortwechsel, er zeigt jedoch, wie weit entfernt der deutsche Sportjournalismus von einem Thema ist, das er doch selbst immer wieder auf die Agenda setzt. Immerhin: Nach einer Lösung für das Problem Fangewalt befragt, gab Mehmet Scholl zu, darüber eigentlich noch nie nachgedacht zu haben.


Obendrein gewährte er weitere interessante Einblicke in die Weltsicht von Fußballern: Wie viel “Grütze” müsse man im Kopf haben, wenn man ein Kind solchen Gefahren aussetze?, zog Scholl vom Leder. Gemeint waren Leute, die mit ihren Kindern auf dem Rasen den historischen Erfolg der Fortuna feierten. Fans gelten hier offenbar als hirnlose Masse, vor der man sich möglichst schnell in Sicherheit bringt.

Vor Ethik wird gewarnt

Wer gibt Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl eigentlich das Recht, anhand des ihnen zur Verfügung stehenden Bildmaterials medial über andere Menschen zu richten? Wer hat eigentlich sanktioniert, dass man Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Rasen einen Aufstieg feiern oder sich ein Stück aus dem Rasen scheiden wollen, mir nichts Dir nichts vor einem Millionenpublikum zu gehirnamputierten, verantwortungslosen Asozialen stempeln darf? Gegen diese Macht der Bilder, kombiniert mit denunziantorischen Kommentaren, ist die gerne und zu Recht gescholtene Bild-Zeitung zuweilen ein harmloses Käseblättchen.


Wir erlauben uns, an dieser Stelle die Frage zu stellen, wie lange die genannten Herren bitte schon nicht mehr aus ihren Stadtrand-Villen und ihren gepanzerten Limousinen rausgekommen sind, wenn sie “heute Abend das erste Mal über dieses erschreckende Problem nachgedacht” (Scholl) haben? Erschreckend an dieser Art der Berichterstattung sind jedoch nicht die gezeigten Bilder, sondern die zur Schau gestellte Verantwortungslosigkeit. Auch nach mehr als einem Jahrhundert Medienkritik und -forschung wollen Beckmann, Scholl und Co. die einfachsten Einsichten nicht wahrhaben:  Wer ständig mit einer derartigen Massenwirkung bestimmte Phänomene beschwört, ist mit dafür verantwortlich, wenn diese schließlich auch eintreten.

Die Republik am Abgrund?

Bemerkenswert ist daher auch der Ansatz, man dürfe den “Gewalttätern” keine Bühne bieten, gleichzeitig aber mehr als eine halbe Stunde lang nur noch darüber zu spekulieren, was alles passieren könnte, so wie es der Kommentator in der ARD tat: Familien, die durch geworfene Pyros, die vom Tribünendach (!) abprallen, verletzt werden; Hertha-Spieler, die möglicherweise vom Mob spielunfähig getreten wurden, uswusf.

Allerdings hätte man die Tatsache, dass nach dem Schlusspfiff Tausende Menschen auf dem Rasen feierten und überall Frauen und Kinder (müssen die eigentlich nicht längst ins Bett?!?) dabei waren, auch als ein Indiz dafür werten können, dass die Situation nicht der eines Bürgerkriegs glich, so wie es die Rhetorik der Kommentatoren nahelegte. Beckmann verabschiedete sich indes unbeirrt mit der Ankündigung, er müsse sich nun erst einmal von diesem Schock erholen.

Heute Nacht, wenn die überlebenden Funktionäre und Reporter von der Front zurückkehren, den Geländewagen in der Tiefgarage sicher abgestellt haben, werden sie dann vielleicht erst einmal den Ipod anschließen und laut Milvas “Hurra, wir leben noch!” hören, dabei mit zitternden Händen den Rotwein schwenken. Diesen Abend werden wir alle nicht vergessen.

Wir gratulieren indes Fortuna Düsseldorf zum Aufstieg, vorläufig zumindest – die Entscheidung über einen möglichen Einspruch von Hertha BSC steht noch aus. Außerdem gratulieren wir natürlich der DFL, die durch die Relegation mehr Emotionen und Spannung erzeugen wollte. ”Die Relegationsspiele haben in der Vergangenheit eigentlich immer für große Spannung und Dramatik gesorgt”, erklärte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, in einem Gespräch im Mai 2009 mit bundesliga.de. ”Diesen zusätzlichen Spannungsfaktor wollen wir einfach wieder nutzen, um die Bundesliga und 2. Bundesliga noch interessanter zu machen.”

Das ist gelungen.

Alle Meldungen aus der Rubrik Fußball (bzw. Bürgerkrieg).

149 Kommentare »

  • Relegation « PRSLM! said:

    [...] Mittlerweile hat die publikative auch was geschrieben, wie so oft kann ich das nur unterschreiben: Hätte man das Bild bei der [...]

  • 23 said:

    German Angst. Die Tonwahl würde Beckmann und Co. gut stehen bei anderen Weltpolitischen Themen (Syrien etc.), aber weil ein paar Fußballfans zu früh den Rasen betreten haben? Wegen unangemeldetem Feuerwerk? Angst. Überall Angst. Aber nur vor einfachen Menschen, vor -salopp gesagt- Ordnungswidrigkeiten der Masse, aber nicht vor Ausbeutung, Systemgewalt, Unterdrückung. Nun gibts wieder was, bei der im Kreis herum palavert werden kann, etwas was ablenkt von realen Problemen. Und Angst.

  • Felix said:

    Danke für den guten Kommentar!!!

  • human said:

    Da hat sich wirklich die hässliche Fratze der gewaltbereiten und niveaulosen – Fans kann man die ja nichtmal nennen – gezeigt. Das schadet dem Fußball und vor allem den Kindern. Denk’ doch endlich mal jemand an die Kinder! UND DA HAT DOCH TATSÄCHLICH JEMAND EIN STÜCK RASEN RAUSGESCHNITTEN!!!

    Wo kommen wir da bloß hin? Am Ende wird da auch noch Alkohol getrunken und einige Düsseldorfer_innen haben Heute noch ungeschützten Sex…

    Jeil.

  • Neutro said:

    Danke für den (aus meiner Sicht) korrekten Beitrag zum Spiel heute Abend. Ich hatte zwar auch leichte Aggressionen, als ich diesen Idioten gesehen habe, der den Elfmeterpunkt gestohlen hat, aber der Kommentator hat da echt ein Fass aufgemacht… Ich fänd es sehr traurig, wenn Herta mit ihrem Einspruch durchkommen würde, aber der einzige, der da im Studio cool geblieben ist, war zum Glück der Experte, es gibt also Hoffnung, das die anderen Experten ähnlich reagieren. Ich möchte auch mal fragen: Wessen Fans haben denn zuerst für eine Unterbrechung gesorgt, weshalb diese lange Nachspielzeit, in die ja auch dann die noch längere Unterbrechung fiel, gegeben wurde? …. Als ob Herta in den 2 Minuten noch etwas gerissen hätte…

  • Felix said:

    Super Artikel! Ungeachtet deiner sehr richtigen Anmerkungen wäre fairerweise ein Wiederholungsspiel vonnöten.

  • Anonymous said:

    Ich danke euch für diesen wundervollen Bericht!
    DANKE!!!

  • jan said:

    Dfb, dfl und der Innenminister werden diese Ereignisse politisch nutzen und ausschlachten bis nichts mehr geht. Stehplätze werden abgeschafft und Ultras immer mehr aus den Stadien verdrängt werden.

    Und das alles wegen einem Missverständnis? Weil Einige zu früh auf den Platz stürmen und andere es ihnen dann nachmachen?

    Und warum sind Journalisten nicht in der lage zwischen einem harmlosen Missgeschick und zwischen Gewalttaten zu unterscheiden?

    Und warum sind erst in Karlsruhe zu wenig Polizei und Sicherheitskräfte und einen Tag später stellen sich alle Polizisten und Securitys vor den Hertha Block, so dass der Rest des Stadioninnenraumes unbewacht bleibt?

    Politisch gewollte “Eskalation”? . . .

  • Stadtneurotiker said:

    Msn könnte den Text als nicht sonderlich gelungene Glosse betrachten, wenn nicht einiges durcheinander gebracht worden wäre. Das „Feuerwerk“ war keine Tribünengaudi, sondern hatte offensichtlich den Sinn, sich zu feiern und dabei die Mannschaften zu verunsichern. Sonst wären sie wohl nicht so zahlreich aufs Spielfeld gefeuert worden.
    Auch daß sich sich „Fans” beider Mannschaften im Netz verabreden, um das Spiel zu stören, ist so abwegig nicht.
    Danach mit Kind und Kegel das Spielfeld zu stürmen, ist auch unfassbar dumm.

    Die Rolle der beobachtenden und live kommentierenden Journalisten kann man kritisieren. Auch unter dem Gesichtspunkt war der gestrige Abend sicher kein Höhepunkt. Eine Fassungslosigkeit, die sich eben auch in hilflosen Phrasen ausdrücken kann, ist jedoch menschlich. Es wurde schließlich keine Aufzeichnung kommentiert.

    Es ist schlimm, daß in immer mehr Stadien eine sich selbst inszenierende Minderheit, vor Millionenpublikum das Gros der Fans in den Dreck zieht. Die Forderung, daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen, ist populistisch. Aber leider auch nachvollziehbar.
    Sich damit auseinander zu setzen, wäre konstruktiver gewesen, als dieses billige Bashing.

  • Fankultur-Anhänger_in said:

    Sicherlich ist es nicht optimal, wenn abbrennende Bengalos auf das Fußballfeld oder den Spielfeldrand fallen. Und es gibt dabei eine Verletzungsgefahr. Doch gerade das hätte mit einer nahezu unterschriftsreifen Vereinbarung zwischen aktiven Fußballfans und einem Unterhändler des DFB im Sommer vermieden werden können. Doch die DFB-Führung lies die Absprache platzen.

    Diejenigen, die in Fankultur nur Gewalt erkennen wollen (war eigentlich nicht Hertha-Profi Lell der einzige, dem das ansatzweise in der Situation kurz vor Spielende vorgeworfen werden kann?), haben jetzt im Laufe der Saison eine Reaktion erhalten: Die Fans wollen – und werden – sich Pyrotechnik nicht verbieten lassen. Und sie werden hin und wieder ihren Emotionen auch buchstäblich freien Lauf lassen.
    Und das ist auch gut so!

  • Wired said:

    Ein Versuch die Kommentatoren nachzuvollziehen: Das müssen sie ungeplant live auf unbestimmte Zeit eben Zeit füllen – eine Regie existiert nicht merh – und brabbeln drauf los was ihnen gerade so in den Kopf kommt. Das das nichts Kluges war, ist und wohl auch sein wird hat der Kommentar ja treffend erfasst.

  • Gerd W. said:

    Wie sind denn hier alle drauf? Ich kannte diese Seite bisher nicht und war nach einem Moment (nachdem ich irgendwas mit NPD gelesen hatte) der festen Überzeugung, auf einem rechten Hooligan-Blog gelandet zu sein. Aber nein, ich muss feststellen, dass hier – zumindest in einem Punkt das Gegenteil der Fall ist. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln, wie dieses tendenziell gewalttätige Chaos hier verharmlost wird. Das finde ich genauso verfehlt, wie die Panikmache anderer Medien.

  • Ajacied said:

    Ich freue mich wie immer, dass diese Plattform etwas Ruhe und etwas Sachlichkeit in die Debatte bringt. Nur leider werden die Mainstream-Medien dieser Vorlage nicht folgen, sondern wieder die alten Geschichten aller “Alles wird Schlimmer”-Art aufrollen!

    Mir scheint leider, wir leben mittlerweile in einer richtigen Angst-Gesellschaft! Angst vor Fußballfans, Angst vor Demonstranten, Angst vor dem Islam, um nur einige Bsp. zu nennen. Scheinbar rechnet man heute nur noch mit dem Schlimmsten und hinter jeder Ecke lauern Gefahren!

