15 Kommentare

  1. Hans-Joachim Goldschmidt

    Man kann Herrn Pawelka nur Recht geben und in bei seinen Bemühungen
    unterstützen. Unsern Politikern stehen Polen und Tschechien näher als
    die durch deutsche Schuld Vertriebenen, denn ohne Nazi-Deutschland keine
    Vertreibung und keine 6 Mill. Toten, d.h. aus meiner Familie koennten
    noch einige leben und wir und viele andere hätten noch ihren Besitz in
    Pommern, Schlesien, Ostpreussen etc. ehe Milliarden nach Polen und
    Tschechien fliessen, sollten erst einmal die Vertriebenen entschädigt werden. Aus diesem Grunde gibt es nur einen Weg: WEITERMACHEN und
    hoffen auf einen Sieg der Gerechtigkeit.
    Hans-Joachim Goldschmidt, Berlin

  2. Pole

    Ich mag den Pawelka. Der ist wenigstens ehrlich und sagt offen was Millionen von Deutschen denken.

  3. Deutsch-Pole

    Man muss es deutlich sagen: Es gibt sehr viele Vertriebene und deren Nachkommen, die sich sehr erfolgreich und aktiv für die Versöhnung von Polen, Tschechen und Deutschen einsetzen und mit Leuten auf der anderen Seite an einer ehrlichen und versöhnlichen Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte arbeiten.

    Aber das meist außerhalb dieser Berufs-Vertriebenen-Verbände, denn diese sind immer noch von Alt-Nazis und Neu-Nationalsozialisten unterwandert, weshalb diese Verbände bedauerlicherweise von nationalistischen und rassistischen Hetzern und Revisionisten missbraucht und instrumentalisiert werden.

    Aber glücklicher Weise sind die meisten Deutschen und Polen sowie Tschechen viel Weiter als diese ewig gestrigen Hetzer auf beiden Seiten. Deutsche, Polen und Tschechen können sich sehr wohl im Geiste der Versöhnung und Brüderschaft der gemeinsamen Geschichte stellen!

  4. neuer Leser

    Unbelehrbar bleibt unbelehrbar.

    Sollte Pawelka irgendwann das Zeitliche segnen, steht mit Lars Seidensticker (proBerlin) ein, hm, “würdiger” Nachfolger im Volkstumskampf im “deutschen” Osten bereit.

    http://www.eigentum-ost.de/

  5. HenningM

    Zu den Vorgängen 1921 in O.S.: Deutsche = faschistoide Freikorps, Polen = engelsgleiche Heimatverteidiger? So funktioniert das nicht. Ich bin durchaus kein “unverbesserlicher Revanchist”, aber das Deutcshland 1919f. diskriminiert wurde (siehe Eupen-Malmedy, auch Abstimmungen in O.S.), ist historisch bewiesen. Soll jetzt keine Aufrechnung sein.

    Und noch was Prinizipielles zu publikative.org: Ihr solltet in den Artikeln etwas sparsamer sein mit den ganz großen Keulen. “Revanchist”, “extremistisch” etc.: wer in den rechtskonservativen Cliquen der Heimatvertriebenen gleich die ganz ganz bösen schlimmer UND erfolgreichen Demokratiezerstörer wittert, der entwertet diese Begriffe vollkommen. Extremistisch sind KÖRPERLICH und GEISTIG aggressive Gruppen (ganz rechts, ganz links), wer verbal und symbolisch sich aufspielt, ist höchstens radikal. Und den Vertriebenen würde ich nicht mal diesen “Orden” an die Brust heften. Dass sie von der jF hofiert werden, ist ein weiterer Hinweis darauf, wie sie sich sehen und gesehen werden: als rechtskonservative, gesellschaftskonforme (Wähler*innen)Gruppe.

    Wenn zu jedem/r, der/die mal sagt: “Es war nicht alles in Ordnung, was nach 1945 mit den Deutschen in den Ostgebieten passierte”, gleich Revanchist, Extremist sagt, ist politisch borniert, historisch ignorant und vielleicht, vielleich berechnend …?

  6. horst

    @Henning M
    ” Extremistisch sind KÖRPERLICH und GEISTIG aggressive Gruppen (ganz rechts, ganz links), wer verbal und symbolisch sich aufspielt, ist höchstens radikal.”
    Aha, wo haben Sie denn diese Definition her? Die landläufige Definition sieht wohl eher so aus: http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/17476/extremismus
    Womit ich nicht den Extremismusbegriff und die Extremismustheorie verteidigen will, die ich sehr problematisch finde.

