26 Kommentare

  1. Blumenkinder

    Netzwerk NSU?

    Laut Ermittlungen des BKA hielt sich Beate Zschäpe in der Nacht vom 2 November 2011 – 3 November 2011 bei einem führenden Rechtsextremen auf. (Eindeutig DNA und durch Hundestaffel verifiziert) Pikant an dieser Geschichte ist, dieser Patrick Wieschke ist wegen einem Sprengstoffanschlag auf einen Imbiss vorbestraft.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Wieschke

    Ebenfalls “übersehen” wurde, daß der Sorengsstoffanschlag in Köln kurz nach der Haftentlassung des Patrick Wieschke durch geführt wurde. Die Vorgehensweise ähnelt sich in wesentlichen Punkten, welche der Rechtsextremist Patrick Wieschke nutzte, Baugleichheit, Sprengsstoff u.a. alles klare Indizien für eine Tatbeteiligung.

    Patrick Wieschke war auch ein militantes Mitglied des Thüringer THS. Und ist heute ein Führungskader der rechtsextremen NPD.

    Seltsamerweise scheinen alle diese verifizierbaren Beweise sowie zahlreiche Zeugenaussagen beim Generalbundesanwalt abzuprallen? Bei einem wirklichen rechtsstaatlichen Verfahren würde Patrick Wieschke seit 18 Monaten in Untersuchungshaft sitzen, bei einem Verfahren gegen Genossen wäre Patrick Wieschke schon zu mindestens 12 – 15 Jahren verurteilt. Oder ——- ? Es öffnet sich vielleicht eine neue Türe Richtung Verfassungsschutz?
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    Laut Faktenlage und intensiven Ermittlungen des BKA hielt sich Andre Kapke, ein weiteres ehemaliges Mitglied im Thüringer THS in direkter räumlicher Nähe des Wohnmobiles auf. Dies wurde sehr eindeutig über Einlockdaten seines Mobiltelefon verifiziert. Zunächst leugnete Kapke, er habe sein Handy wohl jemanden gegeben, als Zeugen ihn an einer Tankstelle in Eisenach erkannten, relativierte er und gab an, er wäre wohl aus beruflichen Gründen in dieser Gegend gewesen. Welche beruflichen Gründe kann ein ungelernter arbeitsloser Rechtsextremist wohl meinen? Andre Kapke wurde zweimal während ener Beschuldigtenbefragung der Falschaussage überführt, konnte nicht belegen, welcher beruflichen Tätigkeit er am 4 November 2011 in Eisenach nachging?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Andre_Kapke

    Laut Ermittlungsbehörden und Verfassungsschutz gibt es kein Nazinetzwerk! Klar, es gibt auch keine Bratwurst in Thüringen und Spätzle in Baden Württemberg.
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    Isabell P., eine bekannte Rechtsextremistin wird verdächtigt, Beate Zschäpe logistische Hilfe zur Verfügung gestellt zu haben. Hier ist anzumerken, dass Isabell P. 2007 in räumlicher Nähe zum Tatort Heilbronn lebte, in Schwäbisch Gmünd.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Isabell_Pohl

    Aussagen, verifizierbare Beweise bis hin zu einer unterstützenden Tatbeteiligung wird verzeifelt bei Bundesanwaltschaft unterschlagen, da ansonsten das Netzwerk nicht weiter zu leugnen wäre. Und ein – “wohl Stillhalteabkommen” – zwischen Tätern auf der einen Seite, Verfassungsschutz auf anderen Seite, hinfällig würde.
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    Paulchen Panther hat es als Comicfigur wirklich nicht verdient, von geisteskranken Rechtsextremen missbraucht zu werden, somit kann man nur anfügen “heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage”

  2. “…so dass die Wahl von vier Köpfen an zwei Stellen des Films auch als Hinweis auf die zahlenmäßige Zusammensetzung des NSU sein könnte.”

    Das klingt durchaus plausibel. Die These, es handle sich um ein “Terror-Trio” ist aus mehreren Gründen nicht haltbar.Der Unterstützerkreis und auch die Zahl der V-leute, die im Umfeld
    des NSU aktiv waren wird immer größer und selbst Sebastian Edathy
    geht davon aus, dass noch längst nicht alle V-Leute bekannt sind.

