20 Comments

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  1. max

    Immer noch kein Kommentar? Oder passen euch die abgegebenen Kommentare einfach nicht?
    Ich finde es ehrlich schwach, mit welcher Einseitigkeit ihr alles beleuchtet, was Israel betrifft. Noch schwächer finde ich es aber, wenn kritische Stimmen dazu – ich rede hier nicht von Hetze – euch in ein Dilemma stürzen. Mein Kommentar ist mittlerweile seit 12 Stunden unveröffentlicht. Ich hoffe, es gibt dafür bessere Gründe als den Inhalt meines Kommentars und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin, der hier etwas geschrieben hat.
    Guten Abend.

    Guten Abend Max. Danke für Ihre kritischen Kommentare. Sie werden es vielleicht nicht für möglich halten, aber es kommt durchaus vor, dass wir, die dieses Blog in unserer Freizeit ohne Bezahlung betreuen, mal 12 Stunden lang keine Kommentare moderieren können.
    Gruß, PG

  2. Horst

    Gazablockade 2012 ??? – 20 Tonnen Raketen auf Israel

    Wenn allein bis zu 12. November 2012 über 20 Tonnen Raketenmaterial von Gaza aus auf Israel abgefeuert werden, kann man dann noch von einer Abriegelung des Gazastreifens sprechen?

    In diesen 20 Tonnen (461 Raketen unterschiedlichen Typs) sind nicht enthalten:
    – Mörsergranaten (über 113 Geschosse)
    – Raketen, die nach dem 12.11.2012 abfeuert wurden
    – in den Depots vorhandene Raketen und Mörsergranaten
    – Unterschiedliche Anzahl der Raketenabschüsse im Quell-Material (plus 96 Raketen)

    Außerdem habe ich, um Übertreibungen zu vermeiden, das Gewicht der Raketen konservativ errechnet.
    Zur Ermittlung der Anzahl der Geschosse wurde die Wikipedia-Seite “Palestinian rocket attacks on Israel” herangezogen.

    Rechnet man zu den 20 Tonnen die Geschosse hinzu, die seit Beginn des aktuellen militärischen Schlagabtausch von Gaza aus abgefeuert wurde (über 1000), dann kommt man auf ein Gewicht von über 60 Tonnen.

    Fazit: Nach nicht übertriebener Schätzung sind über 60 Tonnen Munition ein deutliches Zeichen dafür, dass die Hamas im Gazastreifen kein Interesse an eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung hat. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Abriegelung des Gazastreifens ziemlich sinnlos ist. Allerdings sind durch die Blockade scheinbar nur wenige der iranischen Fadjr-5 Raketen nach Gaza gelangt. Diese Fadjr-5 Raketen, die jetzt auch die Großstädte in Israel erreichen, sind der Beweis dafür, dass der Iran eine gewichtige Rolle in diesem palästinensisch-israelischen Konflikt spielt. Vor dem Hintergrund der antisemitischen Äußerungen des iranischen Präsidenten ist dies ein schreckliche Vorstellung.

  3. Daniel Domeinski

    @Dr.(?)Heinz Gess

    Shlomo Sand als “völkischer Ideologe und Antitsemit jüdischer Herkunft”, wer soll so etwas ernstnehmen?

  4. Horst

    Was ist mit den Kindern auf der anderen Seite, die unter demselben Terror, nur von der anderen Seite verübt, aufgewachsen sind? Auch Israel wirft nicht mit Wattebäuschchen, sondern mit Bomben. Und das geschah auch immer wieder in den letzten Jahren – ich habe die Ereignisse durchaus verfolgt.

    Nein, verehrte Damen und Herren, es begehen beide Seiten schreckliche Taten. Die jetztige Eskalasion ist es, die keine der beiden Seiten braucht. Sie wird nur für noch mehr Hass und noch mehr Schwierigkeiten und noch mehr traumatisierte Kinder in der Zukunft sorgen. Einseitige Darstellungen helfen da nicht weiter – wer nur auf die Raketen der einen Seite verweist, möchte die Schandtaten der anderen Seite verschweigen, um diese andere Seite in ein besseres Licht zu rücken. Er betreibt Kriegspropaganda.

    Es muss ein Dialog stattfinden – auch wenn sich beide Seiten nicht “grün” sind – ein Dialog in der Erkenntnis, dass beide Seiten entsetzliche Verbrechen begangen haben, für die sie sich vor keinem irdischen Gericht verantworten müssen, Ein wenig Demut vor dem Schöpfer ist auf beiden Seiten angemessen. Schließlich werden wir für unser Tun im Guten wie im Schlechten gerichtet, sofern wir sie hier nicht sühnen. Das gilt für die Verbrechen beider Seiten.

