19 Comments

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  1. gallendieter

    @ Mothra

    Danke auch, dass du anhand von einem Satz von mir mich gleich zum Paradebeispiel für den lokalpatriotischen Fan / Ultras stilisierst.

    Was soll denn daran bitte eine unangenehme Eigenschaft sein zu kritisieren, dass Fußballspieler zu viel verdienen?

    Zum Vergleich: Francois Hollande verdient im Monat 13000 EUR netto und
    Angela Merkel 17000 EUR Brutto also gleich viel.
    http://www.focus.de/politik/ausland/frankreichs-regierung-kuerzt-eigenes-gehalt-hollande-verdient-68-400-euro-weniger-als-sarkozy_aid_754458.html

    Bei einem EM-Sieg erhält jeder DFB-Spieler 300 TEUR! Das ist das doppelte des Jahresgehalts von Hollande!
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/thema/fussball-em/gruppeb/teams/Loew-spuert-Titel-Sehnsucht-300-000-Euro-Praemie-article768252.html

    Es geht hier nicht um mehr oder minderleisten, sondern es geht darum,
    dass der Sport entfremdet wird und zu einem wirtschaftlichen Faktor geraten ist. Dabei spielt übrigens auch die Medien, die diese Hysterie mit dem Party Patriotismus massiv gepusht haben eine Rolle.

    Dies zu kritisieren finde ich richtig. Den antikapitalistische Kampf auf den Fußball auszuweiten ist völlig konsequent. Leider gibt es nur wenige, die diese Motivation teilen:

    “Marx sah schon vor 150 Jahren die Widersprüche des Kapitalismus, er hat eingesehen das Geld die Welt zerstört. Und es zerstört auch den Fussball.
    Ich möchte kein konformistischer Fussballer sein”
    Ivan Ergic als Kapitän des FC Basel

    Vielmehr würde ich es begrüßen, wenn außer der hier in zahlreichen guten Artikeln erfolgten Kritik an der Berichterstattung auch auf den Grund gegangen wird: Weshalb gibt es Repression und was ist die Ursache dieser Medienhetze?

    Einen erfreulichen Ansatz gibt es hier:
    http://safetyfirst.blogsport.de/texte/strategien-der-praxis/unpolitischer-traum/

    Da würde ich mir mehr davon wünschen von Seiten linker Fußballfans oder anderer linker Organisationen.

    Zum Thema Söldner sei gesagt, dass ich keinem Spieler vorgewerfe, dass er es wagt ein besseres Leben zu haben und woanders zu spielen. Vielmehr habe ich teilweise Bedauern für Spieler die Teil eines Systems sind in dem sie gehandelt werden und von finanziellen Interessen Anderer getrieben sind. Wenn ich gut kicken könnte und mir massenhaft Geld angeboten würde, dann würde ich das auch nicht ablehnen. Aber Geld kann den Charakter verderben. Da sind auch nicht alle Spieler gleich. Was ich vielen Spielern vorwerfe und das ist ein Trend der sich abzeichnet, dass immer weniger Ihre Meinung sagen und so bei vielen Fans der Eindruck entsteht, dass diese gar keine Meinung haben.
    Bei tausenden Fußballprofis auf der Welt gibt es nur ganz wenige die fortschrittliches Gedankengut äußern oder ihre öffentliche Stellung dazu nutzen, um für soziale Projekte zu arbeiten oder auf Mißstände hinzuweißen.
    Mir fallen da drei Beispiele ein:
    Javier Zanetti: http://de.indymedia.org/2005/05/116851.shtml
    Christiano Lucarelli: http://www.zeit.de/2005/30/Lucarelli_30
    Ivan Ergic: http://jungle-world.com/artikel/2009/36/38823.html

    Was ist mit den anderen? Alle nur Mitläufer?

    Was hat die Kritik daran mit der von dir geforderten Information zum Thema Alltagsrassismus beim Fußball zu tun?

    “Um einmal einen Vergleich zu bringen: Die Publikative verhält sich in diesen Fall wie die “Mitte” die vielleicht auf Anti-Nazi-Demos geht, aber ihren Alltagrassismus noch immer fast liebevoll hegt und pflegt.”

    Das ist eine Unterstellung die ich so nicht teilen kann. Da möchte ich zum Beispiel folgenden Artikel anführen. Das nennst du liebevoll hegen und pflegen? http://www.publikative.org/2012/03/11/ultras-wer-mit-dem-feuer-spielt/

    Was willst du den lesen was dem Fanherzen weh tun soll und wie wie soll das formuliert werden und was willst du damit erreichen?
    Das würde dein Paradebeispiel für einen lokalpatriotischen Fan / Ultra schon interessieren!

    Vielleicht hast auch den anderen Teil meines Kommentars gelesen in dem es um das Verhalten von Fans im Zusammenhang mit der Geschichte geht.
    Als Ergänzung dazu noch ein aktueller Beitrag:
    http://jungle-world.com/artikel/2012/20/45479.html

  2. luckyloser

    Gallendieter, wenn du die Naziverbrechen im zweiten Weltkrieg mit der EM2012 in irgendeiner Weise in Verbindung bringst, bist du nicht besser als all jene die unter dem Deckmantel der Euphorie ihre radikalen politischen Ansichten( wie immer bei solchen Großveranstaltungen) unters Volk bringen wollen. Außerdem sind sich auch deutsche Spieler ihrer politischen Verantwortung bewusst. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-em-philipp-lahm-kritisiert-ukrainisches-regime-a-831445.html Recht gebe ich dir, wenn du sagst das Sport zu einem wirtschaftlichen Faktor geraten ist. Sicherlich logisch, da Geld und Macht von unserer Gesellschaft als höchstes Gut auserkoren wurden. Und wie ich deinem Statement entnehme, bist auch du nicht davor gefeit. Trotzdem( oder gerade deshalb) werde ich mir den Spaß an diesem Spiel, egal ob international oder Kreissliga, von keinem Psychologen oder von Leuten mit irgendwelchen kranken politischen Ideologien verderben lassen. Achso, der DFB hat schon des öfteren falsche Entscheidungen getroffen und damit wahre Fussballfans erst recht zum Handeln ermutigt.http://www.sueddeutsche.de/sport/dynamo-dresden-verkauft-virtuelle-tickets-ausverkauftes-geisterspiel-1.1305611 Gruß Luckyloser (der Name ist Programm)

  3. schwarze löscher

    wieso spricht eigentlich niemand von der sozialpsychologie des gemeinen, artentypischen moderators? es ist ein ungeschütztes kommentar im sarah-kuttner-thema versunken. wie bekommt man es von da ans tagesicht?

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