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Nazi-Rock vom Schulchor: Und alle singen mit

25. Juli 2012 15:28 13.734 mal abgerufen 60 Kommentare

Zwei YouTube-Videos haben die Schulabschlussfeier eines Jahrgangs in Kirchberg im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) gezeigt. Gefeiert und gesungen wird mit Eltern und Lehrern in der Stadthalle – so weit, so normal. Das dargebotene Liedgut allerdings stammt von niemand Geringerem als der rechtextremen Kultband “Sleipnir”.

Von Redaktion Publikative.org

Bei der Schulabschlussfeier in Kirchberg im Hunsrück singt der Chor in der Stadthalle – wo auch schon der Chor des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) auftrat – und das Publikum begeisterte. Wie bei solchen Feiern üblich wurden die aufgeführten Lieder, Reden und sonstige Programmeinlagen lange vorbereitet und einstudiert – mutmaßlich wohl auch mit Lehrerinnen und Lehrern der Schule – zumindest wäre dies üblich.

Die Darbietung gehört jedenfalls offensichtlich zum offiziellen Programm der Feier, die Ende Juni stattgefunden hat. Nach Auskunft der Stadtverwaltung war die Realschule Kirchberg am 21. Juni Mieterin der Halle – zur Aufführung kam dabei das Lied “Verlorene Träume” der Band “Sleipnir”, wie Videos bei YouTube zeigen.

Die Band “Sleipnir” gehört seit den 1990er Jahren zu den festen Größen der deutschen Rechtsrock-Szene. Mt Liedern wie “Eine Jugend rebelliert”, “Wir geben niemals auf” oder “Wunderbare Jahre” spielten sich die aus Nordrhein-Westfalen stammenden Musiker in die braunen Herzen der rechtsextremen Szene. Immer wieder traten sie auch auf großen Rechtsrockfestivals wie dem von der NPD organisierten “Rock für Deutschland” oder dem “Fest der Völker” auf. Die Band pflegt neben der NPD und den “Freien Kameradschaften” auch gute Kontakte zum Neonazinetzwerk “Blood&Honour”. Auch auf den so genannten Schulhof-CDs der rechtsextremen Szene und der NPD, die an Schulen verteilt wurden, war Sleipnir mehrfach vertreten. Die Band ist somit seit über zwei Jahrzehnten in der Neonazi-Szene aktiv und aus dieser nicht wegzudenken.

Oft wird über eine drohende “Unterwanderung” der demokratischen Mitte durch Neonazis gewarnt. In einigen Regionen sieht die Realität hingegen offenbar so aus, dass Neonazi-Propaganda mehrheitsfähig ist. Besonders die Rolle der Lehrer wird in diesem Zusammenhang noch eine große Rolle spielen. Ein nach eigenen Angaben Anwesender der Feier schildert deren Reaktion auf YouTube in den Kommentaren so: “die Lehrer wussten das teilweise… Viele sind einfach rausgegangen als wir angefangen haben zu singen…”.

In einem YouTube-Kanal, in dem das Schulvideo hochgeladen wurde, sind weitere zahlreiche Neonazi-Songs veröffentlicht – vor allem von Sleipnir. Da ein Video wohl aufgrund der zahlreichen negativen Kommentare von YouTube offenbar für den Zugriff von deutschen IP-Adressen gesperrt wurde, zeigen wir nun ein weiteres. Interessant ist auch, dass es vor der Sperrung des Videos noch zu einer Ergänzung der Videobeschreibung durch den Inhaber des Youtube-Kanals kam, der weiter den Verdacht erhärtet, dass Lehrer und Schulleitung das Lied zuvor genehmigten. Es scheint sich  seitens der Sängerinnen und Sänger jedenfalls in keiner Weise um “Unwissen” oder ein “Versehen” zu handeln – im Gegenteil: Man ist stolz auf seinen Gesang.

Ergänzter Kommentar nach zahlreichen negativen Kommentaren…

Siehe auch: “Wunderbare Jahre”: Nazi sein als Lebensgefühl, Flop für Deutschland, “Blut muss fließen” – Undercover unter Nazis, Kommunalpolitik und extrem rechte Erlebniswelt

60 Kommentare »

  • Publikative.org » Blog Archive » Nazi-Rock vom Schulchor: Und alle singen mit « SunnyRomy said:

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  • Hans said:

    Ich finde da wird wieder viel zu Wind drum herum gemacht. Es kann ja nicht sein das sich Menschen in soetwas hineinsteigern. Wenn der Text zu einer Abschlussfeier passt. Wieso darf man ihn dann nicht singen. Wenn nicht endlich aufgehört wird wegen jedem Vorfall ein Fass aufzumachen, werden es immer Menschen geben, die sich dagegenstemmen. Besonders die links angehauchten Menschen sollte aufhören sich über soetwas zu beschweren und ihre meist genauso radikalen Aktionen zu überdenken.

  • Chricki from Hell said:

    Hans ist so einer, der auch nach der Kristallnacht gesagt hätte, man solle nicht so ein Fass aufmachen … und Auschwitz … da wurde auch so viel Wind drum gemacht … wo das Leben doch so einfach schwarzweiß — oder braun — sein könnte, wenn diese links angehauchten Menschen nicht immer Fässer aufmachen würden … ach menno, diese miesen Launeverderber.

  • Frank said:

    Über solche Vorfälle muss berichtet werden. Alleine schon, weil sonst irgendwann keiner mehr weiß woher solches Liedgut stammt.
    Die Kritik am Hochkochen der Linken kann ich nachvollziehen, aber in diesem Fall ist nur berichtet worden. Niemand wurde verprügelt oder mit Farbbeuteln beschmissen.

  • Ley said:

    Da bin ich genau der gleichen Meinung wie Hans.

    “Nazi Rock vom Schulchor”.. Sehr reißerische Überschrift.

    In Deutschland wird bei so was immer gleich ein Riesen Wirbel veranstaltet.

    Es gibt wirklich wichtigeres auf dieser Welt.

