32 Kommentare

  1. FK

    Sehr interessantes Interview, vielen Dank Herr Gensing. Es bleibt nur zu hoffen, dass Molau es ernst meint mit seinem Ausstiegsversuch und tatsäöchlich mit der Szene gebrochen hat, aber dafür stehen die Chancen nicht allzu schlecht.

  2. Blotze

    Molau verharmlost nicht nur die rechte JF als “gemäßigt”, sondern will auch die Mitgliedschaft in rechten Organisationen als etwas normales erscheinen lassen, das man einfach so ablegen kann. So etwas darf aber niemals normal werden! Wer ihm jetzt einen billigen und konsequenzlosen Ausstieg gönnt und so tut als sei nichts gewesen, macht Rechtextremismus noch ein Stück mehr wieder zu deutscher Normalität. Molau wusste, bei was er mitmacht, und muss die Konsequenzen spüren. Kein Vergeben, kein Vergessen!

  3. Blotze

    P.S. Molau distanziert sich doch kein bißchen von rechter Gesinnung, sondern sagt sinngemäß nur, dass die NPD taktisch ungeschickt vorgegangen ist. Wer so über die angeblichen “Verbrechen der Roten Armee” schwadroniert und Ausgrenzungskonzepte wie “Identität, Heimat und Kultur” propagiert, hat nicht das geringste gelernt.

  4. Thommy

    Sehr beachtliches und gutes Interview, mit interessanten Einblicken in die Szene.
    Auch ich nehme im den Ausstieg nicht so ganz ab. Man sollte seine Entwicklung mit Interesse beobachten.

    OT: Der unsäglich peinliche Betrag über den Schulchor wurde anscheinend von der Seite. Ein paar begleitende Worte und vllt mal das Eingeständnis einer Irrung und Wirrung (die es auf dieser Seite ja durchaus ab und an gibt) wären schön.

  5. Roland

    @Blotze: Menschen sagen in aller Regel nicht von heute auf morgen: Upps mein Leben war scheiße ich habe alles falsch gemacht. Molaus Ablehnung des NS-Bezugs wird während des Interviews mehr als deutlich. Auch kritisiert er die Überhöhung von Kultur und Nation. Zudem hinterfragt er das völkische Denken. Das macht ihn noch lange nicht nichtrechts. Er scheint ein gemäßigterer Nationalkonservativer zu sein, als zu seiner Zeit bei der Jungen Freiheit. Inwieweit er zukünftig im Lager der gemäßigten Neurechten bleibt oder ob er es schafft sich auch von dieser zu emanzipieren, wird die Zukunft zeigen.

  6. JHJKHKH

    Gähn, so langsam reicht es aber mit der Molau-Personality-Show. Der Typ soll gefälligst erstmal ein paar Kameraden in den Knast bringen, bevor ihm von den Medien noch ein Quäntchen Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn das nicht passieren sollte.

  7. Heinrich

    Wi-der-lich!

    Wieso wird einem Typen, der die schlimmsten Verbrechen der jüngern Vergangenheit scheinbar völlig okay fand und sie vermutlich auch gerne nochmal wiederholt hätte, hier so große eine Bühne geboten?

    Eine echte Distanzierung von braunem Gedankengut kann ich im Übrigen auch nicht erkennen. Stattdessen versucht sich Molau auch noch als Opfer zu geben: “Ich hatte bei Anzi-Nazi-Demonstrationen, bei denen ich im Kessel stand, das Gefühl, es geschieht ein Unrecht.”
    Mir kommen gleich die Tränen.

    Wie Blotze schon richtig erkannt hat, sagt Molau dass die Fixierung auf den Nationsalsozialismus bei der NPD irgendwie ein bisschen übertrieben war (Stichwort: Wehrmachtsdvotionalien), aber sonst ist die NPD ja ganz okay. Ein echter Ausstieg sieht anders aus.

  8. thegurkenkaiser

    danke für diesen tollen beitrag zum thema “wie kann man die rechte besser gestalten”. mein, kein gutes interview, wahrlich nicht.

  9. hnk

    Was soll denn das Geschwätz über “gemäßigter Rechter”, “Nationalkonservativer” usw. ?
    Der Typ ist noch wie vor ein Rechtsradikaler!
    Das scheint aber inzwischen schon zur deutschen Normalität zu gehören.

    Bisschen Gelaber über die “unverbesserliche” NPD, und schon ist er aus dem Schneider, schon stehen alle möglichen Leute Schlange und wollen ihm gratulieren und schön aufschreiben, was für ein toller Kerl er ist. Endlich braucht man sich nicht mehr mit den Opfern rechtsradikaler Ideologie zu beschäftigen.

