18 Kommentare

  1. Thomas

    Ach Göttchen, Publikative.org sieht mal wieder hinter jeder Straßenecke die Wiedergeburt Adolf Hitlers.

    Das “Zurückgeritten” Zitat war mehr als dämlich aber sonst ? Das Hauptsächlich deutsche Sportler gezeigt werden liegt in der Natur der Sache und wahrscheinlich in den TV Verträgen.

    VS, NSU und Innenministerium sind Problemzonen aber sich nicht Olympia-

  2. Markus Kandert

    Interessiert sich überhaupt wirklich jemand für diese albernen Olympia-Kindereien??? Also abgesehen von Sportkommentatoren. Ich hab hier in meiner Stadt ganz andere Probleme als Olympia: Neonazis, die Hausbesuche machen. Man kann Geld in bedeutend sinnvollere Projekte stecken als in Hormonspritzen für ein paar dutzend Leute, während 90% der Bevölkerung immer mehr verfettet und verdummt (womit wir wieder beim Thema Neonazis wären). Hoffentlich laufen unsere Regierenden nicht gegen einen Güterzug, das wäre ziemlich schade.

  3. Sinan A.

    Eine deutsche Spezialität ist es, fast jeden Nicht-Deutschen negativ zu beschreiben (wenn er nicht gerade Nordländer oder Ire ist, die gelten als Rechtschaffenheit in Person). Mit den eigenen Leuten freuen bis zum Nationalismus machen alle, nur ist in anderen Ländern die Abwertung der gegnerischen Sportler deutlich weniger ausgeprägt. Das ist tatsächlich so.

    Mein weiß mit der Zeit auch, welche Reporter besonders nationalchauvinistisch sind. Da kennt man seine Pappenheimer. Daher lässt sich leicht ausschließen, dass solche Äußerungen nur zufällig kommen.

    Wichtig ist auch immer die anschließende Fotoauswahl. Bilder sagen mehr als Worte. Der Sport bietet naturgemäß eine Fülle an Material, da können die Agenturen immer bequem das passende raus suchen.

  4. Mothra

    Ach Göttchen, Thomas sieht mal wieder in einer Kritik gefühlten Vaterlandshochverrat… (Schade das es nicht so ist).

    Ja, die Olympiade ansich ist wirklich kein Problem, es ist aber eins WIE damit umgegangen wird.
    Wenn Olympia dafür verwendet wird, wieder von deutscher Groß(Oder neumodisch Mittel-,)machtsanspruch zu träumen, damit man wieder was ist. Wenn es mal wieder nicht so hinhaut wie man es sich erträumt und irgendwelche Athleten halt ihre Leistung besser bringen können, von Enttäuschung für Deutschland(Wie jetzt ist der Athlet, Eigentum des deutschen Staates?) redet und vielleicht dann auch noch etwas von fehlenden Einsatz und Willen faselt(Ist ja auch ein Verräter, holt nur Silber), dann zeugt das viel über das Denken bestimmter Personen in der Medienwelt.

    Ich sag deswegen bestimme Personen weil überraschenderweise sehr viele es akzeptieren das Deutschland jetzt nicht an laufenden Band siegen kann. Selbst in solchen Foren wie die des SpON wird erkannt, das es nichts mit mangelnder Einsatzwillen und Fähigkeit zutun hat, sondern einfach eine wirtschaftliche und organisatorische. (Jedoch kommt dann wieder das Klischee des “Die Asiaten sind doch alle nur gedopt, oder bis zum umfallen gedrillt”)

    Der Umgang mit den Spielen ist ein Spiegelbild dessen was auch sonst in Deutschland läuft. Kurz solang man das nicht versteht, wird man sich immer wieder über Hetzkampagnen, Vorurteile und schlussendlich auch Terror ala NSU wundern.

    @Markus:
    Ich, es hat nämlich etwas Bizarres an sich, wenn Frauen, die fast halb soviel wiegen wie ich mein Körpergewicht und noch viel mehr einfach in die Höhe stemmen können. Eine grausige Schönheit sozusagen ;)

  5. bela

    Entschuldigung, habe ich recht gelesen: “Jubelperser”?! Bitte keine Belehrungen, ich weiß um die historische Bedeutung, finde die Verwendung aber dennoch fragwürdig … Darf ich dann auch wieder “getürkt” schreiben – oder erst wenn die Kurden … Ach, lassen wir das. Nett geht zumindest anders, und schön erst recht.

  6. Cave Idus Martias

    Die Lage in Deutschland ist tatsächlich besonders, nicht nur, weil es ist, wie Nietzsche schon vor über 125 Jahren formulierte: “Es kennzeichnet die Deutschen, dass bei ihnen die Frage »was ist deutsch?« niemals ausstirbt.”

