6 Kommentare

  1. Clemens Donner

    Schade, dass so intelligenten Leuten jegliche Empathie für Menschen in Not fehlt. Ich erwarte von Politik und Verwaltung etwas mehr Durchsetzungsvermögen. Wenn wir Menschen Asyl gewähren und auf der zentralen Unterbringung beharren, dann brauchen wir keine Anwohner zu befragen. Diese richtig benannten “diffusen Ängste” wird es (abgesehen von alternativen Großstadtkiezen) immer geben, daran haben die populistischen Dampfplauderer ja auch gut gearbeitet. Kein Wunder also, dass Menschen, die selten bis nie in den Kontakt mit Flüchtlingen kommen sich Sorgen machen um Ehrenmorde, Kopftücher und Kofferbomben, sich aber als anständig genug wähnen baurechtliche Probleme vorzuschieben. Als ob man so ein Theater auch machen würde bei einem Aldi oder einer Turnhalle.
    Hochnotpeinlich die Herren Akademiker dort.

  2. HenningM

    ZITAT: Die Grundstücke in näherer Umgebung erlitten einen Wertverlust durch den Bau der Unterkunft. Dabei gebe es – auch innerhalb des eigenen Stadtteils – „objektiv geeignetere Standorte“.

    Biedermann und die Brandstifter. Aber immerhin können die (Spieß)Bürger*innen sich ihre latente Fremdenfeindlichkeit gut bürgerlich-kapitalistisch rationalisieren.

    ZITAT: Die Nicht-Berücksichtigung der Bürger bei der Standortentscheidung sei undemokratisch abgelaufen. Hier wurde „Politik über die Köpfe der Menschen hinweg“ betrieben worden und „ohne zu fragen“ entschieden.

    Und DAS ist das Hauptargument, weshalb ich sehr, sehr skeptisch bin bzgl. einer lokalen Bürger’innenbeteiligung a la Bürgerentscheid u.ä. Bei heiklen Themen (auch: Tierheim-Neubau, Nutzung innestädtischer Freiflächen, Müllheizkraftwerk) gilt dann im Zweifel “Not in my backyard”; siehe auch o.g. ZITAT.

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