13 Kommentare

  1. Wer Andre K.in Wort Bild erleben möchte, dem sei der vom Verfassungsschutz Thüringen produzierte “Lehrfilm” “Jugendlicher Extremismus mitten in Deutschland – Szenen aus Thüringen” ans Herz gelegt,indem nicht nur V-Mann Tino Brandt (“Wir sind prinzipiell gegen Gewalt, von dieser Gruppe geht keine Gewalt aus.”),sondern auch der Ex-Chef des Verfassungschutzes Helmut Roewer (“…das Schmieren von Hakenkreuzen, das Sieg-Heil Gebrüll sind Straftaten in Deutschland, in anderen Ländern ist das ganz anders, aber bei uns wird das bestraft, und so kommt es dann auch zu Straftatenstatistiken die in der Summe her hoch erscheinen, immerhin über 1.000 Straftaten im Jahr, die ganz ganz überwiegende Masse sind solche Propagandadelikte…”) zu Wort kommt, der vor zwei Tagen vor dem NSU-Ausschuss von schweren Erinnerungslücken geplagt wurde.

    Brandt,Wohlleben,André K.,Mundlos,Böhnhardt und Zschäpe demonstrierten am 17. August 1996 in Worms gemeinsam in Gedenken an den ehemaligen Hitlerstellvertreter Rudolf Hess.

    Unter Roewers Verantwortung warb das Landesamt diverse V-Männer in der rechtsradikalen Szene Thüringens an, u.a. Tino Brandt, damals Anführer des Thüringer Heimatschutzes und im Landesvorstand der NPD, der zwischen 1994 und 2001 über 200.000 DM für seine Arbeit erhielt – Geld, das nach seinen eigenen Angaben in den Aufbau des Thüringer Heimatschutzes floss.

    Roewer vor dem Untersuchungsausschuss:

    ”Frage an den ehemaligen Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz in Thüringen (Helmut Roewer): War “Günther” der Arbeitsname eines ihrer Mitarbeiter? Antwort Roewer: “Das kommt mir im Moment unbekannt vor.” FDP-Politiker Patrick Kurth fragt wer “Günther” war, der auf Quittungen in Roewers Diensttresor auftauchte ? Antwort Roewer: “Was geht Sie das an ? ”

  2. Werner

    Staatsschauspielerische Sonderklasse: Wolfgang Schäuble
    Da ist es für den Typ Wolfgang Schäuble allemal besser, sein genauso inkonsistenter wie in mehrfacher Hinsicht unverschämter Auftritt vom 14.12.12 wird als „uneinsichtig“ (Handelsblatt), „respektlos gegenüber dem Parlament“ (Edathy) , „Schäuble hat sich mit den Morden nicht beschäftigt (DER TAGESSPIEGEL) usw. bewertet denn als den Versuch eigene Fehler zu vertuschen. Es war also ein Akteur der sog. politischen Elite der Bundesrepublik im Zeugenstand zu Gast beim PUA des Deutschen Bundestags, der an diesem Tag für eine staatsschauspielerische Qualität der Sonderklasse garantierte.

    Bei seinen Angaben zur Person äußerte er: “Mein Name ist Wolfgang Schäuble, ich bin siebzig Jahre alt. Ich bin Rechtsanwalt.“ – Er wurde jedoch vorgeladen, weil er von 2005 bis 2009 Bundesinnenminister war und in dieser Zeit fatale Entscheidungen in Bezug auf den Rechtsextremismus zu verantworten hatte. Auch an diesem unwirklichen Einstieg („Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts“) vermochte man zu erkennen, welche Strategie Schäuble verfolgte.

    „Auch Schäuble hat geschreddert: Seine Erinnerungen“

    Wer mehr erfahren möchte, lese unsere vollständige Pressemitteilung vom 14. Januar 2013:
    http://www.kritische-polizisten.de/pressemitteilungen/dokumente/PM-2012-12-15-Schaeuble.pdf

  3. Mark

    Andre K. ist ohne Zweifel ein Neonazi aus dem Umfeld der 3 bekannten NSU Mörder. Doch warum wird seine Wohnung erst jetzt durchsucht und warum gibt es dort im Februar 2013 noch ein Handy zu finden, das eine Tatbeteiligung beweisen könnte. Oder ist das eher eine Spur, die vom Anruf aus dem Ministerium ablenken soll?

  4. Uri Degania

    In dieser Schweizer Fernsehdokumentation, auf die ich durch Zufall gestoßen bin, werden u. a. Verbindungen der NSU-Morde zu Schweizer Rechtsextremisten thematisiert:

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