13 Kommentare

  1. Simon P.

    Sehr geehrter Herr Küntzel,
    so Recht Sie meines Erachtens mit Ihrer Kritik an der Bundesregierung haben, so grundfalsch liegen Sie in Ihrer Kritik am Bundestag, namentlich dem Auschuss für Menschenrechte:
    Das Thema Iran stand am 24. Mai nicht auf der TO des Ausschusses. Geschweige denn als “wichtigstes Thema”. Am 24. Mai fand überhaupt keine Sitzung statt (_alle_ regulären Ausschusssitzungen des Bundestages sind Mittwochs), aber auch am 23. Mai war das Thema nicht auf der TO. Was Sie meinen, ist vermutlich ein Gespräch mit einzelnen Mitgliedern des Ausschusses, wie es VertreterInnen von NGOs recht häufig vereinbaren. In der Tat hatte Herr Reza Pahlavi um solch ein Gespräch gebeten. Ihn jedoch als “iranischen Oppositionellen” zu bezeichnen, ist zumindest unkritisch. Es handelt sich bei ihm um den Sohn des letzten Schahs. Dass sein Gesprächswunsch also nicht bei allen Mitgliedern des Ausschusses auf große Begeisterung stieß, ist wohl nachvollziehbar. Zu einem Treffen bereit war nur Frau Granold von der CDU. Und sie musste dann kurzfristig absagen. Wie das eben nun einmal vorkommt bei vollen Terminkalendern in einer Sitzungswoche.
    Also bitte: erst recherchieren, dann meckern. Leider biete die Seite “publikative.org” für schlecht recherchierte Artikel in letzter Zeit eine unrühmliche Plattform.

  2. antideutsche post

    der artikel stinkt gewaltig nach personenkult…zumindest der schreibe nach! ich habe den eindruck dasz sich hier dieselbe schematik auftut wie beim guten alten “schmunzelmonster”(http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/01-U1-Titel-200805-Dalai_02.jpg)!

    wer sich mal mit homosexuellen exilanten aus dem iran unterhält(ein anderes beispiel habe ich leider nicht, zumindest keines das ich anführen könnte),dem erscheinen die problem dieses jungen mannes…nun, nicht gerade lächerlich, aber denoch verhältnismäßig klein.

    klerikalfaschisten in den arsch treten…weltweit!

  3. Mar-52

    Was sollen denn solche Artikel? Der Fall hat bundesweit Aufsehen erregt und wurde in Print-Medien von FAZ über Spiegel bis hin zur BILD aufgegriffen…

    Was will der Autor denn noch? Den iranischen Botschafter ausweisen? Präventivschlag?

  4. Mar-52

    Ach ja, noch was: Der Iran hat keine Hinrichtung angekündigt, sondern zum Mord aufgerufen.

    Eine Hinrichtung ist eine Tötung eines Gefangenen durch hoheitliche Organe. Also wenn Herr Najafi in den Iran reist, dort festgenommen und dann durch staatliche Organe getötet würde, wäre das eine Hinrichtung.

    Eine Tötung innerhalb Deutschlandes wäre als Mord oder Attentat zu bezeichnen.

    Ich finde diese Unterscheidung gerade in diesem Zusammenhang immens wichtig, da eine Hinrichtung definitionsgemäss eine legitimierte Handlung ist.
    Eine Fatwa hingegen ist für niemanden rechtlich bindend und ihre Wirksamkeit beruht jediglich auf der Autorität der sie aussprechenden Person.

  5. P.M.

    Grundsätzlich gutes Anliegen und richtige Kritik.
    Der Teil mit der Freiheit ist aber leider etwas lächerlich.
    Wer einen politischen Akteur allen Ernstes vorwirft, ein dermaßen weites und vielschichtiges Konzept wie Freiheit “an sich” zu verachten und darin sogar dessen primäre Motivation zu sehen, ist einfach schwer ernst zu nehmen.

  6. [...] Publikative.org » Blog Archive » Beschämendes Schweigen – Er ist 31 Jahre alt, lebt in Köln und rappt, seine Texte sind politisch. Das hat Shahin Najafi jüngst ein Todesurteil eingebracht – der Großajatollah in Teheran ruft zum Mord auf. Die deutsche Öffentlichkeit reagiert seltsam teilnahmslos auf die Drohungen. [...]

  7. xxx

    das die freunde des irans das noch nicht als einen übersetzungsfehler abtun…

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