10 Comments

  1. paul

    “greift ein Skinhead eine farbige am Hauptbahnhof an”

    Könnte man das nicht etwas differenzierter formulieren?
    Ich denke, dass an dieser Stelle eine Aufklärung über die Skinheadkultur, ihre Wurzeln und ihre mehr und mehr Abkehr von der rechten Szene(zumindest wird zu viel dafür getan, als dass das durch unglückliche Formulierungen torpediert werden sollte) überflüssig wäre.

    Done. Gruß!

  2. schrader

    Die Täter des Angriffs waren aber wohl aus der sog. Skinheadfront Dorstfeld. Die gibt es auch heute noch, sind extrem gewalttätig, in Dortmund durchaus eine Gefahr und sind augenscheinlich stark mit der sonstigen rechten Szene verknüpft. Natürlich sind die meisten Skins keine Nazis, aber das in diesem Artikel zu erläutern, würde wohl den Rahmen sprengen. Höchstens ein Link zu einem Artikel, in dem sich differenziert mit der Skinhead-Szene auseinandergesetzt wird, wäre da passend gewesen.
    Ansonsten find ich es echt erschreckend, mit welchen Gründen das Camp abgelehnt wird. Und mir scheinen die Gründe durchaus echt zu sein. Die Stadt hat wirklich Angst davor, dass es negativen Schlagzeilen kommen könnte, sollten die Rechten sich so sehr provoziert fühlen und das Camp angreifen. Das Gewalt in der Vergangenheit Argument zieht auch von daher nicht, da man aus diesem Grund die Nazis in Dortmund gar nichts veranstalten lassen dürfte. Ich hoffe, es werden alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, das Camp durchführen zu können – kann mir nicht vorstellen, dass ein Verbot nicht verfassungswidrig wäre.

  3. MaterialismusAlter

    Die deutsche Sozialdemokratie mal wieder in Hochform.

    Gustav Noske wäre stolz auf seine Erben.

  4. Mike666

    Ich bin völlig auf der Seite der Antifa, was die Stadt Dortmund hier betreibt ist ganz klar das kuschen vor rechten Gewalt anstatt sich ihr massivst in den Weg zustellen. Ich kann den Antifa nur raten alle Punkte in dem Schreiben durch gegenbeweise zu entkräften und die Sache so weit es geht in die öffenltichkeit zu ziehe. Sollen sie sich doch blamieren, und zwar damit das sie versuchen mit Fadenscheinigen Ausreden das Camp zu verhindern. PS. Ich glaube auch das es Konfrontationen mit Rechts geben wird, aber das ist dann eben Sache der Behörden, Polizei dafür zu sorgen das sich alle friedlich verhalten. Wer sich nicht benimmt wird eben mitgenommen!

  5. Hans Karl

    Wundert das nach der Vorgeschichte in Dortmund jemanden? Immerhin hat die Polizei das Naziproblem dort jahrelang ignoriert, toleriert oder sogar gefördert.

  6. A(ll) C(olors) A(re) B(eautiful)

    In den Anfangstagen des neuen Polizeipräsidenten sah es wirklich danach aus, dass den Nazis in Dortmund der Kampf angesagt würde. Mehr und mehr kann das aber in die Kategorie Anfangseuphorie eingestuft werden. Nach einer Zeit der starken Repression für die nationalen Kräfte scheint sich alles wieder auf dem Ist-Zustand von vorher einzupendeln und die Nazis können schalten, walten, einschüchtern und prügeln wie sie es in “ihrer” Stadt gewohnt sind.

    Dortmund ist viel, aber sicherlich keine Hochburg des Widerstands, wie der Bürgermeister es gerne betont.

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