16 Kommentare

  1. [...] Ergänzung Lesetipp: Eine Chance aus der politischen Bedeutungslosigkeit zu kommen, ist Gewalt. Mit ihren Provokationen schaffen es die Splitterparteien „Die Freiheit“ und „Pro Deutschland“ auch außerhalb der antimuslimisch-rassistischen Internetsekte um PI wahrgenommen zu werden. Die Freude über den islamfeindlichen Film und die Gewalt durch islamische Fanatiker ist dort groß. Pro will nun die Gunst der Stunde nutzen und den Film öffentlich in Berlin vorführen. Lesen Sie bitte hier: Filmabend für Kulturkrieger [...]

  2. MaterialismusAlter

    “US-amerikanische Ermittlungsbehörden gehen mittlerweile davon aus, dass hinter dem antiislamischen Machwerk ein in Süd-Kalifornien lebender koptischer Christ namens Nakoula Basseley Nakoula steht.”

    Wegen was wird denn gegen diesen Mann ermittelt? So ekelhaft sein Machwerk ist, ich sehe nicht inwiefern es irgendwelche Ermittlungsbehörden zu interessieren braucht. Die Veröffentlichung seines Klarnamens bringt diesen Menschen übrigens in akute Lebensgefahr. Ich verstehe nicht warum sich Publikative daran beteiligt. Bitte den Namen zensieren, er tut nichts zur Sache.

  3. Roland Sieber

    @MaterialismusAlter: Er hat sich laut US-amerikanischen Medienberichten freiwillig aus Angst vor Racheaktionen bei der Polizei gemeldet bzw. wurde von dieser einbestellt. Geprüft wird, ob er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hat. Zudem gibt es offene Fragen inwieweit die Schauspieler in seinem Film über ihre Rolle und die Intention des Films getäuscht wurden. Auch wurde das Video unter Angaben falscher Tatsachen gezielt an Medien weitergegeben und weltweit verbreitet.

    Wer (mutmaßlich bewusst) einen Trailer zu einem angeblichen Film dreht um damit wütende muslimische Reaktionen weltweit zu provozieren und diese tatsächlich zu Angriffen auf Botschaften und Militärstützpunkte mit Verletzten und Toten führen, dessen Name ist meiner Meinung nach vom öffentlichen Interesse. Nachdem er namentlich in sämtlichen Medien weltweit genannt wurde und seit zwei Tagen auch einen deutschsprachigen Wikipedia-Artikel hat, dürfte es auf Publikative.org auch nicht mehr ankommen.

    Zumal es von öffentlichem Interesse ist, inwieweit er im Islamhassernetzwerk der USA eine Rolle spielt. Repräsentanten der koptischen Christen in den USA haben sich namentlich von Sadek und Nakoula distanziert: Diese seien hasserfüllte Außenseiter, mit denen ihre Gemeinden nichts zu tun haben wollen. Aus US-amerikanischen Medien ist zu Erfahren, dass der Film nach seinen Aussagen auf einem vom ihm veröffentlichten Buch basiert und er die Produktionsfirma des Films leitete und damit für die Logistik zuständig gewesen sei.

    Selbstverständlich ist dies alles kein Grund „Selbstjustiz“ an ihm zu üben. Aber wer einen Film dreht und veröffentlicht um weltweit beachtet zu werden, auf den voraussehbar einige Regierungen reagieren und dessen Inhalt in vielen Ländern Straftatbestände erfüllen (wird auch in Deutschland geprüft), der kann nicht davon ausgehen anonym zu bleiben.

  4. Quarktasche

    @MaterialismusAlter

    “Wer (mutmaßlich bewusst) einen Trailer zu einem angeblichen Film dreht um damit wütende muslimische Reaktionen weltweit zu provozieren und diese tatsächlich zu Angriffen auf Botschaften und Militärstützpunkte mit Verletzten und Toten führen, dessen Name ist meiner Meinung nach vom öffentlichen Interesse.”

    Das Verbreiten von falschen Informationen ist ausserdem nicht automatisch von der Meinungsfreiheit gedeckt sondern erfüllt möglicherweise Straftatbestände.

