21 Kommentare

  1. Chris

    Hi,
    kein kommentar, nur eine Frage:
    habt ihr diesen KOmmentart auch an D-radio geschickt?
    und gabs eine Reaktion?

  2. Was meint Ihr mit “peinlich, aber zum Zeitgeist passend”? Und welche Platitüden sind nun antisemitisch? Mir scheint, Stefan Laurin hat nichts weiter getan als eine Fingerübung in Sachen richtiger Gesinnung durchzuführen. Man muss den Thesen Abdullahs nicht zustimmen, um die Vorgehensweise des Autors der obigen Zeilen zumindest dubios zu finden.

    • @Mondo:

      Viele Fragen, wenig Inhalt, wäre eher mein Vorwurf an Sie. Wir finden den Interview-Stil des DLF deutlich dubioser als Stefan Laurins Artikel, aber vielleicht tun Sie als erstes Mal Butter bei die Fische und begründen Ihre “dubiose” Fragerei. Ansonsten können Sie uns mit dem Geschwafel von “richtiger Gesinnung” gerne verschonen. Den Finger in die offene Wunde des zunehmenden, antisemitischen Geschwurbels in diesem Land zu legen, ist in der Tat eher eine Frage eine kritischen Haltung als von “Gesinnung”.

      Guten Abend.
      A.R.

  3. Kay

    @ Peter M.:

    Da liest oder hört ein Islamexperte etwas von einem Israeli als angeblichen Urheber eines antimuslimischen Machwerks, und schon versteigert er sich in eine Tatsachenbehauptung und in den antisemitischen Reflex des kollektiv handelten ewigen schuldigen Juden.

    Wenn Muhammad Salim Abdullah irgend ein Mensch von der Straße wäre … OK … geschenkt. Aber er ist Journalist und Autor zahlreicher Bücher. Von ihm erwarte ich ein gewisses Gespür für deutsche Geschichte.

    Jenseits seiner Behauptung, ist die Story mit dem Israeli offensichtlich ein Fake.
    Siehe dazu:
    “Sam Bacile”…not a Jew
    Who is ‘Sam Bacile’?

  4. “Peinlich, wenn aber auch zum Zeitgeist passend, war es, das Abdullah als Maßstab der Berichterstattung die Perspektive der religiösen Fundamentalisten propagieren konnte: Mohammed dürfe im Bild nicht gezeigt werden, weil fromme Muslime das zum Teil nicht wollen. Und auch über Jesus dürfe nicht gelästert werden, weil Muslime ihn ebenfalls als Propheten verehren. Nein, Abdullah wollte keine anderen Maßstäbe, wenn es um den Islam geht, wie es der unbedarfte Deutschandfunk-Moderator herauszuarbeiten versuchte. ”

    Peinlich ist eine Untertreibung, ansonsten meine Zustimmung zu dem Text.
    Und klar, MondoPrinte ist “Freitagsblogger” und für die “Reservisten des Freitags” gibt es keinen Antisemitismus nach 1945.

    Religion ist das Opium des Volkes.

  5. Shintao

    “Er plädiert schlicht dafür, die religiöse Befindlichkeit zum Maßstab dessen zu erheben, was gesagt und gezeigt werden darf. Das allerdings wäre das Ende der Kunst, des Journalismus und der liberalen Gesellschaft, wie wir sie kennen.”

    komisch. üblicherweise sind es immer Linke, die irgendeine GRuppe, ob diese es nun will oder nicht, in Schutz nehmen möchte, indem sie etwas verbieten möchten.

    und bei diesem video, in dem außer hass und schlechter produktion nichts zu sehen ist, handelt es sich plötzlich um kunst und journalismus?

  6. @Shintao:
    Der Unterschied zwischen Einzelfall und Grundsatz ist Ihnen aber bekannt, oder? Es geht nicht darum, ob, wie und was dieser Film ist, sondern ob er gemacht und gezeigt werden darf. Genau wie hunderte weiterer Machwerke, die Sie oder ich oder Herr Abdullah vielleicht geschmacklos finden mögen.

    Wenn in dieser Gesellschaft nur noch das erlaubt wäre, was religiöse Eiferer nicht “stört”, dann wäre es schlichtweg exakt so, wie Stefan Laurin schreibt. Da Herr Abdullah mit seinen Ansichten ja keineswegs alleine steht, sondern sich zum Beispiel auch führende Autoren wie Martin Mosebach für die Einführung der Strafbarkeit von Gotteslästerung einsetzen, halten wir diese Gefahr für durchaus real.

