26 Kommentare

  1. Monitor

    Etwas mehr Analyse über das, was in dem Buch denn nun drinsteht, wäre interessant gewesen. Knüpft man an NS-Positionen an, an antiislamische Positionen oder an die Neue Rechte?

    Auch die Bewertung “sie sind strategisch und ideologisch gefährlich, werden aber auch hoffnungslos überschätzt” wirkt in sich widersprüchlich. Warum sind sie gefährlich, und wie passt das damit zusammen das sie überschätzt werden?

  2. LaHaine

    Das erinnert mich doch ganz stark an Anders Breivik, der eigentlich auch eine lächerliche Figur war mit seiner Kreuzritter-„Bewegung”. Aber wir wissen ja, was dann passierte.

  3. neuer Leser

    Bei den BoD-Verlagen darf jeder Hanswurst veröffentlichen, der bereit ist, einen Druckkostenvorschuss aus eigener Tasche zu zahlen.

    Ein Abriss des Inhalts wäre aber wünschenswert.

    Ich würde mir aber auch mittlerweile einen größeren zusammenfassenden Artikel über diese “Bewegung” hier auf Publikative wünschen.

  4. Roland Sieber

    @Monitor: Angeknüpft wird an antiislamische Positionen und die „Neue Rechte“. Ansonsten liest es sich wie eine Langversion der verfilmten französischen Kriegserklärung „Déclaration de guerre – Génération Identitaire“ und hatte für mich einen faden Beigeschmack nach der neonazistischen Volkstod-Propaganda mit der paranoiden Angst vor dem Aussterben der abgeblichen kollektiven Kultur und Ethnie. Ein Blick ins Buch erlaubt Amazon, wo das Buch bisher auch vertrieben wird, was ich hier nicht verlinken will, sich aber über Suchmaschinen finden lässt.

    Überschätzt wird meiner Meinung nach der Organisationsgrad, die Anzahl der Aktivisten der angeblichen Bewegung. Alleine schon die Übernahme der Selbstbezeichnung „Bewegung“ sehe ich kritisch, da dies meiner Einschätzung nach zu einer Überhöhung des doch sehr geringen politischen Einflusses außerhalb des extrem rechten Spektrums der wenigen Aktivisten führt. Momentan sind alle neonazistischen und rechtspopulistischen Parteien laut Umfragen weit unter der Fünf-Prozent-Hürde der Bundestagswahl und auch eine „Revolution“ von Rechts scheint keine aktuelle Gefahr zu sein. Da ist der Rassismus in der angeblichen „Mitte der Gesellschaft“ meiner Meinung nach weitaus Einflussreicher auf realpolitische Entscheidungen.

    An diesen Rassismus wird von Seiten der „Identitären“ aus meiner Sicht besser angeknüpft als aus neonazistischen Gruppen und Parteien. Gefährlicher auch deshalb, weil die „Identitären“ die Diskussion über neue Aktionsformen und die Nutzung neuer Medien innerhalb des rechten Spektrums angeregt haben. Die Anhänger der Identitären sind davon überzeug sich in einem Entscheidungskampf zu befinden, was durchaus ein Potenzial für terroristische Gewalttaten a la Breivik birgt.

    @neuer Leser: Ich hoffe das hilft vorläufig: http://www.publikative.org/?s=Identit%C3%A4re+bewegung

  5. HenningM

    Dieses “Identitäre” findet man schon angedeutet im Buch von H. Eichberg, ‘Nationale Identität. Entfremdung und nationale Frage in der Industriegesellschaft’ (1978!). Dazu noch einiges an der frz. Neuen Rechten, und fertig ist Sau, die durch den Ort getrieben wird.
    Die Rechte in Deutschland ist seit 1945 damit beschäftigt, jenseits des “originalen” Nazismus Themen zu finden, um die man sich scharen kann. Nicht sehr einfach für ein Mischmasch aus Spießern (NPD), Terroristen (Autonome Nationale) und Ich-will-Saufen-und-Blut-sehen (durchschnittlicher Skin).