    Auch Ihre Überlegungen zu der Figur des “weissen Männchens” sind schlüssig.Offensichtlich haben die Macher des Films an vielen Details
    gefeilt und jede Sequenz erscheint genau durchdacht. Ist denn mittlerweile geklärt wer dieses aufwendige Machwerk produziert und geschnitten hat ? Mir erscheint dieser schreckliche Film erstaunlich professionell und ich frage mich ,wer kompetent genug war einen solchen
    Film zu produzieren.Gibt es eine ungeschnittene Version des Films, die
    im Internet abrufbar ist ?

    Gut, dass Sie diese intensive Recherche betreiben, Herr Gensing. Ich wünschte die Kollegen,die nun über das Losverfahren für den Zschäpe Prozess klagen,würden Ihre Energien ebenfalls für investigativen Journalismus nutzen.

  3. Lieber Herr Roberts,

    danke für das Lob.

    Nach meinem Wissen gibt es das Video nicht als ungeschnittene Fassung im Netz. Ich meine, das ist auch gut so. Die Bilder der ermordeten Opfer sind den Angehörigen nicht zuzumuten – und verletzen die Würde der Toten.

    Viele Grüße
    Patrick Gensing

  4. ...oder mit X Köpfen

    “Die Tat sollte die Botschaft sein.”
    Den NSU haben sie nicht gekriegt, genauso wie Paul nicht gekriegt wurde. Das wird ursprünglich eine Botschaft nach innen gewesen sein.
    Laut dem italienischen Geheimdienst AISI haben ja deutsche Neonazis mit ihren südtiroler Kameraden Kartenauswertungen vorgenommen.
    So ähnlich werden die 384 Anschlagsziele der NSU zustande gekommen sein.

    “An dieser Stelle würden auch weniger Köpfe eine symmetrische Darstellung ermöglichen, so dass die Wahl von vier Köpfen an zwei Stellen des Films auch als Hinweis auf die zahlenmäßige Zusammensetzung des NSU sein könnte.”
    Kommt drauf an wie viele Ecken der Bildschirm hat.
    Man kann aus der Zahl der Köpfe nicht auf die Anzahl der NSU-Mitglieder schliessen. Könnte sein, oder auch nicht…

    “Er zündet die Rakete an. Sie explodiert, das Bild wird rot. Paul ist zerrupft und angesengt.”
    Plan A war also ein Selbstmordattentat.
    Dieser Plan wurde in der Kameradschaft Süd in Erwägung gezogen.
    Der Nagelbombenanschlag wurde in Köln ausgeführt,
    während in München die Verhandlungen wegen des geplanten Anschlags
    auf das jüdische Zentrum liefen.

    @Blumenkinder :
    “Eindeutig DNA und durch Hundestaffel verifiziert”
    Soweit ich weiss soll durchgesickert sein das ein Spürhund in der Nähe von Wieschkes Wohnung auf Zschäpe angeschlagen hat.
    Von DNA hab ich noch nichts gelesen, und der erste Anschlag in Köln (Gasflasche )war bevor W. in Haft kam.
    Immerhin kreuzt sein Weg zweimal die NSU-Fährte :
    W. war 2006 Veranstalter eines Frank Rennicke-Konzertes in Oberweissbach, wo Kiesewetter herkam.
    Und als die Uwes in Eisenach umkamen war er dort NPD-Stadtrat.

  5. Fatih Ersoy

    “…Kommt drauf an wie viele Ecken der Bildschirm hat….”

    Diese vier Paulchen-Köpfe gibt es in dem Film auch in einer anderen Anordnung, nämlich vier nebeneinander.

  6. Fatih Ersoy

    Herr Gensing, ‘ne Frage: wissen Sie, was es mit diesem vermeintlichen Polizeifoto auf sich hat?

    http://i.imgur.com/jfv1O.jpg

    Das soll angeblich der Leichnam von Halit Yozgat sein, ausgestrahlt in einer Doku von RTL2 im November 2011. Ist das irgendwo schon mal thematisiert, resp. als Fälschung entlarvt worden? Im Zuge der Aufbereitung der Geschichten um Andreas T. – insb. seitdem nicht mehr ausgeschlossen wird, das er während der Tatzeit noch im Internetcafe gewesen sein könnte – wird nämlich immer nur auf folgende Lage der Leiche rekurriert:

    http://i.imgur.com/8qQfO.jpg (Tatortskizze)

    (…. und im weiteren die Behauptung vertreten, dass er die Leiche hinter dem Tresen, der ja eigentlich nur ein recht niedriger Schreibtisch ist, schlicht nicht gesehen habe.)

