33 Kommentare

  1. Peter Schmidt

    Stefan Grigat zu zitieren ist ein Affront. Der Mann ist so heiß auf einen Angriffskrieg auf den Iran, dass mir schlecht wird. – Da ich auf die Kriegshetze nicht stehe melde ich mich hier ab.

  2. Daniel Domeinski

    Na dann:
    Bomb bomb bomb, bomb bomb Iran!
    Was würden wir nur ohne diesen ultraprogressiven Teil der Linken, diesen mutigen Ideologiekritikern, wie Küntzel, Grigat oder von der Osten Sacken, tun?
    Gerade in diesen Zeiten, in den Rot und Braun wieder einmal eine unheilige Allianz eingehen, bürgerliche Pazifisten, Linke und Neonazis ungeniert Händchen halten. Gerade jetzt brauchen wir Männer, die uns daran erinnern, dass die Verteidigung des Eigenen unser natürlichstes Bedürfnis sein sollte, dass wir unsere Zivilisation gegen den Ansturm der muselmanisch-persischen Barbarei verteidigen müssen.

  3. Emanon

    Schöne Analyse der Unwissenschaftlichkeit von Lüders’ Werk und den Gründen, die zu seinen Aussagen bzw. seiner “Schlagseite” führen.

    Trotz allem möchte ich auch noch etwas anmerken.

    Mir erscheint als besonders verbreitetes Problem, dass auf staatlicher Ebene die Interessen Israels bzw. seine Aktionen als Alleinstellungsmerkmal und etwas Besonderes herausgearbeitet werden. Im gleichen Atemzuge werden auch Israel und die gesamte Diaspora vermischt und allen ein gemeinsames Ziel unterstellt, zu dem dann einzelne empirisch nichts sagende Meinungen und Handlungen als Beweis herangezogen werden. So wird dann auch auf menschlicher eine gewisse Beziehung zu seiner eigenen Religionsgemeinschaft als Alleinstellungsmerkmal dargestellt, als ob es keine katholische, orthodoxe oder islamische Gemeinschaft gäbe, die Interessen hat und deren Vertreter sich für diese einsetzen.

    Allerdings muss man aufpassen, dass man bei der Kritik an dieser Vorgehensweise nicht anfängt die Waage auf die andere Seite zu drücken. Es lässt sich nicht ausschließen, dass Israel und die USA völkerrechtswidrig handeln und auch die Unterstützung des Irans für die Hamas oder sein generelles Gebaren kein Alleinstellungsmerkmal sind. Und wenn man kritisiert, dass der Iran als zu friedlich eingestuft wird und die USA nicht als kompromissbereit, obwohl der Iran Terrorgruppen unterstützt, so darf man auch nicht vergessen, dass CIA und Mossad die sunnitische MEK im Iran unterstützt haben und etliche andere mehr als fragwürdige Aktionen durchgeführt haben.

    Das Problem der unvergleichenden Darstellung von staatlichen Interessen und Handlungen, das zu einer unausgesprochenen Behauptung, dies sei ein Alleinstellungsmerkmal, wird, funktioniert in beide Richtungen. So darf man auch nicht den Iran als Schurkenstaat hinstellen oder die weltweite islamische Gemeinde mit einem verallgemeinernden Jihad-Begriff über einen Kamm scheren, oder auch den Islam mit einer panmuslimischen Kultur gleichsetzen.

    Die Welt ist zu kompliziert, als dass man einen der Konfliktpartner als den Bösen herauskristallisieren könne, selbst wenn er Böses tut.

    Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Konflikte in Israel, dem Iran oder auch zwischen den haltlosen Kunstbegriffen der “islamischen Welt” und “dem Westen” aus einen Motivationsbündel an Einzelinteressen und Spieltheorie entstehen.

    So gehen Friedensforscher davon aus, dass zwei Konfliktparteien oftmals zwar Frieden wollen, aber aus Angst vor dem Angriff des anderen sich unweigerlich in eine Situation spielen, in der sie nicht mehr zurückkönnen und somit selbst angreifen. Das ist mit den USA und der UdSSR ähnlich gewesen und lässt sich sicher nicht darauf zurückführen, dass eine der Parteien qua System/Religion/Kultur aggressiv ist.

    Beschränkt man sich aber auf die Darstellung des Bösen eines einzelnen Konfliktteilnehmers macht man das wieder unausgesprochen zum Alleinstellungsmerkmal und lässt diejenigen des vermeintlichen Konfliktpartners, die mit dem Handeln “ihrer” Staaten selbst nicht einverstanden sind, keine psychologische Zuflucht, sondern zwängt sie automatisch in die Rolle des Konfliktpartners und Verteidiger dessen.

    Das folgt dem psychologischen Prinzip, dass jemand dessen Vater pausenlos als Mörder bezeichnet wird, weil er einer ist, anfangen wird ihn zu verteidigen, selbst wenn er seinen Vater genauso als Mörder verachtet.

    Ich rechne dem Autor seinen Kampf gegen Antisemitismus und gegen eine pauschale Verurteilung Israels nicht zuletzt aus persönlichen Gründen hoch an, gebe aber zu bedenken, dass man aufpassen muss, in seiner Verteidigung nicht selbst eine Schlagseite zu entwickeln, welche die Argumente für den Dialog untauglich macht. Sonst überzeugt der Artikel nur denjenigen, die sowieso schon seine Meinung teilen.

    Damit allerdings ist wenig erreicht.

  4. deviant

    Dieser Text ist schade.
    Weil eine Chance vertan wurde.

    Natürlich ist es legitim und wichtig, Scharlatane wie Lüders zu entzaubern, nur spricht diese Antwort dieselbe, wenn nicht eine noch fanatischere Sprache: “Ihr alle denkt, Israel sei das Böse und ich bin der einzige, der das durchschaut!” – das entspricht der radikallinken Haltung “Jede Kritik an Israel ist Antisemitismus!” – ist sie aber nicht, nach wenigen Abschnitten habe ich jede Lust verloren, weiterzulesen.
    Die Wahrheit, das ist jedem intelligenten Menschen klar, liegt irgendwo dazwischen, zwischen westlich-antiiranischer Propaganda und der des iranischen Regimes; die Wahrheit zu erfahren, ist schwierig, ideologisch verbrämte Kommentare zu lesen, die Regel.

    Mich unterstützt das in meiner Haltung, zum Thema Israel (und Iran) deutsche Kommentare komplett zu meiden (inklusive der entsprechenden Kampagnen: Grass’ Gedicht habe ich nicht gelesen, auch 99% der Kommentare konnte ich aus dem Wege gehen), weil es meine Zeit einfach nicht wert ist: (nahezu?) alle Kommentatoren sind fest in ihr Weltbild gefügt und man kann weder Neues noch Erhellendes erfahren.