    Apropos nouvelle droite. A.de Benoist hat vor einiger Zeit in einem Interview gesagt, ihm sei ein Araber, der die Spielregeln (und Tugenden) “der Republik” – wir sind in Frankreich – eingehält und internalisiert hat, lieber und näher als ein Skinhead, dessen ganzes Gehabe aus Faulheit, Destruktion und Asozialität besteht. Mein lieber Mann, DAS gab einen Aufschrei unter den Deutschen Rechten, die ja, im striukten Gegensatz zu denen in FR, einer völkisch-rassischen Grundideologie anhängen.

  6. neuer Leser

    “Die Anhänger der Identitären sind davon überzeug sich in einem Entscheidungskampf zu befinden, was durchaus ein Potenzial für terroristische Gewalttaten a la Breivik birgt.”

    Das würde ich auf die gesamte “Neue Rechte” übertragen. Man erinnere sich nur an den interessanten Kulturzeit-Beitrag von 2011.

    Kubitschek: “Wir befinden uns in einem geistigen Bürgerkrieg.”

    Auf “Sezession im Netz” verstieg Kubitschek sich sogar zu der Aussage, Übergriffe und Gewalt von Neonazis seien “eine krasse Form der Verteidigung(!) des Eigenen.”

    Lichtmesz: “Es ist fünf nach zwölf.”

    Menzel: “Wir brauchen noch zwei oder drei Leute wie Sarrazin.”

    Es gebe aber noch andere Beispiele.

  7. Gerald

    Bei der Propaganda steht publikative den Rechten um nichts nach. Es ist eine glatte Lüge, dass die Besetzung “wegen Kälte” abgebrochen wurde. Kein Identitärer hat das je behauptet, nur die Medien. Die Besetzung wurde beendet, weil die Identitären keinen Polizeieinsatz in der Kirche provozieren wollten. Und was für ein lächerlicher Begriff soll bitte “Kulturrassismus” sein? Rassismus ist bekanntlich die Diskriminierung eines Menschen aufgrund einer diesem zugeschriebenen “Rasse”. Wenn man aber einen Menschen wegen seiner Kulturzugehörigkeit diskriminiert, ist es logischerweise kein Rassismus, weil Kultur etwas ganz anderes als “Rasse” ist. Was soll also Kulturrassismus sein? Vermute, das Wort dient nur als Keule gegen Rechte, die sich klar vom Rassismus abgrenzen – so wie die Identitären es tun.

  8. neuer Leser

    http://www.profil.at/articles/1309/560/353357/das-weltbild-identitaeren

    Zum willigen Druckkostenvorschuss-Willinger:

    “Und dann gibt es noch Markus W., ebenfalls ein guter Bekannter von Martin S. Er brachte im Eigenverlag ein Buch über die „identitäre Generation“ heraus und gehört auch nicht zu den Harmlosen. Karl Öllinger, grüner Abgeordneter und Initiator der Internet-Plattform stopptdierechten.at: „Wie aus gehackten NDP-Accounts bekannt ist, hat er den NDP-Wahlkampf in Baden-Württemberg unterstützt.“”

    Wie war das nochmal? Alter Wein in neuen Schläuchen?

  9. Monitor

    @Roland Sieber
    Man sollte dieses Phänomen sehr ernstnehmen, auch wenn ich die Versuchung nachvollziehen kann, es für eine reine Facebook-Erscheinung zu halten, die es bislang oft ja noch ist. Was die Identitären aber aus meiner Sicht relevant macht ist, dass man sie eben nicht ohne weiteres mit dem altbekannten Spektrum zu identifizieren sind. Die extreme Rechte (NPD-Umfeld, NW etc.) versucht ja gerade deshalb, auf diesen Zug aufzuspringen. Die Identitären sind auch nicht identisch mit antiislamischen Kräften wie der GDL oder PI, auch wenn es da wohl Überschneidungen gibt.

