37 Comments

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  1. Frank

    Green Spam

    Mit Zuwendung meine ich NICHT die Konvertierung.

    Mit Zuwendung meine ich die Unterstützung z.B. radikaler anti Israelischer Organisationen, oder die Bagatellisierung deren radikal antisemitischen Aktivitäten, ohne dass sich die Deutschen auch nur im Geringsten für die tatsächlichen, historischen Hintergründe des Nahostkonfliktes interessieren.

    Das „Deutsche wehrt euch der Nazis“ ist heute gesellschaftlich geächtet. Der Antisemitismus der Deutschen ist geblieben. Viele Deutsche instrumentalisieren das Elend der Palästinenser für ihren eigenen Antisemitismus indem sie heute gleichsam aus der Formel von damals „Palästinenser wehrt Euch“ konstruieren. Von der Verantwortung der Palästinensischen Eliten für das Elend der Palästinenser will hier keiner was wissen. Man besteht darauf, dass die Juden schuld sind. So war es früher, so ist es heute.

  2. Jordan

    Gehen Sie doch bitte auch noch den letzten Schritt in der Argumentation: Der Zentralrat der Juden nimmt Augstein in Schutz und hat damit selbst die Grenze zum Antisemitismus überschritten. Ja?

    Was Augstein schreibt, wird übrigens in Israel von etlichen Israelis geteilt. Diese Leute wären dann nicht nur naive, verblendete Friedensaktivisten, sondern auch – Antisemiten! Ja?

  3. GreenSpam

    @ Frank

    Können sie denn die Zuwendung vieler Deutscher zum islamischen Antisemitismus irgendwie belegen? Ich würde eher das Gegenteil behaupten.

    Islam und Judentum sind den Deutschen gleichermaßen fremd. Gewissermaßen wissen sie nicht, was sie schlechter leiden können. Die einen weil man ihnen auf alle Ewigkeit was schuldet und die anderen, weil das ja die barbarischen Fremden sind.

  4. call

    Der Holocaust hat viele jüdische Menschen dazu veranlasst, nach Israel auszuwandern. Das ist für jeden halbwegs vernünftigen Menschen auch nachvollziehbar. Sie wollten endlich in einem Land friedlich und unbehelligt und ohne Angst vor Ermordung leben; einem Land, dass ihnen Vaterland und Heimat ist, aus dem sie nicht vertrieben werden können. Ihre heutige Lebenswelt sieht leider anders aus.

    Mein Traum ist, dass die vielen friedliebenden Menschen, die nach Israel auswanderten und deren Kinder und Kindeskinder wieder zurück nach Deutschland kommen. Deutschland war für viele Juden bis 1933 ganz selbstverständlich ihre Heimat, so wie auch für Christen und Nichtchristen.

    Der Kampf Deutscher gegen Antisemitismus sollte dem Ziel dienen, dass die Bedingungen wieder so werden, dass Juden ganz selbstverständlich in die deutsche Heimat ihrer Vorfahren zurückkehren können, wenn sie es wollen. Vielleicht wollen dies so einige, die die Kriegspolitik ihrer Regierung einfach satt haben, die einfach so wie wir in Deutschland ohne Angst vor Krieg und Raketenbeschuss leben wollen.

    Stattdessen wird versucht, mit der Verunglimpfung angeblicher Antisemiten, welche die kriegerische Politik der Regierung des Staates Israel und die Unterdrückung wie Vertreibung von Palästinensern kritisieren, dem Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen im Nahen Osten die moralische Grundlage zu entziehen.

  5. Frank

    Lieber Green Spam,

    als Beleg, im Folgenden drei Beispiele:

    Nach einem Taz Beitrag vom 29.06.2007 soll der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Folgende gesagt haben: „Ich habe eher den Eindruck, dass die Hisbollah sich sehr positiv in die Gestaltung des politischen Prozesses im Libanon einbringt.“ Zitat Ende

    Hier nachzulesen: http://www.taz.de/!1348/

    Herr Salzborn bringt es im Übrigen mit folgendem Satz auf den Punkt; Zitat: „Die eigene, nicht aufgearbeitete NS-Vergangenheit wird nun nicht nur auf die Juden projiziert und ihnen absurderweise Täterschaft unterstellt, sondern zugleich werden auch die völkisch motivierten und antisemitisch agierenden palästinensischen Terroristen mal klammheimlich, mal ganz offen mit Sympathie bedacht.“ Zitat Ende

    Dazu passt das zweite Beispiel:

    Aus der Schrift der H.B. Stiftung. „Palästina und die Palästinenser, 60 Jahre nach der Nakba“:

    Z.B. wird auf Seite 62 der Schrift die Verbundenheit der Palästinenser mit dem Land in heroischer Weise dargestellt. Es ist die Rede vom Land, aus dem man vertrieben war, vom Vaterland von der Heimat. Dem werden die Kreuzzüge der Christen gegenübergestellt, um deren Motivation in absolut unzulässiger Weise den Juden unterzujubeln, die vor dem Antisemitismus und vor dem Holocaust aus Europa nach Palästina geflohen sind. Den aus Europa, vor den Pogromen und ab 1941 vor den Gaskammern fliehenden Juden wird eine Mentalität der christlichen Kreuzzügler untergejubelt. Für die Flucht der Juden nach Palästina vor dem sicheren Tod in Europa, hat die Schrift den Begriff der Kolonisation gefunden. Die ganze Verdorbenheit solcher Gedanken hier in einem Zitat aus der Schrift:

