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“Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”

22. Juni 2012 18:22 102.603 mal abgerufen 142 Kommentare

Unser Autor war mit Deutschland-Fans unterwegs in der Ukraine. Dabei erlebte er einige Dinge, über die hierzulande kaum berichtet wird: Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehören offenbar noch immer zum unguten Ton bei Auswärtsspielen der Nationalmannschaft.

Ein Erlebnisbericht aus der Ukraine von Florian Schubert.

Da lacht das deutsche Herz und Redakteure freuen sich über dumme Gutmenschen, die das nicht gut finden: "1. Heimspiel in Danzig"

Da lacht das deutsche Herz und Redakteure freuen sich über dumme Gutmenschen, die das nicht gut finden: “1. Heimspiel in Danzig”

Vor der EM wurde zuwar viel über das Rassismus- und Naziproblem in ukrainischen Stadien berichtet, doch endlich einmal, so schien es, sollten Diskriminierung und Gewalt im Umfeld von Fußballspielen nicht mit deutschen Fans in Verbindung gebracht werden: Rassismus, Antisemitismus und aggressiver Nationalismus im Zuge von Spielen der deutschen Nationalmannschaft sollten der Vergangenheit angehören.

Wie man mittlerweile weiß, ist dem leider nicht so: Die UEFA ermittelt gegen den DFB, weil deutsche Fans im Spiel gegen Dänemark durch “ungebührliches Verhalten” und “unangebrachte Sprechchöre” aufgefallen sind. Beim Spiel wurde ein Banner mit der Fraktur-Aufschrift “Gott mit uns” gezeigt- der Wahlspruch, der im Zweiten Weltkrieg auf den Gürtelschnallen der Wehrmachtssoldaten prangte. Nach Informationen von publikative.org soll es sich dabei offenbar um die Fahne einer Gruppierung aus Zwickau handeln, die auch dort regelmäßig bei den Heimspielen des örtlichen FSV hängt.

“Wer zeigt den Deutschen Gruß? Du Neger!”

Wer sich zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft begibt, macht leider ähnliche Beobachtungen: Schon auf der Hinfahrt mit einem Bus aus Deutschland stimmten mitreisende Fans zum „Aufwärmen“ einen Gesang an, in dem die Zeile „Scheiß Parasiten, Hängt die Zigeuner von Schalke 04“ vorkommt und stellen lauthals die Frage: „Wer hebt die Hand zum Deutschen Gruß?“ „Kanake“ und „Du Neger“ als Schimpfwörter gehören für viele Busreisende offensichtlich zum normalen Sprachgebrauch. Niemand schien sich daran zu stören.

Bereits am Abend des ersten Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal kommen mir deutsche Fans vor der großen Public Viewing Area mit „Deutschland, Deutschland über alles in der Welt!“ entgegen. Als ich an der mobilen deutschen Fanbotschaft ankomme, regt man sich dort gerade über den Hitlergruß zeigende Deutschlandfans auf. Auf dem Tisch der Fanbotschaft liegt eine wirklich sehr gelungene Broschüre der KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte).aus, in der für jeden Spielort der EM die dortigen Gedenkstätten zur deutschen Besatzung während des 2. Weltkrieg beschrieben werden. Zusätzlich werden noch ein paar Hintergrundinformationen zur jeweiligen Stadt gegeben. Aber interessiert sich auch jemand dafür?

Pickelhauben und “88″-Trikots auf dem Marktplatz

Marktplatz-Lemberg: Trikot "88" (Foto: Florian Schubert)

Marktplatz-Lemberg: Trikot “88″ (Foto: Florian Schubert)

Auf dem Markplatz, wo auch die Fanbotschaft steht, läuft jedenfalls ein Fan mit der Rückennummer „88“ auf einem Trikot herum. Die beiden Ärmel werden jeweils von einem großen Eisernen Kreuz geziert. Draußen vor einer Kneipe am Marktplatz hat inmitten einer Gruppe jemand eine Pickelhaube auf. Ein „Scherzartikel“, der sich schon seit der WM 2006 großer Beliebtheit erfeut, hier in einer ehemals von deutschen Soldaten besetzten Stadt aber noch geschmackloser wirkt als sonst. Beim Einsteigen in die Busse Richtung Stadion kommt der nächste Fan im Deutschland-„88“-Look.

Im Trolleybus auf dem Weg zum Stadion fällt mir ein Dresdner Fan mit „Elbflorenz“-Mütze auf, der ein T-Shirt trägt auf dem ein überdimensionierter Panzer mit Fußball abgebildet ist. Dazu steht der Spruch „Europameister 2012“. Dieses T-Shirt wird vom Versand „Sieg oder Spielabbruch“ vertrieben, welcher wiederum aus dem Umfeld der Hooligangruppe „Standarte Bremen“ und der Band „Kategorie C“ kommt. Der Träger steht in einer Gruppe Dresdner Fans, die neben dem obligatorischen „Deutschland, Deutschland, Deutschland“ auch „Ha ho, he, Faschisten SGD“ brüllen und zur Melodie von „Jingle Bells“ „Besiktas, Trabzonspor, Galatasaray, Fernebace Istanbul. Wir hassen die Türkei!“ singen. In einem anderen Buss soll sogar das “Auschwitz-Lied”, diesmal in der Fassung “Wir bauen eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” gesungen worden sein, berichtet mir später ein Bremer Fan.

„Hurra, Hurra. Die Deutschen, die sind da!“

Thor Steinar Träger im Stadion (Foto: Florian Schubert)

Thor Steinar Träger im Stadion (Foto: Florian Schubert)

Im Stadion angekommen, muss man nach dem ersten „Thor Steinar“-Pulli-Träger nicht lange suchen. Im Stadion selbst bleibt es bis auf weißen Rauch gegen Ende des Spiels ruhig. Doch auch hier werden typische Gesänge angestimmt, die keinerlei Sensibilität gegenüber der deutschen Geschichte in Osteuropa erahnen lassen: Vom „Sieg“-Gebrülle, dass hier fatal daran erinnert, dass danach einst noch ein „Heil“ folgte, über „Hurra, Hurra. Die Deutschen, die sind da!“ bis hin zu „Que sera, sera, die Deutschen sind wieder da!“ und dem „Mexico“-Lied der Onkelz wird das ganze Repertoire abgespult.

Nach dem Spiel begrüßen sich dann manche Fans auf dem zentralen Marktplatz von Lviv mit dem Hitlergruß. Auch darüber beschwert sich niemand. Am Tisch neben mir schimpft jemand über die „scheiß Kanaken.“ Er meint damit den Kellner, der kein Englisch versteht. Der Fan selbst kann augenscheinlich weder Ukrainisch, Polnisch oder Russisch, weswegen sich die Kommunikation als schwierig erweist. Aus einer Dreiergruppe mit Deutschlandtrikots zeigt einer direkt neben mit den erneut den Hitlergruß. Auf die Frage, was der Nazidreck solle, fragt er zurück: „Was dagegen?“ Die drei gehen weiter, drehen sich nach ca. 50 Metern noch einmal gleichzeitig zusammen um und rufen in unsere Richtung: „Sieg Heil, Fotze und Schwuchtel“ und verschwinden dann.

Kaum etwas von diesen Erlebnissen taucht in der Berichterstattung über die Spiele der deutschen Nationalmannschaft auf. Dabei müssen auch Journalisten solche Beobachtungen gemacht haben. Erschreckend ist auch, dass sich scheinbar kaum einer der mitreisenden Deutschlandfans an den beschriebenen Gesängen, Äußerungen und Verhaltensweisen stört. Und das in einer Stadt, in der während der Zeit des Nationalsozialismus über eine halbe Million Menschen von den deutschen Besatzern ermordet wurde – nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung (über 400.000 Männer, Frauen und Kinder), aber auch gut 140.000 russische Kriegsgefangene.

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Siehe auch: Wettbewerbsgrundlage Nationalismus

142 Kommentare »

  • Random said:

    “Der Wahlspruch Gott mit uns ist eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Namens Immanu-El (עמנואל) und spielt auf das Heilsorakel des Propheten Jesaja für den judäischen König Ahas im Jahre 733 v. Chr. an (Jesaja 7,14 LUT u. ö.), das später messianisch gedeutet wurde (vgl. Matthäus 1,23 LUT).”

  • Charlotte said:

    Vielen Dank für diesen Artikel, das kommt ja in der Berichterstattung ansonsten so gut wie gar nicht vor. Nicht auszudenken, was da für ein Bild von Deutschland vermittelt wird.

    Bitte fassen Sie das nicht als Kritik am Artikel auf, aber angesichts dessen, dass auch Sie in mehreren Sitationen mit diesen Verhaltensweisen konfrontiert waren: Warum haben Sie denn nichts dagegen unternommen oder die Beteiligten angesprochen?
    Schweigen wird von solchen Leuten oft als Zustimmung interpretiert.

    (Falls Sie es doch getan haben und sich jetzt nur nicht im Artikel selbst damit rühmen wollten, betrachten Sie den zweiten Teil des Kommentars als gegenstandslos.)

  • Spotlight (81) | Das rote Blog said:

    [...] Deutschland-Fans bei der EM in Polen und der Ukraine: “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” [...]

  • Cimón said:

    @Charlotte:

    “Aus einer Dreiergruppe mit Deutschlandtrikots zeigt einer direkt neben mit* den erneut den Hitlergruß. Auf die Frage, was der Nazidreck solle, fragt er zurück: „Was dagegen?“ Die drei gehen weiter, drehen sich nach ca. 50 Metern noch einmal gleichzeitig zusammen um und rufen in unsere Richtung: „Sieg Heil, Fotze und Schwuchtel“ und verschwinden dann.”
    (*Sollte wohl ‘mir’ heißen.)

    Hier steht zumindest eine episode, in der der autor eingegriffen hat/haben könnte (zumindest kam der einwand wohl aus seiner gruppe).

    Am text selbst stört mich eher die reproduktion der rassistischen und sexistischen sprüche.

    Davon abgesehen ein notwendiges anliegen gegen den neuen (party-)nationalismus.

  • ciodo said:

    @ Random: Glauben Sie etwa, diese Fans nehmen Bezug auf die Bibel? Schauen Sie sich doch mal die Schriftart des Banners an.

  • “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” « dokumentationsarchiv said:

    [...] publikative: “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” Rate this:sharing is supporting!FacebookTwitterLinkedInEmailPinterestMorePrintJoliprint – [...]

  • Reflexion said:

    @ Random.

    Wenn man schon aus der Wikipedia zitiert, könnte man auch den viel relevanteren Teil nehmen:

    “Gott mit uns war seit 1701 der Wahlspruch des preußischen Königshauses, der deutschen Kaiser und ein Teil der preußischen sowie später deutschen militärischen Hoheitszeichen. Auch nach dem Ende der Monarchie in Deutschland wurde er von Reichswehr und Wehrmacht benutzt. Während des Zweiten Weltkriegs trugen die Soldaten der Wehrmacht den Spruch auf ihren Gürtelschnallen.”

  • thomas said:

    So eine merkwürdige nationalistische Freude ist mir sogar schon bei Bekannten aufgefallen, als ich mal zufällig zu einem mini”public-viewing” gekommen bin. Hat mich etwas erschrocken. Erleichtert hat mich nur, dass (hat mir zumindest auf Nachfrage einer erzählt) nicht wenigen bisweilen egal ist, welches “Land” da gerade spielt, also die bejubeln dann auch bei Spanien gegen Polen die Polen, wenn sie gut spielen. Von dem ganzen Party-Kommerz-Hype abgesehen, finde ich das so in Ordnung. Wobei dieser Hochglanzfussball auch irgendwie nicht mehr so richtiger Sport ist, finde ich. Jedenfalls geht da viel verloren.

    Der Bericht hier ist allerdings ein anderer Maßstab. Da gibts nichts mehr dran schön zu reden. Das Phänomen darf man zwar so wenig hypen wie die Sache selbst, aber unbehaglich finde ich das trotzdem, von Mal zu Mal mehr. Bin immer froh, wenn das wieder vorbei ist, auch wegen diesen nervigen Hupkonzerten.

    Auf Zeit-Online gibt/gab es auch so einen Versuch, diesen Nationalsimus irgendwie herauszuarbeiten. Die Kommentare unter dem Artikel sind durchaus befremdlich. Inklusive eines latenten Anti-Intellektualismus, der allerdings der best bewerteste Kommentar ist (“Analysen über “versteckten Nationalismus” den verklemmten Psycho-Fritzen überlassen, die müssen ja auch über irgendwas ihre “Doktor”-Arbeiten verfassen…”)
    http://www.zeit.de/sport/2012-06/fans-deutschland-nationalismus-stolz
    Etwas schade, sowas zu lesen. Antiintellektualismus und Nationalismus waren ja immer schon sehr gute Freunde.

  • Wir dürfen Europa nicht verlieren · floffimedia said:

    [...] in der Zwischenzeit nicht verbessert. Wenn Rechtsradikale ganz offensichtlich deutsche Fanblocks unterwandern, sehen die Berichterstatter bereitwillig weg. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtet sich [...]

  • Donny said:

    Selbiges war von “Deutschlandfans” nachdem Public Viewing und dem “Auftaktsieg” der deutschen Elf im Nachtbus N9 in der Nacht vom 09.06. auf den 10.06. in Leipzig zuhören, toleriert von 20 friedlichen Fans. Lediglich wurde Lemberg durch Holland ausgetauscht. Zum Kotzen.

  • NICHT berichten ist gut! said:

    Die WOLLEN doch nur in die Medien. Wenn sie damit Erfolg haben, wird das nur schlimmer! Selbstverständlich NICHT berichten – das ist GUT!!!

  • hanse said:

    welcher dulli hat diesen artikel verfasst? viele wörter gehören heute einfach dazu, die jeder nutzt. gott mit uns, ein spruch der früheren wehrmacht….ganz ehrlich, was is daran verkehrt?! danzig eine besetzte stadt? dänemark war besetzt! danzig war eine freie stadt mit hauptsächlich deutschen einwohnern, oder möchte der autor sagen hamburg wurde auch besetzt?! was hat rassismus,nationalsozialismus damit zu tun wenn man als deutscher gegen schalke singt? jeder nutzt benutzt solche ausdrücke irgendwann mal aber sie haben halt immer die selbe bedeutung. beleidigung! und genau darum gehts! ihr solltet mal berichte über polen, russland, etc bringen wo es um nationalismus und rassismus geht, da findet ihr bessere argumente dagegen. das einzige faschistische an deutschland ist die presse!

    als ich diesen artikel sah, dachte ich da hätten sich einige völlig daneben benommen und nen schwarzen aufgeknüpft oder irgendwen verprügelt. daher sag ich mal dieser artikel ist völlig am ziel vorbeigeschossen.

