14 Kommentare

  1. S.R.

    Ich muss sagen, als ich diesen Text das erste Mal gelesen habe, war ich wirklich sprachlos. Nicht angesichts der beschriebenen Sachverhalte, die mittlerweile den meisten Menschen bekannt sein dürften, auch nicht angesichts der verblüffenden Kenntnisse des Autors über Vorgänge im Privatleben der beteiligten Personen (z.B. wer trägt wann welches T-Shirt). Meine Sprachlosigkeit bezog sich vielmehr auf die verbreiteten Halbwahrheiten, die von ihnen in obigem Text verbreitet werden. Leider ist dies nicht das erste Mal, dass ihre Berichterstattung Halbwahrheiten enthält (Ich erinnere nur an ihren L-IZ Artikel zum Spiel gegen Dynamo Dresden II).

    Gerade die Unterstellung “Ratten aus Markranstädt” beziehe sich auf den NS-Propagandafilm “Der ewige Jude” ist geradezu lächerlich und absurd. Vielmehr handelt es sich um eine Abwandlung des Namens des genannten Fußballvereins (“Rasenballsport”–>”Rattenballsport”), der gerade aufgrund seiner undemokratischen Vereinsstruktur häufig kritisiert wird. Auch ich benutze gelegentlich diesen fußballjargontypischen Schmähnamen, auch wenn ich mich zu 100% als Antifaschist bezeichnen würde. Eine solche Aussage ist (zumal ohne jegliche Quelle!) nichts anderes als schlechter Journalismus.

    Ich möchte nicht bestreiten, dass sich in den Reihen von “Scenario Lok” Neonazis finden. Jedoch ist mir kein Ereignis bekannt, bei denen diese Fangruppierung im Stadion politisch agitiert hätte. Hinweise hierzu finden sich auch in ihrem Text keine. Im Gegenteil: Aus der offenen Sympathie z.B., die auch aus den Reihen Scenarios dem beliebtesten Lok-Spieler der letzten Hinrunde entgegengebracht wurde könnte man eigentlich schließen, dass diese Vereinigung weniger “rechts” ist als von ihnen dargestellt. Handelt es sich doch bei diesem Spieler um einen Menschen senegalesischer Abstammung (Djibril n’Diaye). Vor diesem Kontext ist auch ihre Aussage “Die Kameraden dürfen bei Heimspielen sogar an einem Stand ihre Fan-Devotionalien unter das Volk bringen” durchaus ein wenig polemisch anzusehen.

    Lassen sie mich jedoch eins klarstellen: Das Engagement gegen Nazis im (und außerhalb des) Stadion(s) ist wichtig und bitter nötig! Jedoch wissen dies auch die Fans & Verantwortlichen des 1.FC Lok. Ich persönlich bin selbst Lok-Fan und habe mich diesem Verein erst in den letzten 2-3 Jahren wieder angenähert. Der Hauptgrund dafür ist eine glaubhafte Abkehr von dem Kurs der “Duldung” von rechtem Gedankengut im Stadion: Wohl kaum ein Verein in Ostdeutschland hat sich in den letzten Jahren so aktiv & erflogreich an der FARE-Woche gegen Rassismus beteiligt. Wurden in den Gründungsjahren noch offen rechte Symbole im Bruno-Plache-Stadion zur Schau getragen, werden mittlerweile selbst “kleinere” fremdenfeindliche Äußerungen sofort von umstehenden Fans sanktioniert. Ein Vorgang, den ich selbst bereits mehr als ein Mal im Stadion erlebt habe und der mich froh und stolz macht, diesem Verein anzugehören. Leider ist diese Facette einer Wandlung hin zu einem “normalen” Fußballverein in den Medien absolut unterrepräsentiert. Ich würde mir wünschen, dass man diese vielleicht ab und zu mehr in den Blickpunkt rückt, anstatt nur von “unbeholfenen” Versuchen der Vereinsführung zu berichten. Denn letzten Endes ist das der erfolgreichste Weg, um den Nazis den Boden zu entziehen: Zu zeigen, dass unser Verein ein offener Verein, ein toleranter Verein ist. Wir haben unsere Schwächen und JA, es gibt Nazis im Plache-Stadion, aber wir gehen unseren Weg, Schritt für Schritt. Ich würde mir wünschen, dass dies in Zukunft auch ab und zu Beachtung findet, auch in ihren Texten, denn schließlich wollen Sie und ich dasselbe: Weniger Neonazis im Stadion!

  2. Murdock

    Wie bereits erwähnt bezieht sich der Begriff “Ratten” NICHT NS-Propagandafilm “Der ewige Jude”, er bezieht sich auf die nicht demokratische und zum Teil kriminelle Vorgehensweise Red Bulls im Deutschen Fussball!

    Fanclubs von denen hier berichtet wird haben schon lange Stadionverbot und es wird aktiv gegen rechte Strukturen und Störer vorgegangen!

    Es ist eine Frechheit das ihr Artikel, der übrigens äusserst schlecht recherchiert ist, den 1.FC.LOK in die sogenannte “rechte Ecke” zu stellen.

    Auf den Absatz zur Aryan Brotherhood werde ich jetzt nicht eingehen denn jeder kluge Leser wird ihre stupide Form der Stimmungsmache auch ohne Erlärung erkennen.

    Mit freundlichen Grüßen

    ein ehemaliger Leser

  3. FK

    Sehr guter Artikel!
    Das mit den “Ratten aus Markranstädt” kann ich nicht beurteilen, aber auch ich hatte schon Erlebnisse mit den Nazi-Hools aus dem LOK Leipzig-Umfeld. Es muss dringend auf den Tisch, was an faschistischen Stukturen in Leipzig existiert und welche Rolle Lok Leipzig einnimmt.

