19 Kommentare

  1. Stephan

    Die Flüchtlinge sollen also ins jetztige Hermann-Löns-Cafe einquartiert werden. Eine Umwidmung und Umbenennung des nach dem antisemitischen und nationalistischen Dichter benannten Cafes wäre m.E. in jeder Hinsicht zu begrüßen.

  2. neuer Leser

    Man sollte auch noch den unsäglich dummen Stäbchen-Witz von Stefan Raab gegen Rösler nicht unerwähnt lassen.

    Dennoch frage ich mich, warum Hahn davon spricht, “ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger(!) zu akzeptieren.”

    1. Warum dieses “noch länger”? Seit wann ist man denn nicht mehr bereit, Rösler als Vizekanzler zu akzeptieren? Ich hatte nie das Gefühl, dass die Mehrheit der Menschen hierzulande sich je ans Röslers asiatischer Herkunft gestört hätte. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass die sterbende FDP und der politisch nun wirklich ziemlich blasse Rösler gar nicht erst wahrgenommen werden.

    2. Einen Vizekanzler zu akzptieren? Der Vizekanzler ist weder ein Verfassungsorgan noch ein sonstiges offizielles Amt, in das man gewählt wird, schon gar nicht vom Wahlvolk. Dass die Frage der Vizekanzlerschaft bei einer Bundestagswahl je eine Rolle gespielt hätte, wäre mir neu. Insofern entbehrt Hahns Äußerung jeglicher politischer Substanz.

    Bezogen auf Rösler kann ich mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Bundesbürger sich an ihm stört. Und auf die paar Hardcore-Rassisten – ich glaube wirklich nicht, dass es bedeutend viele sind -, die den “Chinesen” weghaben wollen, kann und darf man nun wahrlich keine Rücksicht nehmen.

    Wenn Hahn eine Debatte über die Akzeptanz von nicht biodeutschen Führungskräften oder Arbeitgebern anstoßen wollte, ist Rösler wahrlich der falsche Aufhänger dafür. Da hätte er viel lieber auf die zahlreichen iranischen, indischen oder pakistanischen Ärzte verweisen sollen oder auf die stärkere Notwendigkeit von Lehren und Journalisten und Polizisten mit “Migrationshintergrund”.

  3. Gast

    Hahn:
    “Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.”

    Ich verstehe Hahn so: Wer nicht die FDP wählt tut dies, weil er/sie fremdenfeindlich eingestellt ist. Ganz plump: Leute, wählt die FDP! Ein billiger Trick, der nicht gezündet hat wie geplant. Alltagsrassismus ist ein großes Problem, aber die Lösung ist ganz sicher nicht: Rösler muss nach der BTW Vizekanzler bleiben.

  4. Ziegler, Lothar

    neuer Leser Lothar

    Hahn Debatte,

    fuer mich ist die Aeusserung von Hahn eindeutig rechtsextrem. Wer in einem Interviev ohne dass die Frage ueber Roeslers ethnischen Hintergrund thematisiert war,eine solche Aeusserung als “Antwort” lanciert,- will mit dieser Bemerkung Fremdenhass schueren.

  5. K16

    “…griff sich die heute-show seine Herkunft heraus und machte ihn zum politischen Kung-Fu-Kämpfer und Jungen von der Reispackung, der wie Gung aus der Lindenstraße aussehe und Pizza bringen solle…” schreibt ihr. Und setzt wenig clever das Originalvideo drunter. Wirklich nicht sehr clever, denn der Leser kann sich sogleich davon überzeugen, dass diese Zitate völlig aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht wurden.

    1. Das mit Gung aus der Lindenstraße stammt nicht von Dietmar Wischmeyer, sondern von Hans-Dietrich Genscher. Damit hat die heute-show also nix zu kriegen, es sei denn, Genscher wäre ein getarnter Undercoveragent des ZDF, was ich nicht glaube.

    2. Das mit der Pizza stammt von Guido Westerwelle. Siehe oben.

    3. Was ist an der Reisnudeln-Kung-Fu-Geschichte rassistisch? Das ist Satire, vielleicht etwas platte, aber kein Rassismus!

  6. Ole

    Gab es eigentlich mal eine Zeit, in der der Wurmfortsatz der CDU durch Politik von sich reden machte?

  7. Sandra

    Lustig, jetzt wird schon der Rassist genannt der auf Rassismus hinweist.
    Es bestätigt sich jeden Tag mehr, political correctness ist eine Geisteskrankheit ;-)

    Zitat: “Publikative.org meint: Die deutsche Gesellschaft scheint leider sogar noch nicht einmal so weit, dass die bloße Anwesenheit von Menschen mit Migrationshintergrund oder die einfach anders aussehen selbstverständlich wäre.”

    Ja, ich hab auch was gegen bestimmte Migrantengruppen. Dabei stört mich weniger das Aussehen, als ihre Taten; ihre frauenverachtende Auffassungen, ihre Dauer-Empörtheit.

    Dazu stehe ich offen, gerne auch mit vollem Namen und Adresse

  8. Sascha

    boah Sandra, selbst mit vollem Namen und Adresse würden Sie dazu stehen, dass sie etwas gegen Araber, Muslime oder eine sonstige Gruppe haben? Wie überaus mutig von ihnen in Zeiten des Political-Correctness-Terrors! Mit Adresse, das muss man sich mal vorstellen, was für eine wackere Kämpferin Sie doch sind für die Emanzipation der Frau und gegen diejenigen Einwanderer (natürlich nicht alle, Sie sind da sehr differenziert), ohne die unser Land ein schon viel besserer Ort wäre.

    Noch viel Spaß beim Dauer-Empörtsein über die PC-Diktatur.