    Meiner Meinung brauchen wir endlich zwei Debatten, in welcher Gesellschaft wollen wir leben? Und eine grundsätzliche Debatte über unsere Medien und deren Struktur!

  • ich said:

    gab es nicht nur bei st.pauli
    gab es auch schon vorher anderswo – nur waren da die kommentatoren auch anders drauf

    https://www.youtube.com/watch?v=_4Fylip7gm8#t=4m40s

  • Horst Müller said:

    Wie es aussieht ist es normal das die Fans nach dem Schlusspfiff das Spielfeld stürmen dürfen. Wenn dem also so ist stellt sich mir die Frage wieso der Ansturm eine Minute zu früh kam. Sicher nur ein Missverständnis.
    Warum Eltern mit ihre Kinder da fröhlich mitfeiern wollen finde ich nicht verwerflich. Man bedenke das bei den Umzügen in der Karnevallzeit jedes Jahr Eltern mit ihren Kindern mitfeiern obwohl Andere nicht immer ganz nüchtern sind.
    Was das Spiel angeht sollte die Hertha Karakter zeigen und seine Niederlage eingestehen. Sie hatten eine ganze Saison Zeit gegen den Abstieg zu kämpfen, aber waren dazu nicht in der Lage. Und für meinen Geschmack haben sie auch gestern nicht erstligareif gespielt.
    PS: Ich finde den Komentar sehr gut und freue mich diese Seite gefunden zu haben, DANKE

  • Fußballfan said:

    Wer hier von einer Verabredung spricht, hat keine Ahnung! Hertha hatte Frust und auch nur deshalb sind die Bengalos auf den Platz geflogen und nicht im Block geblieben. Und Fortuna hat einfach das 2:1 gefeiert, mit etwas Pyro.

  • Icke said:

    Sehr schön! Danke!

  • Ich said:

    04.06.94 VfL Bochum – FC Homburg 1:4
    letzter Spieltag in der 2. Bundesliga. Bochum bereits vor dem Spiel sicher aufgestiegen und in der 88. Minute wird ein Pfiff des Schiedsrichters fehl interpretiert und das Spielfeld wird vorzeitig gestürmt. Kurze Durchsage vom Stadionsprecher und es wurde mit tausenden an den Seitenlinien weiter gespielt…

  • Silla said:

    die sogennanten ultras sind auch eine hirnlose masse vor denen man sich in sicherheit bringen sollte. als ich beim pokalfinale der frauen in köln war, wurde mir unzählige male von köln fans prügel angedroht nur weil ich bayern fan bin :D meiner meinung nach hirnlose vollidioten

  • Loretta said:

    Gerd W. „wie dieses tendenziell gewalttätige Chaos hier verharmlost wird“. Was genau war denn gewalttätig? Wieviele haben Düsseldorfer und Berliner haben sich denn beim Platzsturm auf die Mappe gehauen? Die einzige “Gewalt” die erkennen konnte war die gegen Sachen, genauer gesagt den Rasen. Und davor “Angst” zu haben, um das gesehene “erstmal verdauen” zu müssen, diese Panikmache wird hier kritisiert. Nichts anderes.

    Was ganz klar große Scheiße war, sind die auf den Platz geworfenen Bengalos der Herthaner. Das widerspricht auch allen selbst auferlegten Regeln der Fankurven. Zu diesen Grundsätzen finden Sie auf der Seite pyrotechnik-legalisieren.de weitere Informationen.

    PS: Gerd, dieser Blog hier ist aus dem NPD-Blog hervorgegangen, der kritisch die Machenschaften dieser extremistischen Partei beobachtet hat. Ist in der Tat etwas “überraschend”. Heut beschäftigt er sich mit einer Vielzahl weiteren Themen der Menschenfeindlichkeit. Siehe http://www.publikative.org/2011/10/09/npd-blog-info-wird-eingestellt/ , da wird das alles etwas erläutert. Willkommen unter uns Lesern und Kommentatoren.

  • Chris said:

    Leider auch nicht besser als die “Bürgerkriegs”-Szenarien, welche durch den Blätterwald geistern. ggf eine “gute Antwort” darauf, aber leider auch zu unkritisch mit dem “werfen” von Bengalen bzw. Fackeln. Das war, genauso wie das anzünden in der Masse, grob fahrlässig, wenn nicht sogar eine bewusste Körperverletzung andere in Kauf genommen. Aber hauptsache man kann zündeln…

  • Markus said:

    Wer hat den Fans eigentlich jemals das Recht zugesprochen, das Spielfeld zu stürmen? Vermutlich sie selbst…

  • Mark said:

    @Silla, waren das denn Ultras oder eher Menschen die Sie für Ultras halten. Mit Verlaub, “hirnlose Masse” sind Ultras nicht. Es ist bedenklich bestimmte Gruppen zu brandmarken, nur weil die Begrifflichkeiten zum Teil nicht bekannt sind.

  • HH said:

    Gehirnamputiert = Fußballfans passt doch?

  • fgtim said:

    Sehr sehr schlechter Artikel!

    Recht hat der Autor mit den Aussagen bzgl Absprachen und mit der Dramatisierung MANCHER Szenen gestern.

    Kinder mit auf den Rasen nehmen ist einfach nur dämlich.
    Die Pyros sind es ebenfalls.
    Das Rasen ausschneiden auch.

    Und da lasse ich jetzt mal die rechtlichen Tatbestände (Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung) außen vor. Scheinbar setzen viele solche Ereignisse aber auch mit rechtsfreien Räumen gleich.

    Traurig, dass immer erst was passieren muss. Auf die Love Parade ist auch keiner gegangen, um eine Panik auszulösen. Woran lag es? An einer Massenpanik ausgelöst durch schlechte Organisation und Sicherheitsvorkehrungen.
    Hier werden die Vorkehrungen mit Füßen getreten. Wer will so eine Masse denn aufhalten?
    Warum ist es zuviel verlangt, sich auf der Tribüne zu freuen?

    Fragen die sich jeder Platzstürmer erstmal stellen sollte, bevor er solche Dinge ins Lächerliche zieht.
    Wenn was passiert, will es halt keiner gewesen sein. Man war ja “nur” dort um sich zu freuen.
    Die Pyros waren natürlich auch nur da, weil’s gut aussieht und um sich zu freuen.

  • Amin Negm-Awad said:

    Ich erinnere mich noch, wie Bengalos bei internationalen Spielern früher von den Reportern als “tolle Stimmung” und “südländische Begeisterungsfähigkeit” kommentiert worden.

    Aber in einer Disney-Liga für Konzernvereine und Privatinvestoren hat das natürlich nichts zu suchen.

  • Markus said:

    @fgtim
    Bravo!
    Dem bleibt nichts hinzuzufügen!

  • Rano said:

    Ich bin echt erstaunt, dass bei uns das Jugendamt noch nicht auf der Matte steht, weil ich meine Kinder mit ins Stadion nehme.

  • Beobachter said:

    Ich bin definitiv kein Hertha-Fan – aber ich wünsche der Fortuna als Strafe zwei bis drei Geisterspiele in der nächsten Saison. Am besten in den Spielen gegen den BVB oder gegen die Bayern.

    Auf so einen Verein kann die Bundesliga getrost verzichten.

  • Alexander | Clubfans United said:

    Guter Artikel! Nur die Sache mit den Kindern verkennt der Autor meiner Ansicht nach – denn da ging es nicht um die Pyro und so weiter, da geht es schlicht auch darum: Wer mit seinem Kind bei einem Platzsturm (und sei es aus Jubel) mitmacht, der setzt es Gefahren aus, die nicht allzu viel Verantwortungsbewusstsein zeigen.

    Für mich ist auch der Bengalo-Regen und der (dämliche) Platzsturm zu unterscheiden. Ersteres war für mich die eigentliche “Eskalation”, letzteres ja eher nahe der Selbstschädigung. Euphorisierte Fans vor dem Aufstieg machen einem ja nicht zwingend Angst (wenngleich es trotzdem eine Gefahrensituation aufgrund der Masse gibt). Von Lebensgefahr – wie man vom Hertha-Anwalt hört – kann man da aber nicht sprechen. Aber in Berlin sahen die Platzstürme ja auch anders aus…

  • nobelll said:

    Der Protest kommt mit Sicherheit NUR von den Hertha Funktionären (da es ja auch um Millionenbeträge geht) ! Die Spieler / Trainer sehen die Sache rein sportlich als erledigt !
    Zum Thema Beckmann ist hier ALLES gesagt ;)

  • opitz said:

    das spiel wird als abgebrochen gewertet.nur auf druck der polizei sind die hertha spieler wieder raus mit einem torschussverbot.
    im schiedsrichterprotokoll wurde diese die lebengefahr und todesangst festgehalten.andere abbrüche wurden 2:0 für die gäste gewertet damit ist hertha oben

  • DerScheich said:

    Zitat:
    “Außerdem gratulieren wir natürlich der DFL, die durch die Relegation mehr Emotionen und Spannung erzeugen wollte. ”Die Relegationsspiele haben in der Vergangenheit eigentlich immer für große Spannung und Dramatik gesorgt”, erklärte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, in einem Gespräch im Mai 2009 mit bundesliga.de. ”Diesen zusätzlichen Spannungsfaktor wollen wir einfach wieder nutzen, um die Bundesliga und 2. Bundesliga noch interessanter zu machen.”

    Was passiert wenn eine Mannschaft direkt absteigt haben wir doch am Beispiel Köln gesehen – das gleiche Spiel nur in einem anderen Maße. Dort kam es auch ganz ohne Relegation zu unschönen Szenen. Der Sarkasmus dieser letzten Passage als stumpfe Kritik an der DFL – die bis jetzt noch gar keine Stellung bezogen hat – zeugt doch nur davon, dass der Autor in keiner Weise weniger voreingenommen ist, als er es den Kommentatoren Scholl und Beckmann unterstellt.

    Allerdings ist festzuhalten, dass die Berichterstattung deftig ausfallen wird und die Vorkommnisse teilweise (!) überdramatisiert werden, es handelte sich ja offensichtlich um keine mutwillige Stürmung zur Unterbrechung eines Spiels, oder gar einen Angriff auf Spieler – jedoch hätte dies durch ein mögliches Tor der Hertha in der Nachspielzeit umschlagen können. Eine Stürmung ist immer ein unkalkulierbarer Risikofaktor sowohl für die Spieler als auch den Stürmenden selbst.

    Die Argumentation von Hellmut Krug gestern als Experte des ZDF war, dass ein Spiel NUR vom Unparteiischen selbst abgepfiffen, bzw. abgebrochen werden kann. Mir stellt sich da die Frage ob Wolfgang Stark gestern das Geschehen vollkommen überblicken und einschätzen konnte, oder ob das erneute Erscheinen der Mannschaft der Hertha nur noch als Mittel zur Deeskalation diente – ein faires Ende für die Mannschaft war es jedenfalls nicht und sie wurde um eine Möglichkeit gebracht (die Mannschaft! – die Fehltritte der eigenen Fans lasse ich dabei bewusst außen vor).

  • Thomas said:

    Was für einen gequirlten Mist schreibt ihr da? Vielleicht wäre rechechieren mal angebracht, bevor ich Scholls Aussagen ins Lächerliche ziehe oder? Mal nen Szene-Beauftragten fragen, mal nen Fan-Bauftragten. Aber das würde ja Arbeit machen und den Mist hier sogar entkräften.

    Und: Ich nehme meinen Sohn auch mit ins Stadion. Aber mit ihm über Zäune klttern und ihm einer gewissen Gefahr aussetzen, das würde ich nicht. Letztenendes muss das aber jedes Elternteil für sich entscheiden, wie es feiert und wie “stark” es sich gegenüber seinem Kind präsentiert

  • Pierre Littbarski said:

    Ich war beim Spiel 1. FC Köln – 1. FC Kaiserslautern im Stadion, bin mit einem Kumpel ohne Ticket ins Stadion gekommen, einfach über einen Zaun geklettert – heutzutage undenkbar. Ich kann mich noch sehr gut an diese Szenen kurz vor Spielende erinnern. Das hatte nichts zu tun mit dem, was gestern in Düsseldorf passiert ist. Damals in Köln blieb es trotz der Menschenmassen ruhig und friedlich, von “gewaltbereiten Fans” keine Spur.