    Eher passt nach meinem Eindruck die Verortung bei der Neuen Rechten im Umfeld Kubitscheks, die es trotz Blauer Narzisse etc. nie wirklich geschafft hat, unter Jugendlichen Einfluss zu gewinnen. Mit den Identitären könnte die Neue Rechte sich gerade eine Jugendbewegung zulegen, die geschickt genug ist, allzu offensichtliche Angriffspunkte zu vermeiden. Dahinter steht zwar eindeutig völkisch-nationalistisches, antimodernes Denken, das von einem “deutschen Volk” bzw. einem als weiss definierten Europa ausgeht, aber mit der bisherigen Reaktionen führt man den Identitären nur neue Sympathisanten zu. Hier muss man meiner Ansicht nach viel stärker auf Aufklärung setzen, um Jugendliche zu immunisieren. Solche Aufklärung müsste viel stärker inhaltlich arbeiten und erklären, warum die ganze Angstmache bzgl. “Massenzuwanderung”, “Islamisierung” und die ganzen neurechten Ideologeme wie EU-Feindschaft etc. letztlich doch nur Ausdruck von Rassismus sind. Verzichtet man auf solche Aufklärung, werden die Jugendlichen durch Artikel wie diesen nur auf die Identitäern aufmerksam gemacht und sind danach deren Beeinflussung ausgesetzt.

  10. Roland Sieber

    @Monitor: Ja wir befinden uns hier in einem Dilemma: Mir ist bewusst, dass wir mit jeder Berichterstattung über diese Möchtegernbewegung auch deren Bekanntheitsgrad steigern, was durchaus zu deren Strategie gehört und zu deren Medienillusion mit beiträgt. Die Zwickmühle dabei ist aber, dass wegschauen und Rassismus nicht zu Widersprechen, auch sehr gefährlich werden kann und in Gewalt und Mord endet. Dazu auch unser neuerer Artikel „Nazi als Pop“ von Benjamin Mayer.

  11. nazienkel

    Ich möchte die I nicht verharmlosen, indem ich übereinstimme, daß sie gewiß keine Bewegung darstellen. Jedoch sollte beachtet werden, daß es sich um keinen Verein oder auch ein Partei handelt. (ist doch so, oder)

    Eine rechtsextreme “Vereinigung”, dezentral organisiert und (ja auch nach Selbstdarstellung) für “jeden” offen, so präsentieren sie sich.
    Und gerade hierdurch sind sie gefährlich. Die Querfront-Taktik, mit welcher hier party n politics vereint werden sollen, stellt trotz aller Lächerlichkeit dieses wiederholenden (und kopierten) Verhaltens aus meiner Einschätzung die größte Gefahr dar…als Flashmob getarnte PRopaganda etc.

    Zum Beispiel rühmt sich die Untergruppe Limburg-Weilburg mit dem Stören von Versammlungen oder Demos von Linken oder Kurden, Ruhmestaten anderer Gruppen werden selbstverständlich ebenfalls geposted, geliked und was auch immer. Gerade das sich-rühmen mit Aufnahmen solcher Auftritte lädt junge, pubertierende Menschen gewiß zum Nachahmen ein. (ich frage mich ob wegen dem einem oder anderem “Auftritt” auch die Polizei ermittelt).

    Gerade der vorgeschobene “nicht-nazi”-Charakter und das angestrichene demokratische Profil entlarven sich, schaut man sich an, wer innerhalb der “Bewegungs-Seiten” auf was verlinkt, als dümmlichste Fassade.

    Gewalt, Blut- und Bodenphantasien erscheinen hier getüncht, aber immer noch offensichtlich. Es wird sich bezogen auf Erbe, Wurzeln, Ahnen (gäähn) und den ganzen anderen romantisch-völkisch-verklärten Quatsch.