  7. Dr.F

    Sollte man nicht eine Rede in ihrer Gesamtheit sehen? Es ist eine einfache Sache, einige Punkte herauszusuchen, um Herrn Pawelka in einem fiesen Licht darzustellen. Genau das wird mit eindeutiger Absicht versucht! Selbst, wenn Herr Pawelka heute eine schöne Weihnachtsgeschichte erzählt hätte, wären diese Schlagzeilen in der Presse erschienen. Und warum? Weil einige Personen versuchen, sich mit solchen “Brutos ähnlichen” Mitteln einen unerwünschten Widersacher zu entledigen. Ich habe die Rede in ihrer Gesamtheit verfolgt. Es waren mindestens genauso viele “polenfreundliche” Aussagen vorhanden, die aber natürlich nicht erwähnt werden. Wir sollten eigentlich recht stolz auf unsere Demokratie sein, auf unser Grundgesetz, das eine freie Meinungsäußerung zusichert. Sollten nicht gerade unsere Politiker für dieses Recht gerade stehen??? Das Fernbleiben unserer lieben Politiker zeigt eindeutig: Freie Meinungsäußerung darf es nicht geben. Deutschland, quo vadis?

  8. TaiFei

    HenningM said: Wenn zu jedem/r, der/die mal sagt: “Es war nicht alles in Ordnung, was nach 1945 mit den Deutschen in den Ostgebieten passierte”, gleich Revanchist, Extremist sagt, ist politisch borniert, historisch ignorant und vielleicht, vielleich berechnend …?”
    Nur sollte man immer zuerst mal fragen “Was ist nach 1945 mit den Deutschen in den Ostgebieten passiert und warum?” Komischerweise werden die historsichen Zusammenhänge da eher selten hinterfragt.
    .

  9. HenningM

    @ horst

    Meine Extremismus-”Theorie” ist eine Ad-hoc-Theorie und hat ihren Ursprung darin, dass ich es vollkommen kontraproduktiv finde, manichäerhaft alles, was nicht gutmenschlich-”betroffen”-p.c. daherkommt, ins Tiefschwarze (bzw. in diesem Fall: Ins Braune) zu stellen – zweifellos, damit man selbst im hellsten Weiß strahlen (und die anderen belehren) kann.
    Eine schlichte kleine Alltagstheorie also.

  10. gallendieter

    Dr.F.: Geh einfach mal zu so einem Treffen und schau dir den Büchertisch an. Da kannst sehen wie weit die freie Meinungsäußerung geht. Schreib doch einfach mal ein Beispiel in dem die freie Meinungsäußerung unterbunden wurde.
    Freie Meinungsäußerung gibt es genug. In Polen ist Pawelka
    kaum wahrgenommen. Für die ist Erika Steinbach ein Problem.
    Wenn du jetzt denkst ich würde das abfeiern, dass die Polen sie so scharf kritisieren liegst übrigens falsch. Denn Kaczisnki und viele rechte in Polen nützen das bereitwillig aus, um Stimmungsmache zu betreiben.
    Deren Niveau ist auch nicht besser als Pawelka, Steinbach und co.
    Das polnisch Deutsche Verhältnis ist eine Aneinanderreihung von Mißverständnissen. Ach ja und die polnischfreundlichen Aussagen kannst mir gerne zitieren. Ich bin gespannt.
    Klasse fände ich, wenn hier auch mal ein polnischer Author oder Authorin seine Erlebnisse schildern würde, wie es Ramona Ambs derletzt getan hat. Einmal ist es eine dezidierte Meinung zu Israel im anderen Fall ist dann die Rede von einer fehlenden Aufarbeitung. Fragt sich nur in welchem Sinne das überhaupt gemeint ist?

    @HenningM: Fragt sich nur wer hier Keulen schwingt? Von wegen Extremistisch links und rechts und dann einen Satz weiter der nächste Knaller. “wer verbal und symbolisch sich aufspielt, ist höchstens radikal.” Also wenn du schon hier eine Fehlinterpretation von Hannah Arendts “Elemente und Ursprung totalitärer Herrschaft” betreiben und auf diesen viel befahrenen Zug aufspringen willst dann beschäftige dich doch mal bitte damit und welche Unterscheidung Hannah Arendt zwischen extrem und radikal hatte. “Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiterwuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.-”

  11. münchhausen

    “Das Fernbleiben unserer lieben Politiker zeigt eindeutig: Freie Meinungsäußerung darf es nicht geben.”

    Die Meinungsfreiheit des Einen nimmt die Anderen nicht in die Pflicht, dem Einen auch zuzuhören.

    Dass Pawelka die Reden halten darf, dürfte wohl Beweis genug dafür sein, dass die freie Rede in der BRD geschützt wird. Zur Wahrung der Meinungsäußerungsfreiheit müssen nicht noch Politiker als Kronzeugen der Grundrechtsausübung herhalten. Von der Meinungsfreiheit geschützt wird übrigens auch die kritische Meinung über andere Meinungen. Die Meinung der Politikerinnen und Politiker, sich diesen revisionistischen Schwachsinn nicht antun zu müssen und fernbleiben zu können, ist ein ebenso zu schützendes Rechtsgut.