    Gut, dass es die Haaretz als kritische, auch auf englisch erscheinende, Quelle gibt…

  5. gallendieter

    Insgesamt berechtigte Kritik an der Vorgehensweise und dem Standpunkt des Schreibers! So diskreditiert sich Mensch selbst.

    Der Artikel wird jedoch eher uninteressant dass diese Kritik noch mit einer Meinungsbildung versehen ist, über die sich im Gegensatz zur Person des Autors durchaus kontrovers diskutieren lässt.
    Das schadet der guten Kritik an der Qualität.

    Zwei Punkte:
    Die Israel-Lobby in den USA besteht großteils gar nicht aus Juden sondern eben aus evangelikalen Christen, die allesamt an den christlichen Zionismus glauben. Laut einer Umfrage des Pew Research Centers glaubt ein Viertel der US-Amerikaner an die wörtliche Auslegung der Bibel. Mehr als ein Drittel der Anhänger der Republikanischen Partei von Präsident Bush sind Evangelikale. Besonders fundamental eingestellte Evangelikale erwarten eine letzte Schlacht zwischen Gut und Böse in Israel. Die amerikanische Verfassung trennt Staat und Kirche zwar strikt, 70 Prozent der US-Amerikaner sind aber mit einem täglichen Gebet im Unterricht einverstanden
    Diese Israel-Lobby zu kritisieren ist vollkomenn richtig, denn der christliche Antijudaismus war und ist Basis des Antisemetismus.
    Die Auseinandersetzung von dieser Seite mit dem Holocaust erfolgt auf eine ganz ganz komische Art und Weise, wenn überhaupt.
    Sie sind eine ganz krude Sekte, die homophob, sexistisch, rassistisch, antimuslimisch, antikommunistisch etc. sind.
    Jedoch wird ihr Einfluss immer größer . Sie wollen einen theokratischen Staat und die Rückkehr aller Juden nach Israel und, dass die sich dann zum Christentum bekehren.
    Das ist die Mehrheit Israel-Lobby und die zu kritisieren ist ganz bestimmt nicht antisemitisch. Jedoch kommt es sehr wohl auf die Art und Weise an wie diese Kritik formuliert wird. Diese Einstellung wird auch von Juden selbst teilweise kritisiert: http://juden.judentum.org/christlicher-fundamentalismus/pro-israel.htm

    zweitens:
    Die Schwanz Wedel Logik finde ich auch nicht unbedingt mit Verschwörungstheorien wie den Weisen von Zion verbinden zu müssen.
    „Jedes Mal, wenn wir etwas tun, sagen Sie, ein Amerikaner würde dies und jenes tun … ich will ihnen etwas klar sagen:
    „Beunruhigen sie sich nicht über den amerikanischen Druck auf Israel. Wir, das jüdische Volk,
    kontrollieren Amerika und die Amerikaner wissen es“
    Israeli Prime Minister, Ariel Sharon, October 3, 2001, to Shimon Peres, as reported on Kol Yisrael
    Verstehe übrigens auch nicht weshalb dieser Logik widersprochen wird. Es wäre doch aus Sicht Israel schlimm, wenn es nicht so wäre? Oder sehe ich das völlig falsch?

  6. Quarktasche

    @Gallendieter

    …ist dieses Zitat irgendwo belegt/im Original einzusehen?

    „Beunruhigen sie sich nicht über den amerikanischen Druck auf Israel. Wir, das jüdische Volk,kontrollieren Amerika und die Amerikaner wissen es“

  7. heinz

    @gallendieter:
    Zum Machtverhältnis USA/Israel merkt Moshe Zuckermann, der ansonsten nicht mit Kritik an Israel spart, an:
    “Der Spielraum israelischer Eigenständigkeit den Vereinigten Staaten gegenüber hat genau dort seine Grenzen, wo die genuinen Interessen der USA in einer Weise tangiert werden, daß sie durch Israels Handeln zu wesentlichem Schaden kommen könnten.
    (…)
    Die USA können Israel so lange tun und walten lassen, wie Israels Handlungen ihren geopolitischen oder anderen globalen Interessen nicht zuwiderlaufen. Würde Israel diese ernsthaft in Gefahr bringen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die USA Israel zunächst zurechtweisen und, wenn diese Zurechtweisung nichts nützen sollte, sich von Israel
    schlicht abwenden, sich ihm gar bewußt entgegenstellen würden.
    (…)
    Es ist wie beim bekannten Witz über den Elefanten und die Maus: Die Maus kann sich darüber freuen, wieviel Staub sie gemeinsam mit dem Elefanten aufwirbelt. Die Maus kann sich sogar anmaßen, den Elefanten zu reiten. Aber spätestens dann sollte sie jemand über die wirklichen Gewaltverhältnisse aufklären, eventuell auch diejenigen, die der Maus die Macht beimessen, einen Elefanten reiten zu können, darauf aufmerksam machen, daß sie sich dabei eines alten antisemitischen Ideologems bedienen.”
    in Junge Welt vom 23.06.2011

  8. P.M.

    Israel hat kein Interesse an einem Krieg im Nahen Osten. Seine Militär- und Sicherheitsexperten haben oft genug klar gemacht, dass eine schnelle Zerstörung der iranischen Militäranlagen illusorisch ist. Und so, wie die weltpolitische Situation zur Zeit ist, würde ein militärisches Vorgehen drohen, den jüdischen Staat in die internationale Isolation drängen. Der einzige Grund, warum die militärische Option noch so offen auf dem Tisch steht, ist der, dass die derzeitige Regierung dort die Drohkulisse aufrechterhalten will, da sie immer noch hofft, den Iran durch Drohungen zum Einlenken zu bringen.

    Denn auch der Iran hat kein Interesse an einem Krieg. Innenpolitisch ist das Mullahregime so instabil wie lange nicht mehr und kann sich ein solches Risiko zur Zeit nicht leisten. Zumal es militärisch Israel in keinster Weise gewachsen ist.

    Auch die USA kann kein Interesse an einem Krieg haben. Die letzten Versuche waren ein Desaster für die ehemalige Supermacht, ihr weltpolitische Einfluss ist auf einem Tiefpunkt und die Bevölkerung kriegsmüde wie nie. Gerade für Obama, der vor allem ja auch als “Friedenspräsident” gewählt wurde, wäre ein Nahostkrieg unter US-amerikanischer Beteiligung der politische Bankrott.