  • Hans said:

    Das vielleicht nicht. Aber wegen so etwas? Verdammt das ist ewig her. Kein Wunder das der Rest der Welt jeden Deutschen für einen Nazi hält. Wenn wir selber es noch tun.

  • Nils said:

    @Ley, @Hans:
    Die Indoktrination der Mitte der Gesellschaft mit extrem rechter “Lyrik” in Liedform sollte eigentlich dazu führen, sich genau davon zu distanzieren.
    Fürsprache oder Rufe nach Entwarnung klingen bestenfalls ignorant, schlimmstenfalls sind sie Teil der Wortergreifungsstrategie.

  • mojo said:

    äh nee, lieber hans. ich gebe ja zu, dass der text (bzw. das was ich davon verstanden habe) zu der schmalen gefühlsduselei einer abschlussfeier passt, aber man sollte sich immer darüber informieren, wessen text man da gerade singt. und wenn man, als lehrer_in, davon wind bekommt, dass ein song von einer üblen nazi-band intoniert werden soll, muss man dem einhalt gebieten. es gibt genug andere songs die derlei gefühle ähnlich nichts sagend transportieren.
    wenn ich deiner argumentationsweise folge, folgt auf ein ‘mir-doch-egal’ ein irdisches paradies. also die drecks faschos machen lassen und alles wird gut?! ist ja nicht so schlimm, wenn man sleipnir covert??? in dem artikel wird in auszügen sehr gut dargelegt wofür die band steht, wer da keinen sinn in einer intervention sieht, dem ist nur noch schwer zu helfen.
    wenn ich dann noch lese, dass hier wieder das bild des ewig nervenden linken bemüht wird, wird mir ganz schwummerig. es ist die sachen von jedem, dafür zu sorgen, dass es nie wieder zu einer nazi-diktatur kommt und deshalb muss über solche vorfälle berichtet werden und nicht erst wieder, wenn nazis wieder leute auf der straße tot prügeln.
    und dieses gelaber über den nazi-general- verdacht kannst du dir hier klemmen. es geht darum, dass eine ganze abschlussklasse eine nazi-band
    covert und nicht um die fähnchen schwenkenden party-patrioten auf fußball fanmeilen. und selbst da sollte man kritisch drüber reflektieren dürfen.

  • Martin said:

    Hans und Ley, jemand zu Hause im Oberstübchen? Text gelesen? Sleipnir sind Nazis! Und für Nazis sollte es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben, denn deren übelste Vertreter bringen Menschen um und verüben Anschläge jeglicher Art. Im Gegensatz zu den Linken, die kloppen sich gelegentlich mit Nazis und der Polizei, die diese beschützt. In den letzten ca. 20 Jahren 150-200 Tote durch rechten Terror, 0 (in Worten: null) durch Linke. Aber deren Musik sollte in unserer Gesellschaft Platz haben? Es scheint, als ob Bildung und soziale Kompetenz in Eurem bisherigen Leben keine sonderlich grosse Rolle gespielt haben…

    Ich hoffe, dass dieser Vorfall Konsequenzen für das verantwortliche Lehrpersonal hat, und zwar drastische!

  • Data said:

    Ein Video, dass im Netz kursiert, gefunden und einen Aufregertext geschrieben, ohne konkret zu werden?
    Was soll das?
    Bitte auf dem Teppich bleiben.

  • Paradox said:

    Wir gingen schon damals in die gleiche
    Schule und damit fing ein langer
    Weg für uns an es kamen die ersten
    Träume und Ideale wir rebellierten
    oft ohne Verstand.
    So vergingen all die Jahre wir
    vergaßen fast dabei wir trotzten
    unserem größten Feind und das war die Zeit.

    Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Und ich wälze in alten Bildern Mensch Junge was haben wir gelacht Du warst der Prinz aller Frauen und ich der König jeder Nacht. Wir gingen stets nach vorn und schauten nie zurück irgendwann da kam der Tag und uns verließ das Glück.

    Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei.

    Ist dieser Text tatsächlich so “rechts” das man darüber berichten muss? Ich bin grundsätzlich auch für die Aufklärung darüber, doch das hier gesungene Lied finde ich absolut nicht schlimm. Schlimmer finde ich hingegen von welcher Band es kommt.
    Was ich sagen will: Wäre es ein anderes Lied, mit eindeutig “rechtem” Text würde ich die Berichterstattung verstehen, doch bei diesem (für ein Abschlusskonzert doch passendes) Lied verstehe ich die ganze Aufregung nicht so ganz. Mit einem anderen Lied hätte man wahrscheinlich weniger Aufsehen erregt aber wüsste ich nicht das dieses Lied von Sleipnir stammt, und was hinter dieser Band steht, würde ich nichts weiter vermuten. Der Text lässt in meinen Augen auf nichts schließen.

  • alter Mann said:

    In einem Land, in welchem der Verfassungsschutz nie mit Nazimördern planen, geschweige denn zusammenarbeiten würde,

    in Erfurt Ausstellungen nicht von Nazis überfallen werden – das weiß die Polizei!

    Menschen mit schwarzer Hautfarbe nie in den Knästen verbrennen würden – sie werden von dem Personal immer und ständig korrekt behandelt

    Antifaschisten das Transparent – nach Schlägen von Nazis – von der Kripo nie entrissen werde würde….

    ein Nazifackelmarsch von einem deutschen greicht nie erlaubt werden würde

    in solch einem Land wird nie an Schulen ein Nazilied gesungen!

    Die rassistische Gleichgültigkeit ist schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen und fühlt sich wohl!

  • Tilia said:

    Ich nehme mal an, dass sich Odin samt seinem achtbeinigen Roß bei diesem larmoyanten Kitsch übergeben hätte…;)

  • Testtest, 1,2,3 said:

    Da hat sich die “Schulhof-CD” ja definitiv gelohnt. Demnächst in diesem Theater: Horst Wessel und Adolf war auch nur ein Mensch. Ich denke: Die Dummheit des Menschen ist antastbar und hoffe, dass es für die zuständigen Lehrer ordentliche Disziplinarstrafen regnet. Unglaublich.

