16 Comments

← Previous Page 2 of 2
  1. Kopfschüttler

    Ich jammere schon lange nicht mehr über die “angebliche Unterdrückung der Meinungsfreiheit ”
    Zensur und ähnliches lässt sich mit Leichtigkeit durch Veröffentlichung der zensierten Texte auf anderen Plattformen umgehen. Dann wird sich vielleicht auch irgendjemand, irgendwo auf dieser Welt dazu bereit erklären, mir die von Ihnen beanstandeten rassischtischen Parolen und die Art der scheinbar von mir verwendeten Klischees aufzuzeigen……………

    Wenn jemand bei mir nach Musterbeispielen für Klischees anfragt, werde ich Ihren Text, als der engeren Auswahl der Empfehlungen zugehörig, empfehlen.

    In diesem Sinne: Weitermachen, weiterschreiben solange es noch irgendwo Interesse hervorruft.

    So, und nun bin ich raus, es gibt Sinnvolleres für mich als “Altlinker”
    zu tun

  2. Hase

    “Unterschlägt dabei aber, dass die Beziehungen der Menschen untereinander auf Sozialisation und sozialen Normen basiert und nicht auf naturalisierter Herkunft, es sei denn, diese wird zur sozialen Norm.”

    Beweise?

    Typisches Dogma von links-außen, ähnlich wie die Grundannahme einer Religion, daß es (einen) Gott gibt. Das ist der klassische marxistische Satz. Das ist die Ausgrabung uralter Empirismus-Thesen. Nietzsche hat diesen Ungeist mit seiner Lebensphilosophie, die den individuellen Wert des Menschen endlich wieder in den Vordergrund rückt, restlos zertrümmert. Wer also anderen die moralische Wertigkeit absprechen möchte, basierend auf Thesen, ohne Handfestes parat zu haben, der ist Dogmatiker und belästigt somit andere Menschen. Richtig oder falsch?

    Reicht es heutzutage schon, auch empirischen Wissenschaften Rassismus vorzuwerfen? Also einer mathematischen Gleichung quasi ein rassistisches Ziel unterzujubeln?

    Wäre es richtig, wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. aus der Genetik) zu unterschlagen oder zumindest insoweit sinnzuverkehren, daß sie nicht als “rassistisch” ausgelegt werden könnten? Bspw. beim Prinzip der Vererbung? (70 Prozent der Intelligenz werden vererbt, so die bisherige Annahme; das hat Sarrazin nicht erfunden, sondern nur übernommen. Solange es keine Gegenbeweise gibt, bleibt die Annahme, die wiederrum auf Beweisen gestützt ist – da kann Karl Marx auch nichts dran ändern)

    Ist Biologie Rassismus? Sind Hundezüchter Rassisten? Sind Menschen Tiere?

    Der Anthroposoph Steiner oder jeder Strenggläubige, der das weltliche Leben verabscheut, würde euren Licht- und Geistwesen-Theorien gewiss zustimmen. Wenn man davon ausgeht, daß der Mensch ein genetisch völlig ungebundenes Geistwesen ist, dann kann man jede Absurdität rechtfertigen und – im eigenen Mikrokosmos – begründen. Obschon also die Eugenik – gemäß des Neumenschen-Fanatismus – eine ursprünglich links-utopische Idee war, so muss der Linke sie heute abwerfen, da biologisches Denken jeder rein erdachten Theorie (bzw. These) im Wege stehen muss. So dogmatisch, wie er damals Menschen züchten wollte, so verabscheut er heute jeden leiblichen Bezug, jedes Hinweisen auf das Antlitz (“Lookism”) und jede körperliche Schranke, die sich der Ideologie in den Weg stellen könnte.

    Der Ex-Sozialist Kleine-Hartlage (aber zuvor auch schon Personen wie Nietzsche, aber auch Marcel Reich, etc.) haben die Psychologie hinter der linken Argumentation ja bereits auf den Punkt genau beschrieben. Wer heute den menschlichen Leib in die Argumentation miteinbezieht, gilt für euch als Rassist. Rassist sein, das heißt heute psychologisch, gottlos zu sein, ist also direktes Pendant zum religiösen Dogma. Solange also keinerlei “antirassistische” Beweise geführt werden können (und das wird langsam immer mehr Leuten klar), ist Antirassismus bis jetzt nur eine Art wahrer Götze, der die moralische Richtung bestimmt (was auch für weitere Linke Zementierungen gilt, wie dem Feminismus/Antisexismus, Kommunismus, usw.) Keiner kann dieser Annahme ohne Polemik und freche Beleidigung bzw. Unterstellung widersprechen – denn daß es keine antirassistischen Beweise gibt (das gilt auch für ALLE weiteren linken Denkdisziplinen, die ihrer Natur nach rein fiktiv und imaginär, dafür umso fanatischer ausgelebt sind), kann niemand von der Hand weisen. Viel mehr begeben sich besonders herzhafte Linke auf das weitgefächerte Feld der Pseudowissenschaft (und selbst da ist kein roter Faden zu erkennen) und beleidigen die (vererbte?) Intelligenz von individuellen Freidenkern mit ihrer konditionierten Naivität.