    Die einzigen, die von einem Krieg zwischen Israel und dem Iran profitieren würden, sitzen in Deutschland. Für die Bundesrepublik bildet die Rüstungsindustrie einen der wichtigsten Wirtschaftszweige und sie auch eine der wichtigsten Waffenlieferanten von diversen Staaten im Nahen Osten.
    Es ist insofern nicht erstaunlich, das Deutschland als eines der wenigen westlichen Länder den Boykott des Irans nicht mitgetragen hat. Würde der Iran einlenken, würde sich die politische Situation entspannen. Entspannt sie sich, werden weniger Waffen gekauft, auch aus Deutschland. Verschärft sie sich jedoch, im Extremfall bis zum Krieg, werden die Nahoststaaten wesentlich mehr Waffen kaufen, vor allem natürlich beim “Exportweltmeister” Deutschland.

    Es sollte daher ebenso nicht überraschen, dass die Redakteure der großen deutschen Medienkonzerne, die von Regierungspolitikern und Wirtschaftsunternehmern regelmäßig zu Banketten und Geburtstagsfeiern geladen werden, einen neuen Nahostkrieg geradezu herbeizuschreiben versuchen.

  9. [...] Publikative.org » Blog Archive » Michael Lüders und “die reichen New Yorker J… – Ein „exzellentes Buch“, schwärmt Franziska Augstein über den Band, der es bis in die TOP 50 der SPIEGEL-Bestsellerliste brachte. „Unbedingt lesenswert“ ruft uns auch Gemma Pörzgen im Deutschlandfunk zu. Ich habe es gelesen und halte es ebenfalls für preisverdächtig – allerdings in der Kategorie „Märchenbuch“. Tags: | G+ | twittern | auf Facebook teilen | Kurz-URL  [...]

  10. @P.M.

    Ich denke, dass NIEMAND Interesse an einem Krieg hat. Es wird wohl eher eine Frage der Notwendigkeit sein, die Israel zu einem militärischen Schlag bewegen könnte, da eine Drohkulisse den Iran nicht interessiert, der grundsätzlich auf Zeit spielt.

    Woher Sie die Infos haben, dass das Mullah-Regime instabil sei, bliebe einmal dahin gestellt. Der religiös-politische Oberbau schließt eine Instabilität aus, da diverse Fatwas der Mullahs auch ohne Ahmadineschad ihre staatstragende Bedeutung für die Bevölkerung hätten.

    Es war bzw. ist auch für den Iran keine Militär-Doktrin, Israel in einer offenen “Feldschlacht” entgegentreten zu wollen: aus den von Ihnen benannten Gründen, und zwar der Unterlegenheit. Dies bringt` nun einmal zwangsläufig für die Israelis die Frage mit sich, was ihnen denn seitens des Iran in absehbarer Zeit “blühen” könnte, da nun einmal die Vernichtung Israels auf Ahmadinedschads Agenda steht, auch wenn diverse Übersetzung-Freaks, speziell in Deutschland, den Iran zum mißverstandenen Freund Israels deklarieren wollen, der es “eigentlich” nicht so meint`, wie es auf den diversen Freitagsgebeten herüber kommt… aber Schwamm drüber.

    Und auch wenn ich Ihnen zustimme, dass die USA ebenso kein Interesse am Kriege haben, so ist es dennoch müssig zu glauben, dass sich die Staaten heraus halten würden, sofern es einmal “zu krachen” begänne. Auch für die USA bleibt das Mullah-Regime eine unberechenbare “Konstante”, die man wohl lieber heute als morgen zum Deibel wünschte, und im Gegensatz zum unsicheren “Kantor” Deutschland (siehe die neuerlichen Aussagen von Gauck), wird man nicht zögern einzugreifen, wobei ich inzwischen der Überzeugung bin, dass man auf Deutschland wohl ganz verzichten sollte, damit sich dort der Nabelschau hingegeben werden kann… Inzwischen kann Israel ja wohl egal sein, was eine deutsche Kanzlerin zum Holocaust zu erzählen hat…

    Bezüglich Ihrer Aussagen zum wohl kriegsgeilen Militärkomplex in Deutschland, wird dieser Israel wohl kaum mehr großartig bedienen können; vor allem: mit WAS denn!? – Mit Panzern..!? Und welche Staaten kämen denn hinsichtlich der Embargos überhaupt in Frage – da gibt` es ja wohl nicht mehr viel. – Also ich hoffe es zumindest.

    Ob nun in Deutschland Medien einen Krieg – wie Sie mutmaßen – herbei schreiben möchten, wird in Israel Niemanden, der für die Sicherheit des Landes zuständig ist, ernsthaft interessieren. In Deutschland schwimmt man diesbezüglich ausschließlich im eigenen Sud und schlägt sich bezüglich Israel gegenseitig den Nüschel ein, ohne auch nur annähernd die Rechnung ohne den Wirt zu machen. – Und der (also Israel) wird letztendlich entscheiden, wie seine Chancen zu einem Zeitpunkt stehen, an dem man zur Überzeugung gelangt ist, dass jegliches Zögern Existenzbedrohend seien könnte… aber dies begreift eben ein deutsches Gros nicht, und ich persönlich bin der Auffassung, dass es inzwischen egal seien sollte, wer hier etwas begreift oder begreifen sollte.

    Es wurde seitens Israel in den letzten Jahrzehnten immer wieder betont, dass etwas “wie Deutschland” nicht mehr passieren wird. – Und der Mullah-Staat ist etwas “wie” Deutschland (Nazi-Deutschlands), aber es gibt da eben diverse “Krauts” – egal, ob “links” oder “rechts” -, die es nicht begreifen wollen und auch mutmaßlich nicht mehr begreifen werden – und vielleicht sollte man diese einfach in ihrem “Glauben” belassen.

  11. Thomas

    Junge, Junge, Junge … was für ein Bullshit. Damit meine ich garnicht mal den Artikel sondern die Bilder bzw. deren Unterschriften. “Sorgt bei den meisten Deutschen für Schnappatmung: Israel” Ernsthaft ? Was hat dieser Satz mit dem Rest des Artikels zu tun ? Israel ist ein durchaus Diskussionswürdiges Land bietet zumindest mehr Stoff als Liechenstein oder Andorra. Aber wie kommt Publikative.org dazu den meisten Deutschen Antisemitismus zu unterstellen ? Einfach so ? Völlig Platt ohne jegliche Quellen.

    Einfach nur schlecht, geht zurück zur NPD & Co. Als es den NPD-Blog noch gab herrschte hier durchaus Qualität. Inzwischen ein total paranoider Haufen ^der hinter jeder deutschen Straßenecke eine SS Totenkopfdivision erwartet.