  • Bernd von Kraut said:

    Beim dem Gesang hätte auch ich sofort den Saal verlassen, völlig unabhängig vom Text des Liedes.

  • sdon said:

    Reflektieren (!) darf, soll und muss man. Niveau halten und Beleidigen auf ein Minimum beschränken oder eben vermeiden nun mal auch.
    Anders gesagt: Auf den eigenen Ton achten und vlt. weniger auf persönlicher Ebene attackieren. Vor allem wenn man inhaltlich recht hat. Vielleicht nicht mit Vergleichen der Kristallnacht oder Ausschwitz mit so etwas wie dem Covern einer rechten/Nazi- Band. Beides Ausdruck des gleichen Übels, rangieren diese jedoch in anderen Ligen. Bei beidem, dem Covern wie den Gräueltaten der Vergangenheit, ist ein waches Bewusstsein und ein Aktiv-werden nötig.

  • Schulchor singt Song von “Sleipnir” in Kirchberg | brainm0sh said:

    [...] Quelle – Über Nexus FB [...]

  • Name said:

    “Wir gingen schon damals in die gleiche
    Schule und damit fing ein langer
    Weg für uns an es kamen die ersten
    Träume und Ideale wir rebellierten
    oft ohne Verstand.
    So vergingen all die Jahre wir
    vergaßen fast dabei wir trotzten
    unserem größten Feind und das war die Zeit.”

    Gegen was wird die Naziband wohl rebellieren und wer ist ihr größter Feind? Welche Schule ist gemeint? Was waren ihre Ideale? Wer denkt, hier handele es sich um ein einfaches Jugendlied, der sollte vielleicht nochmal scharf nachdenken.

    @Data: Die Zeit, die Sie gebraucht haben, um diesen inhaltsleeren 4-Zeiler hinzurotzen, hätten Sie wohl lieber dafür investieren sollen, das Geschriebene zu verinnerlichen!

  • Michael said:

    Ihr habt doch alle nen Dachschaden!Was ist denn so übel an der Band?Ich kenne kein Lied wo die Band Hetze betreibt!@ Martin mit Zahlen kennst du dich gut aus?Seit 1990 bis 2010 sind 7500 Deutsche ermordet ,totgeschlagen,überfallen und mißhandelt worden von den Fachkräften aus dem Ausland!Wenn du schon mit Zahlen kommst dann von beiden Seiten!Im übrigen ist die Linke Gewalt um einiges höher Statistiken hierzu beim LKA zu erfahren!

  • Doc GermaniCus said:

    IHR SPINNT GANZ EINFACH!

    Man höre sich dieses Lied an, und sag mir was daran verwerflich ist!
    Nur eine einzige TExtstelle!

    Ach, von den falschen geschrieben..?
    Ja sind wir wieder in 3. Reich & DDR ..?
    Das man Autoren einfach wegen ihrer Einstellung, nicht wegen ihrer Inhalte ZENSIERT..?

    Schämt Euch- Möchtegerndemokraten!

    Hört es Euch doch mal an, bevor ihr darüber urteilt!
    Zeigt einfach mal WAHRE Courage..!

    Nicht nur dummes “NAZI”- Geschrei..!

    Gott zum Grusse!

  • carsten said:

    Hallo Martin,
    du kennst also kein Lied wo die Band Hetze betreibt. Kennst du den Stellvertreter Hitlers Rudolf Heß, ja den Mitbegründer der SA, der mit Hitler in Festungshaft saß wegen dem Putschversuch und als sein persönlicher Sekretär an “Mein Kampf” mitgearbeitet hat. Einem Buch was mit dem Wort Hetze eigentlich als viel zu harmlos bezeichnet wäre.
    Ja es geht um Inhalte und Nazis. Und oh Schreck sie können mehr als Sieg Heil gröhlen…
    Doch nun zu Sleipnir, die ja in den Augen einiger hier keine Nazis sind:

    Rudolf Hess, dein Geist wird nie vergehen, Rudolf Hess Du in uns weiterlebst.
    Rudolf Hess, dein Geist wird nie vergehen, Rudolf Hess Du in uns weiterlebst.

    Gequält und misshandelt für dich galt kein Menschenrecht, Folterhaft man so was heute nennt. Um die Wahrheit zu verhindern die das Böse beim Namen nennt, hat man dich ermordet man richtete Dich hin.

    Rudolf Hess, dein Geist wird nie vergehen, Rudolf Hess Du in uns weiterlebst.
    Rudolf Hess, dein Geist wird nie vergehen, Rudolf Hess Du in uns weiterlebst.

    Dort wo einst mal Spandau erinnert nichts mehr daran, das man hier einen Menschen quälte dessen Name für den Frieden stand. Der Deutschland über alles liebte und für die Wahrheit ewig büßte, Rudolf Hess wir werden dich niemals vergessen.

    So ihr Schlauberger, wann ist denn jemand ein Nazi?
    Oder kennt ihr GOOGLE noch nicht?

    Nie gehetzt haben sie auch in folgendem Song:

    Doch unsere Fahne wird wieder wehen! Für das Land das wir lieben werden wir gerade stehen! Unsere Fahne die wird wieder, wieder wehen!

    Und die Städte vollgestopft voll mit Asylantenheimen-Wohnung für dich und mich gibt es leider keine! Harte Arbeit sollst du leisten für immer weniger Geld-Doch zahlen sollst du für die ganze Welt!

    Da möchte ich den Text ohne Strafgesetzbuch gar nicht mehr lesen, denn dieses scheint die letzte erzwungene Schranke für solch arme Gestalten. Eure Demokratie und Meinungsfreiheit ist keine. Wenn eine Schulklasse auf einer Veranstaltung einer öffentlichen Schule solche Bands vortragen darf, ist schon vieles im Argen. Wenn aber Leute behaupten dies sei völlig harmlos, da ja eben der vorgetragene Text dies wäre, fehlt jeder Zusammenhang und jede Verantwortung.