  4. falk

    Leider zeigt sich auch hier in den Kommentaren wie auf FB und in den Foren das gleiche Bild des Realtivierens und Kleinredens von LOK Fans. Bei FB tauchten vor dem Derby beispielsweiese Bilder mit an Bäumen aufgehängten RB-Fans auf und die Kritiker wurden mit Sprüchen konfrontiert – man solle sich nicht so haben, so ist es nunmal im Fußball normal. Ich glaube viele bei LOK sind gar nicht mehr in der Lage ihre Sprache und das Auftreten selbstkritisch zu hinterfragen.

  5. Kubald

    Outlaw wird auch nicht boykottiert weil es “links” ist, sondern weil es ein Fanprojekt für 4 verfeindete Vereine innerhalb Leipzigs ist. Verfehlt damit den Sinn völlig. Und Sie Herr Martin Schöler sind wirlich eine Ratte. Nicht aus antisemitischen Gründen, vielmehr aufgrund der von Ihnen verbreiten Lügen und Halbwahrheiten.

  6. Ole Wels

    Und schon kommen die ganzen Lok-Spinner wieder aus ihren Löchern.

    Ist ja alles gar nicht so schlimm?? Der Adler, bei denen statt Hakenkreuz eben das Lok-Logo eingefügt ist, waren sicher nur zufällig auf den Shirts einer Fangruppe. Die Thor-Steinar-Fraktion hat sicher auch noch nieee irgendjemand im Stadion gesehen, dass waren sicher gar keine Fans. Schon klar. Die rassistischen, faschistischen, neonazistischen, … sonstigen Shirt-Beschriftungen waren sicher auch nur zufällig bei größeren blau-gelben Fangrüppchen zu sehen. Und das stadtbekannte Nazis sich händeschüttelnd durch Lok-Fangruppen bewegen hat ganz bestimmt auch nichts mit der Gesinnung der Begrüßten zu tun. Klar, ist ja auch alles unpolitisch ;)

    Wen wollt ihr eigentlich noch verarschen?? Lok hat ein Nazi-Problem und es wird nicht besser (noch nicht mal mit kleinen Schritten), sondern mehr und mehr habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen den Kopf immer weiter in den Sand stecken und den Faschos den Verein überlassen.

    Grüße aus Leipzig

  7. S.R.

    Schade, dass man hier gleich als “LOK-Spinner” hingestellt wird, wenn man versucht ein realistisches Bild seines Vereins zu zeigen. Das ist einer konstruktiven Bearbeitung der Situation im Leipziger Fußball sicher nicht zuträglich. Aber manchen Menschen ist es scheinbar wichtiger, lang gepflegte Vorurteile (z.B. dieses hier: Lokfan = Nazi) weiterhin aufrecht zu erhalten, statt auch einmal die erstaunlichen Erfolge die der 1.FC Lokomotive im Kampf gegen rechtes Gedankengut im Stadion errungen hat zu beleuchten. Ich wiederhole mich: “Denn letzten Endes ist das der erfolgreichste Weg, um den Nazis den Boden zu entziehen: Zu zeigen, dass unser Verein ein offener Verein, ein toleranter Verein ist.”

  8. Anonymous

    Sehr guter Artikel. Hier werden verschiedene Fakten zusammengefasst, die auch zusammengehören. Die Verbindungen von LOK Fans zu Freien Kräften, Autonomen Nationalisten, die Odermannstr., Thor Steinar Fans, zu Free Fightern. Das ist ein stimmiges Bild was der Verein LOK seit Mitte der 90er Jahre immer wieder bestätigt. Ich erinnere mich da an ein Spiel von Pauli gegen VfB im Zentralstadion, da haben die VfB Fans versucht die Pauli Fans anzugreifen. 119 Jahre Tradition? @Alle LOK Fans, mal wieder selber denken! Ciao

  9. CRF

    In jeden deutschen Fußballverein_von Bayern München – Bor.Dortmund_und auch Lok Leipzig finden sich Leute, die den Verein als Plattform ihrer Gesinnung missbrauchen.
    Nur mit dem Unterschied, dass die Bayerischen und Dortmunder Medien diesen Gruppierungen keinerlei Zeilen, Aufmerksamkeiten oder gar ganze Kolumnen widmet. Denn wer nicht genannt und gehört wird, dem vergeht die Lust am schnellsten.
    Wenn sie als Verfasser des o.g. Artikels in jeden Fan mit brauner Lederjacke eine braune Gesinnung sehen, den Verein Lok Leipzig als Unterschlupf der leipziger Naziszene sehen, dann sollten sie den Kugelschreiber nur noch für Notizen ihres persönlichen Einkaufszettel nutzen. Dankeschön!
    Wieso stand auf meiner Eintrittskarte 1.FC Lokomotive Leipzig – Die Roten Bullen?? Heißt der Verein nicht Rasenballsport Leipzig? Die Macher von Rasenballsport umgehen mit allen Tricks den Statuten! Welchen Aufschrei würde es geben, wenn eines Tages die Kölner Eintrittskarte so bedruckt wäre. FC Bayern München – Die Geißböcke.
    Solche Themen sollte man aufgreifen! Aber bitte nicht Sie!!

  10. heinz

    Wegen genau solcher Medienhetze kommen überhaupt erst keiner der oben genannten Personen ist noch Politisch aktiv! Und wegen drei vier mann ist nicht eine ganze Gruppierung so!!

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