  12. LOL

    da man grigat als allgemein bekannten kriegshetzer nicht auftreten lassen kann, nimmt man einfach küntzel, der ist weniger öffentlich exponiert was die behauptung von allerlei blödsinn angeht aber ungefähr so lange wir grigat auf der gleichen abgetreten kriegshetzerwelle mit den selben hetzerischen parolen

    mit dem blog geht es mehr und mehr bergab

  13. Jan

    mann Leute, es geht doch nicht umd DIE JUDEN, die Ostküste oder ähnlichen schmarrn dem es entgegenzutreten gilt, aber ihr könnt doch auch nicht beständig leugnen, dass es organisationen wie die AIPAC gibt und dass diese, wie bei lobbyorganisationen üblich, durchaus einfluss zu nehmen versucht 8nd auch bekommt). dazu wikipedia:

    Das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC, dt.: „Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“) ist eine pro-israelische Lobby in den USA mit über 100.000 Mitgliedern. Es wurde 1953 durch Isaiah L. Kenen als American Zionist Committee for Public Affairs gegründet und später in American Israel Public Affairs Committee umbenannt. In den USA gilt es als die mächtigste unter den pro-israelischen Lobbys und als eine der mächtigsten Lobbys der USA überhaupt.[1] Der Hauptsitz der Organisation ist Washington, D.C..

  14. Jan

    das ergibt sich im übrigen bereits aus der mitgliedrliste:
    Mitglieder sind oder waren neben anderen die folgenden amerikanischen Politiker:

    George W. Bush, ehemaliger Präsident der USA, Republikaner
    George H. W. Bush, ehemaliger Präsident der USA, Republikaner
    Dick Cheney, ehemaliger Vizepräsident der USA, Republikaner
    Nancy Pelosi, ehemalige Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Demokratin
    Bill Clinton, ehemaliger Präsident der USA, Demokrat
    Hillary Clinton, US-Außenministerin, Demokratin
    Condoleezza Rice, ehemalige US-Außenministerin, Republikanerin
    John Kerry, Senator, war Kandidat der Demokratischen Partei für die US-Präsidentschaftswahl 2004
    John McCain, Senator, war Kandidat der Republikanischen Partei für die US-Präsidentschaftswahl 2008

    Israelische Politiker:

    Ehud Olmert, Kadima, früher Likud
    Jitzchak Rabin, Awoda
    Schimon Peres, parteilos, ehemaliges Mitglied der Awoda
    Benjamin Netanjahu, Likud
    Ehud Barak, ehemaliges Mitglied der Awoda
    Ariel Scharon, Kadima, früher Likud

    Mitglied können auch Organisationen sein, wie z.B. die Anti-Defamation League.

    dass diese keine friedensapostel sind, sollte jedem klar sein. aber kehrt doch bitte endlich zu einer kritik der politischen ökonomie zurück 8auch israels!) und lasst eure moralinsauren argumentationen beiseite

  15. gallendieter

    JA die die AIPEC ist wirklich eine Organisation die vor allem von den christlichen Zionisten beeinflusst wird.

    Diese ganzen christlichen Zionisten zu kritisieren finde ich richtig und wichtig:

    Das fowid stellte dazu eine Studie vor:

    http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Mihr_Lukas/Antisemitismus_der_Religioesen_Rechten_USA_TA2012_3.pdf

    Der Schlussatz ist:
    Die Evangelikalen setzen, kurz gesagt,
    die 2.000jährige Geschichte christlicher Judenfeindschaft weiter fort.

    Also von wegen Ostküste und so weiter es ist viel verrückter: Ein Haufen an homophoben, sexistischen, rassistischen Typen, die strukturell antisemitisch sind betreiben weltweit für Lobbyarbeit.
    Total ekelhaft.
    Noch ekelhafter: Es gibt inzwischen Gruppen, die sich als links bezeichnen, die mit solchen ekelhaften Typen zusammenarbeiten!

  16. P.M.

    @Axel Mylius
    Erstmal finde ich Ihren Vergleich zwischen dem Iran und Nazi-Deutschland ziemlich unangemessen. Er grenzt – ohne Ihnen jetzt diese Absicht vorwerfen zu wollen – an eine Verharmlosung der deutschen Diktatur.
    Er ignoriert den Stellenwert, den der Wille zur Judenvernichtung für den damaligen deutschen Staat hatte. Er war ja nicht nur ein Ideologieversatzstück unter vielen, sondern das zentrale, quasi die Staatsräson, an der auch entgegen jeder Vernunft festgehalten wurde. Selbst zu Hochzeiten des Krieges, zu der sämtliche Ressourcen wo anders gebraucht wurden, wollte man den Massenmord nicht mal reduzieren, wie sie sicher wissen. Wer einen vergleichbaren Fanatismus im heutigen Iran finden will, der ist, bei allem Respekt, nicht mehr ganz bei Trost.
    Zweitens lässt er ebenfalls die Machtfrage unter den Tisch fallen. Die Führer der Deutschen waren durchaus in der Lage, ihre Drohungen gegenüber den europäischen Juden in die Tat umzusetzen. Der heutige Iran hat diese Macht gegenüber Israel nicht, wie Sie ja auch richtig erkannt haben.
    Und daran ändern auch ein paar Atombomben nichts – denn egal wie viele davon das Mullah-Regime besitzen wird, Israel hat immer noch mehr, zur Not eben indirekt durch die Rückendeckung der USA (die ihnen im Ernstfall natürlich zur Seite stehen würden, das wollte ich gar nicht abstreiten). Und wenn der Iran das Tabu des nuklearen Angriffs bricht, dann werden sich natürlich auch seine Gegner damit nicht mehr zurückhalten. Das war ja eines der Logiken, die den Kalten Krieg vom eskalieren abgehalten haben.

    Ich bin mir auch sicher, dass die Mächtigen in Israel sich dessen bewusst sind. Wenn sie wirklich in der Mullah-Bombe eine existenzielle Bedrohung gesehen hätten, hätten sie längst ganz anders reagiert. Sie sind ja nicht lebensmüde!
    Ich denke, was Ahmadineschad mit seiner Hetze gegen Israel bezweckt, ist, die gemeinsame Feindschaft der muslimischen Staaten des Nahen Osten dem jüdischen Staat gegenüber zu beschwören. Das soll dazu dienen, nehme ich an, den Iran aus der politischen Isolation in der Region, in die er sich durch den ersten Golfkrieg (und generell durch seine schiitische Staatsreligion) versetzt hat, zu befreien und ihn wahrscheinlich auch auf lange Sicht zu einer wichtigen Regionalmacht zu machen. Israels Vernichtung ist sicher nicht der Zwecke davon (was hätte der Iran auch davon?), wird aber wohl billigend in Kauf genommen. Denn um seine Ziele zu erreichen, stärkt der iranische Staat Israels feindliche Nachbarn und schürt den Konflikt zwischen ihnen. Was droht, ist also kein zweiter Holocaust, sehr wohl aber ein zweiter Sechstagekrieg.