  7. Fatih Ersoy

    “…Hier wird das Selbstbild transportiert: Die Nazis als Vollstrecker des geheimen Volkswillen. Wollten die Neonazis zudem die Botschaft verbreiten, dass sie von Dritten unterstützt wurden, was die Ausbildung zum Bombenbau angeht?…”

    Vor allem ja nicht irgendwelche x-beliebigen Dritten, sondern solche, die als Teil der Staatsgewalt auftreten …

  8. Blumenkinder

    @ X-Kopf

    Zu Frage 1.

    Es gab zumindest eine Zeugenaussage, daß Beate Zschäpe in der fraglichen Nacht in der Wohnung von Wieschke war. Ein Spürhund hat, wie sie mitgeteilt hatten, angeschlagen.
    Es wurden Partikel gesichert aus Wieschkes Wohnung, wo zu einem späteren Zeitpunkt aus Meckenheim (nicht Wiesbaden) durch sickerte, daß DNA bzw. Haare von Zschäpe aufgefunden wurden.

    Wieschke hat in seiner Vernehmung auch mitgeteilt, daß er in der Nacht mit seiner Freundin zusammen gewesen wäre! Dies wurde jedoch nie verifiziert.

    Zu Frage 2.

    Mit Köln meine ich immer den Sprengstoffanschlag im Jahre 2004. Das war kurz nach Wieschkes Haftentlassung.

    Seltsam ist auch, alle Aktivitäten werden zwei Personen zugeordnet, die inzwischen tot sind. Man behauptet ferner seitens Ermittlungsbehörden, es war eine NSU aus drei Personen – ohne Beleg wird das als Tatsache verkündet.
    Das entspricht keinem logischen Ermittlungsergebnis und ist auch was Strafverfolgung nach § 129a angeht absolut unlogisch. Der § 129a wurde in der Vergangenheit immer dazu benützt, Strukturen zu zerschlagen, sofern keine anderen Beweismittel vorhanden waren.
    Zu GBAs Rebmanns Zeiten wurde zb. wegn Besitz eines “Radikal” Heftchens bis zu 5 Jahren ermittelt. Man setzte hunderte Ermittler in Postämter quer in BRD ein, um nachzuvollziehen wo und wann diese Heftchen angekommen sind. Oder als man einen Elektrowecker fand, der etwas unsanft an einem Büro angeklopft hatte, kaufte man die gesamte Serie und überwachte alle Verkaufsläden mit Kameras, teilweise waren in derartigen Läden auch BKA ler.

    Und bei NSU? Hier klemmt der Bundesanwalt jegliche Ermittlungsansätze ab, es werden praktisch keine wichtigen Beschuldigtenvernehmungen und Zeugenvernehmungen durch geführt, die V-Leute verschwinden ohne Zugriff für Strafverfolgungsbehörden im Ausland (witzigerweise wurden alle bislang involvierten Personen über lang – oder kurz als V-Leute enttarnt?) Datenspeicherungen in wichtigsten Bereichen werden – ausversehen gelöscht, es gab in den letzten Monaten zuviele Löschungen von Daten, ein Mobiltelefon – ok, aber fast jedes? mal abzusehen davon, dass wie mitgeteilt wurde, 360 Akten geschreddert wurden, dies alleine im BFV?

    Nimmt man noch die fast 130 Liste, ein KKK Ableger als Tummelplatz von Polizeibeamten, Andreas T. als LFV Beamter an Mordschauplatz, Fragen über Fragen hinter jeder offiziellen Meldung, Stiefvater vom schwerverletzten Polizeibeamten Martin Arnold leitete eine Abteilung Rechtsextremismus im BFV? Kollegen von Kiesewetter und Arnold im lokalen KKK strukturiert?

    Mich wundert, daß die deutschen Journalisten überhaupt noch etwas veröffentlichen, was seitens staatlichen Stellen verzapft wird. Bzw. wundern ist falsche Ausdruck, man instrumentalisiert die gesamte BRD Presse und alle spielen artig mit!!!!

    Erinnert an Zeit zwischen 1933 – 1945.

