8 Kommentare

  1. Peleo

    So gar kein Hoffnungsschimmer zum Jahresbeginn? Ich versuch´s trotzdem mal:

    Das Bankenpapier von Steinbrück wurde sogar vom “Urgestein” bei den Nachdenkseiten positiv gesehen. Man zweifelt dort lediglich an der Ernsthaftigkeit bei der möglichen Durchsetzung.

    Bei den “Sozialdemokraten in der SPD” (“Mein Herz schlägt links”) gesteht man Steinbrück trotz seiner 65 Jahre noch Lernfähigkeit zu. In seinen ZEIT-Artikeln hat er die zumindest angedeutet.

    Und ein bisschen lieber wäre mir Grün statt Gelb in der nächsten Bundesregierung doch. Und Kretschmann ist besser als Mappus, oder?

    Man sollte es Mutti nicht zu leicht machen.

  2. Andreas Katz

    Nur zur Info: KG-E hat sich mehrfach ganz klar für rot-grün und gegen schwarz-grün positioniert:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article108783207/Schwarz-Gruen-ist-nicht-zu-machen.html

    Außerdem ist die verkürzte Bezeichnung Göring-Grüne nicht nur ein fieser Missbrauch des Geburtsnamens von Katrin Göring-Eckardt, sondern auch inhaltlich voll daneben. Die Grünen sind nicht einmal zu Fischers Zeiten eine Ein-Personen-Partei gewesen, sondern immer eine Partei, in der tiefgründig und engagiert über Inhalte und Positionen debattiert wurde und wird.

    Im übrigen finde ich es schade, wenn selbst linke Publizisten Merkel schon jetzt zur unstürzbaren Säulenheiligen erklären. Der September ist noch weit! Man muss ja von den Alternativen zu einer Merkel-geführten Bundesregierung nicht überzeugt sein, aber zu erklären es gebe keine, ist mir zu fatalistisch.

  3. Lieber Andreas Katz,

    klar setzen SPD und Grüne auf Rot-Grün – im Wahlkampf. Wenn aber nach der Wahl die Option Schwarz-Grün real werden sollte – was derzeit wahrscheinlich ist, werden die Karten neu gemischt. Zudem kommen hier Milieus zusammen, die weit besser zusammenpassen als die Grünen mit der teilweise kleinbürgerlich gestrickten SPD.

    Ein Artikel zum Thema, der sich genau mit diesen Schnittmengen auseinandersetzt:
    http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2013/januar/schwarz-gruen-die-zweite-wende

    Merkel kann mit SPD, Grünen oder FDP koalieren – die Chance, dass sie somit an der Macht bleibt, sind daher sehr groß. Und durch den Kanzlerkandidaten Steinbrück werden sie noch erhöht.

    Viele Grüße
    Patrick Gensing

  4. 123

    In Berlin hat die Weigerung von Künast, sich im Wahlkampf klar gegen schwarz-grün auszusprechen, wahrscheinlich maßgeblich zur defacto Wahlniederlage der Grünen beigetragen. Die werden sich hüten, diesen Fehler nochmal zubegehen. Schröder (s. Video) hat 2005 ja auch einer großen Koalition eine klare Absage erteilt. Man kann nach der Wahl ja immernoch a) die erste Reihe des Führungspersonals austauschen und b) irgendetwas von Stabilität in Zeiten der Krise und Wählerwille faseln.

  5. Demokratie-Bewohner

    “Merkel hat die Wahl – Sie nicht.”

    So langsam kann ich nachvollziehen, warum man bei der NPD aus Protest sein Kreuz macht. Da macht das Verbotsverfahren aus Regierungssicht natürlich Sinn. Und ab diesem Jahr wird es sicher ungemütlich für die kleinen Leute in der “BRD”.

  6. Armutsschere

    Es tut gut, wenn dem rechts-bürgerlichen Diskurs über die Sozialdemokratisierung von allem (insbesondere der CDU) etwas entgegengehalten wird, auch wenn es nur kleine Schmankerl sind. Das Resume macht eigentlich die Verhältnisse nur deutlicher. Über die SPD muss auch nichts mehr gesagt werden, da sie selber keine Aussage mehr hat und die Grünen befinden sich beim Unglaubwürdigkeitsranking eh seit langem auf Platz 1, richtig ist, dass es seit langem mehr um Emotionen und Lifestyle geht, ähnlich wie der Einkauf eines WWF-Schulheftes, wozu noch klare Inhalte, geschweige denn diese auch noch durchsetzen.
    Eine Außerparlamentarische Gegenbewegung scheitert leider daran, dass die gesamte Linke sich schon seit langem untereinander denunziert und diskriminiert. Suchen mal gesellschaftliche Kräfte nach gemeinsamen Nennern und Strategien, werden diese sogleich diskreditiert, ohne besseres vorzuschlagen. Siehe z.B. Konkret-Artikel zur Umfairteilen-Kampagne (“Kindergeburtstage”):
    http://www.konkret-magazin.de/425/articles/wunschpunsch-942.html

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