    Bin ja gespannt was aus den Bubis wird – freue mich auf jeden Publikative-Artikel zu dem Thema

  12. neuer Leser

    Ich glaube nicht, dass man sich in einem Dilemma befindet, wenn man über eine neue rechte Gruppierung berichtet, nach dem Motto “Es kann nicht sein, was nicht sein darf”.

    Wichtig ist, dass man nicht emotinal, sondern sachlich über solch neue Phänomene berichtet, zumal die Ideologie der “Identitären” widersprüchlich und in sich nicht schlüssig ist.

    Außerdem propagieren die “Identitären” verflucht simple Antworten auf äußert komplexe politische Fragestellungen. Man muss sich als Berichterstatter nur genügend Zeit für die neuen Braunbratzen nehmen.

  13. neuer Leser

    Höchst interessanter Vorgang auf “Sezession im Netz”!

    sezession.de/36974/scheitert-die-identitare-bewegung-in-deutschland.html

    Nachdem Kubitschek vor einiger Zeit noch den Versuch unternahm, durch einige “Handlungsempfehungen” an die “Identitären” indirekten Einfluss auf diese Gruppe zu gewinnen, macht sich bei ihm nun sichtliche Ernüchterung über den Zustand dieser neuen Blut-und-Boden-Fans breit.

    “Wenn nicht rasch ein personell entscheidender Schritt gelingt, kommt die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) an ihr Ende, bevor sie so recht mit ihrer Arbeit begonnen hat. Bereits jetzt ist die Welle des Anfangs ausgerollt, sie flutet zurück ins große Meer und hinterläßt am Strand nicht viel mehr als ein paar Pfützen (…) Das ist eine Katastrophe (…) Wo sind diejenigen, die ein Szenegefühl schaffen und ständig erneuern können? Keiner fand sich, um fürs ZDF vor die Kamera zu treten – auch das eine vertane Chance, ein Vakuum, das nun sicherlich nicht im Sinne der IBD gefüllt werden wird. Einer aus Österreich übernahm den Part? Wie peinlich für die Deutschen (…) Die Tür schließt sich, wenn sich nicht bald ein Fuß findet, der sich dazwischenstellt. Wer ist das Gesicht zu diesem Fuß? Wo ist dieser Mann, sind diese Männer? Oder sind es Desperados? (…) Wenn es von dieser Sorte in diesem Volk kein halbes Dutzend mehr gibt, dann bedarf es auch keiner Identitären Bewegung mehr.”

    Kubitscheks Unmut über die Feigheit, das eigene Gesicht öffentlich in die Kamera zu halten, obwohl man bei den “Identiären” großkotzig vorgibt, die “Stimme der Jugend” und “Deutschlands Rettung” zu sein, ist nur vor dem Hintergrund des eigenen Scheiterns mit der “Käse-Salami-Aktion” (KSA) zu verstehen. Zu sehr hat sich der multitalentierte und umtriebige Hühnerzüchter, siebenfache Familienvater, leidenschaftliche Zigarelloraucher und Sarrazin- und Wagner-Fan aus der ost…sorry, mitteldeutschen Provinz schlagkräftige Nachahmer gewünscht, die er nun in den “Identitären” zu erknennen glaubte.

    Schon Kubitscheks (und Lichtmesz’) erste Texte auf “SiN” zu dieser Gruppe waren von einer sexuell, fast schon mannschen homo-erotisch anmutenden Ergriffenheit gegenüber den “jungen Männern” gekennzeichnet, wie sie der geschichts- und traditionsbewusste toitsche Nationale sonst nur bei dem Gedanken an die Polen- und Frankreichfeldzüge des GröFaZ bekommt. Umso verständlicher ist der Unmut über die jetzige Sackgassensituation, die die “Identitären” aus Kubitscheks Sicht aus den Sphären des Weltnetz’ nicht hinaustreten lässt.