    Und damit kommen wir zurück zu Deutschland und seinen Panzern. Die Bundesrepublik ist eine der Marktführer im weltweiten Rüstungsgeschäft und dass Israel zu ihren wichtigsten Kunden gehört, ist ja kein Geheimnis. Andere Kunden Deutschland, die im Fall einer Verschärfung des Nahostkonflikts aufrüsten würden, sind zum Beispiel die Türkei (ist zwar strenggenommen kein Nahostland, liegt aber nah genug dran) und mich würde auch überraschen, wenn sie nicht auch an Saudi-Arabien liefern.
    Je mehr sich der Konflikt dort also verschärft, desto mehr Kohle kommt in die deutsche Kasse. Insofern kein Wunder, dass sie sich jede Mühe geben, den Konflikt so subtil wie möglich anzuheizen, indem sie das Handelsembargo gegen den Iran brechen, den Druck auf Israel mit außenpolitischen Ermahnungen zu erhöhen, usw.

    Das die deutschen Medien auf Israel wenig Einfluss haben, ist mir klar. Ich habe das auch mehr als Beleg für meine These gedacht. Daher auch der Verweis auf die Verbindungen der deutschen Medieneliten zu den politischen und wirtschaftlichen Entscheider der Bundesrepublik: Augstein und Co. wissen eben, woher in Zukunft der Wind in der deutschen Außenpolitik wehen wird und haben vorsichtshalber schon mal ihr Fähnchen danach gerichtet, um die Bevölkerung auf den neuen Kurs einzustimmen. Deshalb diese geradezu surreal anmutende Flut israelfeindlicher Hetze in den letzten Wochen.

  17. mjb4

    @Emanon

    Ich glaube nicht das dieser Artikel eine Kampfschrift ist die geschrieben wurde um Menschen zu überzeugen. Es ist doch eher der Versuch uns Leser, die schon von vorherein die Meinung des Autors in großen Zügen teilen, mit genau den Informationen zu Versorgen, die wir brauchen, um ohne Lüders Buch gelesen zu haben, unbedarfte Leser dieses Buches aufzuklären und es nicht nur Inhaltlich sondern schon Rethorisch examplarisch zu wiederlegen.

    @Thomas

    wenn man deinen Text einfach so ließt hat man schon das Gefühl das du unter Schnappatmung leidest während du das gelesen hast.

    “Einfach nur schlecht, geht zurück zur NPD & Co.
    Als es den NPD-Blog noch gab herrschte hier durchaus Qualität. Inzwischen ein total paranoider Haufen ^der hinter jeder deutschen Straßenecke eine SS Totenkopfdivision erwartet.”

    Das mit der SS Totenkopfdivision ist aber auch nicht so weit hergeholt wenn ungestraft und unverfolgt der NSU auf Mordserie geht.
    Bei Publikative geht es doch hauptsächlich darum eben genau vor den Ikonen der modernen Rechte zu warnen, seit langem ist die NPD nur noch ein kleiner Radikaler Teil. Diesen zu betrachten ist durchaus Sinnvoll, aber nur diesen wäre doch eine Verkürzung

    @gallendieter
    Das die Protokolle von Zion angesprochen werden ist Zentrales Thema des Artikels, es geht hier nicht um eine differenzierte Analyse israelischer Außenpolitik, es geht hier einfach nur um die “Person des Autors” und um sein neues Buch. Lüders hat in der Tradition vieler Antisemiten eine “inhaltliche” Analyse des Irankonflikts geliefert. Darüber handelt der Artikel und auch nur darüber.

  18. @P.M.

    Um Ihnen zu verdeutlichen, was ich mit einem Vergleich zwischen dem Iran und Nazi-Deutschland meine, werde ich wohl weiter ausholen müssen. – Ich schrieb` übrigens, dass der Iran „etwas wie Deutschland ist (Nazi-Deutschland)“, und ich persönlich finde diesen Vergleich sehr passend.

    Ein Vernichtungswille wurde unter keiner anderen Staatsdoktrin dermaßen „religiös-mythologisch“ apostrophiert, verbrämt und als Rechtfertigung für das Vorgehen um des eigenen „Überlebens“ wegen erhoben, wie in Nazi-Deutschland und dem Iran. Beide Doktrin eint bzw. einte eine tiefe Irrationalität. Im Nazi-Deutschland der „Schwarzen Eliten“ wurde aus dem Blick zurück in die „germanische Geschichte“ – die es ja durchaus gibt – ein wirres Gebräu aus vorgeblich Gottgegebener Überlegenheit „des nordischen Menschen“ (der als politischer Mythos durch die Nazis überhaupt erst erschaffen wurde) gegenüber allem sog. „Blutsfremden“, und dem damit einhergehenden wirren Konstrukt einer vorgeblich „blutsgebundenen Volksgemeinschaft“, deren durch die Nazis erwünschter Erhalt und ihre Expansion, ausschließlich an vorgeblichen Feinden und deren Überwindung festgemacht wurde. Dieser innere und äußere Feind war nicht etwa der Kommunist, oder der Bolschewist, oder der Sozialdemokrat, oder der Christ, oder der Liberale als Solches, sondern ausschließlich ein von den Nazis auf rassistischer und vor allem sozialdarwinistischer Basis konstruierter „Untermensch“, in dem sich alles das vereinen würde, was den Nazis verhasst war. Unter dem wahnhaften Anstrich der „Wissenschaftlichkeit“ wurden nicht etwa Köpfe vermessen oder „Bluttests“ etc. durchgeführt, um die Ergebnisse aus „wissenschaftlichen Gründen“ zu katalogisieren, sondern um moralische (bzw. eher pseudo-moralische) „Rückschlüsse“ auf den jeweiligen Menschen (also das jeweilige Individuum) ziehen und es so in eine erwünschte politische Schublade stecken zu können. – Dies alles einhergehend unter dem kruden Missbrauch der germanischen Mythologie und unter deren wirrer Pseudo-Verwissenschaftlichung seitens der Nazis.