    Zitat Seite 63-64 H.B. Stiftung. „Palästina und die Palästinenser, 60 Jahre nach der Nakba“

    „Katholiken, aber auch deutsche Protestanten und Millenarier, vertraten den Gedanken des «friedlichen Kreuzzuges» zur Wiedergewinnung des Heiligen Landes für die Christenheit, der ebenfalls mit agrarischen Kolonisationsprojekten einherging. Die Notwendigkeit der Kolonisation zur «Hebung des Landes» wurde zu einem Grundelement des europäischen Palästina-Verständnisses seit Mitte der 1860er-Jahre, auf das die zionistische Bewegung später zurückgreifen konnte.“

    Zitat Ende

    Die o.g. Beschreibung trifft zwar für die christlichen Kreuzzügler zu, das Perfide ist jedoch, die aus Europa fliehenden Juden mit den Kreuzzüglern in einen Topf zu werfen.

    Hier wird die unmittelbare Not der flüchtenden Juden vor Pogromen, Morden und später vor den Gaskammern, als eine „zionistische Bewegung“, die auf die „agrarischen Kolonisationsprojekten“ der Kreuzzügler zurückgreife, diffamiert.

    Verdorbener und übler geht es nicht mehr.

    Ab Seite 62 trägt eine Frau Prof. Dr. Birgit Schäbler von der Universität Erfurt ihr Kapitel vor das da lautet: „Vertreibung, Nostalgie und nationales Bewusstsein“ Das Land (al-ard) im politischen Gedächtnis der Generationen.“

    Dabei ist der Untertitel „Fez oder Kufiyeh?“ auf Seite 69 bezeichnend. Die Geschichte des von vielen Deutschen so geliebte Palituches wird dort wie folgt beschrieben: „Um den aufständischen Bauern auch in den Städten Schutz vor Entdeckung zu gewähren, und um die Solidarität der Städter einzufordern, wurden diese von den Aufständischen gezwungen, ihre Feze und Hüte mit der kufiyeh zu vertauschen. „
    Dann schildert Frau Prof Dr. Birgit Schäbler, wie Jassir Arafat in den 60er-Jahren, die Kufiyeh zu seinem Markenzeichen machte. Sie redet von dem bewaffneten Kampf der Bauern-Generation von 1936 und wie die Kuifiyeh „auch die Erinnerung an einen Augenblick der Einheit wecken“ sollte, wie sie schreibt. Frau Schäbler beschreibt heroisch, wie es Arafat selbst kaum besser konnte:“ wie sich „zumindest die Männer, Bauern und Städter, Christen und Muslime, Arme und Reiche unter dieser ländlichen Kopfbedeckung im Kampf vereinten“. Frau Prof. Dr. Schäbler beschreibt weiter, wie Arafat den Konflikt der Palästinenser untereinander von 1936 beklagt.

    Mit keiner Silbe wird jedoch die Kollaboration des politischen Ziehvaters Arafats, Amin al Husseini mit den Nazis erwähnt. Amin al Husseini kommt bei Frau Prof. Dr. Schäbler nicht vor. Mit keiner Silbe wird die blutige Geschichte des von Frau Prof. Dr. Schäbler heroisierten Palituchs (Kufiyeh) erwähnt, wie sie z.B. Matthias Küntzel in seinem Buch –Islamischer Antisemitismus und deutsche Politik auf Seite 83 wie folgt erläutert:

    „…..Von nun an wurde der Charakter dieser Unruhen vom Mufti und den Anhängern von Scheich al-Qassam bestimmt: Brachial führten sie in den von Juden und Briten „befreiten“ Zonen neue Kleiderordnungen und Scharia-Gerichte ein und liquidierten „unislamische“ Abweichler in großer Zahl. Bewundernd berichtete 1943 ein deutscher Biograf des Mufti über die Erschießung palästinensischer Araber, die sich mit der Weigerung, die Kaffiyah zu tragen, dem Zwang zur Unterordnung widersetzten.[23] Nicht minder drakonisch wurden arabische Christinnen und alle anderen Frauen zur Verschleierung gezwungen. Gleichzeitig nahm man neben Juden und Briten besonders die Palästinenser ins Visier, die den Ausgleich mit dem Zionismus und der Mandatsmacht suchten und den Peel-Plan unterstützten….“

    Zitat Ende

    Und so ist es geblieben. Moderate Kräfte im Nahen Osten, die den Ausgleich mit den Juden suchen finden insbesondere bei vielen Deutschen keinerlei Unterstützung. Warum das so ist, hat Rainer Trampert in Konkret 11-2012 am Beispiel von Günter Grass auf den Punkt gebracht.

    http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/333.html

    Zitat:

    „Grass will Israel zu den Völkermördern zählen, um den deutschen Völkermord zu relativieren………“

    Zitat Ende

    Wenn aber beispielsweise ein wunderbarer Mensch, der Palästinenser Ahmad Mansour echte Friedensarbeit leistet, hier:

    http://www.wdr.de/tv/westart/sonntag/sendungsbeitraege/2012/1007/mansour.jsp

    http://www.heroes-net.de/index.php/heroes/das-heroes-team

    interessiert sich bei und kaum jemand für ihn.

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