9 Kommentare

  1. Fiete Jansen

    Kulturalistischer und ethnischer Rassismus bleibt eine kollektivistische Irrlehre, auch wenn sie in einer inversen Variante präsentiert werden.

    Augstein erklärt auch nicht einmal, was sich durch das Phänomen, das er zu beobachten meint, substanziell ändern soll – die Sexismusproblematik ja wohl nicht, sonst hätte er ja nicht selbst das Thema “Indien” angesprochen.

    Wer für eine diverse Gesellschaft eintritt, muss deutlich machen, wo deren entscheidende Vorteile liegen. Einer davon ist ein Mehr an Chancen für alle und ein größerer Kreativitätspool.

    Ein Beitrag auf dem “Freisinnblog” geht beispielsweise auf diese Problematik ein: http://freisinnblog.de/2013/01/29/debatte-der-woche-multikulti-ist-nicht-gescheitert-sondern-fangt-gerade-erst-an/

  2. Andy

    Ich frage mich gerade ob der Autor dies ernst meint? Cb das inzwischen eher darauf hinausläuft Augstein bei jeder Gelegenheit ans Bein zu Pinkeln und ihm Antisemitismus ( was für mich vollkommener Blödsinn ist) oder wie hier dieses unterschwellige Rassismus Geschreibsel.
    Man kann natürlich in allem was heraus lesen.
    Schade allerdings, dass die Publikative sich inzwischen so weit von guter Berichterstattung entfernt hat…

  3. Muhmann

    Schöner Beitrag! …besonders der letzte Satz ist grandios! =)

    Beschreibt sehr treffend wie die Situation in der Bevölkerung / den Medien / der Politik,
    vor allem bei weissen Männern, leider aber auch bei vielen anderen Personen…
    an “Andy” ist gut zu beobachten wie eine betroffene Reaktion aussehen kann ;)

    lg muhmann

  4. neuer Leser

    Augsteins Text scheitert – wie die meisten, die sich mit “dem weißen Mann” beschäftigen – an einer fehlenden, mangelhaften und undifferenzierten Bestimmung dieser seltsamen Kategorie sowie an monokausalen Erklärungs- und Deutungsmustern.

    Augstein kommt ohne Umschweife vom Sexismus auf “die Macht des weißen Mannes” zu sprechen. Wow! Ergo wird dort die “Macht des weißen Mannes” beschnitten, wo sein echter oder vermeintlicher Sexismus nicht unbeantwortet bzw. sanktoniert bleibt.

    Erstens übersieht Augstein, dass Sexismus “nur” ein Ausdruck von Macht – vielleicht sind aber gerade die machtlosesten Männern die sexistischten Männer; wer weiß? – ist, aber nicht die Frage beantwortet, wie “der weiße Mann” zu dieser Macht gekommen ist und wie er sie sonst noch nutzt/ missbraucht. Insofern Macht Augstein den zweiten vor dem ersten Schritt. Ebenso wenig bleibt unerwähnt, dass Machtbeschneidung in dem einen Bereich durch andere Formen der Machtausübung in einem anderen Bereich kompensiert wird.

    Zweitens hat “der weiße Mann” kein Monopol auf Sexismus. Wenn Augstein also von einem bevorstehenden demographischen Turn zugunsten des “nicht-weißen Mannes” spricht, kann er nicht ernsthaft behaupten, mit dem demographisch begründeten “Machtverlust” des “weißen Mannes” würde automatisch der Sexismus verschwinden. Das tut er im letzten Absatz allerdings sehr wohl.

    Drittens erfolgt bei Augstein keine ernsthafte Bestimmung dessen, was der “weiße Mann” ist und was ihn ausmacht…Ach nee, doch: Ein alternder Lüstling à la Brüderle – breitbeinig, selbstverliebt, schenkelklopfend, männerbündlerisch, brutal.

    Selbst für eine (Spiegel-)Kolumne ist mir das zu viel Mumpitz.

  5. wtf

    “Und der alltägliche Sexismus wird nicht dadurch besser, dass es keine Gruppenvergewaltigungen im Bus gibt.”

    öh. doch?!!!

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