7 Comments

  1. Marten Brehmer

    Sehr guter Beitrag. Nur eines sollte verbessert werden: Anders als im Artikel dargestellt gibt es in einem Bundesland, nämlich Hamburg, eine Ein-Parteien-Regierung.

  2. Volker hört die Signale

    Gut, der Mann ist Politikwissenschaftler und nicht Medienwissenschaftler, aber selbst er sollte wissen, dass die Quote, die “AM” am Sonntag bekam, nicht repräsentativ ist. Irgendwer drückte es so aus, dass das versammelte bürgerliche Feuilleton vor der Glotze gehangen habe, hinzu kommen viele viele andere, die sich selbst ein Bild machen wollten und nie wieder einschalten werden. Ich halte es für möglich, dass sich die Quote so noch halbiert, sollte es überhaupt eine zweite Episode geben. Denn auch der Sender weiß das und noch einmal fünf eitle Selbstdarsteller von politischem Federgewicht zu finden, dürfte nach dieser Sendung nicht eben einfacher werden, so viele gibt’s davon ja nu auch nicht.

    Viel bedenklicher finde ich, dass ein Politikwissenschaftler so im Handstreich einfach mal Hamburg von der Karte wischt, zumindest aber zum Ausland deklariert, denn, Marten Brehmer hat das ja bereits angemerkt, dort regiert nunmal Olaf Scholz mit einer absoluten Mehrheit.

  3. Hamburg kann man auch mal vergessen, fühlt sich schließlich nicht anders an, als unter Schwarz-Grün. Vielleicht auch Ausdruck der konsensualen Prägung deutscher Politik. Schöner Artikel. Hätte noch etwas mehr auf andere den Konsensus prägende Faktoren abgehoben, als nur das elektorale, doch geschenkt. Wollte die ganze Zeit sagen, dass dieses Format vermutlich Politikverdrossenheit noch eher fördert, als vertreibt, aber das kam ja dann auch im letzten Absatz.

    Grundsätzlich scheint es nötig, Fernsehformate zu erfinden, die politische Inhalte, Positionen, Debatten, Strukturen und Prozesse jenseits politikwissenschaftlicher Fachpublikationen analysieren und der Allgemeinheit verständlich aufbereiten. Das Talkshowformat scheint mir dazu gänzlich ungeeignet. Die dort stattfindenden Scheindebatten scheitern nicht nur beim Spiegeln der politischen Realität, sie geben auch nur ein stark verkürztes Bild wieder. Auch die Sendeplätze informativer Formate am abendlichen Rand jenseits des Unterhaltungsfernsehen ist diesbezüglich als strukturelle Schwachstelle zu benennen.

    Raab folgt ausgetretenen Pfaden, sollte er mit seinem Format wider Erwarten nicht scheitern, so wird er damit doch nichts zum Positiven wenden. Politisches Fernsehen jenseits von Plattitüden, Polemik und Populismus braucht es dringender denn je.

  4. Rough NinJa

    Zu diesem Schwachsinn, einem weiteren im sogenannten “Polit-Talk”, fällt mir dies hier ein.. Zum Schmunzeln oder Aufregen, je nach Belieben:

    “FELIX BAUMGARTNER: Nein, man hat das am Beispiel Schwarzenegger gesehen: Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen. Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, sie sich wirklich auskennen.” (das ist der Freak der aus 39km auf die Erde sprang)

    http://www.kleinezeitung.at/sport/stratos/3152273/baumgartner-wuerden-gemaessigte-diktatur-brauchen.story

    Absolute Mehrheit wäre garantiert.

  5. Heinz Boxan

    Das Fernsehen ist schlecht, dumme, niveaulose Talkshows oder laufende Tiere(Reich Ranicki)
    Nun, es darf sich wohl jeder selbst sein Niveau aussuchen, nur schwierg, wenn kein’s vorhanden ist.
    inribonax

  6. An Quarktasche

    Quarktasche, ist Quarktasche hier irgendwo?

    Quarktasche, könnteste freundlicherweise einen kleinen Klick wagen zu http://tinyurl.com/cr9o8zr – Dir das kurz mal ansehen, eventuell anlesen (eventuell) und falls irgend möglich, mitteilen, ob sich das immer noch so schwer erschließt?

    Alle notwendigen Links zum sich Erinnern, warum die Frage kommt, sind dort. (Es wird dort nicht erklärt, warum die Frage auch hier kommt, aber für`s Publikum: äh, weil… weil … sagen wir… zum Beispiel weil das ein Meta-Medienthema ist und etwas Meta-Mediales ist im Link auch drin. Genau deshalb ist die Frage an Quarktasche hier.)

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