    Es verwundert daher nicht, wenn Kubitschek in den Leserkommentaren seine Glaubensgnossen, die es besser als der galloschentragende Großmeister himself zu wissen wagen, verbal angeht:

    “sagen Sie mal – rede ich spanisch? wenn überhaupt irgendetwas dem gegner in die hände spielt, dann die unfähigkeit der ibd, ein paar mutige leute hervorzubringen. eine bewegung, die aufkleberaktionen zur tat stilisiert und ansonsten nur virtuell existiert, macht nicht, sondern quatscht nur.”

    Kubitscheks Sehnsucht nach einer großen, einigenden, nationalen Bewegung scheint dermaßen tief zu sein, dass er jedem dahergelaufenen rechten Strolch sofort seine Aufwartung macht. Die Kehrseite einer solchen vorauseilenden Ergebenheit – Vulgo: Speichelleckerei – sind dann fiebrige Schübe einer heraufziehenden Depression, wenn der Plan, anders als beim A-Team, eben nicht funktioniert.

    Dass Kubitschek nebenbei über die Zusammensetzung der “Identitären” das ausplaudert, was man in linken Kreisen längst geahnt hat, wird die neuen alten Blut-und-Boden-Fans noch weniger erfreuen:

    “2. Der Nationale Widerstand – in sich inhomogen vom orthodoxen Hitleristen bis zum nationalistischen Intellektuellen reichend – wittert in der IBD ein Auffangbecken und ein neues, unverbrauchtes Etikett für den alten Wein, den er anzubieten hat. Vor allem in den mitteldeutschen Bundesländern finden kaum andere Bewerber zu den (vor allem virtuellen) Gruppen der IBD.”

    Kubitschek gibt damit also selbst unumwunden zu, dass die “Identitären” von Hitleristen und Nationalisten durchsetzt sind! Das kann vor dem Hintergrund des politischen Mimikry der “Identitären” nicht oft genug betonen!

    Wie glaubwürdig sind dann noch Slogans wie “Nicht rechts – nicht links…blub, blub, blub”, “100% Identität, 0% Rassismus” oder die großspurige Absage an den Nationalsozialismus?

    Gar nicht! – lautet die einzig richtige Antwort. DANKE Götz! DANKE!

    Wie sagte die “Blöd” so schön? “Jede Wahrheit braucht einen Dummen, der sie ausspricht”.

  14. Monitor

    @neuer Leser
    Soviel Fairness muss sein: Kubitschek hat relativ selbstkritisch auf Unterwanderungsversuche aus dem NS-Umfeld hingewiesen und nicht gesagt, dass die Identitären zumindest aus seiner Sicht allgemein von diesen Kräften durchsetzt sind. Er macht auch klar, dass er diese Unterwanderung ebenso wie der Kern der Identitären ablehnt. Wie erfolgreich man bei der Abwehr dieser Unterwanderung ist, wird sich zeigen.
    Wenn man die radikale Rechte in Deutschland verstehen will, muss man auch die Differenzierungen in ihr zur Kenntnis nehmen. Die NS-nahen Kräfte halten Kubitscheks Projekte für intellektuelles Geschwafel, während die sich selbst in der Tradition der “konservativen Revolution” sehenden Rechten um Umfeld Kubitscheks die NS-Leute für Pöbel halten. Vor 30 Jahren wäre Kubitschek wie Mohler (eines seiner Vorbilder) wohl irgendwo im nationalkonservativen Flügel von CDU/CDU unterwegs gewesen. Das muss man nicht mögen, aber ein Nazi ist er nicht.

  15. neuer Leser

    @ Monitor

    “Kubitschek hat relativ selbstkritisch auf Unterwanderungsversuche aus dem NS-Umfeld hingewiesen und nicht gesagt, dass die Identitären zumindest aus seiner Sicht allgemein von diesen Kräften durchsetzt sind.”