  12. HenningM

    @ gallendieter

    Gotcha!
    “… zweifellos, damit man selbst im hellsten Weiß strahlen (und die anderen belehren) kann.” Bitte den Zusatz in Klammern beachten! Da hilft auch ein verunglückter Ausspruch der überschätzten H. Arendt nix.

  13. gallendieter

    @ HenningM: Es geht mir gar nicht darum Sie ins Tiefschwarz (Braun) zu stellen, dass tun sie schon selbst in dem sie anderen Dinge unterstellen und sich selbst in die beliebte Operrolle fügen (von Gutmenschen belehrt)und wenn jemand etwas schreibt was Ihnen nicht passt gleich als “manichäerhaft” bezeichnet. Ähäm, das ist ja eine nette Premiere hier. Was die Belehrung anbelangt will ich sie gerne zitieren: “So funktioniert das nicht. Ich bin durchaus kein “unverbesserlicher Revanchist”
    Auch hier wieder die Frage wer belehrt hier wen?
    Zu dem Thema auch eine Frage: Was ist denn ein verunglückter Ausspruch? Wenn ich jemand wörtlich zitiere wäre ein Unglück nur, wenn ich diejenige falsch wiedergeben würde. Was Hannah Arendt anbelangt habe ich keinen persönlichen Nutzen, wenn sie überbewertet wird. Politisch habe ich durchaus Differenzen. Ich finde es für eine Diskussion nur hilfreich, wenn nicht persönliche Meinung und Inhalte auf die ein Bezug hergestellt wird miteinander vermischt werden.
    Die Autorinnen und Autoren hier und ich auch haben eine hohe Schmerzgrenze was Diskussionen anbelangt (Siehe Diskussion zu unsere Mütter unser Väter)Ich bin auch in der Lage verschiedene politische Meinungen einzuordnen und würde nicht gleich alles was nicht meine Meinung ist als tiefschwarz bezeichnen. Ich bin auch in der Lage zu unterscheiden wer denn gerne die Extremismuskeule schwingt und mit welchem Hintergrund.
    Euch was die vertriebenen Verbände anbelangt bin ich in der Lage zu unterscheiden und nicht alles in einen Topf zu werfen. Da gibt es Verbände, die auch mehr Kultur betreiben als Politik. Natürlich sind die meisten konservativ und dass Erlebnisse auch das Denken und Handeln beeinflussen will ich auch nicht außen vor lassen.
    Aber kommen wir doch mal an das Pudels Kern die Grundthese des Artikels eine Hinterfragung weshalb das Deutschlandtreffen der Schlesier mit Landesmitteln gefördert wird und keine Extremismusklausel unterschreiben muss. Herr Gesing fügt x-Beispiele an weshalb er das kritisch sieht. Für diese Beispiele sind sie anscheinend völlig beratungsresistent. Was ist denn nun ihre Meinung dazu? Finden Sie es gut, dass 50.000 EUR aus Landesmitteln für die Veranstaltung von Vertriebenen gesponsort werden, die in der Vergangenheit durch rechte Politik und eine Toleranz für rechte Gewalt aufgefallen sind?

    Einen Gedankengang möchte ich noch ergänzen. In Hannover werden Gelder locker gemacht für Veranstaltungen von Flüchtlingen aus dem zweiten Weltkrieg, die längst eine Heimat gefunden haben in Deutschland. Ihnen wird der rote Teppich ausgerollt. Wenn sie politisch aktiv werden stört das überhaupt nicht. Über die Inhalte reden wir gar nicht.
    Wenn aber aktuelle Flüchtlinge verschiedener Kriege, die auch von der deutschen Politik verursacht sind politisch aktiv werden, dann gibt es Knüppel und Pfefferspray. Deren Kundgebungen und Versammlungen werden verboten oder behindert. Weshalb dieses Ungleichgewicht? Sind die schlesischen Flüchtlinge der45er etwa bessere Menschen als Flüchtlinge aus Afghanistan, Libyen oder sonstwo im Jahr 2013? Anscheinend ja. Instituitinoller Rassismus ist das.

  14. horst

    @ Henning M
    ” zweifellos, damit man selbst im hellsten Weiß strahlen (und die anderen belehren) kann.”
    Und das kommt ausgrerechnet von jemandem, der andere darüber belehren will, wass Extremismus ist und sich dazu irgendwas aus den Fingern saugt.

  15. gallendieter

    @ HenningM: Fragt sich nur von wem Hannah Arendt überschätzt wird?
    Welche Zigarettenmarke sie wohl geraucht hat? Wenn es nach Ihnen geht wohl Reval … (Ostpreussische Bezeichnung von Talinn)

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