    Rechtsradikale gibt es in Deutschland nicht mehr, weil alle es sind.

  10. Arne Lehmann

    Über ein solch differenziertes und selbstreflexives Interview Gift und Galle zu speien, fällt auf Sie selbst zurück, “Blotze”. Haben Sie einmal kurz überlegt, bevor Sie auf den Senden-Button gedrückt haben, oder ist das alles, wie ich vermute, im Affekt geschrieben? Wenn Sie sich in Ihrem ersten Thread dagegen aussprechen, daß man die Mitgliedschaft in rechtsradikalen Organisationen ohne weitere Folgen ablegen könne, dann verstehe ich nicht, was Sie mit Ihrem alttestamentarischen Haß bezwecken. Schön wäre es doch, wenn es mehr Menschen wie Molau gäbe.

    Haß macht häßlich, und Selbstgerechtigkeit ist nie ein guter Ratgeber, “Blotze”. Schreiben Sie einfach weniger und denken Sie mehr nach.

  11. Arne Lehmann

    @Lunte: Ja, da gibt es wohl zuviele Buchstaben in meinem Beitrag, die alle auf den ersten Blick gleich aussehen, oder war es nur ein Rechtschreibfehler? Nehmen Sie einfach bei Gelegenheit mal das Buch der Bücher zur Hand, dann werden Sie mich schon verstehen.

  12. Blotze

    @Arne Lehmann
    Eine inhaltliche Begründung dafür, wo ich “Haß” verbreitet haben soll, wäre aufschlußreicher gewesen als die bloße Unterstellung. Ich habe konkret darauf hingewiesen, in welchen Punkten Molau weiter ganz offensiv rechte Positionen vertritt, u.a. auch Revisionismus (“Verbrechen der Roten Armee”). Wenn das nicht mehr ganz so extreme Positionen sind wie früher, sollte man sich davon dennoch nicht aufs Glatteis führen lassen. Er benutzt die etwas extremeren Rechten und seine Kritik an deren Taktik nur als Kontrastmittel, um seine eigenes im Kern unverändertes Gedankengut als “mittig” oder “gemäßigt” darzustellen. Man sollte diese Technik als solche erkennen und sich von ihm nicht vorführen lassen. Die Rechten haben gemerkt, dass sie mit der NPD nicht weiterkommen, und versuchen es jetzt eben etwas subtiler.

    Wenn er beweisen will dass er es ernst meint, kann er ja mal anfangen einige Dinge zu erzählen, die man noch nicht allgemein über das Innenleben seiner diversen früheren Organisationen weiß. Solange er das nicht tut, empfindet er offenbar immer noch sehr viel Loyalität gegenüber seinen Kameraden.

  13. Lila

    “Schön wäre es doch, wenn es mehr Menschen wie Molau gäbe.”
    Oh mann Herr Lehmann. Denk da lieber noch mal drüber nach.

  14. Tilia

    Klingt ja alles schön und gut, wenn Herr Molau wirklich zur Einsicht gekommen sein sollte. Vielleicht plaudert selbiger aber im Interview mit Herrn Gensing genauso nach dem “neuen” Wind, wie er es einst bei seinen Kameraden tat. Wenn ich mir jedenfalls das rassistische Geschwurbel im oben verlinkten Video anhöre, kommt mir echt das Kotzen. Anderseits -wenn Molau tatsächlich schon sowas wie eine intellektuelle Elite in der NPD darstellte, kann ich beim Kotzen wenigstens noch lachen…

  15. sehr

    genau. erst wenn molau informationen über das innenleben, wie gewalttaten, führungskader, etc von nazistischen angeblichen “freien kameradschaften” u sonstigen nahen gruppierungen der nazis vor allem antifaschistisch arbeitenden gruppen zur verfügung stellt, erst dann kann man beginnen, ihn als jmd zu verstehen, der versucht, aus zu steigen, aus einer szene, in der er mehr als 25jahre maßgeblich involviert war u zu dessen trägern er gehört (hat). er sagt im interview selbst, dass er begann, mit 16 jahren allen möglichen schrott zu lesen, mehr als sein halbes leben prägten ihn seine offen menschenfeindlichen ansichten. dass er, wie in einem kommentar über mir perfekt auf den punkt gebracht wurde, versucht dieser mensch seine ansichten zu relativieren, indem er die npd als nationalsozialistisch darstellt u sich selbst lediglich als “nationalkonservativ”. das er sich, wie von ihm dargestellt, von den zentralen begriffen der nazis nicht wirklich distanziert, lässt seinen ausstieg nur schwer nachvollziehen. vermutlich arbeitet er in ein paar monaten in ieiner der vielen rechtspopulistischen splitterparteien, verkauft sich als “geläutert” u versucht so, die nationalistischen, islamophoben und offen rassistischen positionen als vertretbar, da nicht menschenverachtend und rückwärts gewandt, dar zu stellen.

    prost mahlzeit.