  • Termine, Lesetipps, Sommerpause und EM | Übersteiger-Blog said:

    [...] Publikative.org: “Hurra, wir leben noch!” – Chemieblogger: “Müssen wir jetzt ganz neu über [...]

  • MademoiselleMayham said:

    *weismachen.

  • Stefan said:

    Oh man, als wenn nicht alle wüssten, was für Hohlbirnen Beckmann und Scholl sind. Bartels dagegen hat doch einfach nur allen Zuschauern aus der Seele gesprochen.
    Bitte hinterfragt euch alle mal, ob ihr als Väter/Mütter euch mit eurem Kind schon vor Schlusspfiff am Spielfeldrand postieren würdet, um dann bei dem vermeintlichen Schlusspfiff auf den Platz zu rennen. Muss das sein? Wenn ihr einigermaßen realitätsnah wärt und hier nicht Partei für Volldeppen ergreifen würdet, dann liegt die Antwort – auch wenn es euch nicht passt – auf der Hand: In der Tat, damit gefährdet man Kinder. Wer das nicht wahrhaben will, der hat auch kein Problem, mit dem Nachwuchs auf dem Rücksitz auf der Autobahn mit 180 auf der linken Spur zu fahren. Auch das ist unnötig. Gefährdet euch selber, aber nicht Kinder. Das ist ein nur ein Aspekt, an dem ich mich gerade unnötig lange hochziehe…

    Der Text benennt viele richtige Aspekte, aber er schießt über’s Ziel hinaus (wie viele Kommentare von den ZDF-”Experten” auch). Eine Verteidigung mit der Begründung “Altbier und Fußball” ist ja mal sowas von daneben. Wenn das der Fall ist, bin ich leider, leider, leider dafür, den Bierausschank in Stadien zu verbieten – und wenn man schonmal dabei ist, den Fußball am besten auch, oder was?

    Was an dem Abend im Fernsehen geredet worden ist, war zum Teil gerechtfertigt, zum Teil Müll. Aber ich appelliere an euren Verstand, dass ihr einseht, dass es nicht geht, dass man sich vor dem Schlusspfiff um das Spielfeld versammelt (gerade vor dem Hintergrund des Spielstands).
    Und bitte noch einmal den 11Freunde-Artikel gründlich lesen, die Kernaussage ist leider falsch wiedergegeben worden. Die Begründung des Platzsturms mit “Massenpsychologie” wurde bereits dort genannt. Von fehlender (!!!) Schwarmintelligenz ist da nicht die Rede…

  • Timo Weber said:

    Was wäre denn passiert, wenn Hertha in der letzten Minute noch das 3:2 geschossen hätten, wäre es dann auch noch ruhig geblieben, mal drüber nachgedacht?

  • FCSP1910 said:

    Der beste Kommentar, den ich bisher zu dem Spiel gelesen habe! Bravo!

  • mekong said:

    @fgtim: Stimme Dir in allen Punkten zu und kann die gewollte Verharmlosung im Artikel hier nicht teilen. Finde es ohnehin schon bedenklich, welche Kosten die Steuerzahler für die Polizeiaufgebote übernehmen müssen, damit überhaupt Fußballspiele stattfinden können. (habe gerade bei der BZ gelesen, was auf der Rückfahrt der Fans nach Berlin noch alles zu tun war). Was haben die Typen, ob vor, während oder nach dem Spiel überhaupt auf dem Rasen verloren? Während man da ja noch von einer spontanen Kurzschlussreaktion sprechen kann (nicht bei Eltern mit Kindern!), hört es bei den Feuerwerkskörpern komplett auf. Das muss man langfristig, bewußt und vorsätzlich vorbereiten. Da ist m.E. eine Gefängisstrafe ohne Bewährung zur Abschreckung durchaus angemessen.

    Aber es wird offensichtlich nicht richtig durchgegriffen, weil es um Millionenbeträge geht. Wie üblich. Und da wird mal wieder alles instrumentalisiert – auch von den Medien. Hat übrigens jemand die sehr aufwändig recherchierte Doku auf Arte über Sportwettenwetten gesehen? Wie da Millionen aus Asien selbst auf Drittliga-Spiele gewettet werden und entsprechend manipuliert wird? Mit Sport hat das alles nichts mehr zu tun.

  • Carsten said:

    Ich sehe es ähnlich, dass die mediale Hysterie vollkommen übertrieben ist. Was leider etwas untergeht, ist die Möglichkeit, dass mal auf Fanebene diskutiert werden muss, was eigentlich Fackelwürfe auf das Spielfeld und Platzstürme bei Abstieg sollen. Im Zweifelsfall liefert genau dieser Unsinn den Medien die Bilder, mit denen dann gegen die Fans argumentiert wird.
    Die Ironie des Relegationsspiels Düsseldorf – Hertha ist übrigens auch, dass jetzt Karlsruhe – Regensburg, wo es nach Presseangaben über 70 Verletzte gab und wo es richtig “krachte” komplett ignoriert wird.

  • Mr.Spock said:

    Da mein Sohn seit einiger Zeit Hertha Anhänger ist( “selber Schuld “/ iron.), habe ich mir das gestrige Spiel als Nichtfußballfachmann
    angesehen.
    Danach stellen sich für mich einige Fragen:
    Warum muß eigentlich nach einer langen Meisterschaft noch eine Relegation gespielt werden? Logisch wäre: die 3 letzen der einen Liga steigen ab und die 3 ersten der unteren Liga steigen auf.
    Oder geht’s da doch nur um so banale Sachen wie Geld ( Einschaltquoten/Werbeeinnahmen/Belegung bester Sendezeit…)
    Soll diese moderne Art von “Brot und Spiele” mit den überbezahlten “Gladiatoren” als Hauptakteure nicht nur ablenken und beruhigen.
    Sind die “Hirnlosen” vielleicht gar nicht so dumm und was wäre ihre Absicht.
    Ist das sog. mediale Interesse nicht erst so richtig groß wenn’s “richtig kracht”?
    Die Medien machen letzlich auch nur das, wofür sie bezahlt werden.

    Es lebe der Sport.
    http://www.youtube.com/watch?v=NL4kYqAiukg

  • echo-alpha said:

    Das Argument, der versehntlich zu frühe Sturm der Fortuna-Fans sei ja ausschließlich friedlich und voller Feier-Freude gewesen, ist scheinheilig, weil diese Einschätzung nur gilt, weil alle Fans dachten, Fortuna wäre aufgestiegen. Wie hätte sich bitte diese unkontrolllierbare Masse verhalten, wenn Hertha ein Elfmeter zugesprochen worden wäre. Wäre ein solcher Elfmeter überhaupt gepfiffen oder dann verwandelt worden angesichts tausend(er) Fans an den Seiten- und Torauslinien. Der Schütze hätte sich doch erstens überlegen müssen: wo schieß ich hin und zweitens, wohin flüchte ich anschließend. ImO ist das Spiel nicht regulär zu Ende geführt worden. Hertha und Fortuna sind mir recht egal, bin allerdings Fußball-Fan.Danke.

  • Tommy said:

    Wirklich beenden konnten die Berliner Spieler das Spiel aber nicht mehr. Man musste in den letzten 2 Minuten immer im Auge behalten, dass man sich bei Schlußpfiff schnell in die Kabine rettet … regüläre Bedingungen waren das nicht … Ich weis auch nicht was die Zuschauer ständig auf dem Platz zu feiern sollen. Damit treiben sie nur ihre eigene Mannschaft vom Feld. Lasst die Spieler auf dem Feld feiern, mit einer vernünftigen Ehrenrunde. Da haben alle etwas von …

    Mal schaun was die DFL jetzt draus macht. Ich denke es wird keine Änderungen am Spielstand geben, aber hoffentlich mehr als nur ein paar Euro Geldstrafe …

  • Anonymous said:

    [...] [...]

  • Markus said:

    Also so einen Schwachsinn zu den Spiel von gestern hab ich nicht nicht gelesen! Der Autor sollte sich mal ernsthaft Gedanken darüber machen, was er da so von sich gibt!
    Idioten, die nichts von Verantwortung verstehen…

  • FH said:

    Ich bin fassungslos. Hier wird relativiert und verharmlost, dass alles zu spät ist. Es ist völlig unerheblich, dass es keine Ausschreitungen auf dem Platz gab, dass die Fans “nur feiern wollten”. Es geht auch nicht darum, alle Fans kollektiv und verallgemeindernd als gewaltbereit und böse hinzustellen. Es geht darum, dass die Situation brandgefährlich war.

    Ich selbst war auf der unsäglichen Loveparade in Duisburg und hatte das Glück, ca. 15 Min vor Beginn der Massenpanik schon durch den besagten Tunnel durchgewesen zu sein. Bei den unkontrolliert aufs Feld stürmenden Massen gestern ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen, ich hatte sofort die Situation in Duisburg vor meinem inneren Auge (auch dort waren keine gewaltbereite Raver oder Hools der Auslöser, nur mal so). Was wäre denn, hätte irgendeiner ausversehen was abbekommen? Was wäre denn, hätte derjenige das als Angriff aufgefasst? Was wäre denn, hätte eins der Kinder auf dem Platz Bengalos abbekommen? Was wäre denn, hätte Berlin noch ein Tor geschossen? Was wäre denn, hätte sich eine dieser durchaus potentiell möglichen Situationen aufgeschaukelt? Was dann passiert wäre – das kann keiner sagen, kontrollierbar wäre das nicht mehr gewesen und im schlimmsten aller Fälle kommt es dann eben zu Katastrophen wie in Duisburg. Es geht mir nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen oder die Gefahrensituation ansich zu überhöhen. Es geht mir lediglich darum, darauf hinzuweisen, dass dort gestern so einiges hätte schief gehen können und zwar im ganz großen Stil. DAS ist das Problem. DAS darf nicht verharmlost werden. Hier müssen Vorkehrungen getroffen werden. Es kann, es darf nicht sein, dass eine solch große Menge an Menschen in dieser Form auf den Platz stürmt. Scheißegal, ob die feiern, beten oder randalieren wollen.

    Ich kann verstehen, dass die Berliner Spieler von “Todesangst” sprechen. Wer einmal ausversehen/unbewusst und zufällig in einem “Circle of Death” gelandet ist, weiß wovon hier gesprochen wird. Denjenigen möchte ich sehen, der keine Angst bekommt, wenn auf einmal hunderte, wenn nicht sogar tausende Menschen von allen Seiten auf einen zustürmen.

    Ich bin immer noch fassungslos.

  • Mal zwei Links « Teirah said:

    [...] einmal hat der famose Blog publikative einen Kommentar zur Panikmache nach dem Relegationsspiel von [...]

  • Christoph said:

    Guter Artikel.
    Einen kleinen, aber feinen Einwand zu “Allerdings handelte es sich mitnichten um einen Lynchmob, der Spieler und deren Kinder mit Hilfe von Pyrotechnik verbrennen, sondern um Fans, die den Aufstieg ihres Teams feiern wollten” habe ich aber doch.
    Diese Fans standen schon Minuten vorher zu Hunderten im Innenraum.
    Als Hertha-Spieler siehst du das.
    Und sicher fragst du dich, was passiert, wenn Hertha jetzt ein Tor schießt.
    Dann ist Fortuna nämlich abgestiegen und auch wenn Sportchef Wolf Werner jeglichen Gewalt-Willen der Platzstürmer abstreitet, so gilt dies doch nur für den Fall, dass der Aufstieg auch stattfindet.
    Fällt das Tor, kann ich mir schon vorstellen, dass sich einiger Frust auf dem Platz entladen hätte.
    Und selbst wenn nicht. Die Tatsache, dass diese Option durch die vielen Heimfans im Innenraum theoretisch besteht, ändert meiner Meinung nach die sportliche Situation für die Hertha schon maßgeblich.
    Wenn die Hertha so argumentiert, dass sie sich nicht in der Lage sahen, das Tor zu schießen aus Angst vor den Konsequenzen, halte ich das für sehr valide und könnte mir vorstellen, dass die DFL dem folgt.