  • MaterialismusAlter said:

    Naja, der Text lässt wirklich beim besten Willen keine Rückschlüsse auf die Ideologie der Band zu… Da würde ich mal sagen: “In dubio pro reo” und davon ausgehen, dass die Kids und ihre Lehrer einfach nicht gewusst haben was sie da singen, bzw. von wem das stammt.

    Habe neulich erfahren, dass eine meiner Lieblingsbands antikommunistische Lieder hat … Ich war auch entsetzt :)

  • max said:

    Oh je, jetzt fallen die PI-Spinner über die publikative her …
    Michael kennt kein Lied, wo die Band Sleipnir Hetze betreibt, diese Band, die den nationalen Widerstand mit schwarz-rot-weißen Fahnen in ihren Liedern beschwört und paradox und doc germanicus (nomen est omen) finden das Absingen dieses Liedes in Ordnung, weil da ja kein verwerflicher Text drin ist.
    Dass es ein Konzept dieser Band ist, sowohl eingängige Lebensgefühl-Songs als auch klare Nazi-Propaganda zu vertonen ist jedem bekannt, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Genau darum geht es dieser Band. Zugang in die Neonazi-Szene über Songs, die die Kids ansprechen. Könnte auch von den Hosen sein. Aber wir sprechen von einer Nazi-Band! NAZIS! Faschisten! Da muss ich nicht drüber lamentieren, dass dieses konkrete Lied vom Text her ja garnicht nach Nazi klingt.
    Die Aufgabe der Erzieher ist es, hier zu vermitteln, dass Nazi-Bands nicht akzeptabel sind, auch wenn das konkret gesungene Lied keinen Nazi-Inhalt hat. Das hat etwas mit Aufklärung und Information und Auseinandersetzung zu tun. Das was da offenbar passierte ist Wegducken.

  • emem said:

    Ich kann beide Seiten verstehen und wahrscheinlich haben mal wieder alle recht und dennoch bin ich froh, dass darüber geredet wird wenigstens das ist uns von den 68ern geblieben. Den kurz nach dem Krieg wurde alles totgeschwiegen und wir sollten uns über jegliche Dinge den Kopf zerbrechen und sie auch aussprechen den nur so können wir wissen wie es andere sehen.

    Wenn nur EINE Meinung die richtige ist, dann sind wir in Gefahr!

    oben bleiben

  • BoleB said:

    Ja, klar, alles ganz harmlos. Und dann schaut man sich ein wenig in dem YouTube-Kanälen der Beteiligten (der Poster des Videos, das inzwischen nicht mehr das ist, und vor allem derjenige, der kommentierte “Lehrer wussten bescheid und sind rausgegangen”) um. Da wird so einiges positiv bewertet: erst ein bissl Onkelz und Sleipnir, dann Kategorie C, NoieWerte, NPD-Wahlspots, irgendwas von Jugend in Bewegung und Final Resitance und schliesslich auch die unsäglichen NSU-Hymnenschreiber der Stadtmusikanten. Aber mit Nazis hat das ja nichts zu tun. Wer so etwas duldet, oder rausgeht, braucht sich später nicht über Naziterroristen wundern, sorry.

  • Peter Ratufal said:

    Und um das Ganze mal bildungspolitisch einzuordnen. Der öffentliche Aufschrei als 2004 bekannt wurde, dass die Naziszene ganz gezielt mit so genannten Schulhof-CDs versucht die Schüler und Schülerinnen zu beeinflussen, war enorm.

    Und wer jetzt mal genau hinguckt, wird feststellen das bei den Schulhof-CDs der NPD, egal ob die Ausgabe von 2004, die 2005 oder die von 2006, jedes Mal, immer mindestens einmal die Naziband “Sleipnir” mit dabei war.
    Wenn ein Lehrer bis heute noch behauptet er wüsste nicht was Sleipnir ist, dann hat er seinen Job einfach mal nicht erfüllt. Es gibt Broschüren und Bildungsangebote noch und nöcher zu dem Thema. Diese Leute dort in Kirchberg sind einfach mal eiskalt der NPD auf den Leim gegangen und das ganz bewußt, in dem sie da die Band von den Schulhof-CDs einfach mal zum Ideengeber für den Abschlussball machen. Bravo.

  • Axel Mylius said:

    @Doc GermaniCus

    Du machst` dich mit deinen vielen Frage- und Ausrufezeichen zum Obst, und deine aufgesetzte Hysterie belustigt nur: speziell angesichts deines Blog`s, deiner “Gottesgrüsse” und deines Nick`s im Kontext eines Artikel über die nordisch-”völkische” NS-Band “Sleipnir”, dem pseudo-”mythologischen” Zugpferd einer musizierfreudigen NPD. – Also lerne erst einmal “leiser” zu schreiben: zwecks der Glaubwürdigkeit, und so…

  • Dude said:

    Null Toleranz für Nazis!

  • hnk said:

    Wieso lasst ihr hier Rechtsradikale posten?
    Die derailen, stören, nerven nur; Faschismus ist keine Meinung!

  • Martin said:

    @Michael
    Bei Dir scheint sich das braune Gedankengut ja schon ganz gut verfestigt zu haben…

    Die hier aufschlagenden Befürworter sind der beste Beweis, dass die Gesellschaft bei der Bekämpfung der braunen Pest immer noch einiges zu tun hat.

    Alerta!

  • Jan said:

    Da können wir mal wieder sehen, wohin mangelnde Aufklärung über Rechtsrock führt. Ein Lied einer Nazziband mal eben auf dem Schulabschluss abzusingen finde ich schon ziemlich bedenklich, hört man das Lied, hört man die CD und holt sich die ganze Menschenverachtende Ideologie mit.

