9 Kommentare

  1. Max schreibt:

    23. Juni 2013 at 11:47

    Erst gestern wieder in Leipzig geschehen, ein Einsatz einer Überwachungsdrohne beim Vereinsfest vom Roten Stern Leipzig…

  2. PowerPeople schreibt:

    23. Juni 2013 at 12:32

    Eine wichtige Nachfrage gibt es aber schon. Kann es sein, das sich die Autoren dieses Artikels hier ein wenig in der Problematik vertun? Die Drohnen, die die Polizei hier in Deutschland einsetzt sind doch so genannte Quadrocopter, batteriegetriebene Kleinstflugzeuge an denen in der Regel nur eine Spezialkamera hängt. Das alles in einem Maßstab von etwas größeren Modellflugzeugen.

    Das worüber in den USA gerade diskutiert wird, sind aber die Flugdrohnen von der Größe ausgewachsener Kampfflugzeuge mit Düsenantrieb. Also diejenigen Geräte, die die Bundeswehr in Afghanistan einsetzt oder so eines, wie der Iran vor einiger Zeit von den USA erbeutet hatte.

    Dabei handelt es sich um völlig verschiedene Systeme mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Das eine ist eine sehr flexible Überwachungskamera und das andere hat in etwa das Gewicht von dem Tornado-Inlandseinsatz während des G8 in Heiligendamm.

    Über den Einsatz von Technik, wie sie das FBI zur Zeit im US-Inland schon hat, wird in Deutschland zur Zeit erst vorsichtig nachgedacht. Aber es gibt mit großem Abstand noch nichts vergleichbares hier. Allerdings, und das steht leider gar nicht im Artikel, wünscht sich das Innenministerium unter Minister Friedrich bereits tatsächlich seit einem halben Jahr den Einsatz von “echten” Drohnen, wie sie etwa die Bundeswehr in Afghanistan benutzt, im Inland.

    Hier z.B. einer der Artikel aus dieser Diskussion:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/aus-dem-maschinenraum/aus-dem-maschinenraum-drohnen-ueber-dem-bodensee-12013388.html

    ich würde mir da mehr Differenzierungsvermögen wünschen, damit man sich nicht verheddert und Unklarheiten produziert.

  3. schreibt:

    23. Juni 2013 at 13:03

    Hallo “PowerPeople”,

    danke für die Anmerkungen.

    Selbstverständlich gibt es unterschiedliche Systeme: Bei einem Einsatz in einer Stadt in Deutschland werden kaum düsenbetriebene “echte” Drohnen durch die Häuserschluchten jagen. Andererseits wird die Bundeswehr in Afghanistan auf größeren Gebieten kaum Fancopter losschicken. Gemeinsam haben aber alle Systeme, dass sie ein bestimmtes Gebiet unbemerkt überwachen sollen. Was in Bürgerkriegsgebieten durchaus nachvollziehbar erscheint, wird bei Einsätzen in Deutschland gegen vermeintliche Hooligans kombiniert mit vielen Problemen beim Datenschutz zunehmend fragwürdig.

    Während die Überwachung durch das FBI in den USA in Deutschland auf großes Interesse stößt, ist die Überwachung in diversen Bundesländern kaum ein Thema. Und genau das kritisiere ich.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Patrick Gensing

  4. schreibt:

    25. Juni 2013 at 07:02

    [...] Vier Länder, vier Politiker, deren Politik aus sehr unterschiedlichen und sehr guten Gründen als falsch, desaströs oder gar korrupt bezeichnet werden kann, dienen einzig als Projektionsfläche für alles, was derzeit falsch ist oder zu sein scheint in Europa. Deutschland ist im Subtext das unschuldige Opfer. Demokratiedefizite, Polizeigewalt, wirtschaftliche Problem und Korruption sind grundsätzlich nur die Probleme der Anderen, und nur durch die Anderen eine Bedrohung der hiesigen Gesellschaft. Dass es diese Probleme, wenn auch in anderer Form und Qualität, auch hier gibt, wird auf diesen Weg einfach geleugnet. Es handelt sich um die extreme Form eines Phänomens, das immer häufiger anzutreffen ist, beispielsweis in der Berichterstattung über Drohnen. [...]

  5. schreibt:

    25. Juni 2013 at 08:20

    Unbemannte Drohnen schwirren durch die Luft und fotografieren oder filmen Menschen: unbemerkt, mit gestochen scharfen Bildern.

    Naja… “unbemerkt” ist ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Ich hab hier in der Forschung selber mit solchen Quadrotordrohnen zu tun. Die Dinger sind schon verdammt laut, auch wenn die in einiger Höhe über einem schweben. Wenn dann noch Wind aufkommt, gegen den die arbeiten müssen oder wenn sie bewegt werden, hört man ein regelmäßiges, lautes Aufsummen (ziemlich ähnlich zu einer elektrischen Sense, die Dinger mit der kleinen Plastikschnur, die sich schnell dreht).

    Also jeder, der noch ein intaktes Hörvermögen hat, kann die Dinger auch Problemlos hören. Auf Großveranstaltungen mag das untergehen, da dienen sie aber auch eher dem Lagebild als Einzelpersonen zu überschatten (so “gestochen scharf” sind die Bilder auch bei weitem nicht. Da haben die meisten Handys bessere Kameras). Aber das jemand mit einer Drohne unbemerkt in Fenster von Privathäuser spioniert wird ohne neue Antriebstechnik nicht möglich sein.

    Da ist viel Panikmache in dem Artikel… wäre schön, wenn man etwas näher an den Fakten bleiben könnte. Ihr seid doch kein Mainstream-Medium bei dem jeder Artikel einen Skandal enthalten muss. Oder steht hier auch die Klickzahl so extrem im Vordergrund?

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