    Nur wer versteht, dass die Nazis aus einer Mythologie eine rassistische „Wissenschaft“ gemacht haben, „versteht“ letztendlich auch die industrielle Vernichtung von Menschen seitens der Nazis, die eben keine Individuen sahen, sondern ausschließlich die vorgebliche und vorzügliche „nordische Blutsgemeinde“ als angebliche Inkarnation des von den Nazis erwünschten Menschenbildes auf genealogischer und sozialdarwinistischer Basis. Die Sowjets wurden im Kriege nicht etwa wie Vieh behandelt, da sie etwa Kommunisten gewesen seien, sondern weil sie als „slawische Untermenschen“ angesehen wurden, deren „Lebensraum“ für die „Aufnordung des Reiches“ (F.K. Günther) deklariert wurde; das Gleiche galt in Europa unter Hitler für die Polen, die Tschechen usw. und einmal gänzlich abgesehen vom Verhältnis der Nazis gegenüber „Neger-Kulturen“ etc. – Hinsichtlich des Antisemitismus und der Judenvernichtung, werde ich sicherlich nichts weiter ausführen brauchen.

    Sie schrieben u.A.: „Wer einen vergleichbaren Fanatismus im heutigen Iran finden will, der ist, bei allem Respekt, nicht mehr ganz bei Trost.“, und ich stimme Ihnen selbstverständlich insofern zu, solange Sie sich auf IHRE Ausführungen beziehen, in denen Sie von den Massenmorden der Nazis reden bzw. schreiben. – Meinerseits wurden keine Vergleiche gezogen, in denen ich darauf hätte verweisen können, dass seitens des Iran ein Massenmorden wie in Nazi-Deutschland stattgefunden hätte, da es nun einmal kein Auschwitz, Bergen-Belsen usw. im Iran gibt bzw. gab` und von dort auch nicht betrieben wurde, so, wie es Nazi-Deutschland u.A. in Ost-Europa tat. – Insofern kann ich natürlich keine Mutmaßungen über Fanatismen angestellt haben und würde dies auch nicht tun. Aber ich kann durchaus Vergleiche zwischen Nazi-Deutschland und dem (durchaus „religiösen“) Fanatismus der dortigen Schergen, mit den Hass-Parolen und der „Märtyrer“-Bereitschaft im Iran vergleichen: speziell angesichts der Überschneidungen bzw. Gemeinsamkeiten beider Staaten im Rahmen ihres jeweiligen Führer-Systems, wobei dem jeweiligen Führer eine gleichsam Gottgleiche Bedeutung zugemessen wird bzw. wurde und sein Wort quasi „Befehl ist“ bzw. war.

    Wie in Nazi-Deutschland gibt es im heutigen Iran eine Staatsdoktrin, die sich gleichfalls irrationaler Feindbilder bedient (speziell bei den Juden und insbesondere bei Israel und weiterführend in die USA als ehemaligem Zufluchtsort vor den Nazis und für die europäischen Juden). Nun wird die Islamische Republik Iran, noch dazu schiitischer Ausrichtung, von einem israelisch-palästinensischen Konflikt nicht im Geringsten tangiert, und dennoch agieren Hizb`allah etc. und ausgehend vom Iran unter Anderem im Libanon (auch gegen dortige Christen) sowie als Unterstützung palästinensischer Terroristen im grenznahen Raum zu Israel. – Aber warum tun sie das; warum agiert eine sog. „Partei Gottes“ bis hin zum sog. „Märtyrer-Tod“ ihrer Kämpfer … egal, ob Frauen, Männer, Kinder? – Diese Frage ist relativ „leicht“ zu beantworten: Sie kämpfen nicht etwa in einem ihnen aufgezwungenen Krieg für das Überleben ihrer Kinder, ihrer Familien, ihrer Freunde usw., sondern ausschließlich – wie Nazi-Deutschland – für einen religiösen Mythos, im gleichen Fanatismus, für den gottgleichen Führer (bei den Deutschen „der Führer“, im Iran „der Imam“) und gegen den gleichen vermeintlichen Feind. – Und sie tun dies unter der gleichen Propaganda wie Jene der Nazis, mit der Unterstützung von Neonazis (speziell aus Deutschland) UND in dem gleichen Wahn wie die Nazis, einen gottgleichen Stellvertreter-Krieg zu führen. Bei den Nazis war es der „nordische“ rassistische Wahn innerhalb einer Selbstaufopferung für „den Führer“ – und bei der schiitischen Hizb`allah ist es ein Kampf um den erhofften Stellvertreter-Tot für jeden Schiiten, der damit quasi ein Sühne-Opfer für die getöteten „Gründerväter“ des schiitischen Islam erbringt bzw. zu erbringen hofft.

    Unter diesen Bedingungen und einem dermaßenen und zu allem bereiten Feind ausgesetzt (direkt gesteuert aus Teheran und buchstäblich „religiös Gehirngewaschen“), gibt es für Israel durchaus auch andere Sorgen als eine Atombombe, als da wären eine chemische oder biologische Attacke, wobei nicht aus den Augen verloren werden darf, dass „normale“ Terroristen zumindest noch den Wind berechnen und sich Gedanken machen würden, wie sie rechtzeitig davon kommen könnten, wenn sie eine schmutzige Bombe, oder eine chemische, oder eine biologische oder welche auch immer zünden würden. – Aber nicht so religiöse Fanatiker, die überdies den Tot dankend erwarten, in der Annahme, sie fahren „in das Paradies“ ein … und für die es auch keine Unschuldigen, sondern nur „Ungläubige“ gibt und alle mitgetöteten Muslime gleich mit den Terrorristen „gen` Himmel“ fahren würden. Einem solchen Gegner ausgesetzt, muß Israel zwangsläufig auf eine atomare Attacke gefaßt sein, die ja nicht zwingend Trägergestützt erfolgen muß. Genauso irrational und „nordisch-mythologisch“ verbrämt wie der Hass der Nazis und die sich daraus ergebenden Folgen für die Juden – und nicht nur für sie – waren, wird Israel zwangsläufig sehr wachsam gegenüber erneuten und vor allem rational schwer zu erfassenden Vernichtungsfantasien gegenüber stehen. – So sehr rational wir hier im Blog über Szenarien diskutieren, so groß bleibt die Gefahr seitens eines erneuten irrationalen Gegners für Israel.

    Das ist es, wenn ich von Gemeinsamkeiten zwischen Nazi-Deutschland und der Islamischen Republik Iran rede bzw. schreibe – einem Iran, wo bekanntlich Neonazis und Holocaustleugner hofiert und eingeladen werden, während quasi auf dem Hinterhof die sterbefreudigen Schiiten mit grünen Stirnbändern dem „Märtyrer“-Tot entgegen fiebern und ihn anbeten.