  9. Fatih Ersoy

    “…Bis heute ist unklar, ob es mindestens einen vierten Mann gab; es ist vielmehr naheliegend, dass es einen gab – wie sonst hätte Zschäpe beispielsweise vom Tod Böhnhardt und Mundlos erfahren können?…”

    Hierzu noch eine Frage: gibt es eigentlich genauere Informationen darüber, wann und wie die lokalen Medien in der Region zum ersten Mal über einen Banküberfall in Eisenach berichtet haben, in dessen Folge Tatverdächtige in einem Wohnmobil gestellt werden konnten? Könnte sie es also ganz banal über lokales Radio erfahren haben?

    Weitere Fragen: nach (meines Wissens) nicht dementierten Presseberichten hatten die beiden eine beträchtliche Summe des Geldes vom Banküberfall im September 2011 im Wohnmobil, obgleich selbiges wohl erst am 25. Oktober angemietet wurde. Warum? Waffen verstehe ich ja noch, aber wieso um alles in der Welt haben die eigens Geld von einem anderen Bankraub mitgenommen, teils noch in Bandrollen der zuvor überfallenen Bank? Als “Notfallreserve” für eine ggf. erforderliche spontane Flucht, die sie dann aber doch nicht ergriffen haben, weil ihnen ihre Lage aussichtslos erschien? Gut, wenn sie bspw. den Polizeifunk abhören konnten, werden sie vielleicht mitbekommen haben, dass es ab dem Auftauchen der ersten Streife nicht mehr lange dauern konnte, bis sie umstellt gewesen wären.

    Desweiteren habe ich irgendwo gelesen, dass in der Zwickauer Wohnung noch 75 Tausend Euro gefunden wurden. Stimmt das? Wenn ja: warum hat Zschäpe das Geld nicht mitgenommen? Gibt es dazu plausible Mutmaßungen der Behörden? Wenn ich Ihren Ausgangstext richtig verstehe, haben Sie ja Einblick in interne Ermittlungsakten.

  10. Fatih Ersoy

    Habe mal mit Zeitfensterbegrenzung auf den 04.11.2011 nach Eisenach, Wohnmobil und Banküberfall gegoogled. Auf die Schnelle habe ich bspw. diesen link gefunden:

    http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Angestellter-in-Bank-verletzt-zwei-Tote-gefunden;art83467,1799738

    … veröffentlicht am 04.11.11, um 13.59 Uhr. Gegen 15.00 Uhr legte sie den Brand. Das wird sicherlich nicht das einzige regionale Medium gewesen sein, das von dem Bankraub berichtete. Auch wenn sie zu der Zeit auf ganz anderen Sites surfte, wäre es durchaus denkbar, dass sie bspw. Radio oder irgendwelche liveticker regionaler Medien im Blick hatte und daher die Info über den Tod der beiden bezog.

  11. X-Kopf

    @Fatih Ersoy : Vier Köpfe dann auch in einer anderen Anordnung, weil sie vorher in den Ecken waren. Wäre zwar bei einer abgeschotetteten 3er-Zelle merkwürdig, aber mit Wohlleben und E. hätte man schon 4 und 5. Ich könnte mir vorstellen das es einfach aus einer Paulchen-Folge war und dann “mehrere” bedeuten soll.
    Zu Kassel, laut diesem Bericht müsste T. zur Tatzeit im Cafe gewesen sein : http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-87997161.html
    Und zu Eisenach, dieser Artikel legt nahe das der Tatort manipuliert wurde : http://www.fr-online.de/neonazi-terror/nsu-trio-polizei-uebersah-dvds-der-terrorzelle,1477338,20999620.html