  • Die EM – Bewusstseinsverengend | satzgrund said:

    [...] Nachtrag 2: Die Realität rund um die EM eingefangen und nicht durch Hochglanz-Fernsehbilder verwaschen “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” [...]

  • Robert said:

    Vieles davon richtig und traurig, aber was die folgenden Gesänge in diesem Artikel zu suchen haben erschließt sich mir nicht.

    “Vom „Sieg“-Gebrülle, dass hier fatal daran erinnert, dass danach einst noch ein „Heil“ folgte, über „Hurra, Hurra. Die Deutschen, die sind da!“ bis hin zu „Que sera, sera, die Deutschen sind wieder da!“ und dem „Mexico“-Lied der Onkelz wird das ganze Repertoire abgespult.”

    Das mit dem Sieg Heil ist doch absoluter Schwachsinn. und die anderen Lieder sind ganz normale Fanlieder, die bei jedem Auswärtsspiel gesungen werden, egal ob in der Ukraine oder in Hintertupfingen.

  • Peter said:

    Was für ein Quatsch dieser Artikel. Ich war 4 Tage in Lemberg und davon die meiste Zeit mit Ukrainern unterwegs. Die meisten Deutschen die ich getroffen habe, haben sich nur postiv über die Stadt und die Leute geäußert. Auch auf der Fanmeile sind mir und meinen Freunden keine Naziparolen/Zeichen aufgefallen. Und sich über den Fangesang ‘Hura, Hura die Deutschen die sind da ‘ zu ärgern, ist feinstes Übergutbürgertum.
    Der Autor beschreibt so einseitig sein Realität die so leider nicht stattgefunden hat. Bei 20000 Deutschen in Lemberg waren bestimmt auch 500 Nazificker dabei. Wie man denen hier noch ein Forum bieten kann und dann noch so schreibt als wäre das ein unübersehbares Phänomen ist mir ein Rätsel.

  • grengo said:

    Dass hier aber auch sehr alte sprechchöre der fans nieder gemacht werden muss nicht sein.

    das obligatorische “Sieg” findet man nunmal auf jeder tribüne europas – natürlich in den jeweiligen landessprachen.

    das nächste mal stellt man sich einfach auf die tribüne und sagt gar nix um bloß nicht anzuecken.
    viele fans unterstützen die Nationalmannschaft, dass da deutschland gesänge aufkommen braucht keinen zu wundern und nicht alle sind gleich rechter gesinnung.

    ich selber steh jeden samstag auf der südtribüne und die anti-schalke gesänge habe ich auch schon mitgesungen. muss ich mich schlecht fühlen weil ich meinen verein unterstütze?

  • Kalle said:

    also ganz ehrlich, war jemand schon mal bei einem Bundesliga/Landesliga Spiel? das ist dort Tagesordnung, berichtet darüber einer? da Brauch mal nicht nach Polen fahre, Mecklenburg oder Sachsen hätten gereicht … nur weil jetzt EM ist gleich mal hypen …

  • Ist_mir_schlecht said:

    Freunde, da hilft nur eins: Deutschland darf nicht Europameister werden. Dieses kranke Nationalverhalten ist mir schon seit der WM 2006 aufgefallen. Das hat mit sportlichem Interesse nichts mehr zu tun.

  • Dan said:

    Sehr guter Artikel. Danke, dass du dir das angetan hast und da mit gefahren bist, das sind ja Einblicke, die man als Nicht-Nationalmannschafts-Fan so eher nicht mitbekommt (oder nur in verwässerter Form bei den ganz normalen Deutschland-Fans).
    Mir hatten Bekannte, die vor ewigen Jahren mal zu einem Spiel Deutschland gegen Polen (wenn ich mich richtig erinnere) gefahren sind, ähnliches berichtet. Scheint sich ja nicht viel verändert zu haben…

  • wolke said:

    mir ist schlecht :/

  • CuriousMonkey said:

    @Peter

    “Der Autor beschreibt so einseitig sein Realität die so leider nicht stattgefunden hat.”
    -
    Der Artikel ist so einseitig, da den Autor offenbar stört, dass die anderen Berichterstattungen so einseitig positiv sind. Er wollte hier speziell ‘die andere Seite’ zeigen und kein Gesamtüberblick geben.

    “Bei 20000 Deutschen in Lemberg waren bestimmt auch 500 Nazificker dabei.”
    -
    Sollte man die 500 einfach so hinnehmen?

    “Wie man denen hier noch ein Forum bieten kann und dann noch so schreibt als wäre das ein unübersehbares Phänomen ist mir ein Rätsel.”
    -
    Ja, besser man übersieht das, dann wird alles wieder gut -.-

  • aa said:

    Ach wo ist denn jetzt das Problem. Ja diese Lieder sind diskriminierend und beleidigend, aber mein Gott. Die haben niemanden attackiert, die haben niemanden umgebracht, die wollen halt provozieren! Ich kann mir gut vorstellen das ca. 60-70% der Leute die da mitsingen und den Gruß machen generell gar keine Nazis sind, sondern sich 1. einfach mitreißen lassen und 2. es ihnen einen Kick gibt “verbotene” Lieder etc. zu singen, bzw. zu zeigen.
    Abgesehen davon sind die anderen Nationen da allesamt nicht viel besser, nur die dürfen ja dann nationalistisch sein, weil ihre Vorfahren ja keine Verbrechen begangen haben…

  • Dafuq? said:

    Ganz ehrlich?
    Das ist doch wieder so ein Typischer Ultra-Links Bericht. Jedwede Form des Nationalverständnisses wird heutzutage von dieser Gruppierung aufs schärfste verurteilt und bekämpft. Dieser Bericht erinnert mich an die “Fahnenklau” Bilder, in welchen die Fahnen an den Autofenstern geklaut werden weil das ja Nationalsozialistisch sei..

    Natürlich gibt es Nazis und natürlich ist es falsch aber so wie der Autor es hier berichtet müssten ca. 99% der angereisten Fans Rechtsradikal sein. Das ist die Typische Übertreibung. “Du neger” also mal ehrlich.. gehts noch kleinlicher? Ich kenne viele Leute die diesen Spruch verwenden und dabei niemals “Schwarzen” gegenüber. Am besten wir stecken alle die Köpfe in den Sand, scheißen auf unser Heimatland weil ist ja alles Europa, sagen gar nichts mehr bzw. stehen stumm auf der Tribüne, wie ein vorredner es bereits beschrieb, und verstecken uns vor jedweder Gesellschaft.

    “Guten morgen!”, sollten wir am besten auch nicht mehr sagen können das haben früher die Nazis zueinander gesagt und ich hab gehört sogar Hitler soll das JEDEN TAG!!!!!!! benutzt haben als er Leute getroffen hat.
    Das ist nationalsozialistisch und gehört abgeschafft!

    ffs. Links extreme sind genauso hirnlos und bescheuert wie rechtsradikale

  • deutsche Bürgerin said:

    @mir-ist-schlecht:

    Wieso sollte Deutschland nicht Europameister werden, bloß weil sich einige Ewiggestrige nicht zu benehmen wissen.

  • noname said:

    Warum wird eigentlich immer vom “Party-Nationalismus” gesprochen? Das klingt immer als wäre ein solcher nur die Vorstufe zum echten und dann erst wirklich schlimmen Nationalismus.
    Es ist ja auch nicht so, dass dem deutsche Nationalismus erst seit gestern mit Alkohol, Musik und guter Laune gefröhnt wird.

    @publikative.org: Sehr gut, dass ihr diesen grauenhaften Erlebnisbericht hier veröffentlich.

  • Leser said:

    Naja, das Ausland und die dortigen Presse, nimmen das Verhalten schon wahr. Und dabei reden wir nicht vom Boulevard auf Bildniveau…

    Ny Times Artikel

    Interessanterweise war das eine Meldung vom Reuters-Ticker. Die Meldung von diesem (und dapd und dpd und …) werden sonst gerade in deutschen Medien 1:1 übernommen und kaum verschwiegen. Insofern liegen diese Informationen zumindest den Journalisten vor…
    Wer weiß, was der Grund fürs totschweigen ist. “Embedded Journalists” ist halt ein Problem und wenn man dann weiter zur DFB-Pressekonferenz oder überhaupt in die Stadien will, schreibt man manches wohl lieber nicht. Sonst ist wohl die Akkreditierung flöten… Nur ne Vermutung, aber bei weniger kontroversen Themen klappt das mit den Zugaben für die Presse ja auch immer wieder – üblicherweise spricht man in anderen Kreisen von Korruption bei soetwas…

  • Johnny B. said:

    Man sollte natürlich natürlich nicht vergessen das nur die Deutschen so nationalistisch sind. Alle Sprechchöre und Fangesänge der anderen Länder haben für gewöhnlich den Inhalt “möge der bessere gewinnen”, “wenn wir verlieren ist uns das egal” und “die Gegner sind nette Leute die auch gewinnen dürfen”.

  •   [EM 12] Von Lemberg mit der U-Bahn nach Auschwitz by Ostfussball.com said:

    [...] Quelle im vollständigen Original -> “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”, publikative.org, 22. Juni [...]

  • Ralf said:

    Ganz klar ziemlich an der Realität vorbei.

    Erinnert an die Kampagne der Grünen Jugend gegen Patriotismus.

    Wie schrieb eine Zeitung so schön dazu:
    “Grüne Jugend und Antifa erklären dem Patriotismus zur EM den Krieg. Und sind dabei so humorlos, arrogant und bürokratisch, wie es nur wir Deutschen sein können”

  • Unklar said:

    Was ist an diesem Bericht grauenhaft? Hier wird nur eine Fankultur beschrieben, wie sie bei jedem Landesligaspiel präsent ist – sowohl in Sachsen und Bayern, wie auch in Thüringen oder NRW.

  • dot tilde dot said:

    ich habe wegen ähnlicher beschwerden (“was soll der nazidreck”) am stadion meines zweitligavereins schon eine volle bierflasche an den kopf geworfen bekommen, auf die fresse gekriegt und bin richtung befahrene straße geschubst worden.

    was mich nicht daran hindert, mich weiterhin bei anhängern meines vereins, der fanarbeit und auch bei der polizei über diese scheiße zu beschweren.

    da ich da nicht mehr der einzige bin, reagiert auch der verein mittlerweile nicht mehr so ignorant wie früher noch. die informationen und mediendateien werden jetzt gerne angenommen. polizeilich ausermittelt wurde aber noch nichts.

    .~.

  • Nils said:

    Die Qualität der User-Kommentare scheint mit der Öffnung der Publikative für das Themenfeld “Fußball” allmählich abzunehmen.

  • Fraktur said:

    @ ciodo

    “Schauen Sie sich doch mal die Schriftart des Banners an.” Genau die böse Nazi-Frakturschrift! Rate mal welche Partei in Deutschland an der Macht war, als die Frakturschrift als offizielle Schrift abgeschafft wurde. Genau: die NSDAP.

  • zeh said:

    @hanse: Keine Ahnung, was mit Ihnen los ist. Aber wer “nen Schwarzen aufknüpfen” als “sich völlig Danebenbenehmen” bezeichnet, hat irgendwie nichts verstanden. Dass es für Sie wohl völlig normal ist, andere als “scheiß Parasit” zu bezeichnen oder “hängt die Zigeuner” hinterherzurufen, tut mir leid für Sie. Glauben Sie mir: Nicht jeder nutzt solche Ausdrücke irgendwann. Ich bin sogar überzeugt, dass die wenigsten das tun.

  • Obacht said:

    Ein Bekannter der beim Spiel Deutschland-Portugal war erzählt, dass im Block unter ihm eine ca. 3x3m große Hakenkreuzflagge über die Fan gezogen wurde. Diese wurde dann schnell von den Ordnern entfehrnt.
    Davon krieg man am TV auch nix mít.

  • Jan said:

    Na ja,für unsere Intelektuellen war es schon immer sehr schwer Fußball schön zu finden. Da werden dann Begriffe wie Nationalismus, Patriotismus und ähnliches weit überbewertet. Der große Teil hat damit nichts zu tun und im Sinn. Und den anderen Teil wird man nicht ändern. Schon gar nicht in dem man vor oder nach einem Spiel eine Diskussion mit ihnen anfängt.Aber das werdet ihr nie verstehn, da ihr viel zu sehr mit euch selber und eurer vorgeblichen geistigen Intelektualität beschäftigt seid. Zieht euch in euren Elfenbeinturm zurück und geht dem Rest nicht auf den Nerv.

  • Rotschuh said:

    Es wird doch auch in der Bundesliga nicht mehr berichtet, wenn z.B. in Dortmund ganze Nazi-Horden öffentlich ihre Plakate und Sprüche verbreiten.

    Ist etwa Großkreuz für seinen Ausraster gegen Asamoah beim Pokalspiel bestraft worden?

    The show must go an, heißt es für die Medienlandschaft

  • Nils said:

    Ich empfinde es als sehr aufschlussreich, wie sich die Mitte der Gesellschaft hier äußert.

    Und genau deswegen sind solche Artikel wie dieser hier folgerichtig.

    Rassismus, Antiintellektualismus und Antihumanismus offenbart sich leider hier in der Kommentarspalte. Ich finde e schlimm und beschämend.

  • Publikative said:

    @Jan: Man könnte hier auf viele Kommentare antworten, aber Ihrer ist so goldig, da kann man nicht nein sagen. First things first: Wir sind nicht “Ihre” Intellektuellen und zweitens finden wir Fußball schon so lange gut (oder auch “schön”), da müsste man drittens fast fragen, ob Sie da nicht noch Lego-Steinchen in den Mund geschoben haben, als wir schon im Stadion waren. Aber das werden Sie viertens wohl nie verstehen, warum uns Nationalmannschaften so ziemlich dort hinten vorbeigehen, da Sie viel zu sehr mit sich selbst (selber selba, Sie wissen schon) und Ihrer nationalen Massenpsychose beschäftigt sind. Also: Gehen Sie uns nicht auf die Nerven, sondern ziehen Sie sich bitte aus unserem Elfenbein-Blog zurück und fröhnen ihrer nationalen Neurose woanders.

  • Patrick said:

    Schön, dass Nationalismus mit in einen Topf geworfen wird – mal wieder. Das kann ja wieder nur von links kommen. Nochmal, auch für den letzten Idioten, der das nicht kapieren will: Nationalismus ist NICHT Nationalsozialismus, Nationalismus ist NICHT Faschismus, Nationalismus ist NICHT Rassismus. Nationalismus ist keine chauvinistische Weltanschauung, bei der andere Nationen nicht akzeptiert werden. Es gibt immer noch einen Unterschied zwischen inklusivem Nationalismus (heutzutage allgemein als „Patriotismus“ bezeichnet, weil das angeblich besser rüberkommt – dieser Form des Nationalismus gehören die meisten nationalistisch denkenden Deutschen an) und exklusiven Nationalismus (dies ist Nationalsozialismus, der keine anderen Völker und Staaten akzeptiert, der allerdings aus diesem Grund auch rein gar nichts mit inklusivem Nationalismus zu tun hat).

