13 Kommentare

  1. horst

    Hier noch ein Zitat von Trothas:
    “Gewalt mit krassem Terrorismus und selbst mit Grausamkeit auszuüben, war und ist meine Politik. Ich vernichte die aufständischen Stämme in Strömen von Blut und Strömen von Geld. Nur auf dieser Aussaat kann etwas Neues entstehen.”

    Reichskanzler Bernhard von Bülow sah das nicht ganz so und meinte:
    “Um rascher mit den Hereros fertigzuwerden, schlug er vor, sie mit Frauen und Kindern in eine wasserlose Wüste zu treiben, wo sie einem sicheren und qualvollen Tod entgegengegangen wären. Ich erklärte Seiner Majestät, daß ich meine Zustimmung zu diesem Vorgehen nicht geben würde. Der Kaiser machte erst große Augen, dann geriet er in Erregung. Meinem Hinweis auf unser Christentum begegnete er mit der Einwendung, daß dessen Gebote gegenüber Heiden wie Wilden keine Geltung hätten.”

    Alfred von Schlieffen kommentierte diese Politik wie folgt:
    “Daß er die ganze Nation vernichten oder aus dem Land treiben will, darin kann man ihm beistimmen”
    und:
    “Der entbrannte Rassenkampf ist nur durch die Vernichtung oder vollständige Knechtung der einen Partei abzuschließen.”
    http://www.jungewelt.de/2013/01-03/022.php

  2. Gut recherchiert. Diese beeindruckende Geschichte erklärt vieles von dem widerlichen, selbstherrlichen Handel der deutschen Außenpolitik bis heute. Nichts ist vergessen und niemand.

  3. Davut Piroğlu

    guter Artikel, der verbreitet werden muß. Schön fände ich es auf Genozide der Amis, Briten und Franzosen hinzuweisen…

    Grüße

    Davut

  4. max

    Wie wenig das gesamte Geschehen in Deutschland eine Rolle spielt fällt einem besonders dann auf, wenn man mitbekommt, wie groß die öffentliche Aufmerksamkeit dafür in Namibia ist. Letztes Jahr waren die Zeitungen im Hinblick auf die Rückgabe der Herero-Schädel voll davon und der Empfang der großen namibischen Regierungsdelegation durch eine Riege zweitrangiger Deutscher Regierungsbeamter war ein Politikum – in Namibia.

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