    Olympia, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft, das sind nationale Großereignisse, bei denen sich Michel ein recht klares (i.e. einfaches) Bild machen kann, was, zumindest aber wer, deutsch ist: Derjenige, der alles in den Dienst an der deutschen Nation stellt, während ansonsten im deutschen Vielvölkerstaat allenfalls nur dann Einigkeit hergestellt werden kann, wenn es gegen “Nigger” und “Kamelficker” geht, um im Slang der Nationalisten zu bleiben.
    Ansonsten geht es Bayern gegen Preußen, Rheinländer gegen Schwaben, Pfälzer gegen Berliner und so weiter. Wie sagten die Dummdödel so überzeugt vor kurzer Zeit? “Multikulti ist gescheitert” – wie hätte man besser auf den Punkt bringen können: “Das bismarck’sche Projekt der großdeutschen Nation ist gescheitert”. Wer noch immer vom großdeutschen Reich phantasiert, muss sich an nationale Großereignisse halten, um zumindest ein bisschen Großdeutschland zu erleben.

  7. Dennis K.

    Der Artikel ist recht wertvoll, weil er das immense Maß alltäglichen Rassismus zeigt, dessen Folgen langfristig kaum auszumachen sind. Ich denke daher nicht, dass nur weil NSU, CDU und co. aktuellere/spürbarere Probleme sind, keine Berichterstattung über das alltägliche Übel stattfinden sollte…

    Ein “Wir-Gefühl” geht eben nicht ohne ein “Die-Gefühl”. Ausgrenzung ist immer die logische Folge von Gruppenbildung – vor allem, wenn die Gruppen nicht wirklich durchlässig sind (was bei Nationen der Fall ist…).

    Daher: Weg mit Nationalismus und Patriotismus.

  8. Leider lassen ARD und ZDF stark in der Qualität ihrer Sportberichterstattung nach. Das sehe ich ganz genauso. Einer der Gründe, warum ich die Olympischen Spiele hauptsächlich auf Eurosport verfolg(t)e. Dort wird bereits – während sich ARD/ZDF noch mit unwichtigen und uninteressanten Interviews und Analysen beschäftigt – der nächste anstehende Sport gezeigt. Und das nicht nur von deutschen Teams/Athleten.

  9. Rainer Möller

    Wirklich progressiv finde ich, dass der Autor sich von diesem merkwürdigen fiktionalen Staatsnationalismus (“alle Menschen dieses Staatsgebietes bilden eine Gemeinschaft”) lösen will. Weiter so!

    Anm.d.Red.:
    Es geschieht ja nicht oft, Herr Möller, aber ab und an ringen sogar Sie uns ein Lächeln ab. Wir glauben zwar im Gegensatz zu Ihnen gar nicht an die Notwendigkeit kollektiver Identitäten, sind aber gelegentlich für Ironie zu haben. Selbst wenn diese von der falschen Seite kommt. Träumen Sie schön von der Volksgemeinschaft! Die Rotstiftleitung.

  10. @Herrmann

    Mensch, Herrmann… hast` du ein Glück, dass deine englischen und französischen Freunde keine “Sun”- oder “Le Parisien”-Leser sind und “uns Deutschen” vorbehaltlos und belustigt bei unseren Debatten über die Schulter schauen.

  11. Thomas

    @ Mothra: Was ich sehe ist kein Vaterlandshochverrat sondern Paranoia. Sei es EM, WM oder Olympia auf dieser Website wird einfach hinter jeder dieser Veranstaltungen das 4. Reich vermutet und das ist einfach quatsch.

    Das die eigenen Nation unterstüzt wird ist beim Sport völlig normal, im Vereinssport der eigenen Verein und auf nationaler Ebene ist das nunmal Deutschland. Wenn sie das als Machtphantasien interpretieren leidet wohl die ganze Welt darunter. Haben sie gesehen wie die BBC Kommentatoren im positiven Sinne ausgerastet sind als Mo Ferrah die 5000 Meter gewonnen hat ? Ähnliches wird wohl in Ghana abgelaufen sein als die Gold Medaillie im Marathon fest stand.

    Und Deutschland Mittelmachts”phantasien” zu unterstellen doch leicht naiv. Die 4. größte Volkswirtschaft der Welt bringt per so großen Einfluss mit sich. Mit Phantasie hat das nichts zu tun. Ob es gut oder schlecht ist für die Welt lässt sich sicher diskutieren.

    Anm.d.Red.:
    Mal im Ernst “Thomas”: Das ist jetzt Ihr ingesamt vierter Kommentar hier (jedenfalls unter diesem Avatar) – und ausnahmslos alle davon kritisieren das, was Sie für “Paranoia” halten. Unsere Artikel scheinen Ihnen “nicht ganz Ernst zu nehmen”, “Bullshit”, “falsch”, “einfach nur schlecht” usw. Es stellt sich ernsthaft die Frage, warum Sie dann so einen Gefallen daran finden, hier zu lesen und zu kommentieren? Weil Sie dann ab und an ihr nationals Mütchen an uns kühlen können?

    Die Kritik an Patriotismus, Nationalstolz, kollektiver Identität und Nationalismus, Ausschluss und Xenophobie ist so alt wie die Nation selbst, ob Ihnen das nun passt oder nicht. Wenn Sie sich damit partout nicht beschäftigen wollen, dann lassen Sie es halt. Aber dieses Schattenboxen, bei dem Sie uns andauernd Dinge unterstellen, die da gar nicht stehen, nur damit Sie das, was Sie selbst in die Texte hineinlesen (“auf dieser Website wird einfach hinter jeder dieser Veranstaltungen das 4. Reich vermutet”), anschließend zu “Bullshit” erklären können, das können Sie sich zukünftig auch einfach sparen, ja?