    Schreibt euch diesen verdammten Unterschied endlich mal hinter die Ohren. Aber der Aufschrei ist natürlich ganz groß, wenn man links und linksextrem oder Sozialismus und Kommunismus in einen Hut wirft – wäre genauso unnötig und falsch, wie wenn man Nationalismus mit Nazitum in Verbindung bringt, aber DAS darf ja anscheinend jeder.

  • Patrick said:

    Abgesehen davon – dieser Artikel scheint eh nur linke Propaganda zu sein. Es wird sich über „Gott mit uns“ in Frakturschrift aufgeregt? Lächerlich. An der Frakturschrift ist nichts schlimmes und „Gott mit uns“ war kein Weltkriegs-Wahlspruch sondern der Wahlspruch des preußischen Königs seit 1700, den die deutsche Polizei noch bis in die 1970er verwendete. Stimmt, sehr weltkriegerisch! Schön, dass dieser Artikel nur die halbe Wahrheit verrät, aber die ganze Wahrheit wird verschwiegen, damit die Linken was zum Meckern haben.

    Zeilen wie „hängt die Zigeuner“, „Kanake“ oder „Neger“ sind zwar alles andere als schön (wobei auch hier gesagt werden kann, dass all diese Begriffe nicht automatisch Beleidigungen sind, da sie unter anderem eine Eigenbezeichnung bestimmter Volksgruppen darstellen), aber gehören leider zu den „Standardbeleidigungen“ im Jugendjargon, ohne dass diese rassistisch gemeint sind. So wie „Wichser“, „Hurensohn“ oder „Arschloch“, die auch nichts mit der Bedeutung des Wortes an sich zu tun haben, oder ist jeder als „Hurensohn“ beleidigte automatisch der Nachkomme einer Konkubine? Der Vorwurf mit dem deutschen Gruß – als ob in jedem Bus zu einem Deutschland-Spiel diese Parole gebracht wird. Wie einseitig wird eigentlich berichtet in diesem erbärmlichen Artikel? Wenn ein Linker ein Auto anzündet, macht das dann auch automatisch jeder Linke?

    Dann wird sich in diesem Linkshetze-Artikel darüber aufgeregt, dass die Deutschland-Fans „Deutschland über alles“ singen. Ohja, wie schlimm, sie singen unsere Nationalhymne! Wow, dieser Artikel wird immer dümmer. Und warum sollte es Fußballfans interessieren, was irgendjemand für Broschüren über Gedenkstätten rausbringt?! Die Fans reisen nach Polen um Sport zu gucken und nicht um über 70 Jahre alte Geschichten nachzudenken.

    Die 88 ist eine Zahl. Ganz einfach. Und sie wird natürlich gerne benutzt, um dumme Gutmenschen zu provozieren – liegt in der Natur der Sache, wenn sich jemand wie dieser Artikelschreiber so niedlich über diese Zahl aufregt, oder? Da hat man doch gleich umso mehr Spaß, die 88 zu tragen, selbst wenn man sie vorher einfach nur aus Jux trug, z. B. im Sinne von „egal ist 88“. Ihr Linken müsst nicht bei jedem Schwachsinn Rechtsextremismus sehen. Das Eiserne Kreuz übrigens hat mit Nationalsozialismus nichts zu tun und wurde schon Jahrhunderte früher eingeführt.

    Thor Steinar ist eine normale Kleidungsmarke, die von Nazis oft sogar gemieden wird, weil sie von den Emiraten aus vertrieben wird. Nur weil jemand Thor Steinar trägt, ist er nicht gleich ein Nazi – auch wenn es ein Indiz sein mag, ist es doch kein Beweis.

    So, nun, die Lächerlichkeit hoch zehn kommt da, wo sich dieser linksextreme Artikelschreiber allen ernstes darüber beschwert, dass deutsche Fans nach einem Sieg eben dieses Wort auch schreien. Was sollen sie schreien?! „Niederlage, Niederlage“? Es ist nun mal ein Sieg gewesen! Das ist nun mal das deutsche Wort für ein gewonnenes Spiel! Wenn Philipp Lahm nach dem Spiel „Sieg!“ jubelt, ist das dann gleich rechtsextrem?! Wenn irgendein Pole hört, wie ein Deutscher „Sieg“ schreit, erwartet er dann automatisch ein „Heil“? WIE DUMM SIND SIE EIGENTLICH? Das ist dieses typisch politisch-korrekte, dieses Gutmenschentum (oh nein, lass mich raten, das ist ja ein „Naziwort“, genauso wie „Kindergeld“ und „Autobahn“, weil das alles ja von den Nazis erfunden wurde, bla bla bla, stimmt nicht mal, das Wort „Gutmensch“ ist schon in drei Jahrhunderte alter Literatur vertreten, aber ich mag das Wort, weil es solche Ganz-weit-Linken schön verärgert), das immer von der linken Ecke der Linkspartei kommt. Sie sollten sich schämen, so einen populistischen Mist zu schreiben. Fans dafür zu kritisieren, dass sie „Sieg“ schreien, nachdem sie gewonnen haben, das ist ja unfassbar! Dass Linkspopulisten bei jedem Schwachsinn mit der Rassismuskeule schwingen, ist ja schon bekannt, dass sie das nun aber schon bei Gesängen wie „Sieg!“ oder „Hurra, hurra, die Deutschen sind da!“ machen, ist mal ganz großes Kino! Werter Artikelschreiber, Sie könnten in die Fußstapfen des Buchholzer Linkspartei-Angehörigen treten, der verlangt hat, als Deutscher solle man gefälligst für Griechenland sein.

    Zu guter Letzt kommen mal wieder seltene Beispiele über wirkliche Nazis, die Barkeeper als Kanaken beleidigen und Kritikern „Sieg heil“ zurufen – und dies wird natürlich als Selbstverständlichkeit dargestellt, als würde das immer und bei jedem Nationalmannschaftsspiel so sein, als würde jeder deutsche Fan so denken, obwohl das nur Ausnahmen sind, genauso wie die linken Krawallmacher am Maifeiertag Ausnahmen sind, die sogar nicht nur dumme Parolen bringen, sondern dabei noch Sachschäden in fünfstelliger Höhe für Privatpersonen anhäufen.

    Ebenfalls selbstverständlich wird es dargestellt, dass „Journalisten ja diese Erlebnisse gemacht haben müssen“ und dass sich „generell keiner daran stört“. Wow, das war ein Spiel, vielleicht zwei, von denen dieser Bericht stammt. Und es sind natürlich alle Fans so, aber sicher.

    Es tut mir leid, aber über solche meinungsmachenden Artikel kann man nur den Kopf schütteln.

  • Patrick said:

    Nun gut, wie ich sehe, müssen Kommentare erst genehmigt werden. Da den Linken dieser Kommentar eh nicht schmecken wird (wahrscheinlich bin ich nun ein „rechtspopulist“ oder gar ein „Nazi“), muss ich eh nicht damit rechnen, dass er veröffentlicht wird.

    Aber die Ganz-weit-Linken (die dieser Blog anscheinend anspricht, wenn ich mir die bisherigen Kommentare so durchlese, die jedem Punkt im Artikel zustimmen, selbst die lächerlichsten Punkte wie das Gemecker über die „Sieg“-Rufe, die Schrift „Gott mit uns“ und das Singen der Nationalhymne) sollten mal erwachsen werden und nicht bei jedem absolut dämlichen Scheiß mit der Moralkeule kommen.

    Aber dass es sogar Linkspopulisten gibt, die Menschen mit Nazis gleichsetzen, die nur die Nationalhymne singen oder die sich mit dem Sieg-Gesang über einen Sieg freuen… wow, wenn ihr der Antifa noch tiefer in den Arsch kriecht, könnt ihr an deren Dünndarm nuckeln.

  • Publikative said:

    @Patrick: Sie haben völlig Recht, DAS darf in der Tat jeder. Nennt sich Meinungsfreiheit, kann zugegebenermaßen lästig sein, haben wir aber nun mal im Grundgesetz stehen. Dieser Blog wird leider nur von “linken dummen Gutmenschen” betrieben – und die sind nun einmal zu blöd, um sich in ihre gedankliche Tiefen zu begeben, wie Sie ja schon gemerkt haben. Ihre feinsinnigen Unterscheidungen halten wir natürlich für kompletten Mumpitz und selbstredend gibt es einen ganzen Berg Literatur darüber, was Nationalismus mit Massenmord zu tun hat, aber ganz im Ernst: Es gibt doch genug “nationale” Hundewiesen im Netz. Von daher: Tun auch Sie uns den Gefallen und heben dort das Bein und gehen Sie woanders spielen? Danke!

  • Patrick said:

    Ach, Nationalismus hat mit Massenmord zu tun? Dann gehörst du also auch zu diesen Ganz-Intelligenten, die zu doof sind, Nationalismus von Nationalsozialismus zu unterscheiden. Sehr reif! Jedenfalls hatte ich noch nie den Drang, irgendwelche Völker auszurotten oder gar damit angefangen.

    Die Schweiz hat seit 400 Jahren keinen Krieg geführt und hatte durchgängig eine rechte, also national eingestellte, Regierung. Stimmt ja, der Nationalismus hat mit Massenmord zu tun!

    Wenn du’s so willst, gerne, so kann ich auch argumentieren:
    Der Sozialismus ist böse, der hat mit Diktatur und Massenmord zu tun, das haben Stalin, Mao, Kim Il-Sung und die DDR ja gezeigt! Ach ja, man darf den Sozialismus ja nicht mit dem Kommunismus verwechseln, das ist ja böse, aber den Nationalismus mit dem Nationalsozialismus verwechseln, das ist erlaubt und unter der Linksfraktion sehr beliebt. So viel zum verlangten gegenseitigen „Respekt“. Keine Ahnung von Nationalismus haben, keine Ahnung vom Unterschied der Wörter „inklusiv“ und „exklusiv“ haben, aber trotzdem kritisieren und sogar mit Mördern gleichstellen (nun gut, was soll man davon erwarten, wenn Sänger der Nationalhymne mit Nazis gleichgestellt werden, wie in diesem Artikel).

    Passend übrigens, dass du keine Argumente hast bezüglich meiner Kritik an diesem Artikel. Da gehen einem wohl die Argumente aus!
    Nun gut, ich singe dann beim Halbfinale wieder mit Inbrust die Nationalhymne und schreie im Falle eines Sieges, den ich mir als böser Nationalist ja so sehr erhoffe, laut und rassistisch „Sieg“, damit ihr wieder etwas für diesen Blog zu schreiben habt. :) Wir bösen, bösen, massenmörderischen Patrioten, wir.

    Immerhin mein Lob an eine Sache, nämlich dass auch kritische Beiträge erlaubt werden. Das ist bei PI-News z. B. nicht der Fall.

  • Publikative said:

    Nein, die “Argumente” gehen nicht aus. Aber wir haben erstaunlicherweise noch was besseres zu tun, als dahergelaufenen Trollen vom rechten Rand auf den Klowänden des Internets Rede und Antwort zu stehen. “It’s our blog, stupid!” – und damit jetzt auch Ende der Fahnenstange für Sie.

    Sämtliche Ihrer hier im Kindergarten-Tonfall vorgebrachten Empörungsbeiträge enthalten überhaupt keine “Argumente”, sondern offenbaren lediglich Ihre komplette Unfähigkeit, Texte zu lesen und zu verstehen oder seine eigenen, kaum haltbaren Thesen und Definitionen von “Nationalismus” mit irgend etwas anderem zu belegen, als dem, was man sich morgens auf dem Klo beim Stuhlgang ausgedacht hat. Dazu kommen dann Beschimpfungen all dessen, was Sie für “links” halten.

    Wie schon gesagt: Es gibt Berge an Literatur, nach deren Lektüre auch Sie schlauer und besser darüber nachdenken könnten, warum das mit Ihrem guten Nationalismus leider nicht so ganz hinhaut, aber es ist nicht unsere Aufgabe, hier Ihren persönlichen Hauslehrer zu spielen und Ihnen dabei zu helfen, das nachzuholen, was Sie zwischen Stolz, Vorurteil und dreister Dünnbrettbohrerei leider verpasst haben. Hier ist ein Denkanstoß mit weiteren Verweisen als Anfang, ansonsten ist jetzt aber Schluss, husch, husch, ab zu PI:
    http://www.publikative.org/2012/06/18/wettbewerbsgrundlage-nationalismus/

  • Der Ruhrpilot | Ruhrbarone said:

    [...] EM: “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”…Publikative [...]

  • Frage said:

    Was sollen denn die Fans sonst rufen? “Niederlage! , Niederlage!” .

    Das die Fangesänge mit dem Inhalt “Sieg” nichts, aber auch gar nichts mit irgendwelchen Vorkommnissen von vor über 60 Jahren zu haben, wurde schon ausreichend in verschiedenen Artikeln diesbezüglich dargelegt.

  • dorith said:

    Mir sind die “Sieg”-Rufe auch negativ aufgefallen und ich hatte die gleiche Assoziation wie der Autor dieses Artikels. Ich frag mich, was aus dem fröhlichen “Finale-o-oh” geworden ist!

  • NPD KV UNNA / HAMM said:

    Deutsche, wir können stolz sein auf unser Land.

    Motto der SPD bei der Bundestagswahl 1972, als Willy Brandt wieder gewählt wurde.

  • Werner said:

    Scheint mir alles ein bisschen an den Haaren herbeigezogen und einzelne Vorfälle über die maßen dramatisiert

    Erinnert mich irgendwie an den Wallraff-Film,
    wo er über 1 Jahr täglich als Schwarzer in Deutschland unterwegs ist und dann nur 9 “Rassismus-Szenen” zusammenbekommt (bei denen er bei 4 auch als Weißer Probleme bekommen hätte; da er schlichtweg provoziert)

  • Realist said:

    These: Jede_r, die_der die deutsche Nationalmannschaft bejubelt, im schwarz-weißen Trikot (zurückgehend auf die Flagge Preußens) herumläuft oder schwarz-rot-güllene Fähnchen am Auto oder im Gesicht hat, hat bei jedem einzelnen der NSU-Morde mitgeschossen. Weil er_sie den geistigen Nährboden für diese Taten bereitet und ein Klima geschaffen hat, in dem Nazis das Gefühl haben, dass ihre Handlungen gesellschaftlich legitimiert sind.

    Mit schwarz-rot-güllener Blumengirlande “Schland” singen oder mit Hitlergruß und 88-Trikot durch Polen ziehen sind zwei Ausformungen der selben Krankheit.