    So geschehen auch hier. Es steht euch völlig frei, meinen Kommentar zu zerreißen. Ihr könnt die vollsten Kübel über mich ergießen, es interessiert mich ebenso wenig, wie wenn mir Zeugen Jehovas das Höllenfeuer attestieren. Ich habe mich hier bereits ein wenig eingelesen und festgestellt, wie maßlos arrogant, beleidigend und überheblich der Großteil der hier schreibenden Kommentaren sich aufführt. Das sind alles Anzeichen für Realitätsverweigerung und ein überzogenes Verhältnis zu den eigenen Hirngespinsten, die logischerweise krankhaften Narzissmus (den man definitiv benötigt, um einen Blog wie diesen zu betreiben) mit sich bringen.

    Ihr merkt es vielleicht nicht, aber jede gute Psychologe hat helle Freude an politischen Gruppen, egal ob von rechts oder links. Es gibt darüber sehr erhellende Lektüre – vielleicht mal Reflexion betreiben und eine vollwertige, nicht von der politischen Sphäre abhängige, Persönlichkeit schaffen? (erfahrungsgemäß kann Cannabis dabei helfen)

    Verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Hase

  3. Roland Sieber

    Lieber Hase,

    ihr Kommentar zu zerreißen ist nicht vonnöten. Es ist köstlich zu lesen, wie Sie sich auf die eugenischen Thesen von Sarrazin berufen, über Hunderassen und Licht- und Geistwesen philosophieren sowie Kleine-Hartlage heranziehen, der schon mal von „Rassen“ und „Neuer Weltordnung“ spricht und vor „Völkervermischung“ warnt.

    Es gab mal eine Zeit, da sah sich die selbsternannte „Neue Rechte“ als geistige Elite. Danke für Ihre praktische Darlegung des geistigen Niveaus, auf den sich die selbsternannten neurechten Vordenker bewegen.

    Herzliche Grüße
    Roland Sieber

  4. neuer Leser

    Die Argumentationsketten von Leuten wie Hase sind so verworren und sprunghaft, dass man gar nicht weiß, wo man ansetzten soll. Am besten nirgendwo.

    Aber zurück zu den “Identitären”. Habe mich kürzlich mit Ernst Moritz Arndt beschäftig. “Ethno-Pluralistische”-Konzepte sind viel älter als gedacht:

    “Gerade die Vermischung mit dem Ungleichen – das ist der Tod der großen Tugend und die Geburt der Eitelkeit. Auch diejenigen Menschen werden nichtig, schwächlich, und eitel, welche sich nicht aus ihren eigenen Anlagen herausarbeiten wollen, sondern welchen es leichter bräucht, anderen nachzuahmen und sich in fremde Naturen gleichsam hineinzuleben. Ebenso ist es mit den Vökern.”

    Und weil’s so schön ist noch eins:

    “Jedes Volk behalte das Seine und bilde es tüchtig aus, hüte sich aber vor aller Buhlerei mit dem Fremden, weil es die Tugenden der Fremden dadurch nicht gewinnen kann, die eigenen Tugenden aber schwächt und verdunkelt: Nur das Oberflächliche, Alberne und Eitle gewinnt man von dem Fremden.”

    Arndt, Ernst Moritz: Über Volkshaß und über den Gebrauch einer fremden Sprache, o.J., 1814, S. 331.

    Und noch eins:

    “Gerade weil wir in der Mitte (Europas) liegen, strömen alle verschiedenen Völker Europens immer auf uns ein und suchen uns wegzudrängen. (…) Wir haben also mehr als alle anderen Völker Ursache, dass das Eigentümliche und Besondere, was uns als Deutsche auszeichnet, durch die Völkerflut und Geistesflut nicht weggespült und weggewaschen werde.”

    Arndt, zitiert nach: “Weltgeschichte im Aufriß”, Bd. 2, Verlag Diesterweg, Frankfurt/Main 1978, Seite 191.

    Besonders das zweite und dritte Zitat könnten prima von den “Identitären” stammen. Auch sie sprechen inbrünstig von der “Bewahrung des Eigenen”, das durch eine “Massenzuwanderug” in einem “grauen Brei” unterzugehen droht.

    Die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert entstandene frucht-/ furchtbare Symbiose aus Nationalismus und völkischer Weltsicht in den deutschsprachigen Landen Europas scheint einfach nicht tot zu kriegen zu sein. Und dazu muss man, wie es die “Idetitären” zeigen, erst gar nicht auf die NPD und Co. verweisen. Doch während die NPD und Co. sich offen zu ihrem rassistischen Weltbild bekennen, veranstalten die “Identitären” und die Neuen Rechten allerlei eloquente Ränkespielchen, um sich möglichst unangreifbar zu machen. Dabei legt ein Vergleich der Semiotik mit den Frühwerken des völkischen Denkens im deutschsprachigen Raum die Traditionslinie mit den heutigen völkischen Agitatoren offen zu Tage.

Comments are closed.