4 Comments

  1. Dennis K.

    Traurig – wenn auch typisch menschlich.

    Sind die Bürger selbst betroffen, weil z.B ein Gefängnis oder ein Endlager für Atommüll in ihre Nähe gebaut werden soll – oder auch nur entlassene Sexualstraftäter angesiedelt werden sollen – geht es auf die Barrikaden. Egal mit wem, hauptsache das gemeinsame Feindbild besteht.

    Während man es im Wendland weitestgehend schafft, dank linker Beteiligung die Rechten fernzuhalten, ist das bei den anderen Themen leider nicht der Fall. Denn während die Linken/Grünen beim Thema Atommüll noch (zumindest langfristige) Lösungen anbieten können (u.a. Atomausstieg), ist dies beim Thema Kindesmissbrauch nicht möglich – hier gibt es keine sinnvollen, demokratisch und humanistisch legitimen Lösungen, sondern fast nur Extrempositionen:

    Die Rechten, die mit der “Todesstrafe für Kinderschänder” einfache, aber zum Glück unrealistische Lösungen propagieren…
    … und den Rest, der resigniert sagt: “Irgendwo müssen auch Kinderschänder und Mörder nach Verbüßen ihrer Strafe leben – denn sie ewig wegzusperren ist ebenso wenig eine Lösung wie die Todesstrafe.

    Dass in dieser Situation diejenigen, die das “Pech” haben, dass die Entlassenen ausgerechnet in ihrer Nachbarschaft angesiedelt werden, eher zur rechten Extremposition neigen, als zu sagen: “Na gut, dann müssen wir nun damit leben” ist traurig, aber wie gesagt ziemlich menschlich und nahezu unvermeidbar.

    Leider hilft das – wie dieser Bericht zeigt – vor allem den Rechtsextremen. Aber was kann man dagegen tun? Schwierig, sehr schwierig…

  2. Sterbliche Überreste

    Es ist ja bekannt, dass die NPD “Todesstrafe für Kinderschänder” fordern
    und ihre Leute rote “Warum?”-Schilder an Tatorten aufstellen lassen.
    In Duisburg hatte es 2009 (oder 2010) einen NPD-Aufmarsch getarnt
    als “Demo” zu eben diesem Thema gegeben. Mit dabei: Bandidos!

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