    Was meint ihr?

  • Quest said:

    “Und das in einer Stadt, in der während der Zeit des Nationalsozialismus über eine halbe Million Menschen von den deutschen Besatzern ermordet wurde – nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung (über 400.000 Männer, Frauen und Kinder), aber auch gut 140.000 russische Kriegsgefangene.”

    Vielen Dank, dass du uns in Klammern nochmal eine Definition von jüdischer Bevölkerung gibst. Ich bin tatsächlich so blöd, dass ich alleine nicht darauf gekommen wäre, dass es sich bei den 400.000 ermordeten Juden um Männer, Frauen und Kinder gehandelt hat.

    Es hätten aber auch 400.000 Transgender sein können, insofern ist deine Einschränkung natürlich nötig und schwarz-rot-gold-richtig!

  • Froschs Blog » Blog Archive » Im Netz aufgefischt #66 said:

    [...] publikative.org: “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” (via ?@nnamrreherdna/@mxey) Deutsche Politik 08.04.2012 Nordhausen-Info zu Hartz IV: Die [...]

  • Publikative.org » Blog Archive » Breaking News: Auch Nazis halten zu “Schland” said:

    [...] es gleich nochmal klar zu stellen, auch wenn es von denjenigen, die es am meisten betrifft, vermutlich eh nicht zur Kenntnis genommen wird: Niemand hat behauptet, die Mehrheit der [...]

  • Ein anderer Nils said:

    “Zeilen wie „hängt die Zigeuner“, „Kanake“ oder „Neger“ sind zwar alles andere als schön [...], aber gehören leider zu den „Standardbeleidigungen“ im Jugendjargon, ohne dass diese rassistisch gemeint sind. So wie „Wichser“, „Hurensohn“ oder „Arschloch“, die auch nichts mit der Bedeutung des Wortes an sich zu tun haben, oder ist jeder als „Hurensohn“ beleidigte automatisch der Nachkomme einer Konkubine?”

    Bis hier hin, hab ich mir Ihre Bibel durchgelesen. Den Rest hab ich mir erspart, aber das reicht schon, um festzustellen, wie viel Realitätssinn und Wortverständnis Sie haben. Wenn jemand “Zigeuner”, “Kanake” oder “Neger” genannt wird, ist das absolut rassistisch gemeint. Ich wurde noch nie so beschimpft, aber ein Freund mit afrikanischer Abstammung wird so ständig beleidigt. Auch in meinem Beisein. Und dazu braucht es keinen Fußball als Grund. Aber natürlich sind die Äußerungen nie rassistisch gemeint.

    Zum Rest: Wenn ich hier lese, dass der Spruch “Gott mit uns” in der Form ein gewöhnlicher Spruch sein soll, der hier schöngeredet wird, dann kommt mir die Galle hoch. Man kann sich auch vor symbolischen Werten verschließen.
    Was hat der Spruch denn dann mit Fußball zu tun? Ich wette 75% der Leute, die das Transparent hochgehalten haben, sind nicht gläubig. 100% davon haben nichts mit der Polizei der 70ger Jahre am Hut und es hat auch garantiert niemand was damit zu tun, was die Preussen 1700 für Sprüche benutzt haben. Wäre das eine ernst gemeinte Aktion einiger christlichen Mitbürgern (kaum vorstellbar), würde man eine moderne Schriftart benutzen und wahrscheinlich ein ganz anderen Spruch wählen (allein aus Scham), aber wenn es diese Fraktur ist, dann ist das eine glasklare Anspielung auf die Weltkriegszeit der Nazis.

    Wenn man aber felsenfest der Meinung ist, dass symbolische Hintergründe keine Rolle spielen, der sollte dann auch mit “Swastika”-Flaggen in das Stadion gehn, um der eigenen Mannschaft Glück zu wünschen, da es in Indien ja als Glückssymbol interpretiert wird. Viel Spaß bei den Ordnungshütern schonmal.

  • Czarny kapturek said:

    Viel Kommentar hier scheint nicht besonders reflektiert zu sein. Also, es ist voll in Ordnung, rassistische Lieder zu singen, weil sie die Mannschaft ´unterstützen´? Blödsinn. Für solche Menschen sage ich: Es ist möglich, eine Mannschaft zu unterstüzen ohne rassistische Lieder zu singen.

    Stolz auf Deutschland ist irgendwie von manchen mit Scheiss auf Ausländern/Juden/Roma geblendet. Zudem kommt der typischer deutscher Opfer-Mythos: “Oh nein, wenn wir ‘Deutschland Deutschland’ singen, sagen die böse Linken/Ausländer, dass wir Nazis sind.”

    Anscheinbar sind fallen vielen in solchen Blödsinn.

  • Publikative said:

    @Quest: Schön, wie viel semantischen Humor ihnen der Massenmord abringt. Die Unterscheidung war im Vergleich zu den russischen Kriegsgefangenen gedacht, bei denen es sich “immerhin” um männliche Kombattanten handelte, aber schön, dass Ihnen eine sechsstellige Anzahl Ermordeter noch zu einem Schenkelklopfer langt. Herzlichen Glückwunsch, Sie alter Humanist!

    @Patrick/und alle weiteren “40 Millionen gegen die Antifa”-Kommentare: Warum Ihre Beiträge hier zukünftig nicht mehr zu lesen sein werden, steht hier:
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/meinung-im-internet-vom-elend-der-nutzerkommentare-1.1147168

    Warum wir glauben, dass es Nationalismus ohne Ausschluss nicht gibt, steht in etwa hier:
    “Jeder Nationalismus, der kohärent sein will, führt früher oder später zu intoleranten und diskriminierenden Praktiken und einem offenen oder versteckten Rassismus. [...] Meiner Meinung nach ist jeder Nationalismus mit aller Entschlossenheit und mit Selbstbewußtsein politisch wie intellektuell zu bekämpfen, und zwar im Namen der Freiheit und der demokratischen Kultur.”

    Mario Vargas Llosa: Nationalismus als neue Bedrohung, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, Oktober 2000

    Eine kleine weiterführende Literaturliste zur Problematik des Nationalismus, finden Sie freundlicherweise bei der Wikipedia. Die ersten 8 Titel (bis einschließlich Isaiah Berlin) genügen, dann reden wir weiter:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus#Literatur

    Und dass bei Deutschland-Spielen auch immer wieder Personen zugegen sind, die diesen Ausschluss handgreiflich umsetzen wollen, können Sie in unserem neuen Artikel bewundern:
    http://www.publikative.org/2012/06/24/em-nazis-schland/

    Arrogant & unverbesserlich,
    aber mit herzlichen Grüßen
    Die durchgeknallten Gutmenschen

  • miachel said:

    die hirnis sterben leider nicht aus und es gibt sie in jedem land

  • Jasper said:

    Was an dem Onkelz Lied Mexiko jetzt so schlimm ist muss ich nicht verstehen oder? Und warum manche die Band weiterhin in die Naziecke drücken entzieht sich auch meiner Kenntnis. Dann könnt ihr auch gleich “Tage wie diese” aufnehmen. Ist ungefähr genauso rechts.

  • Publikative said:

    @Jasper
    Sooo “schlimm”? Wo steht denn das?
    Onkelz in der Nazi-Ecke? Und wo steht das? Dem eigenen Mythos auf den Leim gegangen?

    Da steht etwas zu Entstehung und Hintergrund des Songs, der von den Onkelz bis zum Schluss live auch sehr gerne mit einem “Augenzwinkern” “für alle fußballwahnsinnigen Hooligans da draußen” angesagt wurde. Wie immer bei den Onkelz geht es nicht darum, ob die Band-Mitglieder Nazis waren. Sondern darum, dass sie es sehr wohl verstanden haben, einer gewissen “unpolitischen” Klientel zwischen Rock’n'Roll und Kategorie C zu vermitteln, dass man sich gemeinsam in einem Kampf gegen die böse Welt, gegen Arschlöcher und PC-Wichser befindet.

    Deshalb erfreut sich “Mexico” dort auch mehr Beliebtheit als irgendwelche Blumentopf- oder “Sportfreunde Stiller”-Nummern. Und das ist ja nun auch kein Zufall, oder? Sondern das liegt daran, dass es einfach aggressiver, mackermäßiger und angriffslustiger daherkommt als “54, 74, 90 schalala”. Oder wie erklären Sie sich das? Auch hier gilt: Nicht jeder, der das singt, ist ein gewaltbereiter Hool. Aber alle gewaltbereiten Hools singen das halt auch ganz gerne.

    Kurzer Hintergrund nicht hier, sondern da:
    http://www.publikative.org/2012/06/24/em-nazis-schland/

  • Anonymous said:

    [...] [...]

  • Jasper said:

    Vornweg: Ich bin kein Fußballfan, von daher weiß ich nicht wie es in den Köpfen des 0815 Fans aussieht.

    Aber Fußball ist nun einmal kein “sanfter” Sport wie Tennis oder Golf, Aggressivität gehört dazu und wird bei Spielern auch durchaus gelobt von den Kommentatoren. Natürlich passen dann entsprechende Songs besser als Weichspülermusik von Bands wie den Sportfreunden oder Blumentopf. Und Rocker gelten oft als Außenseiter die stark zusammenhalten – Zusammenhalt ist auch im Fußball wichtig.
    Alternative Rock, Punk Rock und dergleichen passen da einfach wie der Nagel auf den Kopf und da gleich politische Hintergründe zu sehen halte ich für übertrieben und paranoid. Warum wurden die Onkelz erwähnt und nicht die Hosen, deren Songs dauernd gesungen oder auch abgespielt werden? Man erinnere sich an das Fortuna Spiel vor einiger Zeit und die Ausschreitungen bei selbigem. Die Verbundenheit von Verein, Fans und Band ist kein Geheimnis. Aber nein, die Hosen haben ja keinen entsprechenden Hintergrund – wobei ich sogar Antifas kenne die die Hosen für Nazis halten. Hintergrund ist hier der Song Sascha wo es u.a. heißt: “Jetzt lässt er die Sau erst raus
    und geht zum Asylantenhaus,
    dort schmeißt er eine Scheibe ein,
    denn jeder Neger ist ein Schwein.”
    Paranoid bis zum geht nicht mehr, wenn man mich fragt. Satire ist aber halt auch so eine Sache.. ;)

    Der Abschnitt über die Musik schadet dem Artikel nur und hätte gut draußen bleiben können. Die “Fans” mit den Deutschland 88 Trikots und dergleichen hätte doch als “Beweisführung” völlig ausgereicht. Zu sagen Songs wie “Mexiko” wären unsensibel ist hochgradig albern. Die anderen Nationen haben doch ähnliche Songs parat. Man denke nur an “10 german bombers in the air” von den Engländern. Gegen solch plumpe Kriegshymnen höre ich irgendwie nie was.

  • Publikative said:

    @Jasper:
    Jein. Der Song stiftet genau wie viele andere Elemente eine bestimmte kollektive Identität und er ist mit bestimmten Bezügen aufgeladen. Es ist eben KEIN Zufall, dass es dieses Lied ist und nicht die Hosen und nicht die Sportfreunde Stiller, die jeweils eben völlig andere Assoziationen wecken. Es ist eine Erkennungsmelodie und ein Hinweis an Gleichgesinnte, genau wie in dem Brüssel-Video zu sehen. Auf einer Fanmeile in Deutschland mit lauter unbedarften Pop-Fans wird das auf keinen Fall gesungen und das hat seine Gründe.

    Und zum letzten Punkt: Das wird in England seit Jahren von diversen Medien massivst kritisiert und die meisten Engländer schämen sich dafür. Diese antideutschen Lieder werden im Wesentlichen von denjenigen angestimmt, die in England als rechtsradikal wahrgenommen werden. Und wie gesagt: Die finden wir auch nicht gerade sympathisch.

  • Viteunic said:

    Lächerlich der Artikel.

    Leider haben auch Idioten das Recht “Fußballfans” zu sein.

  • Ostfussball.com said:

    Im Entrée auf publikative.org zu einem Erlebnisbericht von Florian Schubert während der UEFA EURO 2012 aus der Ukraine ist zu lesen – “Vor der EM wurde zwar viel über das Rassismus- und Naziproblem in ukrainischen Stadien berichtet, doch endlich einmal, so schien es, sollten Diskriminierung und Gewalt im Umfeld von Fußballspielen nicht mit deutschen Fans in Verbindung gebracht werden: Rassismus, Antisemitismus und aggressiver Nationalismus im Zuge von Spielen der deutschen Nationalmannschaft sollten der Vergangenheit angehören” …

    … Wie man mittlerweile weiß, ist dem leider nicht so (…)

    | [EM 12] Von Lemberg mit der U-Bahn nach Auschwitz | Ostfussball.com | 23. Juni 2012 |

  • HansWurst said:

    Der Onkelz Song hat keinerlei rassistische Tendenz. Aber kann man ja gut in den Sachverhalt packen, weil es die Onkelz sind. ;-)

    Ansonsten guter Artikel.

  • Publikative said:

    @HansWurst: Nein, steht das da? Aber er hat eine lange Tradition in der deutschen Hool-Szene. Und das ist kein Zufall, siehe auch die ausführliche Diskussion in dem anderen Artikel.

  • Der PQ-Blog (was für ein Topic nicht reicht) - Seite 271 - inQuake Forum - mehr braucht man nicht! said:

    [...] allesamt: Publikative.org » Blog Archive » “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” __________________ "Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die [...]

  • Harry said:

    Guter Artikel. Teilweise erschreckende Kommentare.

  • geschenkpapier said:

    Also, ich habe den Bericht etwas anders verstanden. Eben nicht, dass alle Fans sich daneben benehmen, sondern das solche Fans anscheinend in den letzten Jahren mehr geworden sind. Was ja auch der allgemeinen Tendenz bzgl. des Zulaufs der rechtsorientierten Parteien entspricht. Außerdem ist es ja extra als Erfahrungsbericht betitelt, nicht als allgemeine Aussage über die Gesinnung deutscher Fans in Polen und der Ukraine. Und als solcher darf der Autor auch seine eigene Meinung mit einfließen lassen. Dass er dieses Thema sehr sensibel wahrgenommen hat, ist nicht links-extrem oder sozialistisch, sondern eben auch (und jetzt kommts) deutsch. Denn es gibt eben auch noch viele Deutsche, die sensibel auf das Thema Rechtsextremismus reagieren. Eben auch sehr viel mehr, als es vielleicht in vielen anderen Ländern in Europa der Fall ist. Ich persönlich finde es sehr gut, dass man so damit umgeht. Und es ist ja auch schließlich auch interessant, dass es eben nicht nur(!) die offenen und fremdenfreundlichen Deutschen gibt. Ich finde es als Information schon wichtig. Und da ist es ja eben auch nur ein vollständiger Bericht, wenn man auch ALLE Erfahrungen niederschreibt. Der Leser kann eben dann für sich entscheiden, was für einen vertretbar ist und was zu weit in die rechte Sparte geht.