  • Anonymous said:

    Manchester City benötigte 2 Minuten der Nachspielzeit um ein 1:2 zu drehen, 3:2 zu gewinnen und Meister zu werden – unterschätzt nicht die Möglichkeit, die es noch gegeben hätte, wenn Hertha nicht durch die Unterbrechung total aus dem Konzept gebracht wurde. Es fehlte immerhin ein Tor..

  • Presseportal der unwahren Fans meldet » Magischer FC said:

    [...] Inhaltlich zu gestern Publikative und der [...]

  • Publikative.org (author) said:

    Liebe Leute,
    danke für die zahlreichen Kommentare.

    Eine Anmerkung zu einigen Kommentaren: Ein Wiederholungsspiel ist sicherlich im Bereich des Möglichen und ließe sich mit den Umständen der letzten Minuten rechtfertigen.

    Dennoch handelte es sich gestern um keinen Bürgerkrieg, wie es jetzt in den großen Medien dargestellt wird. Die Tatsache, dass ein Fußballspiel möglicherweise wiederholt wird, vor allem wenn offenbar niemand verletzt wurde, taugt normalerweise nicht zum Aufmacher bei zahlreichen großen Nachrichtenportalen, oder?

    Gruß
    Patrick Gensing

  • derjenige said:

    Beim Überfliegen der Kommentare und Lesen des Artikels ist mir eines aufgefallen: Ihr seid euch anscheinend alle nicht bewusst, dass abfackeln von Feuerwerk in Stadien sowie auch der Klau des Stadionrasens, die Zerstörung eines Tores etc. Straftaten sind. Im Zweifel außerdem Straftaten die dem eigenen Verein schaden. Zudem ist es für mich als nicht Fußballbegeistertem Steuerzahler, dass Woche für Woche Herrscharen an Polizisten ausrücken müssen um die (zugegeben) wenigen Hooligans in Schach zu halten.
    Es gibt natürlich vernünftige, ganz normale Fans. Diese sind in der überwältigenden Mehrheit. Aber es gibt eben auch Hooligans, die den Anderen die Freude am Sport Fußball kaputt machen und nebenbei noch ihren eigenen Vereinen schaden. Und ja, diese Menschen sind für mich Idioten. Da geht es auch nicht mehr um Fußball, sondern darum Krawall zu machen. Fußball ist dann nurnoch der indirekte Anlass.
    In einem Punkt gebe ich dem Artikelautoren gerne recht: Fußballkommentatoren, respektive so genannte “Fußballexperten” geben den größten Senf von sich. Ich verachte diese Berufsgruppe zutiefst.

    Vielen Dank fürs Lesen.

  • Anonymous said:

    Grossartiger, sehr sachlicher Bericht – allerbeste Grüsse und vielen Dank!

  • Nordmann said:

    was hier zum teil für ein gequirlter quark kommentiert wird ist schlicht und ergreifend nicht zu fassen ….. pyrotechnik ist kein verbrechen und platzstürme gibt es schon so viele jahre.hier die frage zu stellen wer das erlaubt habe ist ein witz !!
    ihr solltet euch mal um wichtige dinge kümmern und fussball fussball sein lassen.ich wünsche mir die goldenen 80er zurück.

  • Nordmann said:

    und wenn man nicht den unterschied zwischen Ultras,welche ständig ausflippen,und hooligans welche ihre sache fernab von stadion und öffentlichkeit austragen kennen , sollte man sich jeglichen dummen kommentar über hooligans sparen. *mal anmerk

  • Ole said:

    Danke für den Artikel. Die Hysterie und der Ordnungswahn einiger medialer Erzeugnisse scheint die erhofften Früchte zu tragen, wie man an einigen Kommentaren hier und im Fortuna-Forum sehen kann.

    Da rennen einige Leute zu früh auf’s Feld weil sie glaubten das Spiel sei zu Ende und daraus wird dann ein Bürgerkrieg der Unterschicht gemacht. Springer fordert sogleich den Ausschluss von Fortuna aus der 1.Liga, der digitale Mob möchte diesen “Leuten die Beine brechen” (Zitat Fortuna-Forum) usw…

    Der hässliche deutsche Untertan wird sich wohl nie ändern.

  • Ick hab doch nur ´nen Feuerchen gemacht … | SITZ[BLOG]ADE – Unterwegs in Sachen Fussball said:

    [...] vielleicht noch dieser Bericht hier: http://www.publikative.org/2012/05/16/hurra-wir-leben-noch/ Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. [...]

  • Hinez said:

    Na und? Hat einer von euch schon mal Fußball gespielt?? Durchgespielt? 90 Minuten lang? Und hat einer schonmal versucht 95 Minuten zu spielen, 20 Minuten Pause zu machen und dann nochmal nen Sprint anzusetzen? Nee?? Dann versucht es doch einfach mal!

  • ERwin said:

    Vielen Vielen Dank für diesen tollen Artikel.
    Nachdem ich gestern im Stadion war und frohen Mutes (nach der Feier)nach Hause gefahren, wurde ich mit Empörungs-Mails und SMS überschüttet. Ebenso ist mir der Unmut heute bei der Arbeit entgegengeprasselt…
    An alle Möchtegern-Kritiker und Trittbrettfahrer dieser Sensations-Presse gebe ich einfach nur noch diesen Link weiter. Der spricht mir zu 100% aus der Seele. DANKE!!!
    Achso, da war doch noch was…
    http://www.youtube.com/watch?v=-IuozX6E5fE

  • President said:

    Sehr guter, sachlicher Artikel, den viele “Facebook-Hooligans” schon gestern hätten lesen müssen, bevor in “Schwarmdummheit” emotionaler Bullshit gepostet wird.

  • - 5 Freunde im Abseits said:

    [...] mit dem völlig frei drehenden Tom Bartels nahm. Zur Rolle der Presse empfehle ich übrigens diesen großartigen Artikel von publikative.org, der alles wunderschön auf den Punkt [...]

  • Tim said:

    Eine interessante Sichtweise, die aber die Tiefe des ganzen Problems, das hinter dem Verhalten dieser Fans steht, überhaupt nicht beleuchtet.

    Mir ist in diesem Artikel zu harmlos dargestellt, was gestern Abend passierte. Diese Störung reiht sich ein in viele weitere in anderen Stadien und wer das Verhalten und solche Ereignisse als “Party” abtut, sie verharmlosen will oder eine Empörung darüber nicht verstehen kann, der sollte sich einfach mal fragen, was die andere Seite wohl so aufwühlt???

    Gewöhnen wir uns an Randale, an “Feuerwerfer”, an Störer, die ein entscheidendes Fussballspiel an den Rand des Abbruchs bringen??? Ist das der SPORT des Jahres 2012??? Wenn das “Normalität” sein soll, schalte ich beim nächsten Mal einfach nicht mehr ein undd amit bin ich ganz sicher nicht der Einzige.

    Gibt es auf das gestrige Spiel keine Konsequenzen, schadet sich der Fussball, schadet sich der Verband selbst, denn nicht nur Zuschauer im Stadion finanzieren diesen Sport, sondern auch die Zuschauer zuhause vor den Fernsehern und wenn diese nicht mehr bereit sind, sich Spielstörungen gefallen zu lassen, sinkt die Quote. Und damit auch die Einnahmen der DFL.

    Gut so! :-P

    Aber es war ja gestern alles gar nicht so schlimm und Bengalische Feuer sind doch Freudenfeuer, egal ob sie jemanden treffen oder nicht! War ja alles leer!

    Mann mann, ich kann solche Einstellungen nicht nachvollziehen, sorry.

  • Donnerkalb said:

    “Wer gibt Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl eigentlich das Recht, anhand des ihnen zur Verfügung stehenden Bildmaterials medial über andere Menschen zu richten? Wer hat eigentlich sanktioniert, dass man Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Rasen einen Aufstieg feiern oder sich ein Stück aus dem Rasen scheiden wollen, mir nichts Dir nichts vor einem Millionenpublikum zu gehirnamputierten, verantwortungslosen Asozialen stempeln darf?”

    Wer mit Kindern an einem Platzsturm (positiv wie gestern oder negativ) Teilnimmt, ist ein Gehrinamputierter verantwortungsloser Asozialer, daran gibts nichts zu rütteln. Insofern find ich es absolut gerechtfertigt, das im TV anzusprechen.

  • Sophia Victoria said:

    Danke für den guten Beitrag.

    Beckmann und Scholl sollten sich lieber sowas hier anschauen – da kann einem Angst und Bange werden und ohne Einschränkung von einer “hässlichen Fratze” geredet werden:

    http://www.youtube.com/watch?v=0oVKKBXfLgA&feature=related

  • Anonymous said:

    aso, schon klar. zwei videos von vor 20 jahre und ein wenig aufgeliste des fernsehschwachsinn und schon rechtfertigt man das fehlende sicherheitskonzept der fortuna…?!
    düsseldorf kann glücklich sein wenn das spiel nicht wiederholt wird, grund genug gibt es-und das ist eine rein rationale begründung!

  • stephan said:

    Kann es mal sein, daß die in der Alt-BRD einfach zu blöde sind, Fußballspiele zu organisieren?
    Das Theater Dynamo-Borussia, wo man nicht in der Lage war, Gästefans und Einheimische in verschiedenen Blöcken unterzubringen. Dann das Theater in Köln, in Karlsruhe, vor kurzem beim FSV frankfurt und jetzt in Düsseldorf. Wozu rennen da gefühlte hunderte Ordner und Bullen rum, wenn die es nicht schaffen, ein normales Publikum (war ja ganz gut zu sehen, daß da keine Hools gestürmt haben) am Betreten des Platzes zu hindern. Hätten die Ordner ordentliche Ketten gebildet und sich an den Armen untergehakt, wär das Publikum doch gar nicht auf die Idee gekommen, auf den Rasen zu rennen. Alles Versager bei den großen Klubs.
    Im übrigen: Als Fußballer hätte ich mich geweigert, nach dem Theater noch anderthalb Minuten weiterzuspielen, zumal ja schon Löcher im Rasen waren. Korrekte Entscheidung wäre: Fortuna zu blöd für Sicherheit zu sorgen, darum kein Aufstieg. Hertha die Relegation verpatzt, darum Abstieg. Spielt eben die erste nächste Saison mit einer Mannschaft weniger und die zweite Liga mit einer Mannschaft mehr.

  • Marion said:

    Ich war gestern auch im Stadion und muss sagen, ich hatte zu keiner Zeit Angst,außer als die Fans zum “falschen” Abpfiff aufs Spielfeld rannten,aber nicht weil was passieren könnte,(Wer die Fotos von gestern genau betrachtet , sieht das die Fortuna-Fans zu keinem Zeitpunkt in die Hertha-Ecke gerannt sind!!!)Die Hertha-Fans wurden gestern nicht beschützt sondern bewacht!! Ich hatte Angst,dass das Spiel abgepfiffen wird und nicht weil es zu Ausschreitungen kommt. Die Fortuna-Fans wollten nur ihren vermeintlichen Sieg feiern, mehr nicht.Die Fortunen hielten ihre Bengalos in den Händen, die Herthas schmissen sie auf das Spielfeld und in die Zuschauermenge!
    Wer da mehr gewaltbereit war, steht meiner Meinung nach nicht zur Debatte!
    Den Rest entscheidet die DFL und nicht wir!!! Und das ist gut so!