  • DerLump said:

    Schade. Lehrern sollte man zutrauen beim Bandnamen Sleipnir zumindest hellhörig zu werden und genauer hinzugucken. Ohne jetzt die vielen “unangehauchten” Bands mit ähnlichen Namen verunglimpfen zu wollen, ganz im Gegenteil.
    Finde die Verharmlosungsstrategien hier ja wirklich interessant, schön dass hier genug Leute kommentieren die bei “Rechtszeug” keinen Zoll nachgeben.
    Gruß
    Der Lump

  • Klaus said:

    “Hans” und Co. sind in der Regel nicht einfach ungebildete Dummbeutel, die ein Problem mit geschichtlicher Bildung haben. Dahinter stecken astreine Nazis, die mit solchen Fragestellungen und Relativierungen versuchen, eine “Perspektive der Mitte” zu simulieren, die Abgrenzungen zu Nazidreck bereits als etwas “Extremes” darstellen. Darauf sollte man nicht reinfallen. Die Sprache dieser Leute ist dabei entlarvend: Ganz schnell wird klassisches Nazivokabular herangezogen: “Gutmenschen”, Jammern über die angebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit und sofort die Fixierung auf “die Linken”. Nazis haben längst mitbekommen, dass man mit offener Hitlerverehrung nicht mehr viel holen kann. Das schleichende Eindringen, z.B. über melodiöse Musik, und die Eroberung von z.B. Abschlussfesten ist viel wirksamer. Schaut man sich an, was der Uploader des Videos noch so im Angebot hat, wird auch schnell deutlich, dass es sich hier um einen astreinen Nazidummbeutel handelt. Vielleicht so einer wie “Hans”, denn gemein haben sie am Ende doch, dass sie alle ziemlich dämlich sind.

  • Katha said:

    Hallo zusammen,
    ich bin da ähnlicher Meinung wie Hans. Warum sollte man solch ein Lied denn nicht bei einer Abschlussfeier spielen dürfen, wenn es doch passt und dazu nicht mal ‘braunes’ Gedankengut enthält? Ich habe mich mit ‘Sleipnir’ noch nicht großartig befasst und kenne auch nur drei Lieder. Diese enthalten jedoch, meiner Meinung nach, alle keine rechtsextremen Aussagen.
    Gruß

  • Anonymous said:

    Tach auch!

    Als ich das gerade gelesen habe dachte ich mir platzt gleich der Kragen!! Wie kann es sein das solche menschenverachtende und rassistische Musik von einem Schulchor gesungen wird und die Schulleitung, Lehrer oder Eltern das nicht mitkriegen?? Kann doch fast nur bedeuten das diese Schulleitung so etwas befürwortet, den Direktor müsste mann feuern und den Jugendlichen Sängern eine Strafe aufbrummen,damit sie merken das in Deutschland kein Platz ist für Ausländer-Feindlichkeit. Ich kann einfach die Jugendlichen nicht verstehen die auf solch eine Ideologie hereinfallen und sich dem braunen Sumpf anschliessen. Aber Deutschland wird das wohl nie schaffen sich von den Nazi´s zu befreien, da der Staat nicht wirklich was dagegen unternimmt(siehe NPD-Verbot) oder die angeblichen Pannen beim Bundes-Kriminal-Amt mit den NSU-Akten oder beim Verfassungsschutz mit seinen V-Männern. Das ist doch alles geplant diese Behörden sind doch bestimmt voll von Nazi´s, anders kann ich mir diese Pannen nicht erklären.Also ich für meinen Teil denke das der Spruch “Staat und Polizisten Schützen die Faschisten” sehr viel Wahrheit in sich trägt!!

    In diesem Sinne “Smash Nazi Scum”

  • Schulabschluss mit rechtem Liedgut: Paradebeispiel für Nazi-Rekrutierung Jugendlicher « …Und So Zeug said:

    [...] wie es heute so üblich ist, wird ein Mitschnitt davon bei Youtube hochgeladen. Darüber stolpert Publikative.org und berichtet, der Zeit-Störungsmelder und einige Blogs ziehen [...]

  • Wenn alle mitsingen … – Rechtsrock auf Abschlussfeier | Meet In Montauk said:

    [...] sind beide Videos auf YouTube von den jeweiligen Nutzern gelöscht worden. Publikative hat aber vorher noch einen Screenshot von einem Statement von “GamerComander”, der [...]

  • Publikative.org (author) said:

    Liebe Katha,
    nun, ist Ihnen schon einmal der Gedanke gekommen, dass Neonazi-Bands scheinbar unpolitische Lieder komponieren, um eben genau so unbedarft zu wirken, wie Sie es nun beispielhaft beschreiben?

    Die (Ihre?) Mitschüler der Abschlussklasse werden nun sicherlich denken: Ach, so schlimm ist die Band ja gar nicht, dann kann man ja auch die anderen Songs hören – und zack hat man knallharte Neonazi-Musik in der Playlist.

    Nazis ein bisschen isolieren geht nicht. Ganz oder gar nicht.

    Sleipnir gehört seit vielen Jahren zur Neonazi-Musikszene in Deutschland. Ich empfehle Ihnen wärmstens, auch was das pathosgeschwängerte Sleipnir-Schullied angeht, diesen Artikel von meinem Kollegen Andrej Reisin:

    http://www.publikative.org/2011/12/02/wunderbare-jahre-nazi-sein-als-lebensgefuhl/

    Es geht um ein Lebensgefühl, Andrej führt aus:

    “Die ersten Biere in jungen Jahren, ich denke gern an die alte Zeit. Unsere Eltern waren immer am Meckern, denn wir waren meistens breit. Die ersten Schnäpse am Tresen, die ersten Frauen und Hauereien. Die ersten Narben und gebrochenen Nasen, in dieser Zeit will ich wieder sein. Das erste Bild auf dem Oberarm, den ersten Stress mit der Bullerei. Mit “Doc Martens” stolz durch die Straßen gegangen, wir waren jung, wir waren frei. Kennst du noch die alte Kneipe, in der wir immer waren? Kennst du noch die alten Lieder die wir gesungen haben? Wunderbare Jahre! Ich denke gern an diese Zeit. Wunderbare Jahre! Wir waren Jung wir waren frei, wunderbare Jahre! Wunderbare Jahre!”