    Ich kenne die “sieg”-rufe auch von meinem Eishockeyverein, bei dem ich für mehrere Jahre eine Dauerkarte hatte. Und ich habe bisher den Ruf auch gar nicht diese Richtung gedeutet. Ich denke, in diesem Fall hat sich die Deutung auch einfach geändert (vielleicht etwas vergleichbar mit dem “gott mit uns” Spruch, da wurde ja auch schon wikipedia zitiert, mit Usprung und vers. Bedeutungen und der Zeit).
    Kein Verständnis habe ich hingegen für “Heil”-Grüße. Denn diese sind in Deutschland normalerweise (und richtigerweise) verpöhnt und auch nur mit Hitler und dem Nazi-Regime asoziiert. Das hat auch nichts mit Freude am Spiel oder sonst was zu tun (und falls es da doch irgendeinen zusammenhang geben sollte, möge man ihn mir bitte sinnvoll erklären), es ist reine Provokation und zwar mit sehr rechtem Einfluss.
    Wie schon in einem Kommentar erwähnt wird, hat er bereits ordentlich Gewalt erfahren, weil er eben gegen solche Rechten Rufe aufbegehrt hat. Das ist auch mitunter ein Grund, warum ich z.B. auch Hemmungen hätte, mich gegen eine Gruppe solcher Leute zu wenden – Angst. Vor Gewalt. Denn leider steckt hinter so viel Provokation auch viel Gewaltpotential – was sehr bedenklich ist. Deshalb Hut ab vor allem, die dennoch und gerade deshalb aufstehen und den Mund aufmachen.

    Und Worte wie “Kanacke” oder “Zigeuner” mögen vllt mal “Volks-”Bezeichnungen gewesen sein, aber hier hat sich die Deutungsweise auch geändert, und sie sind heute politisch nicht korrekt und als Beleidigung aufzufassen – dennoch auch mit rassistischen Unterton. Solche Bezeichnungen sind nunmal nicht in Ordnung, punkt um. Und das mit “Jugendsprache” zu entschuldigen, macht es nur noch schlimmer, denn damit verharmlost man so etwas nur noch mehr. Ich selbst bin jetzt gerade mal Anfang 20 und falls es während meiner Teenagerzeit überhaupt mal solch einen Spruch von einem Bekannten gab, wurde der von den meisten anderen aus meinem Bekanntenkreis sehr schnell unterbunden und negativ gewertet. Zu sagen, dass wär normal unter Jugendlichen, ist dasselbe wie zu sagen, alle Deutschen lassen rassistische Sprüche ab und grüßen sich mit “Heil”.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Der Bericht hat genau das angeregt, was er sollet: eine Diskussion! Ja, er ist einseitig. Er behauptet ja auch nichts anderes. Die restliche Berichterstattung ist ebenfalls einseitig. Und wenn man eben beides zusammen nimmt, bekommt man ein wahres Bild von der Situation. Traurig ist, dass bei den Kommentaren auch sehr einseitig gedacht wird und alles im allem sehr aggressiv argumentiert wird. Nationalismus ist natürlich kein Nationalsozialimus. Aber viele Nationalsozialisten verstecken sich gern hinter dem Deckmantel des Nationalismus. Und der Nationalismus ist ja schon ein recht junges Phänomen in Deutschland (gerade bei Sportverantstaltung) – es wird wohl noch Zeit brauchen, bis man sich auf das richtige Mittelmaß zwischen Stolz sein auf sein (sportliches) Land bzw. Nationalismus und Sensibilität für seine Nationale Vergangenheit und dem Respekt der anderen Nationen.

  • o.b. said:

    Leider wird Fußball von viel zu vielen Leuten als Stellvertreterkrieg verklärt. Dazu gehört dann auch ein nationalistisch, chauvinistisches Auftreten oder entsprechende Rhetorik. Und bei all der Emotionalität sollte man natürlich aufpassen, welche Töne wie angeschlagen werden. Die “Sieg” Rufe habe ich noch anders in Erinnerung. Danach folgte dann immer ein “Heil”. Wurde gerne von Naziidioten in den Fanböcken gerufen. Zumindestens in den 80ger und Anfang der Neunziger. Aufgrund der Herkunft dieses “Fangesanges” empfinde ich da immer ein Magengrummeln, da ich denke, dass geht kreativer und besser wie sympathischer. “Hurra, Hurrra, die Deutschen die sind da” empfinde ich fast schon als Realsatire. Wo sollen sie denn sonst sein, wenn sie gerade im Stadion spielen? Sieht doch jeder, dass sie da sind. Brauch man doch nicht gleich zu erwähnen. Wie bescheuert. Vielleicht fehlt uns Deutschen aber auch seriöses Liedgut und der gute Humor. Die Iren haben es da besser. Unser Liedgut hat ja nur eine kulturelle Bandbreite von Modern Talking bis Rammstein. Sowas wie die Onkelz lasse ich da mal unerwähnt. Aber “You can win if you want” wäre im Stadion schon lustig, wenn das einige singen könnten. “Seven nations Army” hat sich ja auch durchgesetzt. Bezweifel aber, dass der geneigte alkoholisierte Fußballproll so kreativ ist, da mal witzigen Witz reinbringen zu können. Da fehlt dann die Vorbereitung.
    Ansonsten: Jede Art von Nationalismus hat den Jungs von der NSU einen Boden bereitet in der einen oder anderen Art. Besonders, wenn man in einer Nachbetrachtung sieht, wie oder was alles um diese Fälle passiert ist oder wie darüber berichtet worden ist.
    Aber nicht jeder Fußballfan, der vielleicht ein Trikot trägt um seine Mannschaft anzufeuern, wird der NSU DAMIT einen Boden bereitet haben. Es kommt auch immer drauf an, WIE man mitfiebert oder mitleidet. Wie der Tonfall ist. Wenn ich die Diskussionen um Özil oder Gomez sehe, dann leben da einige ihre nationalistischen oder wie auch immer gearteten Defizite bzw. Befindlichkeiten aus. Nur weil die Spieler einigen nicht “deutsch” genug aussehen, haben diese Spieler gefälligt nie schlechte Leistungen zu bringen. Auf solche Leute, die sich so äußern oder in dieser Art, könnte ich im Fußball gerne verzichten. Die sollen sich bitte irgendwelche Wargames widmen und damit ihre Befindlichkeiten befriedigen.

    Schade um den Sport…
    Wobei ich auch glaube, dass sich viele nicht mal bewusst sind, wenn sie sich daneben benehmen mit einigen Gesängen, Sprüchen oder Aufnäher, Transparente usw.. Da fehlt dann einfach das Hintergrundwissen.

    Und dennoch: Hoffe das unsere Jungs einiges reissen können. Wenn nicht, auch nicht schlimm ;-)
    Mögen die besseren gewinnen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  • Befreit den Fußball von den Nationen! | Fabians Weblog said:

    [...] gegeneinander. Die Folgen: Vorurteile verhärten sich, Nationalismus grassiert und sogar der Rassismus erhebt sein grottenhässliches Antlitz. Außerdem sind Nationalstaaten doch sowas von 19tes [...]

  • Thomas said:

    Merkwürdig 1: Kritik an nationalistisch geprägter Masseneuphorie wird automatisch als links abqualifiziert.
    Ich für meinen Teil bin Weltbürger. Und als solcher kritisiere ich nationalistisch geprägte Masseneuphorie. Staatsgrenzen sind Kreidestriche. Meine Unterteilung der Welt beginnt mit Abendland. Rechts und links und unterhalb und oberhalb davon beginnen andere Weltgeschichten, seit mehr als 3000 Jahren. Nennt man Weltkulturen. Weltkulturen sind der Tendenz nach nichtnationalistisch. Ich liebe Weltkulturen.

    Merkwürdig 2: Wirklich widerliche Phrasen werden als marginal abgetan. Weil Jugendliche das ja auch machen usw..
    Heißt: Erwachsene stellen sich auf die Stufe von nicht vollständig Mündigen, die aufgrund der Entwicklungsphase, in der sie sich befinden, auch bezüglich fragwürdiger Äusserungen besondere Gnadenrechte genießen, nahezu weltweit. Weil alle Erwachsenen wissen, dass die Jungen Menschen “Noch nicht ganz so weit sind”.
    “Hängt die Zigeuner” ist aber keine Jugendsünde und fällt selten unter dieses Gnadenrecht. Egal, ob von einem Staatsbürger Deutschlands oder Spaniens oder Paraguays. Dass die Phrasen so verbreitet sind, macht sie nicht weniger gefährlich und abstoßend. Erwachsene Menschen sollten dafür mutig Verantwortung übernehmen, anstatt es vor sich selbst schön zu reden. Vor allem in der Öffentlichkeit. In der Öffentlichkeit seinen eigenen Verstand zu benutzen statt sich dem Verstand einer Masse unterzuordnen nennt man seit 1784 bzw. 1798 Mündigkeit. Genau genommen stellt dieser Mut diesen Verstand überhaupt erst her.

    Merkwürdig 3: Es wird nicht erkannt, dass nicht (nur) die widerwärtigen Phrasen einiger Verpeilter das Problem sind, sondern vor allem die Reaktionslosigkeit der daneben stehenden Anderen.
    Diese Reaktionslosigkeit wirkt wie Toleranz. Diese Toleranz ist das, was hier vielen Unbehagen verschafft. Genau diese Toleranz wurde übrigens ebenfalls 1784 als das gerade Gegenteil von Mündigkeit definiert.

    Merkwürdig 4: Kritik an antiintellektualistischen Tendenzen wird mit Antiintellktualismus beantwortet.
    Epischer Diskussionsfehler. Treppenwitz.

    Merkwürdig 5: Die generelle Gefahr von euphorisierten Massen wird ausschließlich aus der Perspektive des Erfreulichen dieser Euphorie zurückgewiesen. Das als künstlich gescholltene Gemeinschaftsgefühl wird als der Grund für das Erfreuliche dieser Euphorie bezeichnet.
    Riecht nach Verblendungszusammenhang. Deren wichtigster Knoten: Euphorie in einer Masse.

    Fazit: ich bin immer noch froh, wenn das wieder vorbei ist. Dank Bundesverfassungsgericht hat so auch der ESM noch eine Chance, öffentliches Thema zu werden.

    PS: es gibt keinen Nationalismus ohne generell ausgrenzende Momente. Das Problem ist nicht die Ausgrenzung selbst, sondern die Referenz auf unbekannte Millionen, mit deren Stärke man sich ausstatten möchte. Man hat das mal Entfremdung genannt. Entfremdung als Begriff kommt aus der Philosophie und aus der Erfahrung durch Geschichte. Nicht aus der Politik. Nicht von links. Nicht von rechts.

  • Mal wieder Fundstücke « Roger Reloaded said:

    [...] (Quelle) “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” Unser Autor war mit Deutschland-Fans unterwegs in der Ukraine. Dabei erlebte er einige Dinge, über die hierzulande kaum berichtet wird: Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehören offenbar noch immer zum unguten Ton bei Auswärtsspielen der Nationalmannschaft. [...]

  • Humpelfuss said:

    Also wenn ich hier Kommentare wie die von Patrick lese, weiß ich ehrlich gesagt nicht ob ich lieber lachen, weinen, oder gar kotzen soll.
    Wenn Worte wie “Zigeuner”,”Kanacke”, “Schwuchtel”, “Neger”, oder gar “Jude” zum normalen Jugendjargon gehören, ist das, aus meiner Sicht, schlichtweg falsch, denn weder ich selbst, noch Leute aus meinem Bekanntenkreis, benutzen solche Worte.
    Wenn dann noch behauptet wird, Leute mit dem T-Shirt oder Trikot “Deutschland 88″ wobei die “88″ sogar noch in Frakturschrift abgebildet ist, das ganze aus Jux tun, bzw im sinne von “egal ist 88″, kocht in mir schlichtweg die Wut. Vor allem wenn in diesem Outfit noch der Hitlergruß gezeigt werden, ist das ganze kein Jux oder keine Bagatelle, sondern schlichtweg Strafbar und nennt sich “Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen”.
    Auch wer behauptet “Thor Steinar” sei eine ganz normale Modemarke, der hat, meiner Meinung nach echt noch nix gemerkt. “Thor Steinar” war schon immer eine Modemarke der Neonazis und wird es wahrscheinlich immer bleiben. Daran wird sich sicherlich auch nichts ändern, nur weil sie aus dem Ausland vertrieben wird. Und wenn diese Marke auch von “Otto Normalverbraucher” getragen wird (wie es ja leider teilweise der Fall ist), macht es das ganze nicht besser, sondern schlimmer. Wenn dann auch noch (wie einige Kommentare zuvor) das rufen oder singen von “Deutschland Deutschland über alles” mit der Begründung “Oh wir singen unsere Nationalhymne, wie schlimm” bagatellisiert wird, platzt mir echt die Hutschnur. Unsere Nationalhymne lautet “Einigkeit und Recht und Freiheit [...]“, denn die ersten beiden Strophen werden seit ende des 2. Weltkriegs und seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr gesungen. Der besagte Text ([...]Von der Maas bis an die Memel,von der Etsch bis an den Belt – Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt![...]) besingt ein Deutschland , welches mit Preußen und dem Dritten Reich zu identifizieren ist, denn die besagten Gebiete gehören schon seit langem nicht mehr zu Deutschland.

    So, ich glaube, jetzt habe ich mich erstmal genug aufgeregt und geh erstmal eine rauchen…

  • flopps said:

    Ich war auch in Lwiw (nicht Lemberg). Die Fan-Gesänge haben auch mich gestört. Allerdings habe ich weder Thor Steinar noch “88″ gesehen und muss gestehen, dass alle Deutschlandfans, mit denen ich gesprochen habe, keinen rassistischen Eindruck machten. Ich war baff, wie viele etwa vom Jüdischen Friedhof oder dem Ghetto-Denkmal berichteten. Leute, von denen ich es augenscheinlich nicht erwartet hätte. Ich finde es daher schwierig, die Berichterstattung zu bashen. Hätte ich berichtet, dann auch (fast) nur positives.

  • Nationalistische Gewalt auf der Fanmeile « fussball von links said:

    [...] Patriotismus heißt und auf Teufel komm raus harmlos sein muss, selbst wenn er auf Fanmeilen und in den den Stadien gewaltförmig, diskriminierend und einfach widerwärtig [...]

  • die ennomane » Blog Archive » Links der Woche said:

    [...] “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”: [...]