  • STRIGGA said:

    Dieser Artikel hält der Medienlandschaft in Deutschland auf wunderbare Art und Weise den Spiegel vor. Das wirklich Paradoxe ist doch: Es wird mit Geldern der Leute, die als gehirnlose Masse abgestempelt wird, Fernsehen produziert, in dem eben jene beleidigt werden. Im Fachjargon nennt sich das dann GEZ.

    Vielen Dank für diese Worte!

  • esmeraldina said:

    Es gibt Leute die reden einfach zu viel und haben keine Ahnung von Fußball.
    Das die Fans so reagiert haben. Nur rein aus Freude und nicht weil die was kaputt machen wollten. Die Eltern die Kinder zum Stadion mitnehmen finde ich toll.. Wo wären dann die Fußballfans von morgen bitte schön….

  • Tom said:

    Da ich vor Ort war, hab ich die TV-Kommentare natürlich nicht mitbekommen, der Kommentar scheint mir aber ob meiner Eindrücke angemessen. Was allerdings in der Tat beunruhigend wirkte, war das Feuerwerk, das in Spieler-/Zuschauernähe landete. Das ist auch so vom Publikum aufgenommen worden. Der “Platzsturm” wirkte allerdings durchweg friedlich/fröhlich. Bis auf die paar Nasen, die vor vier, fünf Polizisten-Ketten die Hertha-Fans provozierten. Und, ohne irgendjemanden verteidigen zu wollen: die Leute strömten von fast überall auf den Rasen nur nicht (oder zuumindest kaum) aus dem Ultra-Blog.

  • Carsten said:

    Ok Fortuna hat gewonnen und alles lief friedlich.
    Und wenn Hertha jetzt das 3:2 gemacht hätte? Die Ordner standen alle vorm Hertha Block, der Weg zum Platz war offensichtlich frei und die Vollidioten hatten freie Bahn. Was wäre dann passiert? Freudentänze? NEIN! Eine Jagd auf die Herthaspieler und nichts anderes. Und Idioten die Feuerwerkskörper auf die eigenen Fans schmeissen (hier die Fortuna Fans) braucht niemand zu verteidigen.
    Das Stadion und die Sicherheitskräfte waren gestern dem Anlass nicht gewachsen. Mit den Sicherheitsvorkehrungen hätte Fortuna letztes Jahr Probleme bekommen eine Lizenz für die NRW-Liga zu erhalten und ich sehe keine, absolut keine Chance wie in dem Stadion unter den derzeitigen Vorraussetzungen Bundesligafußball gespielt werden soll.
    Die richtige Reaktion von Seiten des DFB wäre ein Zwangsabstieg für Fortuna vor der Saison und dann eine 17er Bundesliga und eine 19er zweite Liga. Sollte sich das Problem in Düsseldorf oder zum Beispiel auch in Köln nicht lösen lassen, dann können diese Vereine in den Stadien halt keine Bundesligaspiele mit Zuschauern mehr veranstalten. Auch Dortmund sollt mindestens einen Verweis für den letzten Spieltag bekommen, da dort tausende von Fans ohne Karten kurz vor Schluss noch in das Stadion gelassen wurden. Als hätte es die Katastrophe von Sheffield nie gegeben.

  • Anonymous said:

    zum Abschnitt “Vor Ethik wird gewarnt” (Das ist eine Verdrehung der Tatsachen:)
    …Wer gibt Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl eigentlich das Recht, anhand des ihnen zur Verfügung stehenden Bildmaterials medial über andere Menschen zu richten? Wer hat eigentlich sanktioniert, dass man Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Rasen einen Aufstieg feiern oder sich ein Stück aus dem Rasen scheiden wollen, mir nichts Dir nichts vor einem Millionenpublikum zu gehirnamputierten, verantwortungslosen Asozialen stempeln darf?…

    Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl haben genau das ausgesprochen, was ich gedacht habe.Das hat nichts mit “über andere richten” zu tun, wenn man feststellt und ausspricht, dass es einfach verantwortungslos ist, wenn man nach einem solchen Spielverlauf mit seinen kindern auf das spielfeld geht, wenn alles brennt, es detoniert und alle volllkommen unkontrolliert das spielfeld stürmen! ich dachte auch nur, als ich das sah: Wie dumm muss man sein!das hat nichts mit Abstempeln sondern mit der Einschätzung eines gesunden Menschenverstandes zu tun! Außerdem hatte Beckmann auch angemerkt, dass natürlich nicht alle Fans, sondern nur ein bruchteil derer für die Krawalle, Auschreitungen mit bengaklischen feuerwerken verantwortlich sind und nicht alle Fans.da wurde niemand über einen kamm geschert.

    und hierzu:
    …Wie viel “Grütze” müsse man im Kopf haben, wenn man ein Kind solchen Gefahren aussetze?, zog Scholl vom Leder. Gemeint waren Leute, die mit ihren Kindern auf dem Rasen den historischen Erfolg der Fortuna feierten. Fans gelten hier offenbar als hirnlose Masse, vor der man sich möglichst schnell in Sicherheit bringt…. DEN HISTORISCHEN ERFOLG??? das Spiel war nicht vorbei, zwei mal wurde das spielfeld gestürmt. meines erachtens muss das Spiel ganz klar wiederholt werden!!! Jeder der das spiel neutral betrachtet, muss zu diesem Entschluss gelangen!!! das spiel war nicht vorbei und die Leute haben das Spielfeld gestürmt, ganz klare Sache, ich denke düsseldorf hat keine Chance. Auch die Aussage: es waren zu viele fans, gegen die masse bestand keine Chance etwas zu unternehmen und diese aufzuhalten, ordner seien genügend da gewesen…tut doch nicht zur Sache! es wurde nicht gewöhrleistet, dass das Spiel ordnungsgemäß beendet werden kann. es wurde nicht regulär beendet. da gibts auch eigentlich garnichts weiter zu bereden!Ich habe nichts gegen beide vereine, aber das war ein sowas von unsportliches Ereignis gestern, nicht zu glauben. ich bin für wiederholung!

  • “Hurra, wir leben noch!” « Dem G.W.S. sein Blog… said:

    [...] gleichnamige Artikel, welcher an dieser Stelle zu finden ist, gibt das wieder was leider viel zu wenige in der deutschen Presselandschaft [...]

  • Sibbe said:

    Langweiliges, sicheres Leben (Deutschland) trifft auf Fans mit Feuerwerk und Platz-Betreten: Der Weltuntergang naht!

    Oh Mann, was für Sissies.

    Das ganze hat natürlich Folgen. Sicherheitsbestrebungen, Verfolgungswahn usw. sind besser fürs Business vieler Beteiligter als wenn alle Leute relaxed in sich ruhen würden. Heute kann in Hintertupfingen ein Kind entführt werden und in ganz Deutschland werden Muttis ihre Kinder dann mit dem Auto zur Schule bringen, Sicherheit geht vor! Merkt Ihr was? Kennt jemand den Begriff “Relation”?

  • fan said:

    sehr guter text aber eine sache will ich dann doch los werden

    ich habe mich auch sehr sehr aufgeregt über den zu frühen platzsturm

    aber wie konnte es passieren? wenn man sich genau die bilder anschaut

    und ich war im staion sieht man das alle polizei kräfte sich in die berlin ecke versammelten damit sie nicht den platz stürmen und vergaßen
    dabei ganz die düsseldorfer die ein leichtes spiel hatten den die ordner wenn man sie so sagen darf ( 5 euro job ohne auflagen) wußten garnicht was ihnen da passiert

    bleibt zu sagen das es nur so passieren konnte und nicht weil es mit gewalt und krieg zutun hatte

    ps: ich denke die jagt zenen der berliner spieler auf den schirri haben da viele mehr mit krieg zutun!!!

    sportliche grüße

  • Gilbert said:

    Bravo, aus der Sicht eines Fortuna Fans.

    Aus der Sicht eines Berliners, mag der ganze Spaß nur als Negativ Abzug dienen.

    Hier wird kein Zuschauer abgefackelt und keine Frosch aufgeblasen, jedoch wird hier tatsächlich Geschichte geschrieben, natürlich eine charmante Pose für einen Fortunen.

    Das mir als, bin Fohle, Berliner die Kappe aufgehen würde, ist wohl selbstverständlich. Aber diese Diskrepanz zwischen Tragik und Komödie wird hier graduell und nonchalant weichgespült, damits sich auch schön “reimt” in der Semantik.

    Etwas mehr objektive Buchstabensuppe und etwas weniger “ist doch alles Pille Palle”, dann, hätte es tatsächlich für die 1.Liga gereicht, ohne Relegation.

  • Anonymous said:

    Sehr gut! Wo kann ich unterschreiben!?

  • Mr.Spock said:

    @FH
    richtige Einschätzung:
    “Situation war brandgefährlich”
    Spieler hatten “Todesangst”, Angst hatten sicherlich z.T. auch Fans, Ordnungskräfte, Polizisten, medezinisches Personal …
    (gewünschte) Konsequenz:
    Ich besuche kein Fußballspiel mehr (zu gefährlich).
    Ich gehe nicht zur “Love Parade” ( zu gefährlich).
    Ich gehe nicht zu … (zu gefährlich).
    Alternative:
    Ich bleibe zu Hause und schaue TV.
    @Tim
    TV ausschalten. Gut so.
    Wer macht’s?
    O-Ton von Bekannten (meist ältere Semester):
    “Ich habe gestern mal wieder Fußball bis zum Schluß gekuckt.War ja richtig interessant.”

  • este said:

    Also, entschuldingung. Aber die RIchtung, in die dieser <text hier geht, ist einfach schwachsinnig. Der Autor positioniert sich als "Anwalt der Massen", sozusagen, als Verteidiger der (durch x jahre Unterklassigkeit) gescholtenen Fans – frei nach dem Motto: Die Mehrheit hat immer recht, oder wie?

    Den kritischen Ansatz der "11Freunde", bei denen über eine Unvernunft der Massen geschrieben wird (zurecht!) hier als "kulturpessimistisch" darzustellen – symptomatisch für die Qualität dieses Textes. Kramphaft wird, ganz der Berufung zum Anwalt der Massen entsprechend, das lächerliche Konstrukt der "Schwarmintelligenz" verteidigt. Unsägliche

    Unsinn ist das.

    Symptomatisch dieser Satz:
    "Wer hat eigentlich sanktioniert, dass man Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Rasen einen Aufstieg feiern oder sich ein Stück aus dem Rasen scheiden wollen, mir nichts Dir nichts vor einem Millionenpublikum zu gehirnamputierten, verantwortungslosen Asozialen stempeln darf?"

    Nein, lieber Autor – niemand will den armen "Eltern, die mit ihren Kindern (…) einen Aufstieg feiern wollen" dieses verbieten. Aber, darauf sei nochmal hingewiesen: DAS SPEIL WAR NOCH IM GANGE! Wer hier nicht von Blödheit spricht, wer hier unterschwellig eine Art (gutes Recht der Fans" suggeriert, ja – der sollte sich und seine Sicht nochmals g r ü n d l i c h s t überprüfen.

    Gieselmann von den 11Freunden hat völlig recht. Und ihr/Sie nicht. Hört sich hart an und ist unbeauem – aber wahr.

  • Kaichen said:

    Ein erwartbarer Kommentar, aber leider am Thema vorbei.
    “Es war aber weniger dramatisch, zumindest graduell. Hunderte begeisterte Fans stürmten den Platz, eine Minute bevor die Nachspielzeit beendet war.”
    Wie soll denn verhindert werden, dass sich im zusammen mit den hirnrissigen Freufans auch noch Hoologens auf die Jagd machen – die Herthaner Spieler waren ja noch auf dem Platz und wurden mitgeflutet.

    Und ist es Ausdruck unbändiger Freude, anschließend so lange auf einem Tor zu wippen, bis es zusammenkracht? Oder geht es da nur ums zerstören?

    Die Fans wollten sich selbst feiern – die siegreiche Mannschaft durfte dies unterdessen in den Katakomben. Wen störts? Ach ja, und das alles hat es schon ein paarmal gegeben in den letzten 20 jahren – daher: halb so wild Freunde, denn was es schon mal gab, darf ja auch immer wieder passieren.