    @Blumenkinder : Haben sie einen Link/Quellenangabe zu den DNA-Spuren und der Zeugenaussage ?
    Gemeinsamkeiten zwischen dem Anschlag auf den Imbiss in Eisenach und dem in der Keupstrasse kann ich keine erkennen, wenn sie da irgendwelche Details haben…
    Der Anschlag in Eisenach, an dem Wieschke beteiligt war, wurde zeitnah zu dem ersten NSU-Mord verübt, bei beiden käme das Blood&Honour-Verbot als Motiv in Frage. Die spielen aber nicht in der gleichen Liga, sich dabei erwischen zu lassen einen 16-jährigen dazu anzustiften Sachschaden zu verursachen ist was anderes als jemandem zu erschiessen und damit eine Mordserie zubeginnen.
    “Und bei NSU? Hier klemmt der Bundesanwalt jegliche Ermittlungsansätze ab”
    Mir fiele dazu ein : Warum hatte die Polizei kein Interesse an den Einwohnern aus Oberweißbach, die erzählten sie hätten Mundlos im Sommer 2005 dort gesehen ?
    Warum gilt der Imbissbetreiber aus Regensburg als unglaubwürdig, der aussagte Zschäpe sei 2011 wiederholt dort gewesen ?
    Warum hat die Bundesanwaltschaft Ermittlungen bezüglich des ehemaligen V-Mannes Toni S. unterbunden, der sich laut einem Informanten 2006 mit Mundlos in Dortmund getroffen ahben soll ?
    Fasst möchte man hysterisch werden, haben denn irgendwelche Länder-Rankings mehr Wert als Leben ?
    Aber man muss sachlich bleiben, sonst regnet sich die Aufmerksamkeit an einer Stelle ab und danach rutscht was durch.

  12. Fatih Ersoy

    “…@Fatih Ersoy : Vier Köpfe dann auch in einer anderen Anordnung, weil sie vorher in den Ecken waren. Wäre zwar bei einer abgeschotetteten 3er-Zelle merkwürdig, aber mit Wohlleben und E. hätte man schon 4 und 5. ..”

    … die diesbezüglichen Mutmaßungen betreffen den innersten Kern der Truppe. Wer sagt denn, dass die beiden Uwes alleine unterwegs waren? Wenn man davon ausgeht, dass einer der Panther-Köpfe für Zschäpe steht und zwei für die beiden Uwes könnte es durchaus sein, dass eine bis dato unbekannte vierte Person bspw. als Fahrer des Wohnmobils immer mit auf Tour war.

    Dass darüber hinaus ein weit gefächertes Netzwerk um sie herum bestanden haben dürfte, kann man ohnehin mit Fug und Recht annehmen. Nicht zuletzt, dass zwei der DVDs bei den Empfängern per Hand eingeworfen wurden, ist ein Indiz hierfür (in den Medien wird immer nur von der in Nürnberg gesprochen, aber auch die DVD im saarländischen Völklingen war unfrankiert, das weiß ich aus erster Hand). Es bleibt auch zu befürchten, dass sie von Unterstützern vor Ort auf ihre jeweiligen Ziele gebracht wurden.

    @Blumenkinder

    “…Isabell P., eine bekannte Rechtsextremistin wird verdächtigt, Beate Zschäpe logistische Hilfe zur Verfügung gestellt zu haben. Hier ist anzumerken, dass Isabell P. 2007 in räumlicher Nähe zum Tatort Heilbronn lebte, in Schwäbisch Gmünd….”

    Tino Brandt, der mittlerweile wohl allseits bekannte Gründer des THS und V-Mann, soll in den Jahren 2004-2008 ein Haus in der Nähe von Heilbronn besessen haben.

    “… Brandt hatte das Haus im November 2004 bei einer Zwangsversteigerung für den Preis von 186.000 Euro erworben. Im März 2008 verkaufte er es wieder, ein knappes Jahr nach dem Mord an Kiesewetter. Das geht aus den Grundbuchakten hervor, die MDR THÜRINGEN und SWRinfo einsehen konnten….”

    http://www.mdr.de/thueringen/zwickauer-trio484.html

  13. Blumenkinder

    @ Faith Ersoy

    es gibt genügend verifizierbare Beweise und Ermittlungen, die auf ein flächendeckendes arbeitsteiliges Netzwerk hinweisen.

    das ist nicht das Grundproblem. Es gibt auch den PUA in Berlin wo im Wochentakt V-Leute enttarnt werden, schwerste Verfehlungen (man spricht inzwischen schon von Verstrickungen der einzelnen Verfasungsschutzämtern) aufgedeckt werden.

    das Grundproblem liegt in der Struktur – was nützt es wenn Bundeskriminalamt Weisungen erhält seitens Generalbundesanwalt, in diverse Richtungen nicht weiter zu ermitteln. Was nützen die besten Zeugen und Beweise, wenn man von oberster Stelle behauptet, die NSU bestand aus drei Personen – Punkt!
    Es werden Akten vernichtet, es werden Zeugen nicht gehört, es werden Kontaktdaten unterschlagen, es werden Telefondaten gelöscht usw….

    man will das Ansehen der BRD möglichst sauber halten.

    hinzu kommt, es wird nur aufgearbeitet, nicht ermittelt. Auch hier berieselt man den Bürger wöchentlich mit Urlaubsbilder der Täter, nützt es den Familien der Opfer zu sehen, wie Presse diese Zschäpe als Teilnehmerin bei Strandsport zeigt?

    wir drehen uns hier im Kreis.