  • Rundes Leder Browserdienst 26/12 | «Zum Runden Leder» said:

    [...] Neonazis sind wirklich ein Problem an Евро 12. Vor allem die importierten. [...]

  • Wie wir mit Patriotismus umgehen. » spektrallinie said:

    [...] der Bundesvorstand in einem Blogpost zusammen gefasst hat, sind nicht wegzudiskutieren, ebenso die menschenverachtenen und kriegsverherrlichenden Aussagen Deutscher EM-Gucker in Polen und die anderen, zahllosen Beispiele für eindeutige Grenzüberschreitungen. Gleichzeitig halte [...]

  • Drautran said:

    Etwas schlecht zu machen, nur weil es im Dritten Reich benutzt wurde und eigentlich viel älter ist, ist enorm lächerlich und beschränkt.

    Wieso sollen die Leute nicht mehr “Sieg!” rufen? Weil Leute da früher ein Heil drangehängt haben? Man kann wird den Verkauf von Heilkräuter verbieten müssen, weil einige davor ein “Sieg” setzen könnten…
    Und was soll man sonst rufen, wenn man kurz, knackig und direkt die (Vor)freude eines Sieges ausdrücken? “Gewinn, gewinn, gewinn!”? Das klingt einfach nur scheiße.
    Nur weil übersensibilisierte leute etwas erahnen, heißt es nicht, dass alle so denken und dass es auch so gemeint ist. Blickt mal über den Tellerand hinaus.

    Ich bin vom Nationalsozialismus und ähnlichem nicht überzeugt und finde es bedenklich, dass ihr so berichtet. Solche berichte fördern die Sympathien und das Interesse erst so richtig. Das habe ich an diversen Beispielen im realen leben fststellen dürfen.
    Also hört lieber auf euch wie kleine Kinder zu verhalten und das Gegenteil eurer Absichten zu bewirken.

  • “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” — Just! Stevinho – der Blog des bekannten Gaming-Lehrers said:

    [...] publikative.org KategorienFußball, Nachgedacht, Politik DiskussionNoch kein Kommentar Netzwerke var [...]

  • Drautran said:

    @ Humpelfuss

    “Wenn Worte wie “Zigeuner”,”Kanacke”, “Schwuchtel”, “Neger”, oder gar “Jude” zum normalen Jugendjargon gehören, ist das, aus meiner Sicht, schlichtweg falsch”
    ICch eiß jetzt nicht, wo du wohnst, abr hier(Hamburg) benutzen diverse Jugendlich diese Ausdrücke. Damit meine ich alle Jugendlichen, egal wo sie herkommen, vielleicht sogar selber schwarz sind oder ein Jude. Ganz normaler Alltag.

    “schlichtweg Strafbar und nennt sich “Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen””
    Das ist in Deutschland so, aber nicht der Ukraine.

  • Rod said:

    Es ist schon sehr beschämend, wie unter dem Fußballdeckmantel für rechtes Gedankengut geworben wird und was da in Lviv und anderswo abging und einfach so hin genommen wurde. Erstmal Kompliment für den guten Artikel. Dass so was nicht neu ist sollte jedem, der einigermaßen Grips hat bekannt sein. Jedoch schaut doch leider die Mehrheit weg, wenn die Hand zum Gruß gehoben wird, rechtes Gedankengut über Banner oder Kleidung gezeigt oder aber dubioses Liedgut angestimmt wird. Der Party-Fan lässt sich nur ungern seine „Schwarz Rot Geile“ Party versauen. Traurig wie viele User in ihren Kommentaren nicht die Fähigkeit besitzen, die beiden Artikel zu reflektieren, sich gar persönlich angegriffen fühlen. Als Fan der Nationalelf schmücke ich mich, meinen Balkon oder mein Auto zwar nicht mit Deutschlandfahne und finde das auch sonst eher befremdlich, aber ich toleriere zur Fußballzeit das Fahnenschwenken, solange die Leistung der Fußballer an sich gefeiert wird und nicht ein nichtvorhandener Stolz auf persönliche Fähigkeiten mit dem auf das eigene Land zu kompensieren versucht wird. Allerdings sollte doch jeder halbwegs gebildete Fan Entwicklungen wie diese kritisch betrachten können. Unter harmlose „Schalalala“ Rufe mischen sich die übelsten Gesänge oder unter die „Schwarz Rot Gold“ Fahne mischt sich hier und da auch ein „Schwarz Weiß Rot“ Schal. Anständige Fans sind zum Glück in der Mehrheit. Aber blinde und taube, die sowas nicht sehen und hören wollen, leider auch. Daher kann ich nur weiter dafür appelieren, solche Missstände (nicht nur) im Fußball publik zu machen oder direkt anzusprechen, mit der Hoffnung dass sich mehr Fans Gedanken machen und auch Public Viewing-Veranstalter, etabliertere Medien, DFB und Passanten die Augen weiter öffnen. Das deutsche Team zu unterstützen, mitzufiebern und Fußball zu lieben geht auch ohne Patriotismus. Nichts gegen Autokorso, Jubelfeiern und co., aber Schlachtrufe wie „Hurra, hurra, die Deutschen die sind da“ berühren mich peinlich und auch das Mexico-Lied, das hier so vehement verteidigt wird, assoziiert einen gewissen Prollcharakter, Hooligan-Song hin oder her. Gegrölt wird dies wohl entweder von den ganz üblen Zeitgenossen oder eben mitgegrölt von Mitläufern oder denen, die sich ihre Party nicht gerne versauen lassen und somit ersterwähnten eine Bühne bieten. „Sieg“ bei einem Stadionbesuch zu rufen, muss nicht von jedem der das anstimmt mit nationalsozialistischem Gedankengut verbunden sein, aber wenn dies in einem Land passiert, das unter den NS-Verbrechen unglaublich zu leiden hatte, dann sollte es doch zumindest bei genauerer Betrachtung zu einem Umdenken führen. Schön, dass es auch positives zu berichten gibt und viele Fans die Gedenkstätten auf polnischem und ukrainischem Boden besuchen. Fußballfans lasst euch nicht von diesen Schwachköpfen blenden oder gar mitreißen!

  • Ein Fan said:

    @ random: ich bin mir ziemlich sicher, dass die bannerträger genau daran gedacht haben und in keiner Weise einen faschistoide Attitüden bemühen wollten …

  • Jules said:

    Ich halte den Artikel auch für wichtig, gerade um eine Diskussion in Gang zu setzen, aber auch hier darf man nicht vergessen – und da sind wir wieder bei der leidlichen Onkelzdiskussion -, dass nun mal immer nur die Idioten auffallen. Da können noch so viele (Fußball-)Fans stark alkoholisiert, aber friedlich miteinander feiern, doch mischen sich dort 4, 5 Nazi-Spacken unter, war’s das. Klar ist es wichtig und richtig, dass uns das als besonders inakzeptabel auffällt, aber man darf auch nicht vergessen, was für eine Macht und Plattform wir Ihnen dadurch indirekt schenken.

    Es bleibt wie immer schwierig, sich Leuten gegenüber zu verhalten, die schon allein aus der Provokation einen großen Teil ihrer Motivation gewinnen. Da hilft es auch nichts, wenn ein paar Gutmenschen (bitte nicht am Zynismus stören) meinen, bloßes Ansprechen und auf-das-unflätige-Verhalten-Hinweisen würde ausreichen, um Erkenntnis oder gar Sinneswandel herbeizuführen, denn was diese Gruppen ebenfalls fast ausschließlich suchen, ist schlicht Streit. Und wer dann auch noch weiterhin meint, sich allein mit Worten verteidigen zu können, der irrt.

    Bei den Onkelz-Konzerten früher [ja, ich war auf so einigen und wer mag, der knalle mir gern seine Klischees um die Ohren und konfrontiere mich mittels seines erhobenen Zeigefingers mit Analysen einer ausschließlich berechnenden Sublimität der underdogschen Rhetorik und Symbolik in Text und Musik, doch darum soll es hier nicht gehen] wurde weder Hitlergruß, noch Thor-Steinar-Kleidung oder Hakenkreuz-Tattoo der [übrigens schwindend geringen, aber wen interessiert das] ewig Gestrigen geduldet und noch vor dem Einlass notfalls Platzverweise ausgesprochen. Wer drinnen negativ auffiel, flog sofort raus (nicht selten unter dem Applaus der restlichen 10.000 Fans). Ich kann nicht verstehen, dass Ähnliches in und vor modernen Fußballstadien mit zahlreichen Kameras und Sicherheitspersonal nicht auch möglich sein soll und bis es so weit ist, kann kein Artikel wie dieser übertrieben oder gar überflüssig sein, denn wie heißt es so schön: gegenüber Intoleranz hilf immer nur null Toleranz.

  • Nazis bei der EM: Arsch-Rot-Gold « kopten ohne grenzen said:

    [...] Fans beim Bundesligafußball“. Er ist in die Ukraine gereist und hat einen Erfahrungsbericht auf publikative.org veröffentlicht, den auch Goll kennt. Der Blogeintrag hat sich weit verbreitet. Es ist ein Dokument [...]

  • Ghostlex said:

    @Drautran
    Nur weil etwas verbreitet ist, ist es doch nicht in Ordnung. Ich versteh nicht, wie man auf so eine Meinung kommen kann. Wenn die Jugend (wie sie sie erleben) so handelt, hat jeder die Pflicht, einzuschreiten und eben klar zu sagen, dass solche Beschimpfungen nicht ok sind, nicht normal und schon gar nicht akzeptiert. Deiner Logik zufolge, wärst du auch ganz schnell wieder dabei, “Kauft nicht bei Juden!” zu rufen, nur weil die anderen Leute es zufällig auch gerade alle tun.
    Achja, und schön wie sie das Märchen von “Thematisiert Nazis bloß nicht, das hilft denen nur!” weiter verbreitet. Also ich kann aus eigener Erfahrung aus meiner Kleinstadt nur sagen, dass eine jahrelange Ignoranz gegenüber den Naziumtrieben (die so gewünscht von der Stadt praktiziert wurde) nur dazu geführt hat, dass sie einen massiven Zuwachs an Jugendlichen und anderen bekommen haben, da sie als anerkannt galten. Erst als wir uns als damalige Schüler (nicht Antifa) der Aufklärung über die Nazis der Stadt gewidmet haben, haben sie keine Leute mehr bekommen und sind so inaktiv wie noch nie.
    Ok, es ist keine Straftat mit 88 und “Sieg Heil” in der Ukraine rumzulaufen, aber macht es es damit in Ordnung? Der Deutsche sollte sich benehmen/verstellen, solange er im eigenen Land ist? Sobald er woanders ist, soll er sich ruhig von seiner echten Seite zeigen, schließlich wird er da nicht einfach (wie sie evtl denken unfair) bestraft.
    Sie zeigen mir, wie viele andere, die hier versuchen diese schlimmen Beobachtungen der deutschen Fußballfans zu verteidigen, wie schlimm ein noch so angeblich positiver Nationalismus (wobei ich eben klarstelle, dass ich nicht glaube, dass es so etwas gibt) immer noch ist. Fazit: Es tut mir Leid für die deutsche Nationalmannschaft, dass ich definitiv möchte, dass sie verlieren (unabhängig ihrer Spielleistung), nur aufgrund ihrer Fans. Zu der Mannschaft selbst kann ich relativ wenig sagen, da mich Fußball insgesamt nicht viel interessiert.

    PS: Der letzte Satz sagt nichts über meine Fähigkeit aus, Fußball, bzw. ihre Fankultur kritisieren zu dürfen. Wenn dort rassistische, antisemitische und antifeministische Aussagen und Tendenzen auftauchen, wird der Sport politisch und da misch ich mich ein.

  • Fußball von heute mit ewiggestrigen Fans | said:

    [...] Eine U-Bahn von Lemberg nach Auschwitz (Publikative.org) und [...]

  • Ghostlex said:

    @ Jules
    Zu dem Ansprechen. Klar, es ist schwer und wird nicht zum Sinneswandel von offen und überzeugt auftretenden Nazis kommen. Das kann und ist aber auch nciht das Ziel. Ich frage mich eher, wieso nicht einer, bei einer Fanmeile mit mehreren Tausend Besuchern, etwas gegen diese Gruppen sagt, bzw. deren Statements kommentarlos hingenommen werden. Bzw. noch schlimmer, wenn man etwas dagegen sagt, bekommt man von anderen drumherumstehenden entweder nur mitleidige Blicke oder ein “Ach, lass sie doch” zu. Sollte es in unserer Gesellschaft nicht so sein, dass man sich offen gegen solche Aussagen stellt, als Gemeinschaft, die dort vorhanden ist? Nein, man möchte sich ja nicht die Partylaune verderben, da kann man doch auch mal ein “Sieg Heil” überhören (womöglich zum “Witz” mitmachen, sorry, für den Zynismus). Ich versteh nicht, wieso die meisten es sitllschweigend hinnehmen und mein Gefühl sagt mir, dass viele nicht denken, dass das, was die sagen, falsch ist und deswegen auch nichts gegen die Aussagen hätten.
    Nur um das besser abzugrenzen. Geh mal auf so eine Feier und Sag, ich bin für die andere Mannschaft (natürlich besonders, wenn man eigentlich “deutsch” aussieht). Da ist es meist kein Problem, dass alle anwesenden, die es mitbekommen haben, was dagegen sagen oder sich aufregen (schön öfter erlebt). Und genau mit dieser Mentalität habe ich ein Riesenproblem.

  • Julius said:

    @Humpelfuss:

    Die Redewendung „Egal ist 88” beruht auf der Tatsache, dass „88”, egal wie gedreht, immer noch nach „88” aussieht (Spiegelsymmetrie).

    Das hat nichts mit Nazis zu tun.

  • Nationalistische Gewalt auf der Fanmeile | invia 1200 said:

    [...] Patriotismus heißt und auf Teufel komm raus harmlos sein muss, selbst wenn er auf Fanmeilen und in den den Stadien gewaltförmig, diskriminierend und einfach widerwärtig [...]

  • Reisender said:

    Menschen reisen aus den unterschiedlichsten Gründen in entlegende Gegenden.
    Ich besuchte Stadt, Land und Leute als Fußballanhänger im Bewusstsein der vorurteilsfreien Anreise.
    Wer Spiele in Osteuropa erlebte weiß, dass diese ihren eigenen “Charme” haben, da Sky-Abonnenten und Klatschpappen-Fans eine irreale Welt betreten.
    Ich erlebte Müttchen- die des Sonntagmorgens den Staub der Straßen mit Reisigbesen aufwirbelten, osteuropäischen Konsumcharme der bedienenten Gastronominnen, Gratulationen und Overtionen ukrainischer Einheimischer, endlose Schlagen vor maroden Gemeinschaftstoiletten, menschenverachtende Zoll- / Einreisekontrollen, Schnäppchenpreise… und 3 x mal den Hitlergruß. Gegrüßt wurde allerdings von ukrainischer Seite.
    So verschieden können die wahrgenommenen Ereignisse sein, wenn man vorbehaltlos ein Land besucht und sein Geld nicht mit einer Idee und der anschließenden Darstellung verdient, die nach Zeilen provisioniert wird.