    Und sofern deutsche Panzer noch einmal irgendeine Rolle spielen sollten, so bliebe eben nur zu hoffen, dass man in Deutschland weiß, wohin man sie verschifft. – Wobei die ganze „Angelegenheit“ grundsätzlich ziemlich unappetitlich bleibt, mit Panzern Geld verdienen zu wollen oder manchmal auch zu müssen…

  19. Ein sehr guter und informativer Artikel von Matthias Küntzel!

    Michael Lüders berät unter anderem das Auswärtige Amt und erstellt Fachgutachten für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Wirtschaftsinteressen Deutschlands stehen über der Sicherheit Israels.

    Die Eingangskommentare hier sind bezeichnend für den wirtschaftskonformen Mainstream in Deutschland. Die deutsche Kumpanei mit dem iranischen Mullah-Regime, das beinahe täglich die Vernichtung Israels ankündigt, dies mit einer Atombombe realisieren könnte, das seit über 30 Jahren die eigene Bevölkerung terrorisiert, ist unfassbar.

  20. Daniel Domeinski

    @Fidelche

    “Die Eingangskommentare hier sind bezeichnend für den wirtschaftskonformen Mainstream in Deutschland.”

    Hah, hah
    Der war gut. Das Lüders Wirtschaftsinteresse vertritt und deshalb zur einer einseitigen Darstellung des Konfliktes neigt, bestreite ich nicht. Aber wollen sie ernsthaft behaupten, dass Küntzel in der dieser Frage überparteilich und neutral ist?
    Laut Thomas Haury, den sie vermutlich sehr schätzen, ist ein manichäisches Weltbild eine der Grundlagen für antisemtische Einstellungen. Wie wäre es, wenn sie diesen Gedanken einmal ernstnehmen, ein wenig Selbstkritik üben und ihren beton-“antideutschen” Hetzblog im digitalen Orkus versenken?

  21. @Daniel Domeinski

    Was wollen Sie mit ihrer Frage andeuten? Wollen Sie etwa behaupten Matthias Küntzel sei von weltumspannenden, im Hintergrund agierenden Mächten gesteuert? Zuzutrauen wäre es ihnen.

    Ja, Thomas Haury schätze ich. Sein Buch „Antisemitismus von links“ habe ich mit Gewinn gelesen. Sie auch? Hahaha.

    Das Leben ist kein Wunschkonzert, Domeinski! Völkische Antisemiten und Antizionisten müssten damit leben, dass ihre widerlichen Ansichten nicht unwidersprochen bleiben. Mehr kann ich zu ihrem lustigen Kommentar nicht schreiben, da Sie mir zudem bisher vollständig unbekannt waren. Nein, eine Frage noch: Salutieren Sie jeden Morgen vor ihrer Deutschlandfahne?

  22. Daniel Domeinski

    @fidelche

    “Wollen Sie etwa behaupten Matthias Küntzel sei von weltumspannenden, im Hintergrund agierenden Mächten gesteuert?”

    Sie sollten ihre Paranoia in den Griff bekommen. Wie einige Kommentatoren schon angemerkt haben, gibt es Lobbygruppen, die einen schnellstmöglichen Angriff auf den Iran forcieren. Mit einer jüdischen Weltverschwörung hat das herzlich wenig zu tun, auch wenn sie gerne so hätten. Bei Küntzel findet man keine Kritik an dieser Lobbyarbeit.

    Was meinen sie mit “mit Gewinn gelesen”? Vielleicht, dass Haury ihnen Munition in ihren albernen Propagandafeldzug liefert? Ich gebe ihnen einen Tip. Selektives Lesen recht nicht aus. Sie müssen sich schon die Mühe machen zu verstehen und das Geschriebene auch zu kritisieren.

    Und noch zur Deutschlandfahne. Wie kommen sie eigentlich auf die Idee, dass jeder der sie kritisiert, ein Nationalist, völkischer Antisemit oder Antizionist sein muss? Wenn mich ihren Blog zu Gemüte führe und lesen muss, was sie und ihre Mitstreiter dort so verzapfen, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie die Fahnen einfach ausgetauscht haben. Dumpfer Chauvinismus und Militarismus, Kulturrelativismus und Hass auf Juden, die nicht ihre Meinung teilen, gehören dort zum guten Ton. Und das soll Kritik an “Deutscher Ideologie” sein? Ich kann mich nur wiederholen. Versuchen sie es mal mit Selbstkritik.

  23. @ Daniel Domeinski

    „Wie kommen sie eigentlich auf die Idee, dass jeder der sie kritisiert, ein Nationalist, völkischer Antisemit oder Antizionist sein muss?“

    Wie ich darauf komme? Sie haben in dem ihrem Kommentar von einem „antideutschen” Hetzblog geschrieben. Die logische Schlussfolgerung ist, dass Sie sich prodeutsch verorten.

    Alles Weitere ist viel zu unkonkret und hat auch wenig mit dem Artikel von Matthias Küntzel zu tun. Wer den Antisemitismus, die Holocaustkonferenzen, die beinahe täglichen Vernichtungsdrohungen des Irans gegen Israel ignoriert, verharmlost oder sie gar befürwortet und von (jüdischen) Lobbygruppen fantasiert, steht in der Tradition von „Prodeutschen“, die mir äußerst unsympathisch sind.

    Offensichtlich sind für Sie die „Reservisten des Freitag“ völlig ungerechtfertigt vorgeführt worden. ( http://thinktankboy.wordpress.com/2012/04/20/freitagsreservisten/ )

    Was ich von Leuten halte, die vorgestrige, teilweise völkische Antizionisten verteidigen, möchte ich an dieser Stelle von mir geben. Versuchen Sie es doch selbst mal mit Selbstkritik, vielleicht bekommen Sie dann ihre Paranoia von den Lobbygruppen in den Griff.

  24. Daniel Domeinski

    @Fidelche

    Nur kurz: zwischen “anideutsch” und “prodeutsch” gibt viel Raum, für einen selbständig denkenden Menschen.
    Wenn sie mich verorten wollen, ich bin antinational, also kritisch gegenüber jeder Erscheinungsform des Nationalismus.
    Das wirken von Lobbygruppen zu beschreiben, ist erst einmal nicht paranoid. Sonst wäre übrigens auch der Text von Küntzel paranoid.
    In einem haben sie recht. Unser Disput ist off-topic. Daher werde ich mich nicht weiter daran beteiligen.

  25. P.M.

    @Axel Mylius:

    Ja, beide Staaten haben irgendwie antisemitische Ideologien, die stark von Irrationalität geprägt sind. Soweit würde ich dem gar nicht widersprechen. Aber auf der Makroebene hinkt der Vergleich aber stark, für eine Parallelisierung, so wie sie das vornehmen, reicht es einfach nicht aus.