    Da Sie offenbar nicht Willens oder in der Lage sind, die Texte überhaupt zu lesen, geschweige denn zu verstehen, sind Ihre Kommentare nämlich leider “nicht ganz Ernst zu nehmen” – um im Bild zu bleiben. ;-)

    MfG
    Redaktion, publikative.org

  12. o.b.

    Was ich bei diesen Spielen sehr bemerkenswert fand ist, dass zwar einerseits eine extrem hohe Erwartungshaltung an die Athleten hochgehalten wurde aber andererseits es doch recht offensichtlich war, wie “Geiz ist geil” sich hierzulande breitgemacht hat.
    Wer so krass im Breiten-, Schulsport spart, so gar nichts in seine Jugend investieren möchte. Wenn man Wunder denkt, wer man ist, weil man sich in vergangenen Erfolgen sonnt und denkt, dass dies so anhalten wird, der muss sich nicht wundern, wenn in der Spitze es nicht so funktioniert, wie man es gerne sehen möchte. Was dann auch typisch deutsch ist, ist das Verhalten, wenn was schief geht.
    Da wagt es eine Britta Steffen doch tatsächlich, sich nach ihrem Ausscheiden, nicht in Demut zu versinken und erklärt durchaus mit einem ironischen Unterton, dass sie sich auf das Zusehen der Finals freue. Boah war da die Hölle los. Wie kann die Frau es wagen, so zu reagieren. An die mediale Wand mit ihr. Bei den Schwimmern hatte ich echt den Eindruck als ob die am besten die mediale Todesstrafe verdient hätten bei den Resultaten. Als ob die ein Staatsverbrechen begangen haben.
    Dass aber überall Schwimmhallen geschlossen werden, Schulschwimmunterricht eingespart wird, es kaum Talentförderung wie -sichtung gibt und unsere Athleten hinter der internationalen Spitze in Trainingsmethodik, Trainngszeiten usw. systembedingt zurückfallen, wird mal nicht gesehen. Dafür waren die Ergebnisse durchaus akzeptabel. Sicherlich kann man das nicht sehen, wenn man sich nur an den Medaillenspiegel ergötzt.

    Einerseits jammert man über Parallelgesellschaften, der bösen ungebildeten, undisziplinierten Jugend, die keine Werte mehr hat und alle kriminell sind. Andererseits investiert man aber nichts in sie, gibt ihr keine Perpektiven, Motivationen, Werte, Möglichkeiten. Sport könnte das u.a.. Siehe die Vorbildwirkung von Phelps und co. für die Jugend der jeweiligen Länder. Da wird investiert, da wird motiviert es den Stars nachzuahmen. Es zahlt sich sogar aus. Der Nachwuchs ist da. In sovielen Sportarten. Hierzulande wird lieber draufgedroschen, Pseudowerte aufrechterhalten und alles zu Tode gespart. Aber Weltklasse eingefordert.
    In den Medien kommen ja auch nur die üblichen Verdächtigen vor. Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Formel 1, Fußball, Fußball, Fußball, Poker, Poker, Formel 1 vielleicht noch ein wenig Handball, Basketball oder Eishockey. Wo soll man denn da ein Interesse für etwas entwickeln, was man nicht zu sehen bekommt.
    Bei so einer Haltung ist man dann halt nicht mehr weltspitze. Anspruch und Wahrheit liegen da weit auseinander. “Deutschland, Deutschland unter alles” bzw. nur noch Mittelklasse. Schadet vielleicht auch nicht, da man mal vom hohen Ross des Pseudoperfektionismus mal runterkommt. Demut und Bodenständigkeit wie Bescheidenheit sollten mal wieder Trend werden.

    Übrigens, wo liegt eigentlich die EU im Medaillenspiegel. Ziemlich weit vorne oder? Vielleicht dann doch ein Plus für Europa.

    Die Eurosportleute waren da noch die bessere Ausnahme. Wenig nationales Rumgeschwurbel, klare Feststellungen der Leistungen, emotionale aber objektivere Berichterstattung, fachlich gut. Der Blickwinkel war größer. Nicht so selbstherrlich auf sich selbst bezogen wie bei ARD und ZDF. Auch wurde da nicht immer sich dem Medaillenzählen hingegeben wie bei den Öffentlichen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  13. Dominik F.

    Für solche Artikel liebe ich publikative.org! Vielen Dank Andreas, für diesen schönen zusammenfassenden Artikel, weiter so! Mit besten Grüßen.

  14. F4b

    Vielleicht solltet ihr die Kommentare mal ein wenig Ernst nehmen.
    Es gibt nun wirklich wichtigeres über das diese Seite berichten könnte. Dieser Beitrag entspricht nicht der Realität, ist aufgebauscht und versucht Zusammenhänge darzustellen, die nicht exisitieren. Ergo: überflüssig. (Meine Meinung)

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