    Wenn alles so harmlos ist, dann lasst es uns doch jedes Wochenende so machen – die Siegerfans stürmen vor oder nach dem Schlußpfiff den Platz und machen alles kaputt was zu kriegen ist, die unterlegenen Fans stürmen mit und bringen ihren Spielern mal bei, was ein ordentlicher Schlußspurt ist, unterdessen bewerfen sich die Ultras mit Bengalos. Und falls es etwas ausser Kontrolle gerät und Menschen zertramplet werden – halb so schlimm, gabs ja schließlich auch bei der Love-parade. Und zusammen mit einigen Spielern und Managern freuen wir uns, dass Fußball mal wieder so richtig schön ‘emotional’ ist.

  • tz said:

    ein absolut schwachsinniger und realitätsferner Beitrag mit unmenschlich deutlichen Widersprüchen..schwach und arrogant.

  • este said:

    Analog zur Unterstellung des “Kulturpessimismus” möchte ich hier mal den Begriff der “optimismus-geschwängerten Kulturnaivität” eurerseits entgegenstellen.
    Aber das nur am Rande, als über diese konkrete Sache hinausgehnden Gedanken.

  • Anonymous said:

    Erst letztes Jahr wurde von RWE Fans frühzeitig der Platz gestürmt. Passiert ist…nichts. Kurze Unterbrechung und weiter ging es.

    http://www.youtube.com/watch?v=7Mw7T8eFPpo&feature=related

  • klaus said:

    Zum Thema “Wie viel “Grütze” müsse man im Kopf haben, wenn man ein Kind solchen Gefahren aussetze?, zog Scholl vom Leder. Gemeint waren Leute, die mit ihren Kindern auf dem Rasen den historischen Erfolg der Fortuna feierten. Fans gelten hier offenbar als hirnlose Masse, vor der man sich möglichst schnell in Sicherheit bringt.”

    RICHTIG hinhören!!!! Zuvor war von der Gewalt in ITALIEN geredet worden und dass da Eltern mit ihren Kindern ins Stadion gehen bzw den Rasen stürmen – damit waren nicht die Fortuna-Fans gestern gemeint!

  • Typ said:

    Meine Signatur würde ich zwar auch nicht unter den Blogeintrag setzen, stimme dem Autor aber insbesondere in der Kritik an Darstellung in den Medien zu. Insbesondere die Wortwahl der Journalisten ist nicht objektiv und zu emotionalisiert. Bei den Blättern der Springerpresse u.ä. ist das bekannt – dass aber insbesondere die Öffentlich Rechtlichen auch dieser rührseeligen und überdramatisierten Artikulation angleichen, ist schwach und enttäuschend.

    In der ZDF Mediathek habe ich mir gerade das Telefonat mit dem Anwalt der Hertha angehört. Das Motiv des Juristen, von vornherein die Deutungshoheit über die Ereignisse an sich zu nehmen und bereits im Vorfeld einer Anhörung vor dem DFB Kontrollgremium das Bild der Hertha in ein für die Verteidigung passendes Licht zu rücken, dementsprechend einzig die Herthaner das richtige getan und besonnen (re-) agierten, um eine Eskalation zu vermeiden, sind mehr als durchsichtig. Ein kritisches Wort bzw. ein kritische Frage des Moderators bleibt aus. Ich würde dem letzten Satz gerne das Wörtchen “leider” hinzufügen, kritischer Journalismus in den Massenmedien ist aber leider nur noch ein Hirngespinst. Dabei hat der gute Herr Schickhardt den ZDF-Moderator einen Berliner Bären aufgebunden bzw. der Moderator hat sich dafür bereitwillig hergegeben. So sprach der Jurist davon, die Herthaner hätten aufgrund der Massen und der Pyros auf dem Rasen Todesängste ausgestanden (dies trifft offensichtlich nicht auf diejenigen Spieler zu, die laut Zeugenaussagen z.B. eines Sky-Moderators Schiedsrichter Stark als Feigling bezeichneten, Herrn Kobiaschwili, der den Referee ins Gesicht geschlagen haben soll, sowie Hernn Lell zu, der Fortuna-Spieler Lukimya nachweislich der TV-Bilder bespuckt hat). Fehlerhaft in seiner Argumentation ist jedoch, dass die Böller, Raketen und Fackeln, die auf die Hertha-Spieler geworfen wurden, allesamt aus dem Block der eigenen Anhänger stammten. Diese Tatsache wird in der Bewertung durch den DFB nicht ignoriert werden.

  • Rasputin said:

    Endlich mal ein normaler Artikel zu dem Thema. Danke!

  • Fortuna und die Medien | bunt, gestreift und hüpfig said:

    [...] übrigens noch ein lesenswerter Artikel zum Thema! Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt. Dieser Beitrag wurde [...]

  • Anonymous said:

    Ihr vergleicht hier auch alle Äpfel mit Birnen… Die 2 Sek. die die RWE Fans raus gestürmt sind vergleichst du mit gestern?! RWE macht in dem video den eindruck als ob Fans das denken noch nicht ganz abgestellt haben und dem Stadionsprecher lauschen welcher darauf hinweist noch nicht zu stürmen. Auch die anderen Videos die Im Blog verwendet werden sind ganz anderes Kaliber ohne das Pyro durch die Gegend geschmissen wird und dort war zumeist das Spiel schon entschieden… Bei einem so knappen Ergebnis wie gestern und den Ereignissen auch von Hertha Fans Seite aus war der Platzsturm einfach unnötig klar wenn ein paar wenige losrennen rennt der Rest mit aber es hat ja einige Zeit gedauert bis alle endlich mal gecheckt haben das da was falsch läuft und mal den Funktionären und Stadionsprecher gelauscht haben… Mittlerweile juckt es doch einige Fans eh nicht was dieser sagt hauptsache die eigene Show wird durch gezogen… Fangewalt gab es schon immer aber sie wird subjektiv schlimmer und klar ist das Ereignis gestern wird dazu nun als Aufzieher genommen auch wenns halb so wild war, klar war keine Lebensgefahr beim Platzsturm aber trotzdem sollte man das unkorrekte Verhalten weniger nicht beschönigen. Der immer kehrende Kommentar “Ich war seid der 4. Liga dabei” “Ich gehe zu jedem Spiel” ist doch sowas von altbacken als ob das die total bescheuerte Aktionen rechtfertigt von einigen die sich wie Affen aufführen.

  • Relegations-Nachlese | Besser spät als nie! said:

    [...] sehr treffend zum ganzen Thema ist auch dieser Kommentar. Dieser Beitrag wurde unter Gedanken veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. [...]

  • nehcie said:

    Ein wirklich `TOLLER` Beitrag.
    Hirnloser Mob ( ich verwende bewußt das Wort Fan nicht, denn das sind keine Fans ) stürmt während! eines Spiels den Platz.
    Gefährdet die Spieler Schiedsrichter Ordner etc.
    Macht die Spielstätte unbespielbar ( wo bitte hätte man einen eventuellen Elfmeter schießen sollen, wenn ein geistig Umnachteter den Elfmeterpunkt rausreißt ).
    Und Du schreibst – alles nur halb so schlimm.
    Naja so wie sich der Verein darstellt ( laufend Schwalben – gell Herr Rößler – ein Trainer, der wegen eines simmulierten Kopfstoßes nicht mehr haltbar war, Theatralik während der gesamten Saison ) so sind wohl auch seine Anhänger.
    Bin kein Herta-Fan!
    Aber ich hoffe die Herta legt Protest ein!!
    Sowas wie D´dorf gehürt NICHT in die Bundesliga!!!
    Noch nicht mal in die Regionalliga!!!!
    Sondern – in den KINDERGARTEN!!!!!

  • Annee said:

    zu lang.

  • Kilkenny said:

    Ja sicher, alles übertrieben, na klar…dieser Kommentar strotzt leider vor Verharmlosung und Naivität. Fakt ist, bei welchem “historischen” Ereignis auch immer; Fans haben im Innenraum mal gar nichts verloren. Wenn 50.000 “Fans” eine kleine Massenpanik veranstalten kommt es schneller als man denkt zu den “10 Toten”. Schon gehabt – wohl schon wieder vergessen? Darf man sich heute eigentlich nicht mehr so benehmen, wie es in einem fremden Haus (hier Stadion Düsseldorf) üblich sein sollte. Wenn meine Omma im Garten ihren 80sten feiert verwüste ich doch auch nicht ihren Garten und reiß alle Zäune ein vor lauter Glück. Wegen solcher Vollpfosten werden die Zäune in den Stadien demnächst wieder höher und sichtbehindernder. Wenn ich das richtig gehört habe gab es soagr vom eigenen Publikum “Und ihr wollt Fortunen sein” Peinlichkeitsbekundungen.

  • Anonymous said:

    Die Kinder, denkt denn überhaupt noch irgendwer an die Kinder??!!!

  • Prix said:

    Toll geschrieben – Applaus ! Mein Senf dazu fällt etwas kürzer aus geht aber in ähnliche Richtung :http://pixel-helden.de/?p=234

  • AK said:

    Ich kann nur hoffen, dass die Verfasser dieses Textes niemals in die Lage geraten, dass sie selbst, nahe stehende Personen oder solche, für die man im Augenblick aus irgend einem Grunde gerade die Verantwortung trägt, und die möglicherweise nicht die Statur eines Kleiderschrankes haben, plötzlich in einem unkontrollierbaren Mob verloren gehen, wo eine Mixtur aus Euphorie, Aggression, Panik und Wut jegliches rationale Verhalten unmöglich macht. Denn dann können auch weiterhin unbesorgt Fanzine-Texte aus der Rubrik “Die wollen doch nur spielen” produziert werden, die doch nur die eigene Unreife bescheinigen. Man kann offenbar die Peter-Pan-Weigerung, erwachsen zu werden, recht publikumswirksam publizieren und auch noch als quasi politisches Statement verkaufen – kein Wunder in einem Land, wo die Befindlichkeiten von wutgebürgerten Netz-Piraten schon als ernst zu nehmende Politik gelten. Und was die Zumutungen medialer Darbietungen angeht: Die 1968er hatten mit “Enteignet Springer” zumindest noch ein echtes Ziel (wie immer man das auch aus heutiger Sicht bewerten will), eine Rebellion gegen öffentlich-rechtliche Muppets wie Beckmann und Scholl aus dem GEZ-Zwangsabgaben-finanzierten Kukident-Fernsehen wirkt dagegen wie “Kinderkanal goes Krawall-Karneval”.

  • Kesimunka said:

    Ich versteh nicht, warum Computerspiele immer als Gewaltkatalysatoren herhalten müssen wenn doch offensichtlich dieser Scheißsport tatsächlich immer wieder Verletzte und Tote unter den sogenannten Fans fordert.

  • Anonymous said:

    scheissbericht, lese da nur pro pyro, pro ultra-kultur raus…der verfasser scheint auch ein “platzstürmer” gewesen zu sein, der jetzt versucht, sich ein reines gewissen zu erhalten…

    Wir sind enttarnt – und während wir den Platz stürmten und Kinder verprügelten, haben wir das Ganze live im TV geschaut und eine Stunde später einen Bericht dazu veröffentlicht. ;-)

  • LaHaine said:

    Fußball ist aus meiner Sicht vollkommen unwichtig, langweilig und uninteressant. Schreibt lieber mal etwas über Politik, z.B. über den antigriechischen Chauvinismus, der sich im Land breit macht.

  • CCCatch said:

    Dann möchte ich Herren Blogautoren mal sehen, wenn ihnen eine Horde betrunkener, gröhlender Leute entgegenläuft. Ob man da noch so entspannt ist? Von außen lässt sich sowas leicht beurteilen.
    Die Herthaner taten mit leid. Wie will man nach so einer Unterbrechung wieder an Fussballspielen denken – vor allem da man fürchten muss, bei einem Treffer von eben noch fröhlichen Fans umgenietet zu werden?
    Das war ein Chaos, DUsseldorf hat in der BuLi mit so einer Stadionsicherheit rein gar nichts zu suchen.