  9. Dackelblut

    Im Rahmen der Berichterstattung wird auch gerne Brüderle zitiert:
    „Glaubwürdigkeit gewinnt man, indem man nicht wie Bambusrohre hin und her schwingt, sondern steht wie eine Eiche. Deswegen ist die Eiche hier heimisch und nicht das Bambusrohr.“
    Zitat von Rainer Brüderle auf dem hessischen FDP-Landesparteitag in Niedernhausen, Mai 2012.

  10. RK

    Die Debatte bringt der FDP drei Vorteile

    1. Sympathiestimmen bei der Bundestagswahl
    2. Rösler kann gehen ohne Gesichtsverlust. Er geht weil er nicht gelitten wird und nicht wegen seiner Inkompetenz.
    3. Die FDP kommt aus der Täterrolle – Brüderles Sexismus – in die Opferrolle – Röslers Ablehnung.

    Geschickt nicht wahr

  11. Mike

    Mal ganz ernsthaft:
    Die FDP ist deswegen so beliebt wie Fußpilz, weil ihre Politik nix taugt.

    Nicht weil Rösler einen MiHiGru hat oder Brüderle im zart angetrunkenen Zustand Weibliche Wesen so behandelt, wie es auf Weinfesten for 25 Jahren zu vorgerückter Stunde üblich war.

    Mike

  12. mjb4

    ha was hier für kommentare kommen.

    ich finds erschreckend wie das Thema Rassismus in der Gesellschaft wahrgenommen wird auf der einen seite ist niemand ein rassist aber wenn auch nur die diskussion ernsthaft geführt wird sind auf einmal alle rassisten?!

  13. Rano

    Herr Hahn wollte was ganz anderes erreichen: Weil ich Herrn Rösler wegen seiner miesen Leistungen und seiner ungenierten Lobbyarbeit für die großen Konzerne für ein Flasche und ein Riesen-*zensiert* halte, bin ICH jetzt ein Rassist und meine Meinung diskreditiert. Dabei war mir vor lauter Ärger über die Auftritte und Ansichten dieses Mövenpick-Jüngelchens schon ganz entfallen, dass in seiner Vita eine Herkunft aus Nicht-Deutschland auftaucht.

    Diese ganze Deutschtümelei ist doch eh völliger Schwachsinn! Ausgerechnet in diesem mitteleuropäischen Schmelztiegel mit irgendeinem rassischen Sch**** anzufangen. Hier sind doch im Laufe der Jahrhunderte so viele verschiedene Menschen zusammen in die Betten gehüpft, dass sich höchstwahrscheinlich bei JEDEM “ausländische” Wurzeln nachweisen lassen.

  14. Maxim

    Wer oder was ist den ein Biodeutscher? Ein Mensch, der innerhalb der willkürlich festgelegten Grenzen dieses als Deutsch-Land bezeichneten Gebietes, geboren wurde?

    Das würde aber den Neo-Nazis sauer aufstoßen, weil das die Hautfarbe nicht tangierte.

    Deutsch ist der der deutsch im Pass stehen hat. Das sollte über die jeweilige Herkunft entscheiden.

    Denn fremd ist mir erstmal jeder, außer vielleicht der eigenen Familie, egal ob er aus der Wohnung über mir oder aus Vietnam kommt.

    Und welche Farbe oder Nase er hat ist mir auch wurscht. Solange er oder sie nett zu mir ist, bin ich nett zurück zu ihm oder ihr.

  15. Antirassist

    Zu Hahns Statement kann man nur noch verständnislos den Kopf schütteln. Ich habe mal ein Jahr als Austauschschüler in den Vereinigten Staaten machen dürfen und weiss, dass der Rassismus in Deutschland, wenn auch vorhanden, ein Witz ist, gegen das, was sich die ethnischen Gruppen in den USA einander antun.

    Dieses Argument darf auf KEINEN FALL als Verharmlosung aufgefasst werden. Ich stelle diese Relation nur fest, um darauf zu verweisen, dass selbst unter extremen Bedingungen wie dort, bereits vor vier Jahren ein Mann zum Staatsoberhaupt gewählt worden ist, der kenianische, irische, britische und deutsche Wurzeln hat, einen muslimischen Namen trägt und in einer halbindonesischen Patchworkfamilie grossgeworden ist.

    Vor fünf Jahren hat sich das dort auch keiner vorstellen können und er hat vor kurzem seine zweite Legislaturperiode angetreten.

    WARUM also sollte dieses Land für so etwas nicht bereit sein? Oder noch besser: WARUM steht sowas selbstverständliches überhaupt zur Debatte?

    Für mich stellt sich mehr und mehr die Frage nach dem Sinn und Zweck einer Repräsentativen Demokratie, die der direkten Demokratie gegenüber den Vorteil zu haben meint, mehr Kompetenzen in der Entscheidungsfindung mit sich zu bringen als wenn der Mob regiert … Irgendwie leuchtet es mir nicht ein. Sicherlich haben solche Entscheidungsträger und Volksvertreter sachverständige Berater, aber entweder sind diese Berater nicht ganz sauber oder die Herren Politiker hören denen nicht richtig zu …

    Das haut alles nicht hin. Wer kontrolliert diese Berater auf ihre sachlich neutrale Unbefangenheit? Alles Mumpitz. Da muss dringend was reformiert werden. Wenn DAS die Repräsentanz der Souveränität des Wählers sein soll, dann habe ich wohl was nicht mitgekriegt oder lebe in einem überdurchschnittlich gebildeten Umfeld (da ist ja sogar der Hausmeister des benachbarten Puffs noch im Delirium intelligenter) …

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