    @V40:
    Die “Aufregung” besteht schlichtweg darin, dass Herr Abdullah von Beginn des Gespräches an, antisemitischen Ressentiments ein Radiopublikum verschaffen kann, ohne dass der Moderator sich genötigt sieht, diese zu korrigieren. Es war und ist alles andere als bewiesen (eher im Gegenteil), dass der Film von “einem Israeli” gemacht wurde, wie Abdullah gleich zu Beginn (als allererste Äußerung seinerseits!) meint sagen zu müssen. Da fängt das Hirngespinst ja leider schon an.

    Und dann darf er minutenlang erklären, warum das zwar kein legitimer aber doch hinreichender Grund ist, dass Fanatiker Menschen ermorden. Gegen Ende kommen dann schließlich die zitierten Sätze, die ebenfalls unhinterfragt bleiben. Quintessenz Abdullah: “Ein Israeli” hat mit Absicht einen Film gemacht, um die Muslime in der arabischen Welt zu provozieren, sowas gehört im Grunde verboten und davon abgesehen ist sowieso Israel, dieser “Stachel im Fleisch” der Muslime das Problem, das “gelöst” werden muss.

    Da sehen Sie kein Problem, wenn das unkommentiert über den Sender geht und dann noch stolz verschriftlicht wird? Nun ja, wir wie gesagt schon.

  7. Kay

    Von Abanob Nakoula, dem mutmaßlichen (Co-?)”Produzenten” des dilettantischen Machwerks, gibt es bei Youtube ein
    Limonaden-Werbevideo mit 1672 Klicks und ein weiteres Filmchen mit 208 Klicks – beide grottenschlecht.
    http://www.youtube.com/watch?v=UppSFqU8sJ8
    http://www.youtube.com/watch?v=4hZ74BVeFwg

    An die Instagram-Bilder von Abanob Nakoula (“egyabanoub21″) bin ich leider nicht rangekommen … ;(

    Die Israel-Story und die Angaben zu den Produktionskosten sind genauso erlogen, wie der ursprüngliche Filmtitel “DESERT WARRIOR”.
    (Googlehilfe-Cache: “Sam Basselley/Abanob Nakoula”)

  8. Daniel Domeinski

    Stefan Laurin hat es mit viel Aufwand fertig gebracht, dass niedrige Niveau des Interviews noch zu unterbieten. Die Deutschen haben nicht nur ein Problem mit der Vielfalt jüdischer Identität. Sie können auch nicht den verbrecherischen Charakter des europäischen Kolonialismus erfassen. Die klassischen Deutschnationalen behaupten gerne, dass nur Frankreich und England imperialistische Kolonialmächte gewesen wären. Von pseudoprogressiven Prowestlern wird der Kolonialismus als notwendiger Schub in die Moderne verharmlost. Daher kommt auch hier Hass auf den Antiimperialismus.

    @Andrej Reisin
    Wieso reagieren Sie so aggressiv auf den Kommentar von MondoPrinte?

    • @Domeinski:
      Ineressante Wahrnehmung, die Sie da haben. Ich zitiere MondoPrinte: “Platitüden … Fingerübung … richtiger Gesinnung … dubios …”

      Und da finden Sie die eher genervte Aufforderung, “Butter bei die Fische zu tun” oder uns mit derartigem Geschwafel und Unterstellungen zu verschonen “aggressiv”? Ehrlich gesagt, ich wüsste einfach nicht, warum ich genötigt sein sollte, auf derartige Invektiven bar jeden inhaltlichen Gehalts zu antworten.

      Ein schönes Wochenende
      A.R.

  9. Daniel Domeinski

    Ob nun “genervt” oder aggressiv, Sie vermuten vorschnell böse Absichten. Das ist leicht paranoid und wirkt nicht besonders souverän. Paradox an der ganze Diskussion hier im Thread finde ich, dass Sie die mangelnde Bereitschaft “religiöser Eiferer” zur Meinungsfreiheit beklagen, gleichzeitig aber das Interview mit Abdullah wohl am liebsten zensiert haben wollen.