    …wenn mit dem Ziel die Sicherheit der USA zu gefährden, gezielt Falschinformationen verbreitet werden, könnte das bei amerikanischen Sicherheitsbehörden auf “großes Interesse” stoßen.(“Dann, Gute Nacht…”)

  5. [...] Von selbst radikalisieren sich die Mitglieder der nach Vorbild der englischen Schlägergruppe EDL gegründeten „German Defence League“ (GDL). Wie der deshalb vor Gericht stehende Michael Mannheimer ruft auch der Leiter der Kölner Division der „GDL“, Sebastian Nobile zum Widerstand gegen die Bundesrepublik Deutschland nach Art. 20 Grundgesetz auf und beschimpft die Bundesverfassungsrichter wegen dem ESM-Urteil als „Volksverräter“. Laut eines offenen Briefes von ihm, gehören die Verfassungsrichter hinter Gittern. Eine Bilder- und Screenshot-Galerie zum antimuslimisch-rassistischen „Widerstand“ findet sich auf dem Watchblog Publikative.org. [...]

  6. Inna

    “Wer (mutmaßlich bewusst) einen Trailer zu einem angeblichen Film dreht um damit wütende muslimische Reaktionen weltweit zu provozieren und diese tatsächlich zu Angriffen auf Botschaften und Militärstützpunkte mit Verletzten und Toten führen, dessen Name ist meiner Meinung nach vom öffentlichen Interesse.”

    Ich empfinde den Film als dumm, überflüssig und vor allem ziemlich homophob, trotzdem ist das keine Rechtfertigung für die Ermordung/Gefährdung von Menschen (Angriffe auf Botschaften, Touristen usw.)!

    Die Reaktion von Salafisten und anderen “Fanatikern” ist auch sicher nicht spontan, insofern werden solche Machwerke wahrscheinlich sogar begrüßt. Ich gehe davon aus, dass sich einige Muslime von dem Film beleidigt fühlen, jedoch agiert im Moment nur eine radikale Minderheit im Namen aller gläubigen Muslime.

    Es geht doch wie immer nur um “WIR” gegen “DIE” in dieser rassistischen und religiösen Debatte. Die Rassisten von “Pro-…” nehmen dies natürlich gerne auf, wie man gerade sieht…

    In Tunesien bspw. agieren doch gerade dieselben Leute, die sonst gegen progressive Kräfte im Land die Sharia einfordern. Aber wahrscheinlich ist der Blick von vielen in diesem “Kulturkampf” schon dermaßen vernebelt, dass sie die Opfer überhaupt nicht mehr wahrnehmen wollen und diese Frontenziehung mitbetreiben…

  7. Random

    Diese unglaubliche Doppelmoral stinkt wieder mal zum Himmel.
    Der Film (respektive der Trailer) mag ein Machwerk sein, doch er ist inhaltlich nichts anderes, als ein dilettantisch umgeschriebener “Das Leben des Brian”. Ist der etwa christophob und weiß Gott(!) noch alles?
    Absolut belangloses Thema. Da bellen nur die Hunde, die sonst gerade nichts zu beißen bekommen!

  8. Der ohne Name

    Kann man entsprechende Strafanzeigen wegen Volksverhetzung aufgrund der hier gezeigten Facebook-Screenshots stellen, oder muss man die Screenshots selbst nochmal machen? Habe keine Lust, dafür erst Naziseiten “like”n zu müssen…

    Oder sind die Strafanzeigen schon gestellt?

  9. Roland Sieber

    @Der ohne Name: Die hier veröffentlichten Screenshots dokumentieren einen kleinen Teil der antimuslimischen Postings und Kommentare die jedem Facebooknutzer auch ohne “like”n zugänglich sind. Wenn die hier veröffentlichten Screenshots mutmaßliche Straftatbestände dokumentieren, müssten diese auch für Strafanzeigen verwendbar sein. Inwiefern es aber günstiger ist für Strafanzeigen eigene nicht (teil-) anonymisierte Screenshots zu ziehen, kann ich nicht beurteilen. Als Autor des Beitrages habe ich keine Strafanzeige gestellt.

  10. Alreech

    Ein Großteil der auf Facebook geposteten Kommentare und Bilder dürften strafrechtlich nicht relevant sein.
    Allerdings kann sich das nach der Strafrechtsänderung die von der CSU vorgeschlagen wird ändern.

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