    “Vor allem für ‘Mitteldeuschland’” spricht Kubitschek von “kaum andere(n) Bewerber(n)” Das klingt nach ziemlich allgemeiner Durchsetzung.

    “Er macht auch klar, dass er diese Unterwanderung ebenso wie der Kern der Identitären ablehnt.”

    Sich eine rassistische Ideologie zu geben, wie es die “Identitären” gemacht haben, und sich dann über eine “Unterwanderung” von NS-Fans und Nationalisten (was “Identitäre” ebenfalls sind) zu beklagen, ist ungefähr so, als würde McDonalds sich über Gäste beklagen, die Fleisch essen. Wirklich glaubwürdig!

    Im Oktober hat die “Neue Rechte” eine “zwischentag” veranstaltet. Dort schienen sich Kubitschek und Co. über den “Besuch” von ranghogen NPD-Bonzen nicht zu stören. Ganz im Gegenteil. Man war “unter sich”. So viel zur “Abgrenzung”!

    “Die NS-nahen Kräfte halten Kubitscheks Projekte für intellektuelles Geschwafel (…)”

    Nein. Die aktionsorientierten NS-Fans halten das pseudointellektuelle Gelaber für Geschwafel. NS-nahe Leute wie Gansel von der NPD haben sich mit der “Dresdner Schule” in diesem Metier des braunen Dauergeschwaffels ebenfalls versucht, sind aber kläglich gescheitert.

    “Vor 30 Jahren wäre Kubitschek (…)”

    Und was hat das mit JETZT zu tun???

    “Das muss man nicht mögen, aber ein Nazi ist er (Kubitschek) nicht.”

    Habe ich behauptet, Kubitschek wäre ein Nazi???

  16. neuer Leser

    P.S.

    Kubitschek und Co. mögen sich an den allzu offensichtlichen “Glatzen” stören. Es stört sich aber nicht, wenn diese “Glatzen” ihre Publikationen erwerben.

  17. Monitor

    @neuer Leser
    Da Kubitschek die Identitären offensichtlich aufgegeben hat, dürfte das Thema ja erledigt sein.
    Ansonsten würde ich aber zwischen dem Sammeln rhetorischer Punkte und der Analyse der Rechten unterscheiden wollen.

  18. josef werder

    Hallo,

    ich habe mir über seine (Willinger) facebook-Seite einige Inhalte als Auszüge aus dem Buch durchgelesen.

    Herr Sieber, ist das ihr ernst,dass diese Schrift gefährlich ist? Sie ist an Flachbrüstigkeit nicht zu überbieten,man könnte meinen ein 12-jähriger habe sie geschrieben.
    Leere Phrasen,Worthülsen,Geschwurbel,seichtes Palaver – dies sind die Attribute,die ich jenem lächerlichen Inhalt anhefte.
    Das ist doch nicht ernst zu nehmen ! Also jetzt mal ehrlich,ich fühle mich förmlich beleidigt,das Sie es als “Bibel” betitelt haben. Aus dem Schulhofniveau dürften wir beide doch draußen sein.

  19. Roland Sieber

    @josef werder: Vielleicht ist das Buch ja gerade deshalb nicht ungefährlich? Was ist, wenn Willinger und die Leser das Buch als die Schriften ihrer Vision sehen?

  20. josef werder

    @Hr.Sieber:

    Haben Sie das Buch gelesen? Oder Auszüge daraus?

    Glauben Sie mir,niemand kann daraus die “Schrift einer Vison” sehen.
    Wenn es jetzt den Tiefgang eines Benoist,oder Salomon,oder Jünger hätte,dann würde es sich anschicken den Ball zurück zu werfen und die Thesen argumentativ zu belegen. Aber DAS ist pubertäres Geplapper und Anti-Gehabe eines aufbegehrenden Jugendlichen.

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