    Sport frei!

  • Aponaut said:

    Die “Respect” Kampangne der Uefa und die Realität…

    “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”>>> Unser Autor war mit Deutschland-Fans unterwegs in der Ukraine. Dabei erlebte er einige Dinge, über die hierzulande kaum berichtet wird: Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehö…

  • bb said:

    @aa schreibt:
    “Ich kann mir gut vorstellen das ca. 60-70% der Leute die da mitsingen und den Gruß machen generell gar keine Nazis sind, sondern sich 1. einfach mitreißen lassen und 2. es ihnen einen Kick gibt “verbotene” Lieder etc. zu singen, bzw. zu zeigen.”

    Was für ein Quatsch, so zu argumentieren. Kann man das auch rückwärts anwenden? Etwa so:
    Ich kann mir gut vorstellen das ca. 60-70% der Leute die da mitsangen und den Gruß machten generell gar keine Nazis waren, sondern sich 1. einfach mitreißen liessen und 2. es ihnen einen Kick gab “verbotene” Lieder etc. zu singen, bzw. zu zeigen.
    Ups. Oder was?!??

  • Ben said:

    Ich finde den Bericht im Großen Ganzen echt super, nur den Ausscnitt aus der Sportbild finde ich ein wenig überflüssig. Sicher ist es etwas unglücklich ausgedrückt, aber ich bin mir sicher, dass sich das auf die Nähe zu Deutschland bezog und den draus resultierenden hohen Anteil deutscher Fans…

  • stolzer Fan said:

    DIESE GUTMENSCH-LINKSJOURNAILLE REGT MICH SOWAS VON AUF…!

  • stolzer Fan said:

    @rod: ich hoffe nur, du willst jetzt nicht “patriotismus” mit “nationalsozialismus” oder gar “faschismus” gleichsetzen!?! das ist nämlich völliger blödsinn!!! und gerade dir, als jemand, der einigermaßen Grips hat und halbwegs gebildet ist, sollte das bekannt sein. ;)

  • Tja said:

    Dieses Verhalten kommt bei Fußballfans häufig vor, sie brauchen eine Hassfigur und zumeist sind es die Gegner, anstatt fair seine Mannschaft an zu feiern, muss der Gegner verunglimpft und beleidigt werden…wenn die Menschheit wirklich soooo dumm (Hartz4/kontroll/angst-Fernsehen sei dank) ist und sich gegenseitig hassen muss…na dann wird´s ja bald ein Ende mit uns haben!!!

  • Too much information - Papierkorb - Lesezeichen vom 25. Juni 2012 said:

    [...] Publikative.org » “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” – [...]

  • Andy said:

    Hallo,
    Erstmal möchte ich klarstellen, dass ich keine der im Text genannten Äußerungen und Aktionen gutheißen kann.
    Allerdings war ich selber bei besagtem Spiel in Lemberg und kann den Eindruck nicht teilen. Mir sind derartige Verhaltensweisen überhaupt nicht aufgefallen. Es ist schade, dass die 14000 friedlichen Fans der deutschen Nationalmannschaft durch einige wenige nationalsozialistischen Dummheiten in ein braunes falsche Licht gerückt werden. Eine Große MEhrheit der Fans hat wirklich nur ein spannendes Fussballspiel gefeiert. Ein paar Ausreißer gibt es in jedem Land, auchw enn die wenigen schon zuviel sind.

  • Publikative.org » Blog Archive » Die Entdeckung der Nazis said:

    [...] Florian Schubert, der zum Thema Antisemitismus im Fußball forscht, hat seine Beobachtungen vom Spiel gegen Dänemark in Lwiw zusammengestellt und mit Fotos dokumentiert. Der Artikel fand auch abseits der hohen Zugriffszahlen große Beachtung und diente als Grundlage für weitere Texte auch in Tageszeitungen. Das Echo auf den Artikel hat uns zugegebenermaßen überrascht, weswegen wir mit mit Breaking News: Auch Nazis halten zu Schland mit relativ beliebigen Videolinks von Länderspielen der letzten Jahre noch einmal dokumentierten, dass “die” halt auch da sind. Die aufgelisteten Beispiele entstammen nicht geheimen oder schwer zugänglichen Quellen, sondern youtube und – im Fall von Florian Schuberts Text – eigenen Beobachtungen. [...]

  • tim said:

    Ich hab mit meinen Freunden zusammen das Spiel am TV geguckt, weil wir diesen gerade allgegenwärtigem Nationalismus in der Öffentlichkeit nur schwer aushalten. Nur mussten wir irgendwann den Ton des Fernsehers ausmachen, wir konnten das “Sieg”-Geschrei nicht mehr aushalten. Das fährt mir durch alle Glieder und mir blutet das Herz. Ich frag mich dann: “ist das euer Ernst?”, “passiert das gerade wirklich?” und v.a. “wieso stört sich niemand daran?”…

    Ich bin großer Fußballfan, und Fußballspieler von klein auf. Alles was in diesem Artikel aufgezählt wird habe ich auch schon mal irgendwo miterlebt. Nationalismus ist keine Randerscheinung, nur in den Medien, da ist es eine Randerscheinung. Ich habe konkret nach einem Artikel gesucht, der dieses Thema zur EM mal aufgreift, und das war gar nicht so leicht – es hat bestimmt 20 min googlezeit gebraucht bis ich endlich auf diese Webseite gestoßen bin. Daumen hoch für dieses Engagement.

    Wenn ich mir aber die Kommentare hier durchlese blutet mir wieder das Herz. Und ich habe Angst vor der Zukunft…

    Der Mensch… Fahnen, Bier, ein paar Typen in Uniform und schon marschiert er auf den Straßen, gemeinsam gegen den Feind…

  • Feeder said:

    Was einige hier verzapfen und versuchen gut zu reden mit Aussagen wie
    “Das ist doch inzwischen normal” oder “das ist Jugendsprache” ist echt gruselig.
    Es geht doch nicht um das, was “der Standard” ist, sondern um das, was angebracht und vernünftig ist.
    Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie und körperliche wie physische Gewalt haben bei einem internationalen Fest wie einer Europameisterschaft, egal welcher Sportart, nichts zu suchen.
    Die Begriffe, mit denen um sich geworfen wird, sind mit Vorurteilen aufgeladen, um nicht nur den Gegenüber zu diskreditieren, sondern sich über ihn, sowie die gesellschaftliche Schicht, welcher dieser Begriff gilt, zu stellen. Ob das jetzt “Schwuchtel”, “Neger”, “Judensau” oder sonstwas ist, spielt keine Rolle.

    Wer versucht, die sehr wohl realitätsgetreue Darstellung der negativen Seite dieser Europameisterschaft herunterzuspielen, ist entweder ein Troll, lebt in seiner eigenen beblümten Welt oder ist schlicht und einfach kognitiv unterentwickelt.
    Come at me, bro.

  • Hamster said:

    Sehr guter Artikel, auch wenn mich der Zusammenhang mit dem Onkelz-Song etwas stört, da dieser absolut keinen rechten Bezug hat. Aber das ist eine andere Diskussion.
    Der Que sera-*Song* wird ja oft von den verschiedenen Fangruppen auch bei Auswärtsspielen gesungen in den verschiedenen nationlen Ligen, ist aber absolut unangebracht in Spielorten mit dieser vergangenheit. Und das sowas nicht von einer kleinen Minderheit gesungen wird sondern von der großen Masse im Stadion hört man doch sehr deutlich bei den Spielen.
    Ich finde dass dieser Artikel wirklich mal die Realität aufzeigt, die bei Länderspielen auswärts herrscht.

  • Thomas said:

    Teilweise kann man den Artikel nicht ganz Ernst nehmen. Die “Sieg” Rufe sind ganz normaler Teil einer Fan Kultur. Egal ob in Lemberg oder in Köln ! Egal ob in Moskau oder in Lissabon. Auch Hurra ! Hurra ! Die Deutschen die sind da ! ist ein 0815 Fan Gesang und mit dem braunen Haufen mal rein garnichts zu tun. Zumindest dieser Teil des Artikels ist schlicht und ergreifend falsch !

    Das es bei den Fans auch einige braune Vollpfosten gibt kann ich nicht ausschliessen und das sind auch einige zu viel. Auch hier in den Kommentaren hat man schon andere Sachen gelesen.

    Weiterbringen tut einen dieser Artikel nicht.

  • Stefan said:

    Das „Sieg“-Gebrülle wird übrigens in jedem deutschen Stadion gerufen und hat keinerlei Bezug auf die Vergangenheit.
    Ebenso „Hurra, Hurra. Die Deutschen/oder wer auch sonst, die sind da!“ ist ein absoluter Standardruf bei sämtlichen Bundesliga Clubs und somit eben auch bei der Nationalmannschaft. Ebenso „Que sera, sera, die Deutschen/oder wer auch sonst sind wieder da!“
    Was an dem „Mexico“-Lied der Onkelz nun rassistisch oder verwerflich sein soll versteh ich ebenfalls nicht.
    Mann kann’s wirklich übertreiben, hauptsache mal schlimme Aktionen wie eben den Hitlergruß und wirklich bedenkliche Rufe mit ganz normalen Fangesängen und Schlachtrufen vermischt und einen überdramatisierten Artikel geschrieben. Man könnte echt meinen der Autor war noch nie in einem Stadion…

  • Details! said:

    Alles in allem ein guter Artikel,in dem mir allerdings einige Details negativ aufgefallen sind,die ich als regelmässiger Stadiongänger(Heim,Auswärts,International usw.) kommentieren möchte:

    1.:Fenerbahce ist falsch geschrieben ;)
    2.:Der “Sieg”-Gesang wird nicht ausschliesslich von Menschen rechten Gedankenguts angestimmt.Er existiert in jedem Land,auf jeder Sprache,in jeder Fussballliga dieser Welt seit langer Zeit.Er wird von dunkelhäutigen,homosexuellen und jeden anderen Menschen jeglicher Couleur im Stadion gesungen.Ein bisschen mehr Differenzierung würde hier schon guttun.Nur weil Herr Friedrich sich da neuerdings drüber echauffiert muss man nicht jahrelange Fussballkultur in den Dreck ziehen.Und vor allem:Grade weil ein paar geistig minderbemittelte diesen Gesang für sich beanspruchen darf man nicht damit aufhören ihn zu singen.Überlasst diesen Idioten nicht das Stadion.
    3.:Oben genanntes gilt ebenfalls für “Hurra,hurra,die Deutschen die sind da”(gibt es in jedem Verein,ersetzen sie “Deutschen” durch einen beliebigen Städte-bzw. Bewohnernamen.Selbst bei St.Pauli,bekanntlich der “linkeste” Verein unter der Sonne wird dieser Gesang angestimmt) und “Que sera,sera”.Bei diesem Lied sollte man vor allem den weiteren Text nicht unterschlagen um die durchaus vorhandene Selbstirnoie nicht aus den Augen zu verlieren.”Que sera,sera.Die Deutschen sind wieder da.Besoffen wie letztes Jahr.Que sera,sera.”Nicht das niveauvollste auf dieser Welt.Aber von rechtem Gedankengut doch meilenweit entfernt.

    Allen in allem stimme ich dem Artikel und der hier vorherrschenden Meinungen in den Kommentaren zu.Rechtsextremismus(eigentlich jeder Extremismus)hat in den Stadien und beim “drumherum” nix verloren.Trotzdem würde ein bisschen Differenzierung und Fingerspitzengefühl bei der Berichterstattung dazu beitragen,Augen zu öffnen.

  • bigjon said:

    wenn Sieg, Sieg Gesänge als nazistisch hingestellt werden sollte man auch mal über die Nationalhymne nachdenken. Die wurde auch im 3.Reich gespielt und nur weil heute nicht mehr alle Stophen gesungen werden hat sie doch auch für die ehemals besetzten Gebiete eine entsprechende Wirkung.
    Sachliche Berichterstattung ja, aber Alles an Haaren herbeiziehen und mit der Nazivergangenheit in Verbindung bringen ist sicher nicht der richtige Weg.

  • j44n said:

    also ich muss mich ja zusammenreißen hier nicht komplett zu explodieren. der artikel lässt von vorne bis hinten vermuten, dass es sich beim deutschen fan der zur EM fährt um eine tattoowierte glatze handelt der biersaufend die hand zum gruß erhebt. ich persönlich war beim letzten gruppenspiel gegen dänemark vor ort in lemberg und habe ungelogen NICHT EINE EINZIGE fragwürdige parole/ offensichtlich rechtsradikale person/ oder sonstige aktion mitbekommen die in diesem kontext steht. vielmehr werde ich das gefühl nicht los dass es sich bei dem verfasser um den üblichen gutmenschen handelt, der das leider nur alle 2 jahre aufbrausende nationalgefühl der deutschen mit einem faden beigeschmack sieht und dann gleich alle fans über einen kamm schert.

    “In einem anderen Buss soll sogar das “Auschwitz-Lied”, diesmal in der Fassung “Wir bauen eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” gesungen worden sein, berichtet mir später ein Bremer Fan.”
    aha, dann wird das wohl stimmen, sehr seriöse berichterstattung. überhaupt besteht der artikel nur aus einzelnen wirren erinnerungsbruchstücken des autors.

    “Vom „Sieg“-Gebrülle, dass hier fatal daran erinnert, dass danach einst noch ein „Heil“ folgte, über „Hurra, Hurra. Die Deutschen, die sind da!“ bis hin zu „Que sera, sera, die Deutschen sind wieder da!“”
    … meine güte. irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass du dich mit dem festen vorsatz, den deutschen fans eins auszuwischen, auf den weg in die ukraine gemacht hast?! wenn du hinter den “sieg” gesang (der traditionell von den deutschen fans gesungen wird) ein anhängsel setzen willst, ist das deine sache. und “hurra hurra die deutschen die sind da” dürfen wir dann auch nur dort reinen gewissens singen, wo wir vor 70 jahren nicht einmarschiert sind? lächerlich!!!