    Wer sagt denn, dass unter den vielen fröhlich Feiernden nicht igendwo ein Irrer mit nem Messer rumläuft – s. Berliner Hauptbahnhof?

  • Guardman said:

    Relativieren, schönreden, Medienschelte. Also alles wie immer von der Pro-Pyrofraktion. Sorry, nicht jede Fackel ist ein Mörser, aber gestern spielten sich Szenen ab, die schlicht nicht gehen. Da gibt es keinen Spielraum für wir-sind-die-Outlaws-die-schlecht-behandelt-werden. Wo ist die Selbstreinigung der Kurve? Tot. Das ist sie. Die Kurve ist tot und wird von wenigen hundert Kriminellen beherrscht und tausende Party-Affen rennen wie die Lemminge hinterher. Die Bösen, liebe Autoren, sind nicht in Redaktionsstuben zu suchen. Sie stehen idR hinter Toren in Stadien. Leider. Ihr macht unseren Sport kaputt.

  • Mothra said:

    Ach ja die Querfront steht wieder einmal… und solang sie steht werd ich darauf aufmerksam machen:

    Was haben wir also?:

    -Fans die mehr oder weniger bewusst der gegnerischen Mannschaft die Möglichkeit des Gewinnens des Spieles nehmen.
    -Die auch noch nicht sonderlich einsichtig sind also man ihnen klar macht das es weiter gehen sollte (Zum Vergleich, der Platzsturm bei Lautern nach den 6 zu 2 ist nach wenigen Minuten wieder Geschichte, ohne Zwang)
    -Das, unabsichtlich oder nicht, dank Masse gegnerische Team einschüchtern, und auch noch den Spielplatz beeinträchtigen.
    -Das alles aus der Gewissheit “WIR(Da ja der Fan genauso viel Anteil hat wie Trainer, Spieler und co, er hat ja schließlich gezahlt …) haben gesiegt, WIR lassen uns nicht mehr davon abbringen, WIR haben gegen “DIE” triumphiert.

    Das alles und noch viel mehr(die Kritik an böse wirtschaftlich denkenden Vereine, die “Feind”medien und an den “anderen” Fan) lassen eigentlich nur zu das man das hier nur als eins betiteln kann: Wutfan.

    Natürlich sind die darauf folgenden Berichte und co. übertrieben, aber ihnen wird anscheinend einen fast unmenschliche Ratio hier auferlegt.
    Beispiel: Ich würde wahrscheinlich selber als Moderator bei einen spannenden Spiel fluchen und um Kopf und Kragen reden wenn es so wirr beendet wird. Der bei Kaiserslautern kann sich seine väterlichen Hinweise leisten, es schon entschieden …

    Gleiches mit den Rest der Medien, den mal pauschal unterstellt das sie sich “Gegen den armen Fan” verschwören werden.

    Den Fan stattdessen wird großzügig das nicht vorhanden sein jeglicher Ratio als Pluspunkt gewertet. “Emotionen sind ja was tolles(Ich möchte den Satz auch mal hören wenn die Gegnerische Mannschaft emotional vom Platz gejagt wird).

    Insgesamt, und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Publikative, die Reihen zu den Wutfan sind fest geschlossen, man steht zu ihn, er ist nämlich “Opfer” der Rest “Täter”… und wenn mal harte Kritik aufkommt, sind es die natürlich wieder anderen(z.B osteuropäische)… da darf man sich aber schließlich alles herausnehmen. Die anfängliche vage formulierte Kritik am Fan ist stattdessen untergegangen, im Wahn, man müssen ihnen eine Stimme geben, koste was es wolle.

    Das Ende in einen dieser “hippen” Antifasprüchen:
    “Publikative vom Platz stellen… mit der Blutgrätsche”

  • Hannes said:

    Also dieses ganze Gerede von “Todesangst” und “Blutbad” und was da noch alles durch die Medien geistert… das ist doch alles bloß aufgebauscht. Vielleicht versucht die Hertha durch diese Aussagen noch ein Wiederholungsspiel zu bekommen. Aber mal ehrlich: Wer sich die Bilder ansieht, der wird ganz leicht sehen können, dass von “Todesangst” da wohl keine Rede sein kann. Lell hatte sogar in seiner “Todesangst” noch Zeit, sich mit einem Düsseldorfer Spieler anzulegen.
    Als die Berliner auf den Platz zurückkamen, wurden sie mit Applaus (und zwar des ganzen Stadions) bedacht.

    Ich bin der Meinung, dass Stark hier absolut richtig gehandelt hat. Erstens, das Spiel musste unterbrochen werden (klar, es standen jede Menge Fans auf dem Platz), zweitens, das Spiel stand 2:2, bei einem weiteren Treffer wäre Hertha in Liga 1 geblieben. Drittens: Ok, die 90 Sekunden noch spielen zu lassen war vielleicht etwas ungeschickt. Aber es waren 7 Minuten Nachspielzeit angezeigt, die wurden auch gespielt.

    Viertens hatte Hertha 34 Spieltage lang Zeit die Klasse zu halten. Danach hatten sie nochmal 2 Spiele, von denen sie das Heimspiel mit 1:2 verloren haben. Und ich glaube auch nicht dran, dass im zweiten Spiel noch ein dritter Treffer gefallen wäre…

    Jetzt solche Aussagen zu tätigen ist einfach nur noch unwürdig.

  • Fortuna ist weiter ! - Seite 4 said:

    [...] Der erste vernünftige Artikel, den ich zu diesem Thema gefunden habe: Publikative.org [...]

  • Mothra said:

    @Guardman

    Nein, selbst bei sowas, es gibt keine “Bösen”, es gibt höchstens Feinbilder die man pflegt und heckt… damit man sie immer parat hat wenn etwas aus der Bahn läuft um schnelle Antworten für ein komplexes Thema zubekommen.

    Das geht auf beiden Seiten, ob man es glaubt, oder nicht ;)

  • Chewie said:

    109 comments zum Thema Fussball, mehr als 10 mal mehr als durchschnittlich zu Artikeln, die sich mit Rassismus beschäftigen. ARM.

  • Bilal said:

    http://www.youtube.com/watch?v=0hYqF45E3Fs

    In diesem Video ist klar sichtlich, dass die Berliner Fans die wahren Schuldigen am Skandal sind!!!

  • Axel Mylius said:

    Ich verstehe kein Wort… Worum geht`s hier eigentlich? *g* ;)

  • Quarktasche said:

    Würde mich @LaHaine anschließen:

    Gönne Publikative die 100 000er Marke für diesen Artikel(“wow!”).

    Sehe einerseits Fußballgewalt(wie auch entpolitisierte Gewalt am ersten Mai) nur als Katalysator für tiefergreifende Probleme, wie Entsolidarisierung in der Gesellschaft, zunehmende Kommerzialisierung(zum Beispiel auch Gentrifizierung), soziale Härte, fehlendes Rechtsbewusstsein/mangelndes Vertrauen in das Rechtssystem, u.s.w… Wobei Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch gut dasteht: Flächendeckende Videoüberwachung in England. Rios und Suburbs in Frankreich und England. Homo unter Strafe in Osteuropa. Ungarn. Sinti und Roma. Trying to make a living in Greece….

    “Medienhype” sehe ich auch als sehr problematisch an, Klickzahlen-Zwang, “Diktatur des Suchwortes”. Sehne mich nach Entschleunigung und Nachhaltigkeit. Palästinagrassurheberechtspiratenfacebookpartylobosixtusschwarminteligenzdebatte, ich kann nicht mehr…

  • Axel Mueller said:

    Wie einige schon bemerkten, ist der Artikel insofern gut, als er die Panikmache und deren Zusammenhang mit der Aufhetzung der Szene aufzeigt und denunziert. Allerdings geht diese Klugheit dann verloren, wenn man vom Parteiergreifen fuer die Ultras aus versucht, die tatasaechlich gestern entstandene Gefahrensituation fuer NICHT-routinierte Fans (sowie Spieler und Schiedsrichter) wegzureden oder zu bagatellisieren. Wenn 1000+ lebendige Wesen ohne Choreographie drauflosrennen, KANN vieles passieren, das KEINER will (und zuletzt die Ultras). Das ist einfach ein Faktum. Und es ist letztlich egal, ob jemand aus Freude oder aus Wut ueberrant wird (oder in Gefahr ist, ueberrannt zu werden). Und hier liegt meiner Ansicht nach die Chance, von einem –mit den genannten Einschraenkungen– differenzierten Artikel wie diesem hier aus weiterzuarbeiten in Richtung Fan-Selbstorganisation und -kontrolle, um genau die Gefahren, die jetzt Vorwaende zur Entdifferenzierung (“alle Fans sind hirnlose Schlaegertypen, egal ob rechts oder links”) bieten, zu vermindern. Hier ist eine Initiative, die ich sehr gut finde: http://www.block1898.de/block1898/ . Hier wird auch gegen Pyros von den Fans selbst Stellung genommen, UND von Rassismus. Zur Erklaerung: in Darmstadt gibt es traditionell ‘Probleme’ mit gewaltbereiten Fans, aber eben auch einen sehr gut funktionierenden harten Fankern, der in Richtung Ultra gegangen ist, aber eben nach den effektivsten Methoden der Anti-Nazi-Strategie sucht, und diese in der Zusammenarbeit mit allen anderen gegen die Nazis findet. So kann man die gewaltbereiten Nazis ausgrenzen, aber gleichzeitig (indem man einen speziellen Block fuer die Ultraszene schafft) die Ultra-fans und ihre Begeisterung im Stadion behalten. Wenn man es schafft, dass nur die richtigen dabei erwischt werden, andere Leute in Gefahr zu bringen, schafft schon das allein eine Atmosphaere, in der sich die Nazis nicht mehr zu Hause oder gar willkommen fuehlen. Ich glaube, das sollte das Ziel sein. Und wenn die Kosten dafuer sind, dass man keine Pyros mehr schmeissen darf, finde ich das OK. Da kann man bestimmt auch dran weiterarbeiten, so dass man Pyro-selbstkontrolle und Fussballspielen ohne Hustenanfaelle miteinander kombiniert, in Zukunft. Aber nochmal: der Platzsturm gestern war nicht OK, und er war gefaehrlich fuer nicht-routinierte Fans. Und ihn zum richtigen Zeitpunkt loszutreten (und eben nicht, wie gestern, zu frueh) waere eine Sache der Fan-Selbstorganisation gewesen, wenn die Klubs nur endlich sich zu so etwas durchringen koennten. Schliesslich sind die Fans als Teil des Stadions auch Teil des Gesamtereignisses Heimspiel, und sollten demnach bei der Planung desselben integriert sein.

  • ARD Sportmoderatoren-Tourette-Syndrom « URS – Ultras Roter Stern said:

    [...] Gestern konnte, wer wollte, einen ganz besonderen Fussballabend erleben. Relegation hies das Zauberwort. Emotionen ohne Ende. Spannung bis zum Ende. Und ein ARD-Kommentator dem man am Ende gerne höchstpersönlich die Luft abgedreht hätte. „Hätte man das Bild bei der Übertragung des Bundesliga-Relegationsspiels abgestellt und nur dem Ton gelauscht, man hätte denken können, beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin (2:2) habe es zehn Tote gegeben. Es war aber weniger dramatisch, zumindest graduell. Hunderte begeisterte Fans stürmten den Platz, eine Minute bevor die Nachspielzeit beendet war. Das war ziemlich ungeschickt, man könnte es auch dumm nennen.“ [via] [...]

  • Axel said:

    Mal ganz abgesehen vom Inhalt des Beitrags (dem ich komplett zustimme: “85.165 mal gelesen”? Glückwunsch, Publikative! Soviel Aufmerksamkeit hättet ihr zwar öfter verdient, vor allem wenn’s nicht um Fußball geht, aber was solls. Sehr beachtlich!

