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In eigener Sache: Ein Skandal, der keiner ist

24. Mai 2012 15:04 5.980 mal abgerufen 33 Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser, viel Kritik wurde an meinem Artikel über Sarah Kuttner geübt – und in diesem Fall offenkundig zu recht. Nachdem nun weitere Quellen zu dem Abend im Übel & Gefährlich vorliegen, scheint die Sache anders zu liegen, als es auf Basis der ersten Artikel erschien. Exemplarisch verweise ich auf den Artikel von Spiegel Online zum Thema, der die Geschichte nachvollziehbar darstellt. Hiermit bitte ich um Entschuldigung für diesen Beitrag, er war schlecht recherchiert und voreilig. Hamburg, 24. Mai 2012, Patrick Gensing.

33 Kommentare »

  • dsal said:

    Respekt. Das ist anständig!

  • Bakunin said:

    Danke.

  • Mike said:

    Tolle Aktion. So sollte es sein.

    Deshalb sollte man vorsichtiger sein. Wenn es sich bewahrheitet kann man immernoch draufschalgen. Aber diese ganze Skandalisierung lässt die Menschen abstumpfen und dann bei wirklichen Vorfällen winken sie nur noch ab. Und die Vorverurteilungen wird man nur schwer wieder los in Zeiten des Internets.

    Hut Ab, Herr Gensing.

  • Bubu said:

    weltbest! kann jedem mal passieren. stärke ist es, dass einzugestehen!

  • Anonymous said:

    danke! Bleibt nur die Frage, warum ein Beitrag derart voreilig veröffentlicht wurde – zumal der Aufwand, der zu betreiben gewesen wäre, um auf den Diskussionsstand von Spiegel online zu kommen, sehr gering ist. Wenigstens im Buch kurz nachschlagen hätte man ja können …
    Trotzdem. Schön, dass Ihr das nun so direkt klarstellt.

  • Nilz said:

    Top!

  • Quarktasche said:

    …das ist anständig. Wobei ich finde: fehlende Richtigstellung in Kombination mit “…werde Ehrenmitglied der Hamburger Polizei”(Zitat) hätte gepasst. Auch zu Adebesis Einschätzung, die ja in anderem Zusammenhang(Interview) zustande kam. Keine Richtigstellung abzugeben ist aber auch Kuttner´s gutes Recht…

  • max said:

    ich schließe mich den vorkommentierenden an.
    ein solcher artikel wäre vermeidbar gewesen. die entschuldigung dafür ist sehr anständig. das hätte nicht jeder so gemacht.

  • jimmy said:

    bleibt noch offen, was mit adebisi los ist, so einen kommentar über seine exkollegin in die zeitung pappen zu lassen…?

  • und wo ist der rest? said:

    wo ist der rest denn hin?

    ich hab hier eigentlich einen paar journis erwartet, mit den entsprechenden, hier noch fehlenden, süffisanten kommentaren.

    da fallen mir ein paar leute von jW ein, die hier noch fehlen und … moment… (monitor zeigt: “technische störung”…) …also, ich höre gerade aus der küche, der wortsalat-koch íst dafür nicht zuständig, der koch kümmert sich nur um textanleihversalzene wortsalate.

    also gut, dann nur die jW-leute.

    und? wo sind die?

  • Randpop said:

    Merci und Respekt!

  • gallendieter said:

    Ebenso Entschuldigung und Hut ab Herr Gensing!

  • prentice said:

    Ein Skandal, der schon einer ist. Denn auch die Reproduktion rassistischer Sprache in einem antirassistischen Kontext ist rassistisch. Das kann man z.B. in den zahlreichen Links des Artikels, den ich bereits gestern hier verlinkt habe nachlesen: http://fernseherkaputt.blogspot.com/2012/05/wie-man-es-besser-nicht-macht-ii.html

  • Nicole said:

    Ich sag’s auch gern nochmal: Schöne Geste, groß. Und vielleicht bleibt sie ja bei einigen dank ihres Seltenheitswerts noch eher hängen als der erste Artikel.

  • Muhkuh said:

    Eier haste und meinen Respekt auch!

  • Mike said:

    prentice: Nein. Denn dann könnte auch niemand das Wort “Neger” kritisieren, da er dann ja auch Rassist wäre. Außerdem wären Historiker ziemlich geleimt, die keinerlei Aussagen von Nazis wiedergeben dürften. (Womit im übrigen auch ein Schrecken der NSDAP verharmlost wird, da man ihre mnschenverachtenden Aussagen auch nicht wiederholen könnte, man muss sie ebenso so deutlich wiederholen, wie sie getätigt wurden, sonst fehlt der Zusammenhang und der Schrecken)

  • Randpop said:

    @prentice
    Entschuldige bitte, aber, wenn ich über Kunst und Kunstverbote im Nationalsozialismus in einem anti-nationalsozialistischem Umfeld rede, dann muss ich zwar auch den Begriff ‘Entartete Kunst’ gebrauchen, damit mache ich mich weder mit der Sache der Nationalsozialisten gemein, noch ist die Reproduktion dieses Wortes nationalsozialistisch.