  14. Fatih Ersoy

    Mir ist gerade etwas ganz anderes aufgefallen: schaut Euch mal bitte das NSU-Emblem an und versucht es – unter Berücksichtigung der Tatorte – um wenige Grad im Uhrzeigersinn gekippt auf eine Deutschlandkarte zu übertragen, und zwar unter der Annahme, dass die auch im Saarland aktiv waren (immerhin harren von 2006 bis 2011 noch immer fast ein Dutzend unaufgeklärte Brandanschläge auf von Ausländern bewohnte Häuser in Völklingen der Aufklärung, wo sich mit der Selimiye-Moschee ja auch einer der Adressaten der DVD befindet).

    Von links nach rechts: eine lange Strecke zwischen Völklingen im Südwesten und Hamburg, auf der auch Köln und Dortmund liegen (im wesentlichen der Streckenverlauf der A1). Von Hamburg aus nach Süden, über Kassel. Eine Abzweigung von Kassel schräg hoch nach Nordosten landet ungefähr bei Rostock, während der weitere Verlauf von Kassel gen Süden eine nach oben geöffnete Parabel bildet, deren Scheitelpunkt im bayrischen liegt, von wo aus die Kurve wieder gen Nordost steigt und im sächsischen landet (Zwickau, etc.). Und von Sachsen dann quasi nochmals die Querverbindung gen Kassel. Kann es sein, dass die versucht haben, ihren Schriftzug auf einer Deutschlandkarte abzubilden? Das einzige, was dabei aus dem Rahmen fällt, wären die Münchener Tatorte, wobei man allerdings die bayrischen Tatorte als gemeinsam erfasst deuten kann, wenn man den Scheitelpunkt der Parabel ungefähr bei Ingolstadt verortet, was ziemlich genau zwischen Nürnberg und München liegt.

  15. Uri Degania

    Ein Detailaspekt dieser fürchterlich-mörderischen Geschichte, der einen mehr als gruseln lässt – und der uns an Horst Mahlers Wendungen erinnert, die schlussendlich dort endeten, wo sie begannen: Bei der “Faszination” von dessen Vater für Hitler, an die sich Mahler “mit Rührung” erinnerte.
    Jürgen Elsässer möchte Mahler offenkundig überholen. Einst schrieb er für die jungle world, vereinzelt auch für die Jüdische Allgemeine – heute ist er ganz im rechtsradikal-verschwörungstheoretischen Lager angekommen und erweist sich als ein besonders überzeugter Antisemit. Im April 2012 organisierte er eine Pilgertour aller vereinigten Rechtsradikalen und durchgeknallten Verschwörungsideologen ausgerechnet zum iranischen Diktator. haGalil titelte vor einem Jahr:
    “Solidarische Reise gegen die zionistische Bedrohung. Unverbrüchliche Solidarität mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad…”:

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/30/solidarische-reise/

    Nun schreibt Elsässer einen Brief an die wegen Beteiligung an mehrfachen Mordes angeklagte Frau Zschäpke, der so beginnt (den Link lasse ich bewusst weg.):

    “Liebe Beate Zschäpe,
    ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden. Ihre Münchner Zelle könnte Ihre Todeszelle werden, auch wenn die Todesstrafe bei uns abgeschafft ist. Die Gefahr ist am größten, wenn die TV-Kameras, die zu Prozessbeginn auf Sie gerichtet waren, abgeschaltet sind. Wenn keiner mehr hinschaut…”

    Die Wirklichkeit ist häufig schlimmer als die schärfste Satire.

  16. Hallo Uri Degania, soweit ich weiss, kann man nachträglich hier nichts mehr abändern. Oder versuche es mal per PN. Aber danke für den Nachtrag und viele Grüße

    [Anmerkung der Redaktion: Danke für den nochmaligen Hinweis… und gemacht ;)]

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