  • Anonymous said:

    http://ehrlichearbeit.meinblog.de/2012/05/kosmetik-der-%e2%80%9ehasslichen-fratze/ ein weiterer, besonders schön geschriebener Kommentar !

  • Ramza said:

    “Auch 1991 in Köln und Duisburg gab es Platzstürme vor dem Abpfiff, ohne dass Weltuntergangsszenarien entworfen wurden, die gelassenen Reaktionen von Kommentatoren und Spielern klingen wie aus einer anderen Welt:”

    Früher war Rassismus auch noch alltäglich und normal. Das solltet ihr wohl am Besten wissen hier. Eure Argumentation ist unglaublich.

    Die Zeiten haben sich geändert, heute hat solch ein Chaos auf einem Profi-Fußballplatz nichts mehr verloren. Und auch die Mentalität, der Geist hinter den Pyros ist ein anderer als früher.

  • Klara said:

    Wäre ich Hertha-Spieler gewesen, ich hätte das Spielfeld nicht mehr betreten. Wer kann garantieren, daß nicht einer der Chaoten aus der Masse einen Hertha-Spieler angreift? Und hätte Hertha dann tatsächlich noch das 3:2 gemacht, wäre wohl schlimmstes passiert. Vielleicht hätten wird dann verletzte oder noch schlimmeres zu sehen bekommen. Was da gestern in D’dorf abging war einfach beängstigend und geht absolut nicht. Da muß mit aller Macht ein Riegel vorgeschoben werden. Der Einspruch von Hertha ist mehr als gerechtfertigt. Und mein gesunder Menschenverstand sagt mir, daß es unbedingt ein Wiederholungsspiel auf neutralem Platz geben muß.

  • Hans said:

    Guter Beitrag. Nur ein kleiner aber feiner Unterschied zu den anderne Platzstürmen. Dort ging es um die Freude für die eine Mannschaft über das erreichte, während es der anderen egal war. In der Relegation geht es um das nackte Überleben, von daher sollte sehr wohl die Frage erlaubt sein, was passiert wäre, wenn Hertha noch ein Tor geschossen hätte. Die feiernden Leute von der Tribüne wären sicherlich nicht auf die Spieler losgegangen, aber ausschließen kann man es leider nicht. Was versagt hat, ist das Sicherheitskonzept der Fortuna.

  • Anonymous said:

    video 1: um was ging es denn für bw 90 gegen duisburg? nix!
    video 2: um was ging es für den 1.fc köln gegen kaiserslautern? nix!

    in der relegation geht es für beide clubs um alles. was in düsseldorf passiert ist, war unglücklich – aber trotzdem irregulär! das spiel muss wiederholt werden.

  • Anonymous said:

    Verharmlosung von Straftatbeständen.
    Die ganzen Bekloppten sorgen dafür das man nun nochmal eine halbe Stunde länger am Stadion auf seine zweiwöchentliche Dosis zärtlicher Berührungen wartet.
    Entweder wir haben Regeln und Gesetze und befolgen sie oder wir machen was wir wollen, nur eins von beiden geht und nicht wie einem grad passt.
    Kein Platz für Ultras !

  • Mungo said:

    War der erste “Rasenrenner” überhaupt ein Fortunafan? Vielleicht war es ein Berliner der einen Spielabbruch provozieren wollte damit die Hertha doch noch am grünen Tisch die 1e Liga-Lizenz erhält… :-)

  • Econsim said:

    Die Sache hat auch etwas Gutes: Nun sieht Jeder, der sich niemals für Politik und Medien interessierte, wie Medien Politik machen: durch maßlose Übertreibung, Dramatisierung und schlichtweg Lügen, obwohl es für Jeden sichtbar in Wirklichkeit ganz anders war.

  • Schande von Düsseldorf? Die wahre Schande sind die Medien… | Sportsaal said:

    [...] Publikative: Hurra, wir leben noch! [...]

  • este said:

    “109 comments zum Thema Fussball, mehr als 10 mal mehr als durchschnittlich zu Artikeln, die sich mit Rassismus beschäftigen. ARM.”

    Wer genau hinschaut, wer den Artikel aufmerksam liest, der erkennt, dass es hier schon um ne sehr politische Sache handelt – und damit mein ich die Einstellung des Autors, oder bessergesagt: Die Überzeugungen, auf denen die Einstellung des Autors zu diesem Thema beruhen.
    Meinem Verständnis nach liegt den Ausfürhrungen des Autors eine Art Urvertrauen in die Weisheit der Massen zugrunde – so kann man das zumindest lesen, wenn man seine überdeutliche Abgrenzung zum Gieselmann-Artikel miteinbezieht (auch dieser ist übrigens für Menschen mit politischem Intwresse durchaus lesenswert). Und wenn das kein grundsätzlicher, hochpolitischer/gesellschaftstheoretischer Aspekt ist – was dann, bitte.

  • Anonymous said:

    Vielen Dank für den hervorragenden Artikel. Erstaunlich, ja gradezu erschreckend, ist, wie sich hier manche Poster von medienkreierten Phantasien und daraus resultierenden irrationalen Ängsten beherrschen lassen. Man fragt sich wie solche Menschen überhaupt durchs Leben finden.

  • Anonymus said:

    Das unglaublichste war, daß sich die Polizei und der Ordnungsdienst nur mit der Hertha-Fankurve beschäftigt hat und dort alles abgeriegelt hat. So konnten die Düsseldorfer ziemlich leicht den Platz stürmen. Das Sicherheitskonzept der Düsseldorfer hat total versagt und dafür sollten sie kräftig bezahlen müssen, abgesehen von dem Wiederholungsspiel das wohl kommen wird.

  • Publikative.org » Blog Archive » Moralische Diskussionslatte said:

    [...] von Dynamo Dresden in Dortmund war. Das Fernsehen gibt in seiner Berichterstattung den Ton vor, zur moralischen Betroffenheit von Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl gesellt sich dabei die intellektuelle Betroffenheit, die sich im Räsonieren über die [...]

  • Anonymous said:

    Herrlich geschrieben! Gleich vorweg gratulierte ich der Fortuna zu diesem Aufstieg. Selbst wenn für mich als Lautrer und FCK ler fest steht, dass ein Aufstiegsplatz jetzt schon wieder für Hertha und seine Sponsoren reserviert ist.

    Die Scholls und Beckmanns dieser Nation lassen Fussball verkommen zu einem Event wie DSDS oder Supermodelgedöns.

    Auch wenn es nicht ganz passt gehört es aber dennoch zu der ganzen Entwicklung im Deutschen Fussball. Das Gequatsche “Wir sind Bayern” bla bla… Ja, die erarbeiten ihre Millionen! Uli Hoeneß schippt noch den Schnee in der Arroganz Arena (Stadion) und Audi, Telekom, Adidas und TV sagen nur danke! Klar, Chelsea hat einen durchgeknallten Ölmilliadär als Fan. Finde ich noch immer sympathischer als das ganze Plastikgemache in unserem Verband. Jetzt müssen wir auch noch denen dankbar sein für die Punktewertungen um international noch mehr B und C Spiele zu sehen?!? Sorry, wenn Bremen, Dortmund, Schalke, Wob und Leverkusen zu blöd sind, sich über die Vorrunde er Eurowettbewerbe zu qualifizieren, dann haben wir es auch nicht verdient einen weiteren Startplatz zu erreichen. Ich würde mir lieber die Zunge abbeißen als “Danke Bayern” zu sagen… Dank denen haben wir die gerufenen Geister wie RBL, WOB, LEV, MZ, FCI, TUS HOFFENHEIM usw… Mir wird grad schlecht, wenn ich daran denke was da noch alles auf uns zurollt!

  • andreas said:

    Wieviel DFB-Geld muß man im Hirn haben um so einen Kommentar in der ARD abzugeben.Aber Geld frißt ja scheinbar Hirn.Gruß von einem Fortuna Fan der im Stadion war und kein Hooligan ist.

  • Demokrat said:

    “Das unglaublichste war, daß sich die Polizei und der Ordnungsdienst nur mit der Hertha-Fankurve beschäftigt hat und dort alles abgeriegelt hat.”

    Als einer der eingesetzten Beamten kann ich dazu nur sagen:

    Zu mehr wären die eingesetzten Beamten aufgrund der Kräftelage nicht imstande gewesen.

    Leider haben sogar einige Ordner die Fluchttore in richtung Spielfeld geöffnet, um den Sturm des Feldes zu vereinfachen…

    Das ist in Dortmund zwar auch geschehen, aber kontrolliert und nach Ende des Spiels…

  • Philipp said:

    Hallo besten Dank,

    für den ersten gelungenen Kommentar zum Thema, ich leide mit euch am derzeitigen Fußballjournalismus. Ein extremes Beispiel für, man kann fast sagen Hetzte gegen Fußballfans und absolute Fehlinterpretation sowie Hysterie ist auch der Kommentar auf Seite 1 in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung WAZ vom Mittwoch. Es ist eine Schande. Eine Schande soetwas als Journalismus zu bezeichnen. Ihr seid neben dem Kommentar im Reviersport (vom Donnerstag), der erste gelungene Kommentar zum Relegationsspiel.

    Beste Grüße und nochmal Danke aus Sodingen im Ruhrpott

    Philipp

  • Karsten said:

    Ich hab auch Angst, vor der unfähigsten Buneregierung die DEUTSCHLAND je hatte. Ich hab Angst vor unbezahlbahren Lebensmitteln, steigenden Heizkosten, Strompreisen, sinkenden Löhnen, Steuererhöhungen und vielen anderen Abzocken in diesen Drecksstaat. Vorallem hab ich Angst ab 2013 unter der Brücke zu wohnen und trotzdem GEZ bezahlen zu müssen. Aber 80 Mio DEUTSCHE haben scheinbar Angst auf die Strasse zu gehen und dieses Dreckssystem endlich zu stürzen. Wenn große Klappe dann was tun. Siehe Bayern, große Klappe nichts gerissen.

  • Karsten said:

    Wiederholungs Geisterspiel in Osnabrück, Magdeburg, Kiel oder egal in welchem 3. oder 4. Liga Stadion.

  • F.B. said:

    Endlich mal ein vernünftiger Beitrag zu diesem Thema!!!

  • Click! 18 2012 | Merely Thinking said:

    [...] Publikative – Hurra, wir leben noch! [Guter Text über das sportjournalistische Debakel rund um das Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf [...]

  • fx said:

    DFB-Richter schmettern Hertha-Protest ab – Berlin steigt ab
    http://spon.de/adFav

  • Alles Chaoten! said:

    [...] die Stuttgarter Zeitung durch. Seiner Freude darüber, trotz Stadionbesuch noch zu leben, gibt der Autor der Publikative Ausdruck. Und ich selbst hatte mich ja an einer ironischen Analogie zur Sicherheitssituation auf Volksfesten [...]

  • Publikative.org » Blog Archive » Alles Chaoten! said:

    [...] exerziert die Stuttgarter Zeitung durch. Seiner Freude darüber, trotz Stadionbesuch noch zu leben, gibt auch der Autor der Publikative hier Ausdruck. Und ich selbst hatte mich ja an einer ironischen Analogie zur Sicherheitssituation auf Volksfesten [...]

  • Publikative.org » Blog Archive » Schweinske-Cup: Experte wirft Polizei Versagen vor said:

    [...] auch: Alles Chaoten!, Moralische Diskussionslatte, Hurra, wir leben noch!,  Dahin, wo es weh tut!, Gewaltorgie beim Hallenturnier: Des Rätsels Lösung, Überbieten und [...]

  • Wie es kommen musste | BVBoisseree said:

    [...] vermeintlichen Ausschreitungen in Düsseldorf haben ein Fass gesprengt, was dieses Jahr schon mehrfach kurz vor dem Platzen war. Denn 2011/2012 [...]

  • Relegations-Drama war das Netz-Thema des Monats said:

    [...] Publikative.org / Hurra, wir leben noch! [...]