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  1. Uri Degania

    Ein Detailaspekt dieser fürchterlich-mörderischen Geschichte, der einen mehr als gruseln lässt – und der uns an Horst Mahlers Wendungen erinnert, die schlussendlich dort endeten, wo sie begannen: Bei der “Faszination” von dessen Vater für Hitler, an die sich Mahler “mit Rührung” erinnerte.
    Jürgen Elsässer möchte Mahler offenkundig überholen. Einst schrieb er für die jungle world, vereinzelt auch für die Jüdische Allgemeine – heute ist er ganz im rechtsradikal-verschwörungstheoretischen Lager angekommen und erweist sich als ein besonders überzeugter Antisemit. Im April 2012 organisierte er eine Pilgertour aller vereinigten Rechtsradikalen und durchgeknallten Verschwörungsideologen ausgerechnet zum iranischen Diktator. haGalil titelte vor einem Jahr:
    “Solidarische Reise gegen die zionistische Bedrohung. Unverbrüchliche Solidarität mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad…”:

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/30/solidarische-reise/

    Nun schreibt Elsässer einen Brief an die wegen Beteiligung an mehrfachen Mordes angeklagte Frau Zschäpke, der so beginnt (den Link lasse ich bewusst weg.):

    “Liebe Beate Zschäpe,
    ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden. Ihre Münchner Zelle könnte Ihre Todeszelle werden, auch wenn die Todesstrafe bei uns abgeschafft ist. Die Gefahr ist am größten, wenn die TV-Kameras, die zu Prozessbeginn auf Sie gerichtet waren, abgeschaltet sind. Wenn keiner mehr hinschaut…”

    Die Wirklichkeit ist häufig schlimmer als die schärfste Satire.

  2. Hallo Uri Degania, soweit ich weiss, kann man nachträglich hier nichts mehr abändern. Oder versuche es mal per PN. Aber danke für den Nachtrag und viele Grüße

    [Anmerkung der Redaktion: Danke für den nochmaligen Hinweis… und gemacht ;)]

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