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  1. Fidel Alonso

    Eine Frage, die sich mir stellt ist:
    Warum ist der Extremismusbegriff in der Öffentlichkeit noch so erfolgreich? Klar, die Extremismustheorie ist für die Dominanzgesellschaft äußerst praktisch, weil sie damit von aller Schuld reinwaschen kann und gesellschaftliche Probleme wie Rassismus genauso an den Rand schieben kann wie die Folgen verschärfter Ressourcenverteilungskämpfe.
    Warum aber wurde bisher keine Debatte in den Zeitungen über diese Begrifflichkeiten angestoßen und warum reproduzieren Journalist_innen selbst ständig diese Terminologie?
    Mich wundert es einfach, weil doch bestimmt die Kritik an dem Extremismusmodell doch bei jedem Menschen angekommen sein muss, der sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt – also gerade auch bei Journalist_innen, die sich ja auch selbst zur Aufgabe gemacht haben, nachzusehen, was tatsächlich hinter bestimmten vermeintlichen Tatsachen steht.

    Für mich ist die Kritik am Extremismusmodell einfach so stichhaltig und evident, dass ich mir nicht vorstellen kann, warum man diese einfach beiseite schiebt und weitermacht wie bisher.

  2. Roland Sieber

    @Fidel Alonso: Ich glaube es gibt dafür unterschiedliche Ursachen. So wird selbst in Pressemitteilungen und Studien von Wissenschaftler*innen, die die Extremismustheorie ablehnen oder kritisch gegenüberstehen, der Begriff „Rechtsextremismus“ verwendet. Zwar wird z.B. in den „Mitte-Studien“ erläutert, dass dieser Begriff eigentlich zu ungenau für eine wissenschaftliche Analyse ist und auch nicht mit der politischen Auslegung übereinstimmt, aber dennoch verwendet. Und auch die wenigen Fachjournalist*innen die sich tatsächlich mit den Studien beschäftigen, sind danach darauf angewiesen, dass ihre Artikel gekauft bzw. unverändert durch die redaktionelle Bearbeitung kommen.

    Ich versuche z.B. die Extremismusbegriffe nicht zu verwenden. Aber wenn ein*e Gesprächspartner*in oder eine Pressemitteilung die Begriffe verwendet, kann ich diese auch nicht einfach abändern, da dies oftmals die ursprüngliche Intention verändern würde. Ich kann z.B. wenn der Bundesinnenminister in einer Pressemitteilung dem Rechtsextremismus den Kampf ansagen würde, ihm nicht einfach unterstellen, dass er damit eigentlich meint, den Rassismus bekämpfen zu wollen. ;) So reproduziere aber auch ich den Extremismusbegriff.

  3. inrur

    Hintergründe und Zusammenhänge

    Bundeszentrale für politische Bildung
    http://inrur.info/wiki/Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung

    2009 (bis heute !?)
    Ausstellung “Deutschland für Anfänger” OHNE HOLOCAUST
    http://inrur.info/wiki/Ausstellung_%22Deutschland_f%C3%BCr_Anf%C3%A4nger%22
    der Bundeszentrale für politische Bildung
    und des Goethe-Instituts
    http://inrur.info/wiki/Goethe-Institut

    es wäre zu prüfen, ob die Ausstellung immer noch das “Sommermärchen” ohne Holocaust darstellt

    bei den Indyfadia Deppen
    wird eine deratige Ergänzung in den grauen Bereich verschoben
    http://de.indymedia.org/2012/11/338533.shtml?c=on#c776150

  4. [...] Es herrscht Bombenstimmung in Deutschland. Nächste Woche treffen sich hier in Rostock die schlimmsten Sicherheitsfanatiker zur “Herbstkonferenz der Innenminister- und senatoren”. Beschlussreife Schweinereien haben sie – zusammen mit den maßgeblichen Schreibtischtätern aus den Ministerien und Senatsverwaltungen – schon in den letzten Wochen bei inoffiziellen Vorkonferenzen ausgeheckt. [...]

  5. [...] … wurde offline genommen (schon vor einer Weile – am 23.11.12, der Vollständigkeit halber sollte dies aber hier noch Erwähnung finden). Dies ist unter anderem der Initiative meiner Kommilitonin Caro zu verdanken, die am 22.11.12 den Verantwortlichen der BpB und einen Mitarbeiter vom apabiz Berlin dazu bei Radio Dreyeckland interviewt hat – und auch danach nicht lockergelassen hat. Danke dafür! Eine Einsicht in den im Video verzapften Blödsinn wurde aber nicht erreicht (oder nicht zugegeben). Das Video ist weiterhin als „das gelöschte BpB-Video“ im Internet zu finden. Auch Publikative.org berichtete. [...]

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