7 Comments

  1. No Pasaran!

    Vielleicht noch erwähnenswert ist, dass in Würzburg durch eine Sitzblockade die Naziroute abgekürzt wurde! Ansonsten sehr guter Artikel!

  2. Yeti

    Woran liegt es eigentlich, dass die Teilnehmerzahl von Nazi Aufmärschen sich so verringert hat? Ich bezweifle stark, dass es plötzlich weniger Nazis gibt in Deutschland oder habe ich eine spontane Entnazifizierungs-Welle verpasst?
    Existieren dazu irgendwelche Erklärungen? (Beiträge,Artikel,etc.)

  3. HR

    In einigen Städten haben sie keine Lust mehr, weil sie ständig blockiert werden – das verringert schon mal die Mobilisierungsfähigkeit.
    Dazu kommt, dass die NPD, die gerade wegen der NSU-Verbrechensaufklärung lieber auf mediale Tauchstation geht, um dort möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Vermutlich gibt es noch mehr Gründe dafür, dies nur als Auswahl. Ein paar Gedanken dazu kann man auch in diesem Störungsmelder-Artikel zu Dresden lesen: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2013/02/15/das-dresden-desaster_11451.

  4. HenningM

    @Yeti
    Stimmt, habe ich mich auch schon gefragt. Ich denke, diese sich verringernde Zahl muss nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein. Genau so, wie die abnehmende Zahl der Oster-Marschierer oder der linken 1.-Mai-Marschierer ein schlechtes Zeichen sein muss. Vielleicht haben die Neonazis schlicht erkannt, dass die alte Strategie, noch aus Weimarer Zeit her, nämlich: öffentlich Spektakel = Aufmerksamkeit = politische Macht, nicht mehr aufgeht. Der Aufwand ist zu groß für das mickrige Resultat. Also: rein ins Internet, Volksgenosse Kamerad! Und im Internet sind die braunen Ar…löcher ja wirklich richtig aktiv. Man sollte also nicht nur wissen, WER der Feind ist, sondern auch, WO er steht und sich regt und Einfluss gewinnt. Dass es im Internet anonym(er) als auf der 1000mal gefilmten und überwachten Straße zugeht, ist umso schlimmer. Mist.

  5. Stephan

    @Yeti: Die Erfolge der Nazis bleiebn hinter ihren Erwartungen zurück. Die NPD hatte deshalb ihren Chef ausgewechselt. Mit Apfels “seriösem Radikalismus” gingen die “Kameradschaften” und “Autonomen Nationalisten” auf Distanz zur NPD. Da der NPD trotzdem kein Einbruch in rechtskonservative Wählergruppen gelang, sitzt der Frust bei den “Nationalen” tief. Der Streit ist so eakaliert, dass NPD-Vorstandsmitglied Thorsten Heise (der dort einmal die FK vertreten hat), gemäß Parteibeschluss nicht auf der von Worch (Die REchte) angemeldeten Nazi-Demo in Dortmund sprechen durfte. Insbesondere Nazis, die sich nicht für eine Nazi-Seite entscheiden können, dürfte dies abschreckend wirken. Generell bekommen die NAzis in Deutschland den Spagat zwischen ihre offen nationalistischen Basis und einem für breitere Waherfolge notwendigen rechtsbürgerlichen Image nicht hin.

    Dazu kommen noch örtlich Gegebenheiten, wie z.B. in Fankfurt. Seit jeher kein besonders gastlicher Ort für Nazi-Demos war die Kundgebung der NPD in ein recht unansehliches Industriegebiet verlagert worden. Selbst wenn die Demo nicht durch Blockaden verhindert worden wäre, hätte mensch von Kundgebungsort bestenfalls die Spitze des EZB-Turms aus der ferne gesehen. (Auch wenn die Luftlinie nicht besonders weit ist. Die NPD Hessen hat deshalb nach dem entsprechenden Urteil zunächst so getan, als dürfe sie direkt vor dem fast fertigen Turm demonstrieren. Die Kameraden von Infobüro Rhein-Main-Neckar haben daraufhin in einer als Sloi-Erklärung getarnten Demobilisierung den wahren Kundgebungsort öffentlich gemacht.

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