11 Kommentare

  1. 123

    Nur Männer auf dem Podium.
    Vielleicht könnte ja mal neben der berechtigten Kritik an Ultra- und Fussballfan-Bashing auch mal eine (selbst-)kritische Analyse der Männerdominanz in der Fankultur (und hier machen Ultras bestimmt keine rühmliche Ausnahme) gemacht werden.

  2. 05

    Es wurden mehrere Frauen als Podiumsgäste angefragt, war aus verschiedenen Gründen aber nicht möglich.
    Abgesehen davon ist eine der Hauptorganisatorinnen aktives USM-Mitglied und in der gesamten Szene sehr geachtet!

    Nebenbei spreche ich mich erstmal für den Erhalt der Fankultur aus, bevor eine Frauenquote in Szene-Gruppen eingeführt wird.

  3. [...] Der Sommer war lang, der Sommer war schlecht (und es ist mir herzlich egal, was die Klimaforschung “statistisch” dazu zu sagen hat) und er war ernüchternd: In vorher ungekanntem Ausmaß entdeckte die Politik Fußballgewalt als populistische Profilierungsmöglichkeit. Die Innenminister überboten sich gegenseitig in immer absurderen Forderungen – bis hin zum Verbot von Stehplätzen. Die Mainzer Fantage vom 06.-13. September waren da der mehr als nur willkommener Anlass, endlich mal wieder in einem anderen Kontext über Fußball, Fans und Ultras zu sprechen. In beeindruckender Art und Weise hat die Mainzer Fanszene eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die vorerst ihresgleichen sucht und sicherlich auch ein Anstoß sein kann, es ihr gleich zu tun. Denn – so viel sei vorab gesagt: Davon braucht Fußballdeutschland viel, viel mehr. Von unserem Gastautor Andrej Reisin/Publikative [...]

  4. gallendieter

    @ Andrej Reisin – Danke für den Artikel! Schade, dass der nicht in der Welt erschienen ist (Kulturelle Hegemonie hehe :-) )

    @123 und 05
    Nur Säfte mit Lactose und Gelatine auf dem Podium
    Vielleicht könnte ja mal neben der berechtigten Kritik an Ultra- und Fussballfan-Bashing auch mal eine (selbst-)kritische Analyse der Fleischtoleranz in der Fankultur (und hier machen Ultras bestimmt keine rühmliche Ausnahme) gemacht werden.
    Nebenbei spreche ich mich erstmal für den Erhalt der Fankultur aus, bevor eine Vegan-Quote in Szene-Gruppen eingeführt wird.
    Was ich damit ausdrüchen will dazu später mehr.

    Zum Thema Männerdominanz in der Ultraszene.
    Es stellt sich die Frage, weshalb es so wenige weibliche Ultras gibt.
    Liegt dies an der frauenfeindlichen Einstellung der Ultras an sich?
    Oder weil, wie 05 es angedeutet hat, Sexismus als Nebenwiderspruch eingestuft wird? Das finde ich übrigens falsch.
    Ein Nebenwiderspruch ist ME wirklich die Akzeptanz auch linker Gruppen für Fleisch und teilweise die Feindlichkeit gegenüber VeganerInnen und Vegetarierinnen in der Fanszene.

    Aus meiner Sicht ist die Ursache die Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft. Es ist die selbe Ursache wie dafür, dass es so wenige computerbegeisterte Frauen gibt.
    Die Gruppen dürfen aber auch an dieser Stelle die Fortschreibung des Patriarchats keineswegs einfach hinnehmen.
    Selbstkritik gibt es, aber eine öffentliche Diskussion gibt es ganz selten. Natürlich ist hier die Erwartungshaltung an linke Gruppen mit guten Beispiel voran zu gehen hoch. Es sollte viel mehr solche Aktionen geben:
    http://fussballvonlinks.blogsport.de/2012/05/21/usp-frauen-aus-dem-gaesteblock/
    Aus meiner Sicht hat das Buch “Ultras im Abseits” in einer Analyse der Ultrakultur einen wichtigen Aspekt vergessen über Frauen in der Ultraszene zu berichten. Daher entspricht das Buch aus meiner Sicht nicht dem erhobenen Anspruch als Standardwerk, sondern untermauert weiterhin, wie du zurecht kritisierst, die Männerdomminanz . Was die Analyse anbelangt ist Prof Pilz was dieses Thema anbelangt besser (Kapitel 1.1) und er hat auch eine weibliche Mitarbeiterin.
    http://www.sportwiss.uni-hannover.de/fileadmin/sport/pdf/onlinepublikationen/pilz/1.-Expertise-Ultras-in-Europa-Pilz-Woelki-Schumacher-17012010.pdf
    Linkelmann und Thein haben ein Buch über Ultras Nürnberg geschrieben da haben sie immerhin zwei Seiten über Frauen geschrieben.

  5. die guten Ultras

    Quasi aus dem Nichts heraus fordern DFB und Innenminister die Abschaffung der Stehplätze. Vielleicht sollte man sich auf Seiten der Ultras mal anfangen zu hinterfragen wie es zum Istzustand gekommen ist.

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