    Wenn die Reproduktion nationalsozialistischer Sprache in einem anti-nationalsozialistischem Kontext aber nunmal nicht nationalsozialistisch ist, dann gilt ebenjenes auch für rassistische Sprache.
    Ausser natürlich, Du möchtest, dass die Logik mal eben in Urlaub fährt und nicht so genau hinschaut.

  • Anna said:

    Auch von mir Respekt und thumbs up! Und immer schön vorsichtig mit den Schnellschüssen, im UK wurde damit früher viel Schaden angerichtet, aber wir haben daraus gelernt.

  • K said:

    Bist Du neu im Geschäft, oder warum hast Du das nicht vorher gewusst, dass es einseitig recherchiert ist?

  • prentice said:

    @Randpop
    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

    Es gibt viel Kritik von Betroffenen an der Verwendung des Begriffs. Ich – als nicht betroffene – nehme mir nicht das Recht heraus, schwarzen Menschen die Form ihrer Begriffskritik vorzuschreiben, sondern nehme diese Kritik an und versuche meine Textproduktion entsprechend zu modifizieren. Genau das sollten auch Sarah Kuttner, Publikative und Der Spiegel tun.

  • Roland Sieber said:

    Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, auch wenn der Mopo-Artikel aus dem Zusammenhang gerissen und schlecht recherchiert war und dies nicht als alleinige Quellen ungeprüft für einen Beitrag auf Publikative.org erhalten hätte müssen, hat sich sowohl in der Kommentarspalte der Mopo als auch in den Kommentaren auf Sarah Kuttners Facebookprofil ein alltagsrassistischer Mob ausgetobt und tobt sich dort weiter aus, dass ist auch der eigentlich Skandal der ganzen Geschichte.

    Wir reden hier gerade nicht über Nazis oder neue und alte Rechte, sondern über Rassismen die fast überall in unserer Gesellschaft zu finden sind. So einige Begriffe beleidigen und diskriminieren Menschen… von daher ist jetzt das allgemein gegen Political Correctness zu hetzen absolut nicht sachdienlich. Darauf weisen auch erste Blogbeiträge hin, z.B. hier.

  • K said:

    Schade, dass mein Kommentar nicht frei gegeben wurde. Ich stellte die Frage, warum Herr Gensing das in der Branche nicht schon vorher gewusst hat, dass der Artikel einseitig recherschiert wurde.
    Herr Gensing, Ihre Entschuldigung in allen Ehre, aber Kritik darf man doch dennoch aüßern, oder?

    Der Kommentar wurde freigeschaltet.

  • Hermann said:

    Jetzt noch bei Herrn Hallervorden für den unsäglichen “Black-Face” Bericht entschuldigen, dann kommt auch von mir ein: Respekt

  • Jürgen said:

    Respekt!

  • Quarktasche said:

    “Lies die Links in dem hier verlinkten Artikel” stützt keine These wirkungsvoll. Das ist eigentlich bekannt, möchte man meinen.

    Wenn ich eine Information bekomme, möchte ich auch gerne wissen: woher stammt die Information? Das ist wichtig, um sie einzuordnen. Es gibt auch schwarze Rassisten und es gibt auch schwarze Chauvinisten. Das ist ja klar…

  • Mohawk said:

    Respekt. :-)
    Das zeugt von Größe.

  • Emanon said:

    Auch von mir: Respekt und danke für die Courage!

  • katja said:

    ok, cool! respekt. so steh ich auf publikative.org!

  • stilstand» Blogarchiv » Wie ein Kacksturm entsteht said:

    [...] Entschuldigt hat sich übrigens nur der Patrick Gensing von der ARD, der aber ist ja schon längst ein Bewohner zweier Welten [...]

  • prentice said:

    “Rassistische Kritik, antisemitischer Antirassismus und mediale Relativierung – Einige Anmerkungen zur Debatte um Sarah Kuttner, Mola Adebisi und eine rassistische Puppe” – ein lesenswerter und differenzierter Artikel, der versucht die Debatte mit all ihren Wendungen und blinden Flecken übersichtlich darzustellen: http://no-racism.net/article/4106/

  • dT ~ dieTilde {°°} said:

    Hast du keine anderen Probleme?…

    [Ich verlinke bewusst nicht zu externen Artikeln mit rassistischer und damit gewaltvoller Sprache!] Kürzlich die Band “Young Wonder”, dann das Neue Theater Halle, jetzt Kuttner. Allesamt Institutionen und Individuen, die mit rassistischen M…

  • Publikative.org » Blog Archive » Das Wort, das wir nicht aussprechen dürfen said:

    [...] auf die Absurdität eines Wortes im Zusammenhang mit der Autorin Sarah Kuttner hingewiesen und publikative.org zieht einen Artikel darüber mit Verweis auf – siehe oben – zurück. Andere haben es schon [...]