  • Realist said:

    “tim said:

    Ich hab mit meinen Freunden zusammen das Spiel am TV geguckt, weil wir diesen gerade allgegenwärtigem Nationalismus in der Öffentlichkeit nur schwer aushalten. Nur mussten wir irgendwann den Ton des Fernsehers ausmachen, wir konnten das “Sieg”-Geschrei nicht mehr aushalten. Das fährt mir durch alle Glieder und mir blutet das Herz. Ich frag mich dann: “ist das euer Ernst?”, “passiert das gerade wirklich?” und v.a. “wieso stört sich niemand daran?”…

    Ich bin großer Fußballfan, und Fußballspieler von klein auf. Alles was in diesem Artikel aufgezählt wird habe ich auch schon mal irgendwo miterlebt. Nationalismus ist keine Randerscheinung, nur in den Medien, da ist es eine Randerscheinung. Ich habe konkret nach einem Artikel gesucht, der dieses Thema zur EM mal aufgreift, und das war gar nicht so leicht – es hat bestimmt 20 min googlezeit gebraucht bis ich endlich auf diese Webseite gestoßen bin. Daumen hoch für dieses Engagement.

    Wenn ich mir aber die Kommentare hier durchlese blutet mir wieder das Herz. Und ich habe Angst vor der Zukunft…

    Der Mensch… Fahnen, Bier, ein paar Typen in Uniform und schon marschiert er auf den Straßen, gemeinsam gegen den Feind…*

    100% korrekt – geht uns/mir genau so – du bist nicht allein!!!

  • Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website said:

    [...] “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” Unser Autor war mit Deutschland-Fans unterwegs in der Ukraine. Dabei erlebte er einige Dinge, über die hierzulande kaum berichtet wird: Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehören offenbar noch immer zum unguten Ton bei Auswärtsspielen der Nationalmannschaft. Quelle: Publikative.org [...]

  • Nationalscham | "Man kann darüber streiten, ob die Welt aus Atomen aufgebaut ist oder aus Geschichten." R. D. Precht said:

    [...] musste ich erfahren, dass deutsche Fußballfans aktuell ein beschämendes Bild abliefern, wie Florian Schubert in der Ukraine beobachtet [...]

  • Unangebrachte UEFA | 5 Freunde im Abseits5 Freunde im Abseits said:

    [...] ärgerlich: Bei den Vorfällen handelte es sich laut Publikative mal wieder um typische Deutsche Nationalmannschafts-Fan-Vollspacken, die nichts Besseres zu tun [...]

  • » Unser Kommentar zur Fußball-EM Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Bezirk Niederbayern/Oberpfalz said:

    [...] Zum Beispiel: Ein Erlebnisbericht aus der Ukraine von Florian Schubert. [...]

  • Das etwas zu eintönige Kostümfest im Juni - Vorpommern-Greifswald wird Grün said:

    [...] attraktiven Spiel des aktuellen Teams. Die gleichermaßen aufschlussreiche wie erschreckende Zusammenstellung auf publikative.org spricht Bände und war vermutlich auch ein Anlass für einige der oben beschriebenen kritischen [...]

  • H.Ewerth said:

    Ich war zwar nicht in der Ukraine, aber da ich viele Jahre in verschiedenen Länder der Welt gelebt und gearbeitet habe, kann ich die hier in dem Title beschriebenen Zustände nur bestätigen. Und da beschweren sich viele Deutsche, dass die braune menschenverachtende Verachtung immer wieder zum Thema wird. Mehrfach habe ich im Ausland erlebt, wie Deutsche welche dort schon seit Jahren leben, dieses menschenverachtende Gedankengut offen äußerten. Ganz besonders schlimm war es in Süd Afrika, ich glaube viele Deutsche sind nur deshalb dahin ausgewandert, weil es die Apartheid gab. Denn die Ideologie ähnelte sehr der NS Propaganda. Wie oft ich aber auch schon in Deutschland, ein Taxi gewechselt habe, weil dieses Gedankengut vom „deutschen Taxifahrern“ seinem Fahrgast gegenüber ausgebreitet wurde, kann ich nicht mehr zählen.

  • David said:

    Hi zusammen,

    Ihr Bericht ist tendenziös oder Sie haben einfach mangelndes Hintergrundwissen.

    1. Die deutsche Nationalmannschaft spielt bis heute in den Landesfarben Preußens (Schwarz-Weiß). Der Wahlspruch Preußens war “Gott mit uns” und wurde später von der PR der Nazis missbraucht. Bis heute gibt es Fussballfans, die in Anspielung auf Preußen den Wahlspruch “Gott mit uns” führen. Und, by the way, die “Fraktur” Schrift war bis zu Machtergreifung die offizielle Amtsschrift. Sie wurde durch Hitler als s.g. “Judenschrift” im Amtsgebrauch abgeschafft.

    2. Gesänge wie “Sieg,Sieg” oder “Hurra, Hurra, die xyz sind da” gehören zu den Standardgesängen in deutschen Stadien. Sie hört man jedes Wochenende und nicht speziell, wenn die Nationalmannschaft spielt

    Fazit: Der Verfasser des Textes hat von Fußball und seinen Traditionen keinerlei Ahnung. Er vermischt Ausfälle einzelner Deutscher mit den üblichen Traditionen beim Fußball. Wenn man sich schon mit diesem Thema befasst, dann sollte man neben der Einarbeitung in deutsche Geschichte sich auch in die Geschichte des Fußballs einarbeiten – sonst wirkt es ein bissel peinlich

  • Publikative said:

    @David:

    Der Bericht ist nicht nur “tendenziös”, er ist ein subjektiver Erlebnisbericht eines Einzelnen. Scheint Ihnen irgendwie entgagnen zu sein. Ansonsten:

    Ihre Deutung in allen Ehren, aber die Kollegen vom A-Block aus Zwickau, die da mit Preußens Wahlspruch in Fraktur durch Osteuropa tiuren, pflegen ganz sicher noch ein bisschen mehr als ihr preußisches Brauchtum. Haben Sie natürlich keine Ahnung von, macht aber nichts, Hauptsache mit historischem Halbwissen angeben. Wo wir da gerade bei sind, by the way: Was halten Sie von folgender Sentenz? “Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. [...] Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst. [...] Mit der Verordung soll maßgeblich dazu beigetragen werden, daß künftig keine Angriffskriege mehr von dt. Boden ausgehen.” (Potsdamer Abkommen).

    Ach, das sehen Sie aber völlig anders als die blöden alliierten Kriegsgewinner damals? Vielleicht kommen Sie uns jetzt gleich noch mit amerikanischen Kriegsverbrechen um die Ecke? Na, sowas. Haben wir uns schon gedacht. Da können Sie mal sehen, wie unterschiedlicher Meinung man bei manchen Themen sein kann. Und bei Traditionen erst: “Haben wir schon immer so gemacht”, ist für Sie also ein gutes Argument? Na, hervorragend! Früher gab es in deutschen Stadien noch ganz andere “Standards”, Affenlaute zum Beispiel. Fanden wir jetzt auch nicht so knorke. Und stellen Sie sich mal vor: Volker Finke hat in Freiburg in den 90er Jahren die “Sieg”-Rufe abgeschafft, weil sie ihm zu Nazi-mäßig waren. Wie? Indem die Mannschaft so lange nicht mehr vor die Kurve gekommen ist, bis die Rufe aufhörten. Das finden Sie jetzt aber megapeinlichen PC-Schrott? Tja, tut uns leid, aber manche Traditionen beim Fußball finden wir dafür halt ungeiler als andere.

    Fazit: Wenn man sich schon mit diesem Thema befasst, dann sollte man neben der Einarbeitung in deutsche Geschichte sich auch in die Geschichte des Fußballs einarbeiten – sonst wirkt es ein bissel peinlich.

  • kenny said:

    Mich würde viel mehr interessieren, warum in den Medien so wenig über diese Ausfälle berichtet wird. Sollen die keine Gelegenheit bekommen sich zu präsentieren ? Oder wird da was totgeschwiegen?

  • Bart_J said:

    Ich gehe davon aus, dass jeder Journalist die kurze Zusammenfassung über seinem Text selbst schreibt. Und darin steht: “Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehören offenbar noch immer zum unguten Ton bei Auswärtsspielen.”
    Das läßt keinen Interpretationsspielraum: der Autor will sagen, dass solche Auswüchse gang und gebe sind und eigentlich immer vorkommen.
    Und das ist schlicht falsch. Daher gehe ich davon aus, dass auch vieles andere in dem Artikel wohl nicht recherchiert, sondern ausgedacht ist.
    Selbstverständlich gibt es diese Ewig-Gestrigen, selbstverständlich lassen die Deutschland schlecht aussehen, aber sie sind Ausnahmen irgendwo am Rande, und das muss man dann auch deutlich so sagen, wenn man als Journalist erstgenommen werden möchte.
    Dass die anderen Medien dieses Problem verschweigen, ändert nichts daran.

  • o.b. said:

    So, Deutschland hat verloren. Und was kommen mal wieder für Kommentare unter diversen Sportartikeln? Folgender Tenor: Die deutsche Nationalmannschaft hat nur verloren, weil einige der Spieler nicht die Nationalhymne mitgesungen hätten und damit ein gespaltenes Verhältnis zur Nation offenbart hätten. Solche Spieler hätten doch bitte nichts in der Nationalmannschaft verloren.

    Wir brauchen also absofort gute leidenschaftliche Sänger in der Mannschaft. Dann wirds auch mit einen Titel.

    Und ich dachte immer, wir leben hier in einem Land mit “Meinungsfreiheit”. Das halt jeder Spieler für sich entscheiden kann, wie er mit der Hymne umgeht. Entweder extrovertiert oder introvertiert. Muss mich woh geirrt haben.

    Für mich persönlich ein eher fragwürdiges Zeichen, wenn man so an eine Niederlage rangeht. Ein wenig zuviel Nationalismus, wenn man Spielern vorwirft, mit den Nichtmitsingen bei der Hymne ein gespaltendes Verhältnis zur Nation zu offenbaren, was zwangsläufig zur Niederlage führen muss.

    Komisch, vorher haben die gewonnen…

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  • Erika said:

    Auch wenn es einem einige Leute sehr schwer machen:

    So schlimm ist es gar nicht “Deutscher” zu sein.

    Manchmal macht es sogar Spaß!

    Erika

  • Anonymous said:

    “Beim Spiel wurde ein Banner mit der Fraktur-Aufschrift “Gott mit uns” gezeigt- der Wahlspruch, der im Zweiten Weltkrieg auf den Gürtelschnallen der Wehrmachtssoldaten prangte.”

    Schon nach diesem Satz habe ich keine Lust mehr einen schlecht recherchierten Artikel voller Vorurteilen zu Lesen.

    Der Koppelspruch “Gott mit uns” Stammt bereits aus der Zeit des Deutschen Kaiserreiches… Entstand also völlig unabhängig von Nationalismus. Es würde mich nicht wundern wenn ich hier zu lesen bekomme Patriotisten seien Nationalistisch..

  • Alex said:

    der artikel ist aber schon etwas übertrieben geschrieben…z.b die bayerische hymne beginnt auch mit den wörter “gott mit dir..”, und ist bayern dehalb nur von nazis bewohnt??? und onkelz wird fast auf jeder party gespielt, und da handelt es sich auch nicht um ein faschistisches gelage…

  • Kenner said:

    Ich war in Posen und Danzig und kann nur sagen, dass der Nationalismus nicht tot zu kriegen ist. So wie die Engländer ihre aufblasbaren Bomber im Stadion zeigen mussten und damit auf die Bombenangriffe auf Dresden anspielten, so gab es etliche Deutsche, die den Hitlergruß gezeigt haben und offen nationalistische Symbole gezeigt haben. Der Unterschied ist nur, dass die Engländer eben keinen systematischen Massenmord geplant und durchgeführt haben. Da kann man sich als Deutscher nur schämen.

  • 20 Jahre nach Rostock Lichtenhagen | Glotz_net said:

    [...] zu betrachten. Gerade in den medialen Betrachtungen von internationalen Meisterschaften, wie der Fußball-EM schlagen sich gern jene Schatten der Vergangenheit nieder. So kamen auch dieses Jahr wieder mancherorts zwiespältige Erinnerungen an fahnenschwenkende [...]

  • carsten said:

    Herzlichen Glückwunsch! Publikative hat mal wieder den Nerv getroffen. Florians Artikel hob sich wohltuend, neben sehr wenigen anderen, von einem journalistischen Einheitsbrei ab. Wenn die Uefa die Bilder bestimmt und viele Redaktionen die Schwarzrotgeilheit des Pöbels schüren, da fallen hämische Kommentare über jeden der noch einen kleinen Rest Vernunft in sich trägt.
    Zu den Onkelz und ihrem Song Mexico möchte ich doch noch etwas beisteuern. Auf der Scheibe auf der er veröffentlicht wurde, und die auch von heutigen Fans gewiss noch gehört wird, befindet sich als letztes der Song “Gesetz der Strasse”. Der gewiss auch so völlig harmlos gemeint wie lustig in die Debatte um einen neuen Partynationalismus passt:

    Zeig was Du denkst, tu was Du willst
    Nur verlier’ nie Dein Gesicht,
    zeigt keine Schwäche, zeig keine Angst,
    denn Verlierer zählen nicht
    CHORUS:
    Gesetze der Straße sind Gebote der Gewalt
    Gesetze der Straße sind Blut auf dem Asphalt
    Kampf in den Stadien
    Kampf in den Straßen
    nie endende Gewalt
    sind Ausdruck des Unmuts und der Arbeitslosigkeit

    Da hat der Texter doch glatt Heitmeyers These des Modernisierungsverlierers vorweggenommen. Aber nein alles ganz harmlos liebe Fußball/Onkelz-Fans…
    Wie gut, dass Verlierer nicht zählen.
    Wer hat gewonnen?

  • Gute Vorbilder « Episodenfisch said:

    [...] Fußball-EM ist vorbei. Die stolzen deutschen Fans sind aus der Ukraine zurück, die letzten Deutschland-Fähnchen von den Autos abmontiert und die [...]

  • Fußball-EM führt zu Diskussionen um Patriotismus said:

    [...] Publikative.org / “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz” [...]

  • These racists east of us... - DH@CWorks said:

    [...] Nazi insignia, and insulted Polish and Ukrainian service workers. The journalists covering the fans did nothing (in German). After Mario Balotelli scored the two Italian goals against Germany in the semifinal, German fans [...]

  • These Racists in the East… | Hate 2.0 said:

    [...] Nazi insignia, and insulted Polish and Ukrainian service workers. The journalists covering the fans did nothing (in German). After Mario Balotelli scored the two Italian goals against Germany in the semifinal, German fans [...]

  • Links #23 « Es lebe das Laster! said:

    [...] “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”. Deutschland [...]

  • die ennomane » Blog Archive » Links der Woche said:

    [...] “Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”: [...]

  • These Racists in the East… « research play said:

    [...] Nazi insignia, and insulted Polish and Ukrainian service workers. The journalists covering the fans did nothing (in German). After Mario Balotelli scored the two Italian goals against Germany in the semifinal, German fans [...]