  5. Peter

    an die Torbens und Maxs dieser Seite:

    Für euch ist es also unproblematisch, dass über den Beschuss auf Israel nicht berichtet wird? Das gehört einfach so zum Alltag und ist keine Erwähnung wert? Sind ja nur Israelis – die haben sich das selbst eingebrockt! Oder wie?

    Denn ich lese von euch gerade nur: aber, aber, aber, die bösen Israelis.

    Über die kann man doch schon in allen anderen Zeitungen lesen. “aus Gründen der journalistischen Redlichkeit” (welche Zeitung hält den Vorwurf eigentlich aus?) bin ich durchaus froh in publikative.org ein Gegengewicht zu den üblichen Medien zu finden.

  6. max

    @Peter:
    Wenn ich nur ein Gegengewicht für jede veröffentlichte Meinung für wichtig hielt, dann müsste ich jede Art von Berichterstattung für gut halten. Tu ich aber nicht.

    Ansonsten: es geht mit nicht darum, ob es problematisch oder unproblematisch ist, dass über den Raketenbeschuss nicht bei jeder Rakete berichtet wird. Wer das lesen will kann das tun. Aber zu meinen, das wäre ganz besonders berichtenswert im Konflikt in dieser Region und nicht zu erwähnen, dass die Besatzung und Blockade eine Aktivität Israels ist, dass deren Auswirkungen für die Palästinenser jeden Tag spürbar sind und dass die Anzahl der Verletzten und getöteten Palästinenser die der Israelis um ein Vielfaches übersteigt, das erschließt sich mir nicht.

    Was passiert denn gerade? Israel hat den Palästinensern im Westjordanland bewiesen, dass Gewaltfreiheit nirgendwohin führt, außer zu einer beschleunigten Siedlungspolitik. Die Palästinenser im Gaza-Streifen haben im Gegenzug durch Gewalt erreicht, dass Israel veranlasst wurde, sich mit Ihnen zu befassen und Vereinbarungen zu treffen.
    Und was kann man daraus lernen? Gewaltlosigkeit wird im Gegensatz zu Gewalt von Israel nicht honoriert. Ich brauche von der Hamas und den anderen kranken Islamistenverbänden nichts halten, um aus palästinensischer Perspektive zu dem Schluss zu kommen, dass Gewalt das Mittel der Wahl sein sollte. Und das ist total krank.
    Leider versucht Israel sich tatsächlich immer wieder als Opfer palästinensischer Aggression zu verkaufen, während es zugleich tausende neuer Siedlungswohnungen im Westjordanland bauen lässt und seine Marine vor Gaza den Fischfang verhindert (hat sich aufgrund der jüngsten Gespräche erfreulicherweise etwas verbessert).

    Ich plädiere letztlich nur dafür, dass Israel akzeptiert, dass es keinen Frieden bekommt, ohne dass die Gegenseite ihn auch bekommt, dass es zu seiner Verantwortung und seinen Taten steht und dass es von rechtwidrigen Aktivitäten Abstand nimmt. Vorher ist alles Lamento über böse Palästinenser wohlfeil.

  7. Peter

    “Ich plädiere letztlich nur dafür, dass Israel akzeptiert, dass es keinen Frieden bekommt, ohne dass die Gegenseite ihn auch bekommt, dass es zu seiner Verantwortung und seinen Taten steht und dass es von rechtwidrigen Aktivitäten Abstand nimmt.”

    Das ist zwar richtig, gilt aber genauso für die Gegenseite. Israel steht ja leider immer noch Leuten gegenüber (damit meine ich nicht alle Palästinenser!), die meinen Israel hätte in der Region nichts verloren. Auf der Basis kann Israel natürlich nicht verhandeln.

    Letztendlich müssen beide Seiten gleichzeitig(!) die Hand ausstrecken.

  8. Peter B.

    Es wundert mich, dass der Beitrag von Max hier stehen blieb, wo doch nahezu jede Kritik auf Ablehnung und Widerspruch stößt, ohne das Fakten hierfür vorgelegt werden.

  9. Alreech

    @Max:
    Die Palästinenser haben den Israelis doch bewiesen das Gewaltfreiheit nichts bringt.
    Nach dem Abzug aller Siedlungen aus Gaza gab es keinen Frieden, sondern Raketenbeschuß und Entführungen.

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