11 Kommentare

  1. Ghostrider

    Angesichts dieser neuen Zahlen, kann wirklich niemand aus der Generation 75-80+ in Deutschland behaupten, er habe nichts davon gewusst !

    Meine Schwester(71) und ich(64) sind Kinder der Zeitzeugen. Die Namen von einem Teil unserer Familie sind heute in der Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem auf einer der fast schon unzähligen Gedenktafeln verewigt !

    Bin gespannt, was die Dokumentation der USHMM noch so alles diesbezüglich ans Tageslicht fördern wird ?

    Danke, für diese gute journalistische Arbeit !

    Beste Grüße

  2. HenningM

    Zitat: “Sie umfassten Kleinstlager, wie die frühen, so genannten “wilden KZs”, über so genannte “Judenhäuser” in kleineren und größeren Städten, bis hin zu den großen Ghettos wie Warschau oder Lodz sowie alle Konzentrations- und Vernichtungslager. Ebenso wurden Zwangsarbeiter- und Gefangenenlager mitgezählt.”

    Ich möchte weiß Gott nichts beschönigen, aber es bestand ein gewaltiger Unterschied zwischen einem großstädtischen Ghetto (Warschau, Lodz) und Vernichtungslagern wie Treblinka.
    Andererseits stimmt es natürlich: Für uns Nachgeborene ist der Gedanke, dass in all diesen Lagern direkt und indirekt nur “Vernichtung um der Vernichtung willen” betrieben wurde, unfassbar und für einen normalen Mensche n auch nicht nachvollziehbar. Leider haben ja – man verzeihe mir mal den Ausdruck – die NS-Lager und die Behandlung von Minderheiten/Juden/pol. Unliebsamen in Hitler-Deutschland derzeit keine “Konjunktur”. Leider, denn z.B. mit jedem jungen Menschen, dem in der Schule nicht intensiv dieses Terrorsystem dargestellt und erklärt wird, wächst jemand heran, der potenziell empfänglich ist für Holocaustleugner, Geschichtsrevisionisten und wildgewordene Nationalisten.

  3. Danke, dass Sie nicht auch diese unsägliche Zahl von 7000 übernommen haben. Es erstaunt in der Debatte, wie wenig differenziert der Originalartikel aus der NYT gelesen und übernommen wird. Kein Mensch (außer besagter Historiker) hat an 7000 Lager gedacht. Mit allen 3000 Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter in Berlin ist diese Zahl schon absurd – besonders, wenn man alles in einen Topf schmeißt.

  4. sebastian

    Die Zahl ist nicht verwunderlich, schliesslich gab es in jedem groesseren Ort Arbeitslager und Kriegsgefangenenlager.

    Der eigentliche Holocaust jedoch hat sich in abgelegenen Orten in Polen abgespielt weit weg von den Augen der Bevoelkerung.

    Meine Eltern wussten das die Juden deportiert wurden aber nicht das sie getoetet werden wuerden. Man hat ja damals im Krieg jede Arbeitskraft gebraucht. Zudem waren sie bei Kriegsende erst ca. 15 Jahre alt. Keinen Grund also die Elterngeneration pauschal zu beschuldigen.

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