    Nichts deutet sofort darauf hin, dass es sich bei Sleipnir um eine Nazi-Kultband handelt, die allerdings auch weit über die engere Szene hinaus etliche Fans hat. Ähnliche Zeilen, die männliches Rebellentum ansprechen, finden sich von den Onkelz bis zu Motörhead. Und dennoch sind Marco „Sleipnir“ Laszcz aus Gütersloh und seine Mitstreiter Urgesteine der Szene und bereits seit 1988 dabei. In ihren Texten machen sie sich dabei auch gern über die gängigen Nazi-Klischees lustig:

    „Das wir die bösen Nazis sind, das war schon immer so. Kein Gehirn in unseren Köpfen, schlechte Eltern sowieso. Wir können uns nicht artikulieren, denn wir sind schon dumm geboren. Wir sind der Abschaum dieser Gesellschaft und wir haben hier nichts verloren. Doch es ist uns scheißegal, was ihr denkt und wie ihr redet. Doch geht uns aus dem Weg, wenn ihr uns begegnet. Erzählt doch eure Lügen, hetzt doch alle gegen uns auf. Schreibt euch eins hinter eure Ohren: Wir geben niemals auf.“
    (Sleipnir – Wir geben niemals auf)

    Diese Verbindung von Ironie, Distinktionsgewinn durch Rebellentum, Durchhalteparolen und der unverhohlenen Drohung mit Gewalt könnte man in etwa als die Quintessenz des Lebensgefühls Nazi beschreiben.

    Gruß
    Patrick Gensing

  • Sick Sad World: Lieder von Nazibands zum Schulabschluss | Kotzendes Einhorn said:

    [...] Ein unverfängliches Lied. Nur ist SLeipnir eng mit der rechten Szene verbündet. Songs der Gruppe um den echtsextremen Liedermacher Marco Laszcz (Mehr Infos bei Netz gegen Nazis) fanden sich auf den berüchtigten NPD-Schulhof-CDs von 2004, 2005 und 2006. Bei der 10. Klasse der KGS Kirchberg scheint die Saat vollends aufgegangen sein. Unter scheinbarer Duldung von Eltern, Lehrern und Schulleitung, die die Stadthalle in Kirchberg mieteten. Bisher wollte sich weder Stadt noch Schulleitung zu dem Vorfall äußern. Auch die Originalvideos wurden mittlerweile auf YouTube gelöscht. Laut der örtlichen Antifa und Linksunten sollen die Nutzer, die die Videos hochladeten, weitere Verbindungen in rechtsaffine Gefilde haben. Mittlerweile wurden die Erstuploads allerdings wieder entfernt. Nchdem zahlreiche negative Kommentare einigngen “rechtfertigte” sich Uploader “Gam… [...]

  • barbara said:

    wird an dieser schule auch gelehrt dass die ns-zeit doch eigentlich ganz toll war, schließlich wurde da die autobahn gebaut?

  • Anonymous3 said:

    Eine gute Zusammenfassung der Ereignisse und ein Mirror auf Vimeo, nachdem die beiden Videos vom Uploader runtergenommen wurden.
    http://www.meetinmontauk.de/2012/07/wenn-alle-mitsingen-rechtsrock-auf-abschlussfeier/

  • Hans Karl said:

    Ergänzende Info:

    “Erste Recherchen ergaben, dass sich durchaus mehrere Schüler_innen des Jahrgangs gegen Nazis positionieren. Warum sich eine Gruppe mit einem derartigen Lied durchsetzen konnte, werden die anwesenden Lehrer_innen, Eltern und Schüler_innen beantworten müssen. Es stellt sich die Frage, welche Rolle Unwissen, mangelnde Sensibilität, Handlungsunsicherheit oder Akzeptanz für neonazistische Musik spielen.”

    http://www.infobuero.org/2012/07/abschlussjahrgang-singt-lied-einer-neonazi-band/

    Wenn also bekannt ist, dass es sich um eine Naziband handelt, wird es für die Lehrer und Schulleitung sehr, sehr eng.

  • XAnonymousX said:

    Linksammlung zum Thema:
    http://piratepad.net/kSb7gx0PBM

  • Ludwig Weinstiegler said:

    Es ist ein unheimlich starkes Lied. Es freut mich, dass die nicht verblendeten jungen Menschen dieses Lied ausgewählt haben. Das zeigt mir, dass Deutschland eine ebenso starke Zukunft hat, wie es dieses Lied rüberbringt.

    Ja, die Zeit ist längst vorbei, heißt es in dem Lied. Das sollten sich solche Typen wie Gensing und Axel Mylius ganz gehörig hinter die Ohren schreiben. Sie würden es nicht bereuen.

  • charly said:

    Direkt: Ich bin nicht rechts, ich mag keine Extreme, ich bin scheißentolerant.

    Dieser Text hätte auch genausogut von irgend’ner Oi oder Punk oder sonstwas- Band kommen können, da wäre nicht so ein Fass aufgemacht worden.

    Aber klar, dass jemand, der sich kritisch gegenüber der Kritik äußert, direkt in eine extreme Ecke gestellt wird (wie hier Hans).

    Ganz ehrlich… bis zu diesem Bericht kannte ich die Band gar nicht, hab direkt gegoogled, um mir den Text anzuschauen und dachte mir “meine Güte, was ein Theater um nix”.
    Also… Fakt ist: Durch diese Berichterstattung kennt jetzt mindestens ein Mensch mehr diese rechte Band (ich) und denkt sich mindestens ein Mensch mehr, dass mal wieder zu viel Wind gemacht wird.

    Kennt Ihr die Geschichte vom Jungen, der Wolf schrie?

    Mich erinnert diese Diskussion hier an die Kritik von PETA, dass Super Mario Pelz trüge.
    Kann ich genausogut nur belächeln.

    Indem dieses Lied hier als so böse dargestellt wird, bekommt es doch nur mehr Macht.
    Die Kluft zwischen Nazis und Nicht- Nazis wird größer und ein Aufeinanderzugehen ist nicht möglich.
    Und klar ist mir bewusst, dass ein Aufeinanderzugehen auch bedeuten kann und die Gefahr birgt, dass Menschen rechtes/undemokratisches/verfassungswidriges Gedankengut aufnehmen können. ABER es gibt Menschen, die ein solches Denken schon haben vor allem auch die Chance mal mit “normalos” in Kontakt zu kommen und ihr extremes Denken umzustrukturieren.