  16. Arne Lehmann

    @Blotze: Mein junger Freund, Sie scheinen mir ein – Achtung: Sprachfalle! – rechter Schwarmgeist und Heißsporn zu sein. Wollen Sie hier den Antifaschismus nachholen, für den Uropa nicht den Mut hatte? Ist die bloße Erwähnung der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee Revisionismus? Hat Molau sich nicht an den Bundesverfassungsschutz gewandt? Gibt es einen Komparativ von “extrem”? Schrieben die deutschen Landser trotz oder wegen ihres Notabiturs ein besseres Deutsch als Sie? Haben Sie eigentlich schon etwas im Leben geleistet? Dürfen wir annehmen, daß Sie noch andere Hobbies haben?

    “Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.” (Bertolt Brecht, Der gute Mensch von Sezuan)

  17. Bergmann

    @Arne Lehmann
    ” Ist die bloße Erwähnung der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee Revisionismus?”

    Ja, das ist Revisionismus. Zum einen, weil der Kontext des Geschehens nicht erwähnt wird und da Handeln der Sowjetarmee durch solche Aussagen als Angriff erscheint. Zum anderen wegen enormer Zweifel an der Richtigkeit dieser Darstellungen. Die seriöse Geschichtswissenschaft behandelt das Thema deshalb auch sehr zurückhaltend und weist auf Manipulation durch die damalige Nazi-Propaganda hin, die sich bis heute in deutschen Köpfen hält. Hier ist ein Beispiel beschrieben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nemmersdorf

    Ich finde es erschreckend, dass revisionistische Positionen wie diese zunehmend auch außerhalb der Rechten zu finden sind. Zumindest habe ich den Eindruck, dass Sie sich selbst nicht als rechts empfinden.

  18. derkritiker

    @Tilia: Frau Isabel S. – wann kommt Ihr Ausstieg?
    Wenn Sie bekannt werden, so ein bißle mehr, als
    nach dem Gilderauswurf?

  19. sascha

    Hab ich das jetzt richtig verstanden?
    Jemand ist in der NPD, ist falsch,
    Jemand steigt aus, falsch?
    Was kann man denn machen um den guten Herrn Bxxxze,+
    motzendem Anhang glücklich zu machen?
    Aussagen wie: “Meine Ideologie war im Kern nicht richtig”,
    bedeutet zwischen den Zeilen soviel wie: “Es war alles Scheiße”
    Bloß weil er sich nicht ausdrückt wie ein Prolet kann mann doch nicht seine eindeutige Abscheu gegen die NPD + Konsorten unter den Tisch fallen lassen.
    Soll er doch ein Konservativ denkender Mensch geblieben sein,
    wir haben hier Meinungsfreiheit, und solange er weder Gewalttäter unterstützt, noch versucht Bürger zu hetzen ist das auch vollkommen in Ordnung. Nicht in Ordnung ist es allerdings auf einen am Boden ligenden nachzuteten. Ihr wollt euch doch höchstwarscheinlich von den rechten unterscheiden. So? Ernsthaft? Habt ihr ne Ahnung was ein Scheißeregen in Form von sauren Nazis, die ihn für einen Verräter halten, auf ihn herabprasselt? Wenn jemand meint er distanziert sich nicht, sollte noch mal den Artikel lesen, es ist überdeutlich wie unangenehm ihm die sache (zu recht) ist. Das er damit auch nicht was wirklich gut gemacht hat ist auch klar, aber man könnte es ihm wenigstens anrechnen das er den Schrit gewagt hat

  20. Arne Lehmann

    @Bergmann: Das ist schlichtweg falsch. Seit Mitte der neunziger Jahre gibt es belastbare Zahlen zu den Massenvergewaltigungen der Roten Armee in Deutschland, u.a. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam. Jeden, der diese Tatsachen erwähnt, unter Revisionismusverdacht zu stellen, ist etwa so intelligent, wie bei allem ostentativen antifaschistischen Engagement dann doch nicht den Unterschied zwischen “rechts” und “rechtsradikal” zu kennen. Den letzten Teilsatz dürfen Sie auf Ihren Beitrag beziehen.