    • Herr Domeinski, zum letzten Mal:
      Lesen Sie sich bitte den Tonfall des Kommentars durch, um den es geht und dann am besten auch gleich noch Ihren eigenen dazu. Ich “vermute” also Ihrer Meinung nach “vorschnell böse Absichten”, aber Sie und der gute Mondo aus der Pinte schreiben “Platitüden Fingerübung dubios paranoid zensiert” – mithin eine Beleidigung und Unterstellung nach der nächsten. Was glauben Sie eigentlich, warum ich darauf sachlich eingehen sollte? Weil Sie so gut darin sind, bösartige Unterstellungen als vermeintlich neutrale Fragerei zu bezeichnen?

      Zu Ihrer Information: Sie haben inhaltlich nicht das Geringste beitzutragen, sondern stehlen uns lediglich Zeit. Jetzt, wo mittlerweile bewiesen ist, dass es sich nicht um eine israelische Produktion handelt, könnten Sie ja stattdessen mal über den paranoiden, verschwörungstheoretischen Wahnsinn namens Antisemitismus nachdenken, der in dem Interview zum Ausdruck kommt. Aber das werden Sie natürlich nicht. Weitere Antworten von mir erhalten Sie allerdings auch nicht.

      Shabbat Shalom
      A.R.

  10. Der Analphabetismus und ein vermeintlich israelischer Regisseur sind also das Grundübel. Da spricht das Es im Antisemiten Muhammad Salim Abdullah. Einerseits vergleicht er den mordenden Lynchmob mit ungebildeten Türken aus Berlin, ja entschuldigt diese Reaktionen geradezu als “menschlich”. Andererseits macht er für die Entstehung des Films den Zionismus verantwortlich. Das ist in etwa so, als würden die Deutschen Quentin Tarantino als Stellvertreter des Ostküsten-Kapitalismus für den Film “Inglourious Basterds” verantwortlich machen.
    >>Haben erboste Juden etwa türkische Botschaften gestürmt, als der Film »Tal der Wölfe – Palästina« in die Kinos kam? Oder haben sie nach der Prämierung von Holocaust-Karikaturen in Teheran iranische Emissäre ins Jenseits befördert? Und die Christen: Sind radikale Exemplare ihrer Glaubensgemeinschaft beispielsweise brandschatzend in deutsche Botschaftsgebäude gestürmt, als die Titanic sich mal wieder über den Papst lustig gemacht hat? Oder wurden seinerzeit britische Diplomaten wegen Monty Pythons »Das Leben des Brian« umgebracht?<<

  11. Captain_Cackwurst

    @Elias
    “Und die Christen: Sind radikale Exemplare ihrer Glaubensgemeinschaft beispielsweise brandschatzend in deutsche Botschaftsgebäude gestürmt, als die Titanic sich mal wieder über den Papst lustig gemacht hat?”

    Nein, das war ein glück nicht der Fall,
    allerdings sollten Sie besser darauf achten Ihr vergleiche nicht so Islamophob wirken zu lassen. Allein darauf verweisen zu wollen, dass Christen scheinbar nie Gewalttätig auf Provokationen reagieren kommt fast schon einer Erhebung gleich, so nach dem Motto:
    Die brutalen zensierenden Muselmänner sollten sich gefälligst mal ein Beispiel an den überaus liberalen Christen nehmen, da würden nie welche auf die Idee kommen, in ein Hochhaus zu fliegen oder reihenweise Jugendliche auf ner Insel zu Exekutieren…

    Ich bezweifel mal stark das Sie Rechts oder Islamophob sind, aber ich bekomm bei Ihrem Kommentar das gefühl, das Sie das ganze nur Instrumentalisieren wollen um Muslime in irgendeiner Form zu degradieren.

  12. @Captain Cackwurst: Wenn islamophob-sein bedeutet, sich gegen die fundamentalistischen Apologeten des Islam zu stellen, ist dagegen nichts einzuwenden. Dies zumal der Begriff >Islamophobie< selbst aus einem djihadistsichen Milieu stammt und vor allem unmittelbar nach der Islamischen Revolution dazu diente, diejenigen Frauen im Gottesstaat Iran öffentlich zu ächten, die sich weigerten, den Nihab zu tragen.
    Es sieht de facto so aus, dass die Mahrheit der Moslems auf jede polemische, provokante oder kritische Aussage gegenüber ihre Religion mit einem zur äußersten Agression gesteigerten Hass reagiert.
    Ich sehe nicht, wo gegenwärtig ein Krieg im Namen des Christentums geführt wird. Genauso wenig sinnhaft erscheint es mir, auf den durchgeknallten Nazi Breivik zu verweisen. Was dieser mit dem offiziellen Christentum zu tun haben soll, bleibt mir unklar. Sogar die dem Christentum nahe stehende Freimaurer-Sekte St. Johanneslogen St. Olaus til de tre Søiler distanzierte sich aufgrund Breiviks Mitgliedschaft von dessen Tat und schloss ihn sofort aus. Im moslemsich geprägten Raum hingegen werden Gotteskrieger und Märtyrer verehrt. Beispielsweise werden Schulen nach Selbstmordattentätern benannt. Es findet keine Distanzierung statt.
    Zugegebenermaßen gibt es gewalttätige Christen. Dies abzustreiten, wäre irrsinnig. Aber das gewalttätige Potential ist doch um ein Vielfaches geringer. Der Rückfall in eine Zeit, in der jede Form von Religionskritik verboten war, ist zumindest in unseren Breitengraden überwunden. So what.

