15 Kommentare

  1. Matthias Bahlke

    Nicht jeder, der die Besatzungspolitik Israels kritisiert, ist ein Antisemit!
    Oder doch?

    Die Schlagzeile in der verlinkten Taz schreibt jedenfalls von “israelfeindlich”…
    Über die Wortwahl des Herrn Dierkes kann man (sollten die Zitate stimmen und nicht sinnentstellt sein) noch den Kopf schütteln, und ob er die israelische Politik mit dem Holocaust verglich, oder die falsch verstandene Rücksichtnahme der deutschen Politik aufgrund des Holocaust meinte, sei dahingestellt.

    Das Thema Boykott, diskussionswürdig – http://de.wikipedia.org/wiki/Boycott,_Divestment_and_Sanctions – aber nachvollziehbar; nicht israelischen Waren gilt der Boykott, sondern Besatzungsprofitören.

    Mark Seibert wird angeführt… Mitbegründer des Bundesarbeitskreises in der Partei “Shalom” welche bedingungslose (!) Solidarität mit Israel einfordert.
    Halbwahrheiten lese ich überall, fangt nicht auch damit an!

  2. münchhausen

    Das Simon Wiesenthal Center zählt Dierkes mitnichten zu einem der zehn übelsten Antisemiten, sondern veröffentlichte lediglich eine “Top Ten Anti-Israel/Anti-Semitic Slurs”, also eine Negativiste der zehn größten antisemitischen Verleumdungen.

    Nicht Personen und ihr gesamtes Ideologiegebäude und politisches Wirken / Gefahrenpotential wird bewertet, sondern die Infamie einer einzelnen Aussagen und ihrer Reichweite. Das ist immer noch ein gewaltiger Unterschied.

  3. max

    In der Linken sind neben den genannten Personen auch höherrangige Personen, die die IDF abfeiern. Armeepropaganda ist für eine linke Partei eigentlich auch undenkbar, aber bei diesem Thema kriechen halt auch die Enthirnten aus ihren Löchern, bzw. das eigentlich Traurige ist, dass es gerade im Übrigen überlegte und kluge Menschen sind, die bei diesem Thema den Kopf ausschalten und zu dumpfen Propagandamaschinen werden.

  4. Kowalski

    Antisemitismus bei der Linkspartei zu vermuten…wirklich peinlich so ein Satz für einen Journalisten!

    Ist ihnen nicht bekannt das SPD und KPD lange bevor es die NAZIS gab gegen Juden hetzten???Hitler war zu dieser Zeit auch Anhänger der SPD…

    Der Faschist Mussolini(vorher auch Links) hatte dagegen eine Jüdische Freundin und hielt nichts von Rassenlehre.

    Ist es so schwer zu verstehen das Rechts und Links nicht Rassismus und Antirassismus bezeichnen sondern eine Wirtschaftform und Selbsverantwortung und Staatsverantwortung?

    Und das die DDR keine Juden entschädigt hat sondern oft ein 2tes mal enteignet hat und die Araber gegen Israel unterstützte hat dürfte mittlerweile auch jeder wissen.Was das mit der Linken zu tun hat?Diese PArtei ist Rechtsnachfolger der SED,die wurde nämlich niemals aufgelöst sondern benannte sich immer nur um.

  5. [...] Anmerkung Publikative.org: Dass Dierkes kein Einzelfall ist, zeigt derweil der Landesverband Bremen der Linken. Dort wurde eine Buchbesprechung veröffentlicht, in der es hieß: “Seine Analyse ist aber auch streitbar und beherzt, weil damit das Licht auf ein anderes Herrenmenschentum geworfen wird, welches ohne arisches Vorzeichen gleichfalls die Menschen- und Lebensrechte anderer negiert. Der militante Judaismus der zionistischen Bewegung trägt jedenfalls Herrenmenschenzüge, die – ohne sie denen der Nationalsozialisten gleichsetzen zu wollen – ebenfalls menschenverachtend und gefährlich sind.” Mittlerweile wurde der Text gelöscht, hier der Cache. [...]

  6. horst

    @ kowalski
    “Der Faschist Mussolini(vorher auch Links) hatte dagegen eine Jüdische Freundin und hielt nichts von Rassenlehre.”
    Das Mussolini kein Rassist und Antisemit gewesen sei, ist wohl kaum haltbar. ich zitiere aus “Die Welt”:
    “Zudem erhärten die Tagebucheinträge Petaccis die von den Postfaschisten jüngst gern abgemilderten Vorwürfe, der Duce sei Hardcore-Antisemit gewesen. Vielmehr zeigen die überlieferten Zitate, dass der italienische Geschichtsrevisionismus womöglich seinerseits gründlich revidiert werden muss.

    Die Italiener müssten endlich lernen, sprach der Duce, folgt man Petacci, zur auch in Italien notorisch anhängigen Judenfrage, “sich nicht länger von diesen Reptilien ausbeuten zu lassen”. Und weiter: “Ich war schon 1921 Rassist. Ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, ich würde Hitler imitieren; der war damals noch gar nicht geboren. Das ist lachhaft. Man muss den Italienern das Bewusstsein für die Rasse geben, damit sie keine Mischlinge schaffen – und damit sie nicht das Schöne zerstören, das in uns ist.”
    http://www.welt.de/kultur/article5257543/Diktator-Mussolini-liess-beim-Sex-die-Stiefel-an.html

  7. max

    Liebe/r Kowalski,

    das ist wirklich das irrste Geschreibe, das ich seit langem gelesen habe. Vielleicht willst du deine Kernbotschaft noch einmal zusammenfassen? ;)
    Bahnhof?

  8. Tim

    natürlich sollte man aufpassen nicht den falschen tonfall zu erwischen und herr dierkes wird hier zurecht kritisiert, allerdings finde ich trotzdem, dass man die handlungen des staats israel genauso kritisieren darf/sollte, wie die anderer staaten auch! deshalb ist man keinesweges gleich antisemitistisch. außerdem finde ich sollte man auch aufpassen dabei keine antimuslimische haltung einzunehmen…

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