    @sascha: Ganz recht, Sie gehen in Ihrer herzerfrischenden Art gleich in medias res. Was Molau auch tut, er kann es Berufsmahnern wie Bergmann und Blotze nicht recht machen. Die Psychologie nennt es double bind, wir dürfen aber auch schlicht Zwickmühle dazu sagen. Menschen wie Andreas Molau oder, um ein Beispiel vom linken Rand zu nennen, Günter Schabowski, die beide ihre Irrtümer eingesehen und tätige Reue gezeigt haben, sind mir allemal lieber als freudlose Altlinke oder jugendliche Antifa-Kampfhähne mit ihren Platitüden.

    P.S.: Bergmann, machen Sie nicht alles noch schlimmer, antworten Sie mir lieber nicht.

  21. Blotze

    @Sascha
    “Was kann man denn machen um den guten Herrn Bxxxze,+ motzendem Anhang glücklich zu machen?”

    Zum Beispiel: Sich glaubwürdig von rechter Ideologie distanzieren, indem man den Kampf dagegen aktiv unterstützt, anstatt weiterhin die JF für “moderat” zu erklären und revisionistische Thesen zu verbreiten. Nochmal: Molaus Verhalten unterscheidet sich bislang nicht von einer altbekannten Taktik, die von ein paar in der extrem rechten Szene ohnehin kaum noch akzeptierten Erscheinungen abrückt, um damit die immer noch vorhandenen rechten Positionen als akzeptabel erscheinen zu lassen. Ich habe langsam den Eindruck, dass manche hier das Interview nicht oder nicht kritisch genug gelesen haben?

  22. T. Dreg

    Eigentlich ist es doch so einfach und logisch: Ein Verbrechen ist ein Verbrechen, da gibt es nichts zu beschönigen. Ebenso klar ist, daß kein Verbrechen ein anderes Verbrechen rechtfertigt. Ein vorheriges Verbrechen mag manches erklären und bei der Aufklärung die Beweggründe verständlicher machen, aber rechtfertigen tut es das dennoch nicht.

    Damit stehen die Verbrechen freilich noch längst nicht auf gleicher Stufe oder werden damit gleichgesetzt.

    Und Massenvergewaltigungen sind nie zu rechtfertigen, wo und wann sie auch immer sie auftreten. Zumindest dies sollte heute zum allgemeinen Grundkonsens zählen.

    Der Vorwurf des Revisionismus ist in diesem Fall also vollkommen albern. Mißtrauisch kann man hingegen bei einzelnen Aussagen durchaus sein, das ist jedermanns Recht.

  23. Blotze

    Was passiert denn hier gerade? Als ich das letzte Mal hier war, war dies noch ein antifaschistischer Blog. Jetzt wird hier unwidersprochen oder sogar unter Beifall Leser über die “gemäßigte JF” und “Allierte Verbrechen” schwadroniert. Ich muß schon sagen, dieser Molau ist wirklich ein Genie. Dass er das hinbekommt, hätte ich ihm niemals zugetraut! Wieso läßt man ihn und seine gemäßigten JF-Freunde denn hier nicht öfters zu Wort kommen, wo sie doch so nette Menschen sind und so kluge Dinge sagen? Leute, wacht auf!

  24. @Lehmann

    Mann, schlafen Sie auch in Ihren Stiefeln, Sie “Mohrrübenschwein”!? – Was brüllt` Er hier zum „Landser“, zur roten Armee, zum Militärhistorischen Forschungsamt und zu diesem Schabowski herum, als stünde Er auf dem Kasernenhof ihrer Kaiserlichen Majestät..! Mäßige Er sich in seinem kleinbürgerlichen latein und gebe Er mir Antwort, Mann! – Was meint` Er genau, wenn Er vom „ostentativen antifaschistischen Engagement“ von „freudlosen Altlinken oder jugendliche Antifa-Kampfhähnen“ zu dummbeuteln beliebt!? Und komme Er mir ab ovo, und nicht medias res, damit ich nicht den Eindruck gewinne, als ginge es Ihm eigentlich um die Verteidigung der früheren „Thesen“ dieses Molau-Delinquenten. – Und nun weggetreten, Kerl, und lese Er das: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neonazi-netz-vorlieben-warum-zitieren-nazis-bertolt-brecht-und-rosa-luxemburg-7715

  25. Ronald

    Klugscheißer immer und überall!
    Seid doch froh wenn sich ein armes Licht wie Molau Sauerstoff verschafft.
    Ich wünsch ihm alles gute!
    Großfressen/Bessermenschen habe ich satt in allen “Revolutionen” – (nachgelesen!). Waren leider doch weit überwiegend “Ficker,Hinrichter,
    Frauenverachter,Kriminelle,Schlaumeier”.
    Fangt mal an euch zu benehmen.
    Antifa beginnt und endet nur im menschlichen Umgang.

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