  13. Captain_Cackwurst

    “Wenn islamophob-sein bedeutet, sich gegen die fundamentalistischen Apologeten des Islam zu stellen, ist dagegen nichts einzuwenden.”

    Stimmt, dann gibts nichts einzuwenden. Falls es jedoch bedeutet alles Islamische gegenüber allem Abendländischen als minderwertig darzustellen seh ich ein Problem.

    Ich nenne dieses “islamophob-sein” für mich jedenfalls Atheismus.

    “Dies zumal der Begriff >Islamophobie< selbst aus einem djihadistsichen Milieu stammt und vor allem unmittelbar nach der Islamischen Revolution dazu diente, diejenigen Frauen im Gottesstaat Iran öffentlich zu ächten, die sich weigerten, den Nihab zu tragen."

    Danke für die Aufklärung, da hab ich jetzt erstmal nichts einzuwenden.

    "Es sieht de facto so aus, dass die Mahrheit der Moslems auf jede polemische, provokante oder kritische Aussage gegenüber ihre Religion mit einem zur äußersten Agression gesteigerten Hass reagiert."

    Ahja, und woher wissen Sie das so genau?

    "Ich sehe nicht, wo gegenwärtig ein Krieg im Namen des Christentums geführt wird."

    Und was soll mir das jetzt sagen? Weil nicht alle 2 Monate einer ne Abtreibungsklinik in die Luft jagt sind Christen gleich die Humanisten schlechthin, oder wie?

    "Genauso wenig sinnhaft erscheint es mir, auf den durchgeknallten Nazi Breivik zu verweisen."

    Da fällt einem ziemlich schnell auf, dass sie Breivik als "durchgeknallten" darstellen wollen. Das er Psychisch nicht mehr ganz sauber ist bezweifle ich nicht, aber das hat gleich 0 Aussagekraft da er trotzdem mal ein Teil der Gesselschaft war.

    "Was dieser mit dem offiziellen Christentum zu tun haben soll, bleibt mir unklar."

    "In seiner Polemik gegen den „Multikulturalismus“, der den Westen im Kampf gegen den Islam schwächt, kommt Breivik allerdings fortwährend auf Gott, Kirche und Christentum zu sprechen. Für den Attentäter hat das ihm vorschwebende, ideale Christentum aber keinen im engeren Sinne religiösen Zweck, sondern vor allem den, als kulturelle Klammer für ein wehrhaftes Abendland zu dienen. (…) Breivig selbst schreibt zu diesem Thema: „Ich glaube an eine Kirche, die an Selbstverteidigung glaubt und die bereit ist zum Kampf für ihre Prinzipien und Werte.“ Sich selbst bezeichnet Breivik in einer Selbstauskunft, die Teil des Pamphlets ist, als „100prozentigen Christen“, der zunächst mäßig religiös gewesen sei, später Agnostiker und nun wieder mäßig religiös."

    (Quelle: http://www.faz.net/anders-breivik-und-die-religion-fanatische-fantasy-11107568.html)

    Er war also offensichtlich Christ. Inwiefern das was mit einem "offiziellen Christentum" (was auch immer das sein soll) zu tun hat kann ich ihnen aber auch nicht sagen.

    "Es findet keine Distanzierung statt."

    Das ist gut möglich, meiner Meinung nach aber ein Problem, das generell auf Religion und nicht auf den Islam zurückzuführen ist (wie bei fast jedem Problem mit dem Islam)

    "Der Rückfall in eine Zeit, in der jede Form von Religionskritik verboten war, ist zumindest in unseren Breitengraden überwunden."

    Natürlich ist ein Rückfall möglich, Rückfälle sind immer möglich.

Kommentarfunktion geschlossen.