    Ich würde nun gerne mit Ihnen darüber diskutieren, da Sie aber auf meine vorherigen Argumente nur sehr am Rande eingegangen sind, belasse ich es mit ein paar Kommentaren.

    Was Sie über die Nazis schreiben, ist alles vollkommen richtig. Was sie über die Selbstmordattentäter im Nahen Osten reden, ebenso. Nur – sie wollen ihren Vergleich zwischen Nazi-Deutschland und Iran stützen, reden aber von Terroristen und Paramilitärs aus dem Libanon und Palästina!
    Eines meiner Hauptargumente war ja gerade, dass der Antisemitismus Hauptstütze des damaligen deutschen Staates und letztendlich auch Selbstzweck war. Das zeigt sich ja nicht nur in der Vernichtung selbst, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte dieses Regimes, von Pogromen und Enteignungen bis hin zu den Nürnberger Gesetzen.
    Dass andererseits die Hetze der Diktatur im Iran durchaus taktische Gründe haben könnte, habe ich ja beschrieben (worauf Sie kein Stück eingegangen sind). Wo finden sie bei den iranischen Herrschern einen Fanatismus, der so groß ist, dass sie ihr Leben und ihre Herrschaft ihren Vernichtungswahn unterordnen, so wie das deutsche Regime es am Ende getan hat? Dass die Terroristen von Hizbollah und co. einen solchen haben, ist mir klar. Nur funktioniert ein Vergleich zwischen solchen Verbrecherbanden und einen massenmordenden Staat wie dem damaligen deutschen ja zu offensichtlich nicht, darum setzen sie sie mit ihren Förderern im Iran in eins.

    Mein anderer wichtiger Punkt, nämlich die Machtfrage, wird nach wie vor Ihnen komplett ausgeblendet. So als sei es das gleiche, wenn ein Machthaber einer ethnischen Minderheit droht oder einem seinen eigenen Land militärisch überlegenen Staat im Ausland!

    Ich finde, ihr Vergleich ist so gut wie einer zwischen Mücken und Vampiren. Sie ignorieren Qualitäten und Quantitäten. Und gäbe es Vampire, würde man sie damit verharnlosen, finden Sie nicht?

  26. @P.M.

    Um noch einmal auf den Ursprung unserer „Debatte“ zurück zu kommen: Ich wollte darauf hinweisen, dass das islamistische System im Iran und dessen Träger (in Form der Geistlichkeit) nicht geschwächt sind oder auf tönernen Füßen stünden (wie von Ihnen gemutmaßt). Hinsichtlich der antisemitischen Propaganda und des Fanatismus zog` ich Vergleiche mit Nazi-Deutschland und unter dem Hinweis der Zusammenarbeit des Iran mit deutschen Neonazis. Mein Hinweis auf die Hisb`allah, negiert doch nicht die Gemeinsamkeiten, die Nazi-Deutschland und der momentane Iran innerhalb ihrer manischen Vernichtungsfantasien hatten bzw. haben. Diesbezüglich schrieb ich bereits, dass es dennoch kein Auschwitz unter der Islamischen Republik Iran gab. Dessen ungeachtet bleibt die Gefahr – und darum dreht es sich – einer Vernichtung oder Zerstörung Israels durch Atomwaffen in den Händen religiöser Fanatiker, die nicht etwa Fanatiker durch eine Propaganda aus „taktischen Gründen“ geworden sind. Eine Propaganda (basierend auf einer religiösen „Heilslehre“ vom erwünschten Tod), die auf jenen „Märtyrertod“ abzielt, ist wohl wenig (wenn gar nicht) als „taktisch“ zu bezeichnen, wobei ich hinzufüge, dass es Ihnen ja um die Propaganda des Iran innerhalb der Region ging. – Jene Propaganda nun, zielt nicht etwa auf einen Ausgleich, eine Zweistaaten-Lösung etc. ab, sondern apostrophiert eine islamistische Übereinkunft und sunnitisch-schiitische Querfront gegenüber dem Westen, wobei sich der Iran als Opfer-Lamm unter „antiimperialistischen“ Anstrich zeichnet.

    Hinsichtlich Ihrer Frage: „Wo finden sie bei den iranischen Herrschern einen Fanatismus, der so groß ist, dass sie ihr Leben und ihre Herrschaft ihren Vernichtungswahn unterordnen, so wie das deutsche Regime es am Ende getan hat?“, kann ich erstens nur „polemisch“ antworten, dass sich mir dieser Wahn und Fanatismus an jenen Opfern zeigt, die man an Kränen aufhängt, sich dabei auf den Islam beruft und es noch im Fernsehen zeigt, und Zweitens bleibt es mir natürlich im Unklaren, wie sich eine Geistlichkeit und eine durch sie und die sog. „Religionswächter“ abgesegnete Regierung verhalten oder verhalten würden – auch bzgl. der eigenen Bevölkerung -, wenn sie sich letztendlich nur noch in Bunkern aufhalten müssten und wohl möglich in Besitz einer Atombombe seien. Zu mutmaßen bliebe jedoch, dass auch dann die vorgebliche „Vorzüglichkeit“ der Führerschaft dergestalt http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/208570-iranischen-feinden-ist-die-niederlage-beschieden „beschieden“ würde…

    Abschließend kann ich mich nur wiederholen: Es wurden von mir keine Vergleiche gezogen, die auch dem Iran eine industrielle Tötung der Juden attestiert hätten – was Sie offenbar weiterhin aus meinen Zeilen herauszulesen glauben. Das Thema war und bleibt, zumindest innerhalb unserer Debatte, die Gefahr einer Massenvernichtungswaffe innerhalb eines religiösen Regimes, dessen antisemitische Propaganda deckungsgleich mit Jener der Nationalsozialisten ist und durch Neonazis hofiert wird. Überdies bliebe im Zeitalter von Massenvernichtungswaffen ein Vergleichenwollen zwischen „Mücken“ und „Vampiren“ (wobei Sie wohl Nazi-Deutschland und den Iran in Verbindung mit meinen Vergleichen meinen) irrelevant, da es letztendlich für Israel auf das Gleiche hinaus käme und wohl auch müßig wäre darüber zu streiten, ob nun eine „Mücke“ oder ein „Vampir“ die Bombe zündet. Wie nun letztendlich eine Machtfrage zu beantworten wäre, ist mir angesichts der bereits angeführten religiösen Irrationalität gegenüber den Juden und Israel sowie im Kontext einer Atombombe relativ „schnurz“. – Diesbezügliche Fragestellungen wurden bereits unter http://www.publikative.org/2012/04/06/im-zweifel-gegen-israel/ mehr oder weniger „abgearbeitet“, und was mich anlangt, würde ich mich auch dahingehend lediglich wiederholen.

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