    Leute, unser aller Scheiße stinkt und wir sind zum Großteil das, wozu wir sozialisiert wurden.
    Nur durch ein Miteinander kann auch Resozialisierung, Integration und Inklusion stattfinden.

    Und wer mich jetzt aufgrund meiner Worte beschimpfen oder mit mir diskutieren will, der mache das bitte direkt unter:
    oxytocinated at gmail.com

    Vermutlich werd ich hier nicht weiterlesen, weil’s mich eh nur aufregt >.<

  • Anonymous said:

    Zunächst danke dafür dass Sie den Titel und die Band ins Internet gestellt haben. Ich hatte vorhin in den Nachrichten von dem Vorfall gehört und schon gerätsel was das denn wohl für ein schlimmes Lied gewesen sein muß? Das Horst Wessellied auf einer Schulfeier, oder vielleicht eine SS-Hymne? Und jetzt habe ich mir gerade den Liedtext durchgelesen und fasse es nicht. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem “Should auld acquaintance be forgot”, das wir vor 40 Jahren zum Abschluß bei der Schulfeier gesungen haben und diesem Lied?

    Mir zeigt die Aufregung und die Meldung in den Nachrichten nur, dass unsere Regierung und unsere öffentlich wechtlichen Medien total durchgedreht und verrückt sind.
    Dass diese Vollpfosten von Politikern und Journalisten sich nicht darüber aufregen, dass sie Luftatmen und Wasser trinken, wovon ganz sicher das eine oder andere Molekühl auch schon ein Nazi konsumiert hat. Von den Genen, der Anatomie und der Physiologie und Biochemie, die diese Idioten von Politikern und Journalisten mit den Nazis teilen wollen wir garnicht erst reden.

  • Anonymous said:

    Klasse.
    Publikative.org – der antifaschistische Blockwart.
    Paternalistisch, links und doof.
    Zum Kotzen.

  • Quarktasche said:

    “Die Kluft zwischen Nazis und Nicht- Nazis wird größer und ein Aufeinanderzugehen ist nicht möglich.”

    Das ist *okey*. Die Welt ist voller schwülstiger Musik. Da braucht es keine Nazibands. Wer trotzdem derartige Musik verbreitet, führt Böses im Schilde.

    Es gibt genug Wolfsheims, FreiWilds und auch Ramsteins auf der Welt, die fragwürdige Bilder transportieren. Auch deshalb braucht man kein Sleipnir, um die Lehrerschaft(über den/die Musiklehrer/in hinaus) zu schocken.

    Wenn diese Schüler keine Zukunft haben, dann ist das höchst selbst verschuldet.

  • Quarktasche said:

    …und zum Thema: “wie gut darf Nazi-Musik sein?” Lale Andersens Musik war zu gut:

    “Ende September 1942, nachdem der Erfolg des Liedes Lili Marleen der Reichskulturkammer und dem Propagandaministerium verdächtig geworden war, fiel auch Lale Andersen selbst bei den politischen Machthabern in Ungnade: Sie hatte die Teilnahme an einer Besichtigung des Warschauer Ghettos abgelehnt, und ihre Privatbriefe an Emigranten in der Schweiz waren bekannt geworden. Am 16. September wurde sie mit sofortiger Wirkung aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen, ihre Schallplattenaufnahmen durften nicht mehr im Rundfunk gesendet werden und sollten bis auf die „Urplatte“ von Lili Marleen aus dem Archiv entfernt werden.[4]

    Der Einweisung in ein Konzentrationslager (wegen „undeutschen Betragens“) kam glücklicherweise eine Falschmeldung der BBC über ihre angeblich bereits erfolgte Verhaftung zuvor. Dadurch zu heftigem Dementi genötigt, konnten die Nationalsozialisten diesen tatsächlich geplanten Schritt nicht mehr realisieren. Daraufhin wurde der Künstlerin „nur noch“ untersagt, das Lied je wieder zu singen. Im Mai 1943 wurde ihr Auftrittsverbot zwar teilweise gelockert; doch blieb es ihr strikt verboten, vor Soldaten zu singen oder sich in irgendeiner Weise mit ihrem Erfolgslied in Verbindung zu bringen. Stattdessen hatte sie sich laut Anordnung der Reichskulturkammer jederzeit für das Propagandaministerium bereitzuhalten, um für die Rundfunkpolitische Abteilung englische Schallplatten („Propagandajazz“) einzusingen. Sie zog sich auf eine Einladung hin auf die Insel Langeoog zurück und verblieb dort bis zur Übernahme der Insel durch die kanadische Armee.”
    (Wiki)

  • Katha said:

    @Patrick Gensing, Publikative.org,
    der beigefügte Artikel vom 2.12.2011 schweift zu sehr vom Thema ab. Dennoch frage ich mich, ob ihr Kollege Bands wie die ‘Onkelz’ oder ‘Motörhead’ als Fascho-Bands sieht oder warum er diese als Beispiel in seinem Artikel erwähnt.
    Aber bleiben wir beim Thema.
    Ich weiß, dass ‘Sleipnir’ dieser Szene angehört und sagte lediglich, dass ich in den wenigen Liedern, die ich von dieser Band kenne, keine rechtsextremen Inhalte finden kann und nicht, dass die Band unbedarft erscheint. Mir egal, was die Leute der Abschlussklasse oder sonst wer denkt. Nur, warum macht man jedes mal bei diesem Thema ein solches Fass auf? Es wird sich unnütz aufgeregt, das bring nichts, außer Falten, und jeder meint mitreden zu müssen/können, weil man selbst alles besser weiß. Aber ich sag Ihnen mal was. Die Leute, die am lautesten “Nazis raus” rufen, sind meist die größten Faschisten. Ich will das nicht verallgemeinern, denn es trifft sicher nicht auf alle zu, aber auf einige. Man wird von Leuten wie ‘Klaus’ als ‘ungebildet’ oder gar ‘astreiner Nazi’ bezeichnet, weil man seine eigene Meinung kundtut und nicht die gleichen Ansichten teilt. Armes Deutschland.
    Ich für meinen Teil jedenfalls bin gegen Rassismus und Extremismus, egal, ob von rechts oder links, weil jedes Extrem gefährlich und dumm ist.
    Gruß

  • Nils said:

    @Katha:

    Nun ist es jedoch so, dass Rassismus, Antisemitismus, Chauvinismus, Homophobie und Sexismus sowie Nationalismus in der Mitte der Gesellschaft verbreitet sind, und von daher können vermeintlich “harmlose” Texte einer extrem rechten Band den Einstieg in die Szene vermittels des Triggering des gesellschaftlich vorhandenen Potenzials ermöglichen.

    Es gibt viele interessante Analysen, die das Thema näher beleuchten: FES-Studien “Vom Rand zur Mitte” und “Die Mitte in der Krise”: http://library.fes.de/pdf-files/do/04088a.pdf bzw. http://library.fes.de/pdf-files/do/07504-20120321.pdf . Hier die Website des IKG der Universität Bielefeld, auf der beschrieben steht, was unter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu verstehen ist: http://www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/einfuehrung.html . Und hier noch der aktuelle “Thüringen-Monitor”: http://www.bagkr.de/wp-content/uploads/thueringenmonitor-2011.pdf

  • o.b. said:

    Oh je, irgendwie frage ich mich, wieviele unwissende Personen es in der Schule gibt. Wahrscheinlich viele. Überprüfen die Verantwortlichen nicht, was ihre Schüler da verzapfen? Merkwürdig.

    Es geht sicherlich nicht um den Liedtext. Aber es geht um die Band ansich. Da wäre es ratsam gewesen, was anderes zu wählen. Somit wird eine Naziband gesellschaftlich akzeptiert, wenn sie bei sowas gecovert wird. Somit werden dann auch Naziinhalte gesellschaftlich verankert. Das muss man echt nicht haben.

    Hätte man ja gleich mit Braunhemden auftreten können. Die Reihen dicht geschlossen, eine eventuelle Flagge voran, dann aus dem Saal marschiert…am besten noch mit Trommeln und Fakeln. Wäre doch auch “nur” eine tolle Show gewesen…

    Naja, wie meinte die Katzenberger mal so treffend: “Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.”

    Hier war es echt leicht farcig.*g*

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  • Thomas said:

    Oh je, schon wieder der Versuch ein völlig unpolitische Lied zu skandalisieren.

    Ist doch zum Thema EM/ Lied “Mexico” schon schief gegangen, als der publikative-autor noch nicht mal wußte von welchem Album das Lied war….und ihm hunderte Kommentatoren darlegten, wie falsch er lag.

    Laßts doch einfach

  • Muhandis said:

    1. Wird hier jetzt auch Rechten ein Forum geboten?
    2. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, und gehört als solches behandelt. Aus erzieherischen Gründen einfach den für den Vorfall verantwortlichen Schülerinnen und Schülern das Abi aberkennen und sie es ggf. wiederholen lassen, aber erst wenn diese sich glaubwürdig distanziert haben.

  • LaHaine said:

    Das war doch eine Schulklasse in Westdeutschland, dort gibt es doch sicher auch Kinder mit Migrationshintergrund. Wie müssen sich diese und ihre Eltern gefühlt haben, als sie von dieser Liedwahl erfahren haben, ganz sicher nicht willkommen in ihrer Heimat?

  • Axel Berger said:

    Ich habe der Schulleitung einen offenen Brief geschrieben:
    http://blog.berger-odenthal.de/wordpress/?p=609

  • Publikative.org » Blog Archive » Die Internationale der Rechtsterroristen said:

    [...] Als Kopf der Band “Blue eyed devils” (BED) erreichte Page Kultstatus in der Szene – nicht nur in den USA. Das “Netz gegen Nazis” schreibt, in Deutschland seien die “Blue Eyed Devils” anfangs durch die Werbearbeit des “Blood & Honour”-nahen Versands “Hatesounds” aus Werder (Brandenburg) bekannt geworden. Im Dezember 2009 sollen die BED angeblich auch in Sachsen-Anhalt aufgetreten sein, nach nicht bestätigten Berichten auf Szene-Seiten mit Faustrecht und Sleipnir (deren “unpolitisches” Liedgut an einer deutschen Schulen bei der Abschlussfeier gesungen wurde…). [...]

  • Tonky said:

    Ist schon etwas her, aber beim lesen der Kommentare stieß mir doch etwas, präziser die Beiträge von hans und die Antwort von Mojo auf. Ich mach mir dann mal Luft:

    Mojo, obwohl ich Deine Haltung in weiten Teilen nachvollziehen kann, möchte ich deinem Satz “[...]deshalb muss über solche vorfälle berichtet werden und nicht erst wieder, wenn nazis wieder leute auf der straße tot prügeln.” ein kleines Update verpassen: Wir haben nicht nur die vergangenen NSU Morde und das Auftreten Ihrer öffentlichen Unterstützer zu registrieren, sondern auch dem Umstand rechnung zu tragen, dass sich die Übergriffe durch Nazis in der jüngsten Vergangenheit häufen. Bremen, Rostock, Dittmarschen, Kiel, Göttingen, Lübeck, Itzehoe, Hamburg und viele weitere Übergriffe von denen wir sicher nicht alle bemerken finden in einem Setting statt in dem Rassismus und Nationalismus offensiv hoffähig gemacht werden. Wir haben also auf jeden Akzeptierten Vorfall dieser Art unser genaues Auge zu werfen und die Publikative macht hier zum Glück einen guten Job. Die Zeichen stehen meiner unmaßgeblichen Meinung nach nicht gut und, Hans, das muss gesagt werden: Im günstigsten Falle könnte man dir zugute halten: du irrst dich, vermutlich gewaltig.